Bis einer stirbt - Drogenszene Internet. Die Geschichte von Leyla und Josh
Erschreckend und aufrüttelnd - "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" der Generation Internet
Ein aufwühlender Bericht über "Die Kinder vom Bahnhof Zoo" im digitalen Zeitalter.
Nach ersten Drogenerfahrungen rutscht Josh in die Drogenszene im Internet ab. Er vernetzt sich mit anderen Konsumenten, bestellt immer krassere Substanzen, erhöht die Dosis. Online lernt er auch die heroinabhängige Leyla kennen. Sie tauschen sich über ihr Leben mit dem Rausch aus. Anders als Josh bewältigt sie ihren Alltag und schafft ihr Abi.¿Aber die Drogen kosten beide viel: nicht nur¿Zeit für Freunde¿oder¿Familie, sondern auch¿ihre Freiheit und¿ihre¿Gesundheit.
Schonungslos und hochaktuell: Die Investigativ-Journalistin Isabell Beer erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, die beim Experimentieren mit Drogen die Kontrolle verlieren.¿
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
23.09.2021
eBook (ePUB)
fesselnde Geschichte
Isabell Beer - Bis einer stirbt
Klappentext:
Nach ersten Drogenerfahrungen rutscht Josh in die Drogenszene im Internet ab. Er vernetzt sich mit anderen Konsumenten, bestellt immer krassere Substanzen, erhöht die Dosis. Online lernt er auch die heroinabhängige Leyla kennen. Sie tauschen sich über ihr Leben mit dem Rausch aus. Anders als Josh bewältigt sie ihren Alltag und schafft ihr Abi. Aber die Drogen kosten beide viel: nicht nur Zeit für Freunde oder Familie, sondern auch ihre Freiheit und ihre Gesundheit.
Meinung:
Es ist schockierend wie schnell junge Menschen durch falsche Freunde etc. in den Sumpf der Prositution und Drogenabhängigkeit hineingezogen werden können.
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben die Spannung baut sich stetig auf und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Alles ist gut recherchiert.
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen.
Fazit:
Jeder sollte dieses Buch gelesen haben, denn es ist absolut fesselnd und schrecklich gleichermaßen.
Books have a soul
aus Kelheim
5/5
10.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Pflichtlektüre!
Wenn ich ganz ehrlich bin, wusste ich anfangs gar nicht, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman (beruhend auf einer wahren Begebenheit), sondern um einen Erfahrungsbericht handelt. Die Autorin und Journalistin Isabell Beer erzählt die Drogengeschichten von Leyla und Josh im Zeitalter von Facebook & Co.
Der Schreibstil ist, wie bei einem Bericht üblich, nüchtern gehalten. Es gibt Aussagen der Beteiligten und Zeugen, dabei wurde die jugendliche Sprache übernommen, was das Ganze sehr authentisch macht. Wir erfahren den kompletten Alltag der beiden Jugendlichen, deren Leben sich nur um den nächsten Kick drehen. Es wird schnell klar, dass deren Bezug zu Drogen schon sehr früh stattgefunden hat und es wird erschreckend vermittelt, wie einfach es in der digitalen Welt ist, um an sämtliche Substanzen zu gelangen.
Was immer wieder auffällt in der Geschichte, ist die Tatsache, dass jeder Drogenabhängige denkt, er hätte seine Sucht unter Kontrolle. Er könnte ja aufhören, wenn er wollen würde, sieht jedoch hierzu keinen Grund und er weiß schon, was er tut und kennt sich aus, somit sind also auch schlimmere Folgen ausgeschlossen.
Doch wie sich bald zeigt, kann nicht mal eine Überdosis dazu animieren, sich von den Drogen abzuwenden. Gerade Josh testet seine Grenzen bis ins Unermessliche aus. Beide verherrlichen ihre Sucht geradezu, animieren stellenweise auch andere im Netz und manchmal habe ich mich auch schwer getan, sie sympathisch zu finden. Dabei musste ich mir aber natürlich immer vor Augen führen, dass sie eigentlich die Opfer sind und dringend Hilfe brauchen! Doch wie soll man jemandem helfen, der gar keine Hilfe möchte? Genau das stellt ein großes Problem dar, das sich in diesem Bericht in der oftmals großen Hilflosigkeit der Eltern gezeigt hat. Nicht immer kommen Drogensüchtige aus Familien, in denen sich keiner für sie interessiert. Doch meistens ist es so, dass diese selbst zu wenig informiert sind und zudem komplett mit der Situation überfordert sind. Manchmal haben mich hier Aussagen von Familienmitgliedern geradezu entsetzt, da deutlich wurde, wie sehr sie die Lage herunterspielen. Andere waren total verzweifelt und ich konnte die Angst komplett nachvollziehen, da sie gerne helfen wollten und einfach keinen Zugang zu ihrem Kind gefunden haben.
In Deutschland ist es allerdings allgemein ein großes Problem, dass es oft an der richtigen Aufklärung fehlt. Das Thema Drogen gilt als Tabu und wird weitestgehend vermieden. Wer Drogen nimmt, der ist automatisch kriminell und wird von den Menschen auch so behandelt! Mich macht diese Tatsache sehr traurig. Vor allem hat sich nichts verändert. Auch in meiner Jugend gab es in meinem Umfeld einige, die sich an Drogen versucht haben, von denen manche abgestürzt sind. Doch sie sind sofort verurteilt worden, von den Nachbarn, von sogenannten “Freunden”, ja sogar von der Polizei. Keiner hat versucht herauszufinden, warum jemand Drogen nimmt, was evtl. Zuhause los ist oder was den Jugendlichen innerlich dazu bewegt, solche Schritte zu gehen. Wie im Buch immer wieder deutlich angesprochen wird, gibt es in anderen Ländern Möglichkeiten herauszufinden, was in den jeweiligen Substanzen enthalten ist. Wer sich also Ecstasy besorgt, kann z. B. prüfen lassen, ob dieses zusätzlich mit “gefährlicheren” Substanzen gestreckt ist. Außerdem gibt es Stellen, die über eine “richtige” Dosierung informieren. Das hört sich erst mal seltsam und falsch an, doch wenn man sich genauer Gedanken macht, hat das schon seinen Sinn. Denn einen Süchtigen kann man nun mal schlecht davon überzeugen, einfach aufzuhören oder Hilfe in Anspruch zu nehmen! Und ist es nicht besser, wenigstens zu versuchen, eine Überdosierung zu vermeiden, anstatt diese Menschen komplett auszugrenzen und zu verurteilen? Es ist ein ernstes, schwieriges Thema, zu dem in unserem Land noch viel passieren muss!
Fazit
Bis einer stirbt beinhaltet einen authentischen Bericht über die Drogengeschichten von Leyla und Josh, der mir wirklich nahe ging. Beim Lesen war ich oft geschockt, traurig, aber auch wütend. Gerade in unserer Gesellschaft muss noch viel passieren, damit Jugendlichen künftig besser geholfen werden kann, denn jeden Drogensüchtigen als “Kriminellen” abzustempeln, kann und darf nicht die Lösung sein! Das Buch gibt einen guten Einblick in den Alltag von Süchtigen sowie die Auswirkungen und Folgen des Drogenkonsums und ich fände es gut, wenn dieses Werk auch an Schulen als Lektüre eingeführt würde. Ob das hilft, kann ich nicht beurteilen, doch wenn man nur eine Person zum Nachdenken anregen kann, ist schon etwas gewonnen. Von mir gibt es 5 Sterne!
Bewertung
aus Oranienburg
5/5
19.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Drogen direkt ins Kinderzimmer bestellen? Kein Ding.
Mit "Bis einer stirbt" bringt Isabell Beer eine völlig neue, journalistische Sichtweise auf das Thema Drogensucht im Teenageralter. Einmal mit dem Lesen angefangen, fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen, da die wahren Geschichten von Josh und Leyla einfach fesseln. Deren Leben wurde über Jahre hinweg mithilfe von Online-Posts und Gesprächen mit Leyla bzw. Menschen aus ihrem und Joshs Umfeld rekonstruiert. Es ist krass, wie sehr sich die Drogenszene im Vergleich zur Zeit von Christiane F verändert hat. Vieles passiert mittlerweile online und hinter verschlossenen Türen, nicht mehr öffentlich in der Szene - so bleibt das Problem größtenteils unbemerkt.
Im Buch bringt die Autorin immer mal wieder interessante Fakten und Zahlen mit ein, darüber hinaus gibt es einen Safer-Use-Part am Ende. Ein spannendes, wachrüttelndes Buch, das zum Nachdenken anregt. Für Eltern gleichermaßen interessant und wichtig, wie auch für Jugendliche. Ich hoffe, das stößt einige Diskussionen über unsere Drogenpolitik an, denn diese hat - wie im Buch mehr als deutlich wird - mit ihren Verboten statt Hilfen mehr als versagt.
Finja
aus Rostock
4/5
03.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Tolles Aufklärungsbuch über Drogen
Ich gebe dieses Buch 3.5 Sterne. Beim Kauf dieses Buches war mir nicht bewusst dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Trotzdem war es sehr interessant aber auch sehr direkt und erhlich geschrieben was aber nicht schlecht ist, weil es einen das Thema nachvollziehbarer daspiegelt. Man wird hier sehr gut sachlich über das Thema Drogen aufgeklärt und was es mit Menschen machen kann. Drogen werden nicht nur schlecht geredet sondern es werden beide Seiten dargestellt.
Booklover22
aus Burgenlandkreis
3/5
19.11.2023
Buch (Taschenbuch)
2 geteilte Meinung
Ich muss sagen ich habe das Buch aus der jugendbuchabteilung, nach dem ich es Gelesen habe frage ich mich ob es dort am richtigen Platz steht.
Ich habe es bis zum Schluss gelesen,aber nur aus dem Grund weil ich wissen wollte was mit den beiden passiert.
Ist man dafür sehr empfänglich rate ich ab es zu lesen
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5/5
21.03.2026
eBook (ePUB)
moderner Alternative zu "Wir Kinder von Bahnhof Zoo"
„Bis einer stirbt“ von Isabell Beer hat mich total überrascht!
Die Geschichte dreht sich um Leyla, die plötzlich in die gefährliche Drogen-Szene verwickelt wird, bei dem es natürlich um Leben und Tod geht. Die Angst ist fast immer präsent, und die ständigen Ereignisse haben mich echt umgehauen. Und das reinrutschen in diese Szene passiert schneller als Gedacht, denn mit dem digitalen Zeitalter ist mittlerweile alles möglich.
Was ich besonders gut fand, war die Art, wie Leyla und die weiteren Charaktere dargestellt werden. Sie sind realistisch, mit all ihren Fehlern, Problemen und Ängsten. Man kann sich ebenso gut in die Hauptfigur hineinversetzen, die immer wieder schwierige Entscheidungen treffen muss. Das Buch thematisiert neben dem Thema Drogen auch viel über Vertrauen und Verrat, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Nervenaufregend von Anfang bis Ende.
Perfekte realistische Lektüre für Jugendlich ab 14 Jahren.
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5/5
09.03.2022
Buch (Taschenbuch)
BIS EINER STIRBT
Es fehlen mir tatsächlich fast die Buchstaben/Sätze, um eine Rezession zu schreiben.
Das Thema Drogen hat mich schon mit Christiane F. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ beschäftigt.
Schonungslos und mit unbeschönigten Worten erzählt Isabell Beer die Geschichte von Leyla und von Josh.
Leyla nimmt man die ganze Geschichte über als normales Mädchen/Jugendliche war. Warum sie in die Drogenszene abrutschte? Das kann sie selbst nicht beantworten…
Josh hat mich ebenfalls mit vielen Fragzeichen lesen lassen. Ihm ist die ganze Zeit bewusst was er sich antut. Nichts ist Ihm extrem genug. Ohne Worte, er kennt sich in der Drogenszene so gut aus. Ist wahnsinnig intelligent.
Ich kann nur abschließend sagen: „BITTE LEST DIESES BUCH!!!“
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5/5
08.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein unfassbar gut recherchiertes...
Ein unfassbar gut recherchiertes Buch über das Leben zweier Menschen mit den Drogen! Isabell Beer schildert hier ganz ohne Wertung, aber trotzdem packend die Leben von Leyla und Josh und informiert gleichzeitig über Drogen und ihre Wirkungsweisen und Gefahren. Erschreckend!
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5/5
06.11.2021
eBook (ePUB)
Bis einer stirbt
Isabell Beer hat es geschafft, einen sachlich, packenden Bericht über 2 Jugendliche zu schreiben, die beim Experimentieren mit Drogen die Kontrolle verlieren und ihre Freiheit aufs Spiel setzen. Die Geschichte von Leyla und Josh geht tief unter die Haut und hat mich sehr betroffen gemacht. Die Autorin stellt die beiden Lebenswege der Protagonisten dar, wobei auch die Sichtweisen der Eltern und Freunde betrachtet werden. Hierbei konnte ich sehr gut die Ängste, die Verzweiflung sowie die Machtlosigkeit nachempfinden. Es wird sehr detailgetreu beschrieben, wie aus einer anfänglichen Drogenerfahrung eine Sucht mit totalem Kontrollverlust entstehen kann, aus der ein Betroffener alleine nicht mehr herauskommt. Als besonders schockierend empfand ich, wie einfach es heutzutage im digitalen Zeitalter ist, an Drogen zu gelangen und was für heftige Beiträge in einem Online-Forum veröffentlicht werden. Nutzer stacheln sich hier zum Beispiel gegenseitig zur Einnahme von immer heftigeren Substanzen sowie einer immer größeren Menge an. Der Tod eines Foren-Mitglieds wird dabei in Kauf genommen. Dieses Buch spiegelt die bittere Realität wider und zeigt, dass Jeder unabhängig von seiner Herkunft in die Drogensucht abrutschen kann. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen und sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre an Schulen werden, um unter anderem zur Aufklärung beizutragen.
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3/5
20.01.2022
Buch (Taschenbuch)
" Was uns trennt , sind ein paar Entscheidungen, die wir als Teenager getroffen haben"...
Hilft sachliche Aufklärung über Risiken und Wirkung eine verantwortungsbewußte Entscheidung zu treffen entgegen Ausgrenzung und Stigmatisierung? Mir war nicht bewußt, wie einfach man die Drogen nach Hause ins Kinderzimmer bestellen kann. Die selbst ehemals Alkoholabhängige Journalistin berichtet sehr sachlich und setzt dabei auf Aufklärung (safer use, Präventionsarbeit usw)statt Abschreckung. Mir war es oft zu ausführlich, aber trotzdem ein wichtiges Buch für alle Jugendlichen und damit Joshs kurzes Leben nicht vergessen wird.
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