Produktbild: Der Verdrüssliche
Band 1

Der Verdrüssliche Roman

Aus der Reihe Carola Broggiato
6

13,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

10.03.2021

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

507 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783839267233

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PDF

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Erscheinungsdatum

10.03.2021

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

507 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783839267233

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  • Bewertung

    5/5

    02.06.2021

    eBook (PDF)

    Ich liebe dieses Buch für seine wundervolle Sprache

    Wer hier -vielleicht aufgrund des Klappentextes- einen spannungsgeladenen Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Manche Erzählungen erscheinen mir irrelevant und erzeugen unnötige Längen. Dafür konnte ich mit diesem Roman unheimlich gut entschleunigen, und die wundervolle Sprache erfüllte mich mit einer unsagbaren Freude und Glückseligkeit. Die Autorin bindet spielend leicht Sprachen und Dialekte ein und vermittelt dadurch auch ein Lebensgefühl. Es gibt großartige Dialoge im charmanten Wiener Dialekt, und gerade die Monologe des Verdrüsslichen höchst selbst versprühen einen unglaublichen feingeistigen Witz. Einfach großartig!

  • Bewertung

    5/5

    18.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Krimi ohne Leiche, historischer und feministischer Roman in einem, absolutes Lieblingsbuch!

    In dem Roman von Eva Holzmair geht es um eine verschwundene Alabasterbüste, eines der über fünfzig Selbstportraits des deutsch-österreichischen Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt (1736 – 1783). Die Handlung spielt sich aus der Sicht von drei Figuren ab. Die erste ist Dr. Carola Broggiato, eine pensionierte Hofrätin mit einem Krebsleiden. Brogiatto arbeitete „in ihrer aktiven Zeit“ im österreichischen Bundesdenkmalamt und ist eine begeisterte Kunstliebhaberin. Sie erfährt durch Zufall, dass die Skulptur „Der Verdrüssliche“ von dem Künstler Franz Xaver Messerschmidt das Wiener Kunstmuseum Belvedere verlassen hat. Es wurde verkauft, offenbar ohne dass Informationen über dieses Geschäft an die Öffentlichkeit drangen. Broggiato weiß aus ihrer Zeit als aktive Hofrätin, dass die Skulptur normalerweise Österreich nur als Leihgabe hätte verlassen dürfen und beginnt zu ermitteln. Die zweite Perspektivfigur ist die junge Malerin Gitta Hausladen. Hausladen hat einen Aufenthalt in einer psychatrischen Klinik hinter sich und versucht, sich wieder in den Alltag einzugewöhnen und sich um ihr Kind im Grundschulalter zu kümmern. Hartnäckig kämpft Hausladen gegen ihre gelegentlichen Wahnvorstellungen und ständigen Selbstzweifel an. Allmählich kristallisiert sich heraus, dass Mitglieder der Familie Hausladen verstrickt sind in die zentrale Frage des Romans: Was ist mit der Skulptur des „Verdrüsslichen“ geschehen? Die dritte Perspektive, vielleicht die, die mir am besten gefallen hat, ist sicher die ausgefallenste. Der Charakterkopf „Der Verdrüssliche“ kommentiert die Gegenwart und erzählt von seiner jahrhundertelangen Vergangenheit. Die Figurensprache ist Holzmair hier ganz besonders gelungen. Ein wenig altertümlich, ohne altbacksch zu wirken, voller Witz und Lebensweisheit. Die drei Handlungsstränge, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben, verweben sich, schaukeln die Spannung hoch und enden in der überraschenden und schlüssigen Auflösung des Falls. Holzmair ist ein spannender Krimi gelungen, der mich wie ein historischer Roman mit dem Wirken Messerschmidts und der Gesellschaft im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert vertraut macht. „Der Verdrüssliche“ ist auch ein feministischer Roman. Die Figuren der Dr. Broggiato und der Künstlerin Hausladen kämpfen trotz ihrer jeweiligen Krankheit um Anerkennung und Selbstbestimmung. Sie lassen sich von Konventionen oder Hindernissen manchmal kurz bremsen, jedoch nie aus der Bahn schlagen. Letztendlich ist Holzmairs Roman auch einfach ein belletristischer Leckerbissen, der allein wegen seines geschliffenen Schreibstils, der prägnanten Sprache und der einfühlenden Figurenpsychologie eine eindeutige Leseempfehlung verdient hat. „Der Verdrüssliche“ hat mich sehr beeindruckt.

  • ElliP

    aus Hessen

    5/5

    14.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der Mensch ist gut, nur die…

    Der Mensch ist gut, nur die Leut‘ sind schlecht (Nestroy). Ein grandioses Lesevergnügen, bei dem der Leser selbst aktiv werden und mitdenken muss. Die drei Erzählstränge – fantasievoll, anregend und intelligent – sind miteinander verwoben, was sich erst nach und nach offenbart. Ein besonders skurriler und famoser Erzähler ist der titelgebende Charakterkopf, der so viel erlebt, über die Jahrhunderte hinweg als genauer Beobachter die Welt und seine Umgebung betrachtet und Schlüsse gezogen hat – ein redseliger Alter, der sein Hier und Jetzt immer wieder forsch bezwingt und mit der Zeit geht – that’s the way you do it. Dann erleben wir die kluge, gezeichnete Carola, Frau Dr. Hofrätin, die sich noch einmal abschließend ihrer Lieblingsaufgabe widmet. Das Trio komplettiert Gitta, die empfindsame, fragile und talentierte Künstlerin, die dabei ist, das Leben zu üben und zu meistern. Jeder ist auf seine Art und Weise gefangen und begrenzt, versteht es aber auch mit unterschiedlichen Ausdrucksmitteln sich zu offenbaren und mit der Welt in Kontakt zu treten. Und alle drei verbindet eine große Leidenschaft… Es geht um Kunst, um Kommerz, die Welt der Museen und der Meisterwerke, um Kunstmäzene, Raubkunst, Nazigrößen, Katzen und Ratten, Schein und Sein, letztendlich um das Wahre und Echte im Leben. Spannend wie ein Thriller liest sich dieser Roman, peu a peu verfolgen wir den Weg des Verdrüsslichen und finden heraus, ob er schon bei seinem letzten Ziel angekommen ist und sein Glück finden kann.

  • Sikal

    4/5

    29.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ungewöhnliche und komplexe Story

    Über dubiose Kanäle gelangt ein wertvolles österreichisches Kulturgut – die Skulptur „Der Verdrüssliche“ von F.X. Messerschmidt – ans Getty Museum von Los Angeles. Als davon Dr. Carola Broggiato erfährt, setzt sich dieser Gedanke in ihrem Kopf fest, dass hier wohl nicht alles mit rechten Dingen zuging. Als ehemalige Mitarbeiterin des Bundesdenkmalamts ist Carola Expertin für Kunst und Kultur in Österreich und stößt bei ihren Recherchen auf einige Ungereimtheiten in diesem Fall. In einem weiteren Erzählstrang erfährt man über die Probleme Gittas, die an psychischen Störungen leidet und sich nur in ihrer Malerei zu Hause fühlt. Mit dem Leben überfordert, muss sie erst mit Hilfe einer Freundin lernen, durch den Tag zu kommen und ihre Aufgaben zu bewältigen. Doch letztendlich schafft sie es über sich hinauszuwachsen. „Wer im Verdrüsslichen nur eine Büste sieht, hört ihm nicht zu.“ Doch dies darf man im dritten Erzählstrang, in dem der Verdrüssliche selbst zu Wort kommt und seine 200-jährige-Geschichte erzählt. Die Alabaster-Büste hat eine bewegte Reise hinter sich bevor diese im Getty-Museum landet und so gerne nach Hause möchte. Die Autorin Eva Holzmair schafft es mit einem feinen Gespür für Sprache, der Geschichte die jeweilig erforderliche Nuance zu geben. Alle drei Erzählstränge sind für sich interessant und spannend zu lesen. Man fragt sich während des Lesens wie diese nun zusammenhängen könnten – was man erst relativ spät erfährt. Doch bis zum Ende sind die Fäden fest verwoben und man wird mit einer ungewöhnlichen Auflösung der komplexen Geschichte belohnt. Ein lesenswerter Kulturkrimi, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

  • Bewertung

    aus Nittendorf

    4/5

    17.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kluge Krimigeschichte

    Eine von die Messerschmidts Kopfstücke "Der Verdrüssliche " ist unter dubiösen Umständen aus Museum von Los Angeles verkauft. Durch Zufall erfährt über das Dr. Carola Broggiato, ehemalige Mitarbeiterin des Bundesdenkmalamts, ihr geht die Sache nichts aus den Kopf und Carola beginnt recherchieren .... Am Anfang die Autorin präsentiert uns drei Erzählstränge, ehrlich war ich bisschen verwirrt was die zusammen zu tun haben, dann die drei kommen immer nah zu sich und am Ende sind wie der Zopf dicht geflochten. Diese Krimi ist klug und ruhig geschrieben, hier ist keine große Spannung oder blutige Gelegenheiten , nein der Krimi fesselt durch die psychologische menschliche Porträten und durch die unterschiedlichen Zeitebenen. Die Personen hier, besonders die Carola und Gitta sind ausgezeichnet dargestellt, die eine litt unter die Krebserkrankung , die zweite über die psychischen Störungen, beide haben zu kämpfen und beide haben jemanden wichtigen im Leben, Carola der Kater Jari und Gitta der Sohn Bernhard. Die beide beschreibt die Autorin mit viel fein Gefühl und für mich sind die beide die große Heldinnen von diese Geschichte. Diese ausergewönliche und sehr klug geschriebene Geschichte für alle Fans von die intellektuellen Krimi wird ein Lesegenuss !

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