Totstück
Ariadne Band 1254

Totstück

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Margo will wissen, wer ihre leiblichen Eltern sind. Dafür hat sie gute Gründe. Sie ist Ärztin in Glasgow, und sie spürt, dass ihr Leben an einem Wendepunkt steht.
Nikki Brodie hingegen will eine alte Rechnung begleichen. Eine Ärztin könnte da hilfreich sein.
Im Gegensatz zu Margo kennt Nikki diese Stadt von unten. Und jede Menge Frauen, die der Öffentlichkeit komplett am Arsch vorbeigehen.

Die Schottin Denise Mina hat bisher 15 Romane publiziert und zahllose Preise erhalten, was ihr den Ehrentitel »Queen of Tartan Noir« eintrug. Als junge Frau jobbte sie in Bars, in der Fleisch­fabrik, als Köchin und Kranken­pflegehelferin, studierte dann Jura an der Univer­sität Glasgow und fing an, Kriminalliteratur zu schreiben. 2014 wurde sie in die Hall of Fame der Kriminalschriftsteller*innen aufgenommen. Seit 2018 erscheinen ihre Kriminalromane bei Ariadne und gewannen 2019, 2020 und 2021 den Deutschen Krimipreis. Neben ihren Romanen verfasst Denise Mina auch Shortstorys, Bühnenstücke, Graphic Novels und macht TV- und Radiosendungen. Sie lebt in Glasgow.

Details

Beschreibung

Details

  • Einband

    Gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    06.12.2021

  • Verlag Argument Verlag mit Ariadne
  • Seitenzahl

    320

  • Maße (L/B/H)

    18,5/12,9/3,2 cm

  • Gewicht

    352 g

  • Originaltitel The Less Dead
  • Übersetzer

    Karen Gerwig

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-86754-254-8

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Jede Tote zählt!

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 09.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bei Margo läuft es momentan nicht rund. Ihre Adoptivmutter ist gestorben und ihre Beziehung steht vor dem Aus. Sie ist schwanger, möchte wissen, wo sie herkommt und sucht deshalb nach ihrer leiblichen Mutter. Die Adoptionsagentur vermittelt ihr den Kontakt zu deren Schwester Nikki, und was diese ihr erzählt, ist für sie mehr als schockierend. Susan war eine drogenabhängige Prostituierte und wurde wenige Monate nach Margos Geburt brutal ermordet. Die Ermittlungen der Polizei? Oberflächlich und ergebnislos. Kein Wunder, ist Susan doch ein „Totstück“, deren Tod niemand kümmert. Ausgegrenzt nicht nur während ihres Lebens, sondern auch noch im Tod. Nikki bringt es auf den Punkt: „Früher in New York, wenn da Obdachlose umgebracht wurden, haben die Cops die Akte mit dem Vermerk NHI abgelegt: No Humans Involved. Nicht mal menschlich. Wenn unsereins umgebracht wird, nennen sie uns „Totstücke“, als ob wir von vornherein nie wirklich lebendig gewesen wären“. (S. 143). Margo hingegen, so Nikkis Überlegung, sei schon aufgrund ihres Berufs als Ärztin ein respektiertes Mitglied der Gesellschaft und könnte so dafür sorgen, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden und der Mörder seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Aber sie zwingt sie auch dazu, ihre Weltsicht zu hinterfragen: „.. wahrscheinlich macht man so einen Job doch nur, wenn man irgendwie traumatisiert ist.“ Nikki schließt die Augen. „ARM“ sagt sie entnervt. „Sie war arm...Deshalb haben wir es gemacht.“ (S.142) Es ist nicht die Suche nach dem Täter, die im Zentrum dieses Romans steht, es ist vielmehr die Frage, wie eine Gesellschaft mit Menschen umgeht, die weder Prestige noch Macht und vor allem keine Lobby haben. Basierend auf einer realen Mordserie unter Glasgows Prostituierten in den Achtzigern stellt Mina die Frage, ob wir es zulassen sollten, dass Status und Privilegien den Wert eines Todesopfers bestimmen, denn „jede/r Tote zählt“. Nachdrücklich empfohlen.

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