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Amelia

Roman

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Amelia

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Beschreibung


1969 begannen in Irland die Troubles. Doch das kümmert Amelia Boyd Lovett erst einmal wenig. Noch klettert sie jede Nacht und jeden Tag in ihr Versteck, um sich ihre Schätze anzugucken: ein kleines Plastikschaf, ein Groschen mit einem eingeprägten Gebet, eine Tube Glitzer. Und siebenundreißig Gummigeschosse. Eins für jeden Tag, seitdem die britische Armee angefangen hat, damit zu schießen.

Amelia ist ein Buch über Gefühle, Familie und Irland während der Troubles. Aber erzählen Sie das nicht der achtjährigen Amelia. Immerhin ist sie es, die in einer verrückten Familie, in einer verrückten Gesellschaft aufwachsen muss und vergessen will, was um sie herum passiert. Denn das ist so einiges: Schülerinnen, die bewaffnet herumspazieren; Babies, die Bomben sein könnten oder auch nicht; Achtjährige, die merkwürdige Dinge sammeln. Wenn Amelia überleben soll, muss sie ihren eigenen Weg finden. Aber kann sie das an einem Ort, an dem die Menschen weder auf sich selbst noch andere Acht geben?

»Originell und von Anfang an voll Dramatik und Energie.« The Times The Times

Anna Burns, geboren in Belfast, Nordirland, ist Autorin mehrerer Romane. 2018 erhielt sie für Milchmann den Man Booker Prize. Das Buch wurde zu einer internationalen Sensation und mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Orwell Prize und dem National Book Critics Circle Award. Milchmann erschien bisher in 30 Ländern. Anna Burns lebt in East Sussex, England..
Anna-Nina Kroll, 1988 in Essen geboren, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Zuletzt hat sie Werke von Donal Ryan, Moira Weigel, Carmen Maria Machado und Anna Burns ins Deutsche übertragen. Für ihre Übersetzung von Anna Burns' Milchmann erhielt sie im Jahr 2021 den Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/14,9/3,3 cm

Gewicht

546 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/14,9/3,3 cm

Gewicht

546 g

Auflage

1. Auflage 2022

Originaltitel

No Bones

Übersetzer

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50014-1

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Schwer verdaulich

Bewertung aus Berlin am 16.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vorweg: Man sollte mental fit sein, wenn man dieses Buch liest. Es ist düster, brutal und beklemmend, und dabei ist man sich bewusst, dass man hier nur etwas liest, einen Bruchteil von dem, was andere erlebt haben. Die Autorin weiß, wovon sie erzählt, und sie erzählt es vermutlich Menschen, die mit der Geschichte der Troubles vertraut sind. Wer auf Hintergründe hofft, wird enttäuscht. Ein Glossar zumindest für die Abkürzungen wäre gut gewesen. Dennoch ermöglicht die Autorin meiner Meinung nach einen wichtigen Einblick in die damaligen und späteren Verhältnisse. Die Abgestumpftheit der Betroffenen (vor allem auch die der Frauen), die diese fortwährende Grausamkeit hervorgerufen hat, wird besonders deutlich durch den nüchternen Schreibstil, der allerdings manchmal auch den roten Faden verliert. Vielleicht, um die absolute Sinnlosigkeit der Brutalität zu betonen. Ich bin trotz allem froh, es gelesen zu haben, könnte aber auch jeden verstehen, der es nicht bis zu Ende liest.

Schwer verdaulich

Bewertung aus Berlin am 16.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vorweg: Man sollte mental fit sein, wenn man dieses Buch liest. Es ist düster, brutal und beklemmend, und dabei ist man sich bewusst, dass man hier nur etwas liest, einen Bruchteil von dem, was andere erlebt haben. Die Autorin weiß, wovon sie erzählt, und sie erzählt es vermutlich Menschen, die mit der Geschichte der Troubles vertraut sind. Wer auf Hintergründe hofft, wird enttäuscht. Ein Glossar zumindest für die Abkürzungen wäre gut gewesen. Dennoch ermöglicht die Autorin meiner Meinung nach einen wichtigen Einblick in die damaligen und späteren Verhältnisse. Die Abgestumpftheit der Betroffenen (vor allem auch die der Frauen), die diese fortwährende Grausamkeit hervorgerufen hat, wird besonders deutlich durch den nüchternen Schreibstil, der allerdings manchmal auch den roten Faden verliert. Vielleicht, um die absolute Sinnlosigkeit der Brutalität zu betonen. Ich bin trotz allem froh, es gelesen zu haben, könnte aber auch jeden verstehen, der es nicht bis zu Ende liest.

Der Verlust der Unschuld

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 16.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Amelia“ ist das wiederaufgelegte Debüt der in Belfast geborenen Anna Burns, die 2018 mit „Milchmann“ sowohl den Man Booker Prize Fiction als auch den National Books Critics Circle Award gewann. Und tatsächlich kann man diese beiden Romane als Einheit sehen. Wo „Milchmann“ eher vage in den Beschreibungen der täglichen Gewalt während der nordirischen „Troubles“ bleibt, wird diese in „Amelia“ schonungslos präsentiert. Und wenn manche Leser*innen monieren, dass die Autorin in diesem Buch kaum Informationen zu den Ursachen des Nordirlandkonflikts anbietet, kann man ihnen grundsätzlich zwar zustimmen, aber bei Interesse kann man sich diese Informationen problemlos selbst beschaffen. Allerdings geht es in diesem Roman nicht um die gewaltsame Besetzung der Insel durch die Engländer im 12. Jahrhundert, die Aufteilung Irlands in die Republik und Nordirland im Jahr 1921, noch um die politische und wirtschaftliche Diskriminierung der katholischen Minderheit durch die Protestanten, die in dem Nordirland-Konflikt zwischen 1968 und 1998 ihren blutigen Höhepunkt findet. Es geht um die Auswirkungen, die dieser Bürgerkrieg nicht nur auf Familien, sondern auf eine ganze Generation hat. Burns (1962 geboren) nimmt uns in „Amelia“ in den nordirischen Alltag dieser Jahre mit, die sie selbst erlebt hat, und zeigt schonungslos und unsentimental die Gewalt, die das Aufwachsen der Kinder prägt. Bombenanschläge, Schießereien, zwielichtige Gruppierungen, tote Familienangehörige, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren, häusliche Gewalt. Eine Spirale, aus der es kein Entkommen gibt. Die Flucht in Drogen und Alkohol schafft kurzzeitiges Vergessen des trostlosen Alltags. Die Hoffnung auf Normalität bleibt ein unerfüllter Wunschtraum. Ein schwer verdaulicher Coming-of-Age Roman, in dem die kindliche Unschuld Stück für Stück auf der Strecke bleibt, und die Verletzungen an Geist und Seele keine Heilung erfahren. Harte Kost.

Der Verlust der Unschuld

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 16.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Amelia“ ist das wiederaufgelegte Debüt der in Belfast geborenen Anna Burns, die 2018 mit „Milchmann“ sowohl den Man Booker Prize Fiction als auch den National Books Critics Circle Award gewann. Und tatsächlich kann man diese beiden Romane als Einheit sehen. Wo „Milchmann“ eher vage in den Beschreibungen der täglichen Gewalt während der nordirischen „Troubles“ bleibt, wird diese in „Amelia“ schonungslos präsentiert. Und wenn manche Leser*innen monieren, dass die Autorin in diesem Buch kaum Informationen zu den Ursachen des Nordirlandkonflikts anbietet, kann man ihnen grundsätzlich zwar zustimmen, aber bei Interesse kann man sich diese Informationen problemlos selbst beschaffen. Allerdings geht es in diesem Roman nicht um die gewaltsame Besetzung der Insel durch die Engländer im 12. Jahrhundert, die Aufteilung Irlands in die Republik und Nordirland im Jahr 1921, noch um die politische und wirtschaftliche Diskriminierung der katholischen Minderheit durch die Protestanten, die in dem Nordirland-Konflikt zwischen 1968 und 1998 ihren blutigen Höhepunkt findet. Es geht um die Auswirkungen, die dieser Bürgerkrieg nicht nur auf Familien, sondern auf eine ganze Generation hat. Burns (1962 geboren) nimmt uns in „Amelia“ in den nordirischen Alltag dieser Jahre mit, die sie selbst erlebt hat, und zeigt schonungslos und unsentimental die Gewalt, die das Aufwachsen der Kinder prägt. Bombenanschläge, Schießereien, zwielichtige Gruppierungen, tote Familienangehörige, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren, häusliche Gewalt. Eine Spirale, aus der es kein Entkommen gibt. Die Flucht in Drogen und Alkohol schafft kurzzeitiges Vergessen des trostlosen Alltags. Die Hoffnung auf Normalität bleibt ein unerfüllter Wunschtraum. Ein schwer verdaulicher Coming-of-Age Roman, in dem die kindliche Unschuld Stück für Stück auf der Strecke bleibt, und die Verletzungen an Geist und Seele keine Heilung erfahren. Harte Kost.

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