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Michael Göring

1. Dresden

Dresden Roman einer Familie

Gesprochen von
8
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Michael Göring

Spieldauer

8 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844927689

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Michael Göring

Spieldauer

8 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844927689

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Bewertung

    5/5

    03.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein toller DDR-Roman

    1975 reist Fabian mit seinem Freund Till das erste Mal vom westfälischen Köln/Paderborn zum ersten Mal über die deutsch-deutsche Grenze nach Quedlinburg zum Onkel der Familie und nach Dresden zu den Gersbergers, zu der seit über 20 Jahren eine Brieffreundschaft besteht. Nach seinem ersten Besuch reist Fabian, mal alleine, mal zusammen mit Till, jährlich nach Dresden bzw. in die DDR, einerseits um ein unbekanntes Land, andererseits auch, um sich selber kennenzulernen und erlebt bei seinen Besuchen in Dresden eine für ihn bis dato unbekannte zwischenmenschliche Wärme der Familie, die ihn verändert und die er zu schätzen lernt. Bei seinem ersten Besuch verliebt sich Fabian in Anne, die Tochter der Gersbergers und muss ein Jahr später feststellen, dass sie bereits geheiratet hat, was ihn zwar kränkt, jedoch nicht von Besuchen im Osten abhält. Denn Kai, 1975 15 Jahre alt und Sproß der Familie, sucht den Kontakt zu Fabi und Till. Von Anfang an entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen allen Protagonisten, die einem einen spannenden Einblick in das Leben in der “Zone” mit all seinen Problemen gibt. Dies reicht von der “Bückware” in Geschäften der DDR bis hin zu innerfamiliären Konflikten zur Haltung zum Staat. Auf der einen Seite ist Kai, der sich als der Familie in seiner radikalen Abneigung zum politischen System und zwei Fluchtversuchen entzieht, sowie sein Vater Ekkehard, Ingenieur und Hochschullehrer in Dresden, der nach dem ersten Fluchtversuch seines Sohnes über die Elbe nicht mehr zu Tagungen ins westliche Ausland darf, aber an eine Reformierbarkeit des Systems von innen heraus glaubt. Abschließend lässt sich sagen, dass es ein fesselnd geschriebener Roman ist, der einem Einblicke in das Leben der DDR bietet und Probleme ebenso wie die kleinen Freuden des Lebens aufzeigt. Dabei gelingt es Michael Göring, der selber als Student in den Vorwendejahren in die DDR gereist ist, vielleicht auch bereits Vergessenes der DDR Geschichte, wie etwa den Zwangsumtausch von D-Mark in DDR Mark, die Bedeutung Westpakete etc. wieder ins Bewusstsein zu rufen.

  • Buecherseele79

    5/5

    25.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familien in Ost und Westdeutschland

    Fabian und sein Kumpel Till fahren 1975 das erste Mal in die DDR. Besuchen Bekannte mit der Fabians Tante, seit Jahren, Briefkontakt hält. Stimmen die ganze "Schauergeschichten" über die DDR? Stimmen die Berichte über den Westen in der DDR? Gemeinsam mit Fabian lernt man beide Seiten genauer kennen. "Ekkehard blieb einen Moment still, jeder spürte, dass er nachdachte. "Vielleicht aber streiten wir innerhalb der Familie überhaupt weniger als im.Westen. Ob Jung oder Alt, wir haben nun mal gemeinsame Gegner, und das sind die dummen Bonzen in der Partei und das Eingesperrtsein in unserem Staat. Da ist der Zusammenhalt in der Familie dann besonders wichtig, ist Teil unserer Sicherheit." (Seite 109) Manch einer mag jetzt sagen - schon wieder ein Buch über die ehemalige DDR. Was ist an diesem Buch besser, anders, gleich als beim Rest? Erstmal schreibt der Autor Michael Göring super. Es ist ein lockerer Schreibstil. Er beschreibt Orte, Sehenswürdigkeiten und die Stimmung zum greifen, man hat ein Bild vor Augen, kann die verschiedenen Stimmungen nachempfinden, lernt sie kennen, sieht die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten. Fabian ist der Hauptprotagonist diesem Roman. Was als "Abenteuer Urlaub in der DDR" beginnt wird zu einer Herzensangelegenheit und, trotz verschiedener Umstände, zu einer Familie. Ich mag die offene Art sowie den Mut von Fabian, auch wenn er widersprechen würde. Da Fabian aus dem Westen kommt hat man seine Standpunkte und Umgebung und vergleicht mit ihm diese " 2 Welten". Familie Gersberger lebt in der DDR. Sie sind durchweg ein sympathischer "Haufen". Und hier schätze ich ihre Offenheit, Herzlichkeit und was ihnen Familie bedeutet. Dafür stand die DDR. Aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Wie aus der Historie der Geschichte bekannt ändern sich die Stimmungen in Ost und Westdeutschland. Es gibt mehr Unzufriedenheit, auf beiden Seiten steigt der Protest zu verschiedenen Themen. Das konnte der Autor perfekt in das Gesamtbild einfügen und umsetzten. Er hackt nicht auf dem nur Schlechten herum sondern hebt die verschiedenen Facetten und Zwischentöne hervor. Beide Seiten waren nicht nur gut oder schlecht. Es mag Fiktion sein, aber die geschichtlichen Eckdaten werden hier berücksichtigt und finden ihren Punkt in der Geschichte. Die kleine Liebelei zwischen Fabian und Anne kommt nicht ganz zum Vorschein, aber die trägt vieles im Hintergrund und überrascht hier und da. Ein Buch was ein tolles und geschichtlich interessantes Bild zu Ost und Westdeutschland der damaligen Zeit beschreibt. Ich bin einfach nur begeistert!

  • meine.literaturliebe

    5/5

    04.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    lehrreich und emotional

    Fabian, ein Student aus Köln, reist 1975 zum ersten Mal nach Dresden zur einer befreundeten Familie. Er verliebt sich in die Tochter, doch Anna heiratet einen anderen. Ihr jüngerer Bruder sucht jodoch den Kontakt zu Fabian. Als er versucht in den Westen zu fliehen, wird er inhaftiert... Zwischen unerwiderter Liebe, politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen beschreibt der Autor eine Familiengeschichte in den Jahren 1975-1989. Fazit: Anfangs habe ich mir erstmal alle Namen aufgeschrieben, da ich befürchtet habe, bei all den Angehörigen, den Überblick zu verlieren. Nachdem ich die einzelnen Beziehungsverhältnisse analysiert habe, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auf den 300 Seiten passiert wirklich viel und ich habe mit allen Beteiligten mitgelitten. Der Roman war für mich wie ein Sachbuch, weil ich einiges mitgenommen habe, was mir vorher nicht bekannt war. Ich hatte lehrreiche und emotionale Lesestunden und empfehle diesen Roman gerne weiter.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    10.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührendes und authentisches Familienporträt gegen das Vergessen

    Fabian ist 20, als er 1975 erstmals in die DDR reist, um die Brieffreundin seiner Tante und deren Familie in Dresden zu besuchen. Es entwickelt sich eine langjährige Freundschaft, in deren Verlauf Fabian merkt, wie sich die Hoffnungen und Wünsche der Familie Gersberger ändern. Und auch Fabian selbst verändert sich durch seine Erfahrungen in dieser Familie - und deren unerschütterlichen Zusammenhalt... Von Michael Göring kannte ich bisher den wunderbaren Vorgängerroman "Hotel Dellbrück", und auch "Dresden - Roman einer Familie" hat mich überzeugt und berührt. Das Besondere ist vor allem die große Empathie, die der Autor seinen Figuren zukommen lässt. Ihre Ängste und Probleme nimmt er ernst, für ihre Fehler zeigt er Verständnis. Dadurch überträgt sich die familiäre Wärme des Romans fast zwangsläufig auf die Leser:innen. Zudem verurteilt er die DDR nicht, ist aber auch weit von einer "Ostalgie" entfernt. In wechselnden Kapiteln begleitet man einerseits die Freundschaft Fabians zur Familie Gersberger in den Jahren 1975 bis 1989, während andererseits die Flucht Kais - des Sohns der Familie Gersberger - 1989 über die Prager Botschaft in den Westen geschildert wird. Diese Konstruktion gelingt Michael Göring sehr gut, sie sorgt für Abwechslung und spannende Momente. Gleichzeitig betrachtet man mit Faszination die Dialoge des Romans und Geschehnisse in der DDR, aus denen man fast beiläufig sehr viel Wissenswertes aus der finalen Phase des Staates erfährt. Gerade mit dem Wissen, dass einen Monat später die Mauer fallen sollte, erlebt man so fast ungläubig die Anstrengungen Kais auf seinem Weg in den Westen. Die angesprochenen Dialoge sind dabei zugleich Stärke und Schwäche von "Dresden". Einerseits wirkt es ungemein authentisch, wenn sich die Figuren über ihre Nöte und Freuden austauschen, und lässt die Menschen zu Wort kommen, die diese Zeit wirklich miterlebt haben und oft ungehört bleiben. Auf der anderen Seite wird der Dialog als Stilmittel fast erschöpfend eingesetzt, so dass kaum Raum und Zeit für innere Monologe und Gedanken der Figuren bleiben. Ein weiterer kleinerer Kritikpunkt ist die Schattierung der Charaktere. Zwar benötigt nicht jeder Roman einen klassischen (Anti-)Helden, doch bei "Dresden" hatte ich vor allem bei den Eltern Gersberger - Gabi und Ekki - das Gefühl, dass sie einfach zu gut sind, um wahr zu sein. Vielleicht ist das eine zynische oder abgeklärte Sicht, doch streckenweise fühlte ich mich durch die alles durchdringende Liebe der beiden ein wenig übersättigt. Doch kann man das Michael Göring zum Vorwurf machen? Der Autor selbst hat seit mehr als 45 Jahren Freunde in Dresden, wie wir im Nachwort erfahren. Sollte er also eigene Erfahrungen dieser Freundschaft in die Romanhandlung eingeflossen haben lassen, so spürt man stark diese freundschaftlichen Gefühle - und die Liebe zu seinen Figuren. Und letztlich ist diese Wärme, die der Roman von Beginn bis zum Ende ausströmt, auch das, was mich stark berührt hat. Der finale Kniff war da zwar keine große Überraschung mehr, ändert jedoch nichts an der Qualität dieses lesenswerten Buches. Michael Göring leistet mit ihm im Jahr, in dem wir auch dem Mauerbau vor 60 Jahren gedenken, einen wunderbaren Beitrag gegen das Vergessen, den ich dringend auch jüngeren Leser:innen empfehlen kann, die die DDR heutzutage vielleicht nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    10.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fabian ist 20, als er 1975…

    Fabian ist 20, als er 1975 erstmals in die DDR reist, um die Brieffreundin seiner Tante und deren Familie in Dresden zu besuchen. Es entwickelt sich eine langjährige Freundschaft, in deren Verlauf Fabian merkt, wie sich die Hoffnungen und Wünsche der Familie Gersberger ändern. Und auch Fabian selbst verändert sich durch seine Erfahrungen in dieser Familie - und deren unerschütterlichen Zusammenhalt... Von Michael Göring kannte ich bisher den wunderbaren Vorgängerroman "Hotel Dellbrück", und auch "Dresden - Roman einer Familie" hat mich überzeugt und berührt. Das Besondere ist vor allem die große Empathie, die der Autor seinen Figuren zukommen lässt. Ihre Ängste und Probleme nimmt er ernst, für ihre Fehler zeigt er Verständnis. Dadurch überträgt sich die familiäre Wärme des Romans fast zwangsläufig auf die Leser:innen. Zudem verurteilt er die DDR nicht, ist aber auch weit von einer "Ostalgie" entfernt. In wechselnden Kapiteln begleitet man einerseits die Freundschaft Fabians zur Familie Gersberger in den Jahren 1975 bis 1989, während andererseits die Flucht Kais - des Sohns der Familie Gersberger - 1989 über die Prager Botschaft in den Westen geschildert wird. Diese Konstruktion gelingt Michael Göring sehr gut, sie sorgt für Abwechslung und spannende Momente. Gleichzeitig betrachtet man mit Faszination die Dialoge des Romans und Geschehnisse in der DDR, aus denen man fast beiläufig sehr viel Wissenswertes aus der finalen Phase des Staates erfährt. Gerade mit dem Wissen, dass einen Monat später die Mauer fallen sollte, erlebt man so fast ungläubig die Anstrengungen Kais auf seinem Weg in den Westen. Die angesprochenen Dialoge sind dabei zugleich Stärke und Schwäche von "Dresden". Einerseits wirkt es ungemein authentisch, wenn sich die Figuren über ihre Nöte und Freuden austauschen, und lässt die Menschen zu Wort kommen, die diese Zeit wirklich miterlebt haben und oft ungehört bleiben. Auf der anderen Seite wird der Dialog als Stilmittel fast erschöpfend eingesetzt, so dass kaum Raum und Zeit für innere Monologe und Gedanken der Figuren bleiben. Ein weiterer kleinerer Kritikpunkt ist die Schattierung der Charaktere. Zwar benötigt nicht jeder Roman einen klassischen (Anti-)Helden, doch bei "Dresden" hatte ich vor allem bei den Eltern Gersberger - Gabi und Ekki - das Gefühl, dass sie einfach zu gut sind, um wahr zu sein. Vielleicht ist das eine zynische oder abgeklärte Sicht, doch streckenweise fühlte ich mich durch die alles durchdringende Liebe der beiden ein wenig übersättigt. Doch kann man das Michael Göring zum Vorwurf machen? Der Autor selbst hat seit mehr als 45 Jahren Freunde in Dresden, wie wir im Nachwort erfahren. Sollte er also eigene Erfahrungen dieser Freundschaft in die Romanhandlung eingeflossen haben lassen, so spürt man stark diese freundschaftlichen Gefühle - und die Liebe zu seinen Figuren. Und letztlich ist diese Wärme, die der Roman von Beginn bis zum Ende ausströmt, auch das, was mich stark berührt hat. Der finale Kniff war da zwar keine große Überraschung mehr, ändert jedoch nichts an der Qualität dieses lesenswerten Buches. Michael Göring leistet mit ihm im Jahr, in dem wir auch dem Mauerbau vor 60 Jahren gedenken, einen wunderbaren Beitrag gegen das Vergessen, den ich dringend auch jüngeren Leser:innen empfehlen kann, die die DDR heutzutage vielleicht nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen.

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