Produktbild: DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021

DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

59393

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3571 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608120813

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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Barrierefreiheit

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Verkaufsrang

59393

Erscheinungsdatum

18.01.2021

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3571 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608120813

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Erweiterter Horizont und Faszination bei hochgestochener Sprache

Julia Matos am 10.03.2021

Bewertungsnummer: 1461127

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Gleich auf den ersten Seiten fallen die gewöhnungsbedürftige, hochgestochene Wortwahl (z. B. sekkant, kalmiert, hibernieren, amikabel) und die langen Satzkonstruktionen auf. An der Übersetzung kann es nicht liegen, denn Raphaela Edelbauer kommt aus Wien. Dementsprechend hatte ich ein Stopp-Schild vor Augen: Achtung, nicht gedacht für Personen ohne Studienabschluss. Schade, denn mit einem normalen Erzählstil könnten mehr Interessierte ermutigt werden, an der faszinierenden Story teilzuhaben. Die Handlung gerät manchmal langatmig, mit trockenen Exkursen, z. B. wissenschaftliche Abhandlungen, Aktenvermerke. Ab Kapitel 3 (Prolog nicht mitgerechnet) wurde es für mich verständlicher, interessant und spannend. Hauptfigur Syz soll fortan als geistig emotionale Blaupause für eine Künstliche Intelligenz herhalten, um dieser zu einer höheren Bewusstseins- und Kreativitätsebene und Urteilsfähigkeit zu verhelfen. Ablauf, Gedankengänge und Ängste sowie die Lobbyarbeit verschiedener Gruppierungen zu übergeordneten Zielen für die KI sind hochinteressant, nachvollziehbar, faszinieren und lassen eine gewisse Genialität erkennen. Manchmal fehlt es den ethischen, philosophischen und technischen Gedankenspielen und Gesprächen an Selbstverständlichkeit, erkennbar dienen diese der Aufklärung der Leserschaft. Für mich als technikaffinen Laien entsteht der Eindruck, dass sich die Autorin intensiv mit den Anfängen von Computern und mit möglichen Wegen, Konflikten, Chancen und Risiken befasst hat. Jedem Nerd (ich mag Nerds) dürfte zu dem Bogen, der hier gespannt wird, das Herz aufgehen, vorausgesetzt, den Profis fallen keine üblen Fehler in der Darstellung auf. Anscheinend spielt der Roman am Ende des 20. Jahrhundert: Es wird über das „kommende Jahrhundert“ gefachsimpelt, während der Handlung zugrundeliegende Technik veraltet wirkt und Innovationen wie z. B. Smartphones nicht vorkommen. Der sich stückchenweise offenbarende Weltenbau (Postapokalypse, Dystopie, Leben und Arbeiten in einem riesigen, hierarchisch geordneten 5-stöckigen Gebäude) führt zu Wow-Effekten und animiert zum Nachdenken. Das gelungene Ende verschafft Aufklärung. Humor wird dezent eingesetzt. Treffsicher, mit Anspruch, gern mal bissig, zum Beispiel als die KI in einer Simulation Subjekt und Objekt verwechselt und dem Braten den zerlegten Gast serviert. Surreale Begegnungen und Entdeckungen häufen sich. Ich bin geneigt, Syz zu bemitleiden. Man rätselt, inwieweit der aufkommende Verfolgungswahn berechtigt ist. Die Nebenfigur Khatun bereichert die Handlung mit charmantem Zauber und mit Rätseln und Wendungen. Auch weitere Nebenfiguren mit umfangreichen Lebensläufen (Pawel, Fröhlich, …) faszinieren. Was ich nicht mag, ist die gelegentlich eingestreute Vorausschau, inwieweit der personale Erzähler bestimmte Entscheidungen im Nachgang als positiv oder negativ wertet. Das hemmt die Spannung. Ich bin beim Lesen lieber unvoreingenommen live dabei. Im Vergleich mit dem Autor Clemens J. Setz finde ich „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ ähnlich ausschweifend und einprägsam, dabei eingängiger und kurzweiliger, dafür ist „DAVE“ thematisch reiz- und wertvoller. Dieser Roman ist etwas Besonderes und dürfte nachhaltig in Erinnerung bleiben. Surreal und - je nach Neigung des Lesers - mit Potenzial für einen großen Kenntniszuwachs. Ich habe es geliebt und gehasst. Als mein Interesse entfacht war, konnte ich besser darüber hinwegsehen, dass er streckenweise trocken, kompliziert und für Unterhaltungsbelletristik anstrengend zu lesen ist.

Erweiterter Horizont und Faszination bei hochgestochener Sprache

Julia Matos am 10.03.2021
Bewertungsnummer: 1461127
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Gleich auf den ersten Seiten fallen die gewöhnungsbedürftige, hochgestochene Wortwahl (z. B. sekkant, kalmiert, hibernieren, amikabel) und die langen Satzkonstruktionen auf. An der Übersetzung kann es nicht liegen, denn Raphaela Edelbauer kommt aus Wien. Dementsprechend hatte ich ein Stopp-Schild vor Augen: Achtung, nicht gedacht für Personen ohne Studienabschluss. Schade, denn mit einem normalen Erzählstil könnten mehr Interessierte ermutigt werden, an der faszinierenden Story teilzuhaben. Die Handlung gerät manchmal langatmig, mit trockenen Exkursen, z. B. wissenschaftliche Abhandlungen, Aktenvermerke. Ab Kapitel 3 (Prolog nicht mitgerechnet) wurde es für mich verständlicher, interessant und spannend. Hauptfigur Syz soll fortan als geistig emotionale Blaupause für eine Künstliche Intelligenz herhalten, um dieser zu einer höheren Bewusstseins- und Kreativitätsebene und Urteilsfähigkeit zu verhelfen. Ablauf, Gedankengänge und Ängste sowie die Lobbyarbeit verschiedener Gruppierungen zu übergeordneten Zielen für die KI sind hochinteressant, nachvollziehbar, faszinieren und lassen eine gewisse Genialität erkennen. Manchmal fehlt es den ethischen, philosophischen und technischen Gedankenspielen und Gesprächen an Selbstverständlichkeit, erkennbar dienen diese der Aufklärung der Leserschaft. Für mich als technikaffinen Laien entsteht der Eindruck, dass sich die Autorin intensiv mit den Anfängen von Computern und mit möglichen Wegen, Konflikten, Chancen und Risiken befasst hat. Jedem Nerd (ich mag Nerds) dürfte zu dem Bogen, der hier gespannt wird, das Herz aufgehen, vorausgesetzt, den Profis fallen keine üblen Fehler in der Darstellung auf. Anscheinend spielt der Roman am Ende des 20. Jahrhundert: Es wird über das „kommende Jahrhundert“ gefachsimpelt, während der Handlung zugrundeliegende Technik veraltet wirkt und Innovationen wie z. B. Smartphones nicht vorkommen. Der sich stückchenweise offenbarende Weltenbau (Postapokalypse, Dystopie, Leben und Arbeiten in einem riesigen, hierarchisch geordneten 5-stöckigen Gebäude) führt zu Wow-Effekten und animiert zum Nachdenken. Das gelungene Ende verschafft Aufklärung. Humor wird dezent eingesetzt. Treffsicher, mit Anspruch, gern mal bissig, zum Beispiel als die KI in einer Simulation Subjekt und Objekt verwechselt und dem Braten den zerlegten Gast serviert. Surreale Begegnungen und Entdeckungen häufen sich. Ich bin geneigt, Syz zu bemitleiden. Man rätselt, inwieweit der aufkommende Verfolgungswahn berechtigt ist. Die Nebenfigur Khatun bereichert die Handlung mit charmantem Zauber und mit Rätseln und Wendungen. Auch weitere Nebenfiguren mit umfangreichen Lebensläufen (Pawel, Fröhlich, …) faszinieren. Was ich nicht mag, ist die gelegentlich eingestreute Vorausschau, inwieweit der personale Erzähler bestimmte Entscheidungen im Nachgang als positiv oder negativ wertet. Das hemmt die Spannung. Ich bin beim Lesen lieber unvoreingenommen live dabei. Im Vergleich mit dem Autor Clemens J. Setz finde ich „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ ähnlich ausschweifend und einprägsam, dabei eingängiger und kurzweiliger, dafür ist „DAVE“ thematisch reiz- und wertvoller. Dieser Roman ist etwas Besonderes und dürfte nachhaltig in Erinnerung bleiben. Surreal und - je nach Neigung des Lesers - mit Potenzial für einen großen Kenntniszuwachs. Ich habe es geliebt und gehasst. Als mein Interesse entfacht war, konnte ich besser darüber hinwegsehen, dass er streckenweise trocken, kompliziert und für Unterhaltungsbelletristik anstrengend zu lesen ist.

Überbewertet

Fred aus Linz am 23.01.2023

Bewertungsnummer: 1865652

Bewertet: eBook (ePUB 3)

„Ein einzigartiger Roman über KI: irrwitzig, eindrücklich, abgründig.“ (Covertext). Österr. Buchpreis 2021 (Gratulation!), mediale Präsenz. Als Fan von Stanislaw Lem und anspruchsvoller SF hoffte ich auf Unterhaltung mit Tiefgang. Leider wurde ich enttäuscht. Dabei stößt die Autorin recht interessante Themen an, z.B.: Kann eine KI mit menschlichem Bewusstsein entwickelt werden? Welche Konsequenzen würde das haben? Wer kontrolliert? Wer profitiert? Kann eine allmächtige KI die Menschheit in einer völlig überfüllten, verwüsteten Welt retten? Leider reicht die Vorstellungskraft der Autorin nicht aus, um all ihre Ideen in eine überzeugende Dystopie zu übersetzen. Der Hauptprotagonist und die verschiedenen Charaktere und deren Beziehung zueinander bleiben psychologisch seicht und emotionale Szenen wirken überzeichnet. Die philosophische Grundierung verwirrt mehr, als dass sie zum Denken anregt. Dafür strotzt das Buch von Fremdwörtern und kruden Satzkonstruktionen. Als ich das Buch mit Mühe fertiggelesen habe, erschien in der Zeit ein aktueller Artikel über Google‘s Chatbot der Superlative LaMDA (bzw. Nachfolger PaLM) und einen leitenden Entwickler, der diesem ein Bewusstsein unterstellt - eine aktuelle Geschichte, die fantastischer war als das vorliegende Buch.

Überbewertet

Fred aus Linz am 23.01.2023
Bewertungsnummer: 1865652
Bewertet: eBook (ePUB 3)

„Ein einzigartiger Roman über KI: irrwitzig, eindrücklich, abgründig.“ (Covertext). Österr. Buchpreis 2021 (Gratulation!), mediale Präsenz. Als Fan von Stanislaw Lem und anspruchsvoller SF hoffte ich auf Unterhaltung mit Tiefgang. Leider wurde ich enttäuscht. Dabei stößt die Autorin recht interessante Themen an, z.B.: Kann eine KI mit menschlichem Bewusstsein entwickelt werden? Welche Konsequenzen würde das haben? Wer kontrolliert? Wer profitiert? Kann eine allmächtige KI die Menschheit in einer völlig überfüllten, verwüsteten Welt retten? Leider reicht die Vorstellungskraft der Autorin nicht aus, um all ihre Ideen in eine überzeugende Dystopie zu übersetzen. Der Hauptprotagonist und die verschiedenen Charaktere und deren Beziehung zueinander bleiben psychologisch seicht und emotionale Szenen wirken überzeichnet. Die philosophische Grundierung verwirrt mehr, als dass sie zum Denken anregt. Dafür strotzt das Buch von Fremdwörtern und kruden Satzkonstruktionen. Als ich das Buch mit Mühe fertiggelesen habe, erschien in der Zeit ein aktueller Artikel über Google‘s Chatbot der Superlative LaMDA (bzw. Nachfolger PaLM) und einen leitenden Entwickler, der diesem ein Bewusstsein unterstellt - eine aktuelle Geschichte, die fantastischer war als das vorliegende Buch.

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DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021

von Raphaela Edelbauer

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Nate Pischner

Thalia Berlin – Alexa

Zum Portrait

5/5

Kann eine künstliche Intelligenz...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kann eine künstliche Intelligenz Bewusstsein erlangen? Und sollten wir das überhaupt wollen? Allein die Sprache ist schon so schön, dass man das Buch gar nicht weglegen möchte. Philosophie meets sience fiction und das im Breitwandformat. Schräg, witzig und sehr spannend!
  • Nate Pischner
  • Buchhändler/-in

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Kann eine künstliche Intelligenz...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kann eine künstliche Intelligenz Bewusstsein erlangen? Und sollten wir das überhaupt wollen? Allein die Sprache ist schon so schön, dass man das Buch gar nicht weglegen möchte. Philosophie meets sience fiction und das im Breitwandformat. Schräg, witzig und sehr spannend!

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Holger Voncken

Thalia Siegburg

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5/5

Herrliche Sprachkunst und Perspektivenspiel

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mittlerweile ist die Auswahl an Büchern über Künstliche Intelligenz enorm. Und so ist es gar nicht einmal das Thema, sondern die Perspektive und vor allem die Sprache, welche diesen Roman zu einem seltenen Phänomen machen: Mit spürbarer Liebe am versierten Spiel mit Formulierungen, Begriffen und Grammatik sowie dem Mut, eine eigenwillige Idee vermittels eines Szenarios zu erzählen, welches trotz oder gerade dank seiner Absonderlichkeit zugleich unwirkliches als auch greif- und erlebbar ist, hat Raphaela Edelbauer mit „Dave“ einen der interessantesten und eigenwilligsten Science-Fiction Titel der letzten Jahre abgeliefert. Über den Verlauf des beschriebenen Geschehens rund um den Programmierer Syz möchte man tatsächlich gar nicht allzu viele Worte verlieren. Schließlich liegt der Genuss dieser komplexen Geschichte nicht zuletzt auch darin, sich in der aberwitzigen Welt von „Dave“ zurecht zu finden und dann dabei zuzuschauen, wie diese aus den Fugen zu geraten scheint. Es sind die vielen Fragen, welche den Leser immer tiefer hinein ziehen. Grundlegend und über allem schwebend jene, ob DAVE, die autonome Denkmaschine, tatsächlich funktionieren wird und es den postapokalyptisch in einem grotesken IT-Komplex ihrem endgültigen Ziel entgegen fiebernden Menschheitsresten gelingt, die bereits im Vorfeld zur messianischen Figur verklärten KI mit menschlichem Bewusstsein zu impfen. Wer Spaß an einem Gedanken-, Sprach- und Ideenreigen hat, der streckenweise wirkt, als hätte Terry Gilliam das Skript einer Philosophievorlesung zu Digitalisierung, Transhumanismus und Ethik verfilmt, dem sei dieses Feuerwerk an Spannung, wichtigen Betrachtungen und verstiegenen Bilderwelten wärmstens empfohlen. Nicht nur für Wittgenstein-Fans interessant.
  • Holger Voncken
  • Buchhändler/-in

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5/5

Herrliche Sprachkunst und Perspektivenspiel

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mittlerweile ist die Auswahl an Büchern über Künstliche Intelligenz enorm. Und so ist es gar nicht einmal das Thema, sondern die Perspektive und vor allem die Sprache, welche diesen Roman zu einem seltenen Phänomen machen: Mit spürbarer Liebe am versierten Spiel mit Formulierungen, Begriffen und Grammatik sowie dem Mut, eine eigenwillige Idee vermittels eines Szenarios zu erzählen, welches trotz oder gerade dank seiner Absonderlichkeit zugleich unwirkliches als auch greif- und erlebbar ist, hat Raphaela Edelbauer mit „Dave“ einen der interessantesten und eigenwilligsten Science-Fiction Titel der letzten Jahre abgeliefert. Über den Verlauf des beschriebenen Geschehens rund um den Programmierer Syz möchte man tatsächlich gar nicht allzu viele Worte verlieren. Schließlich liegt der Genuss dieser komplexen Geschichte nicht zuletzt auch darin, sich in der aberwitzigen Welt von „Dave“ zurecht zu finden und dann dabei zuzuschauen, wie diese aus den Fugen zu geraten scheint. Es sind die vielen Fragen, welche den Leser immer tiefer hinein ziehen. Grundlegend und über allem schwebend jene, ob DAVE, die autonome Denkmaschine, tatsächlich funktionieren wird und es den postapokalyptisch in einem grotesken IT-Komplex ihrem endgültigen Ziel entgegen fiebernden Menschheitsresten gelingt, die bereits im Vorfeld zur messianischen Figur verklärten KI mit menschlichem Bewusstsein zu impfen. Wer Spaß an einem Gedanken-, Sprach- und Ideenreigen hat, der streckenweise wirkt, als hätte Terry Gilliam das Skript einer Philosophievorlesung zu Digitalisierung, Transhumanismus und Ethik verfilmt, dem sei dieses Feuerwerk an Spannung, wichtigen Betrachtungen und verstiegenen Bilderwelten wärmstens empfohlen. Nicht nur für Wittgenstein-Fans interessant.

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DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021

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