Silver, eine junge und verträumte Silberfüchsin, war nie davon ausgegangen, dass sich etwas an dem unbekümmerten Leben mit ihrer Familie ändern könnte, bis ihre Welt durch ein traumatisches Ereignis aus den Fugen gerät.
Eine Geschichte über eine äußere und innere Reise des Erwachsenwerdens. Über die Zerbrechlichkeit dessen, was wir als sicher erachten und die Beständigkeit dessen, was wir nie erwartet hätten. Über Freundschaft, Familie, Liebe und Intrigen, die Verarbeitung von Trauer und das Durchbrechen von festgefahrenen Denkmustern.
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Das Cover war mir direkt in's Auge gestochen, weil es einfach so anders ist, zu dem was man sonst so sieht, wenn man online durch die Seiten scrollt. Und auch der dazugehörige Klappentext konnte meine Neugier nur steigern.
Ich finde, man merkt wenn man das Buch aufschlägt sofort, wie viel Liebe darin steckt. Angefangen von den niedlichen Zeichnungen am Anfang und Vorstellung der Fuchscharaktere, bis hin zu den Kapitelzierden. Und in diese süßen Zeichnungen habe ich mich sofort verguckt, sie machen das Ganze wirklich zu einem besonderen Hingucker.
Wir begleiten hier die junge Silberfüchsin Silver auf ihrer Reise zu sich selbst. Nach einem traumatischen Ereignis beschließt sie, ihre Familie und den Bau zu verlassen und alleine los zu ziehen, um ihre Trauer zu bewältigen.
Da ich euch aber nicht spoilern möchte, wird hier nicht viel mehr verraten.
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen!
Angenehm und absolut bildhaft! Ich konnte mir den Wald mit dem raschelnden Laub und die Tiere mit ihren wackelnden Öhrchen und weichen Pfoten einfach so gut vorstellen.
Allerdings war es mir dann an manchen Passagen schon fast etwas zu ausführlich und detailliert beschrieben.
Es lauern viele Gefahren wie Brände, die Straße oder auch Jäger. Aus dieser Sicht hat es mich nochmal mehr zum Nachdenken angeregt und ich hatte sofort den Film aus meiner Kindheit 'als die Tiere den Wald verließen' im Kopf.
Für mich war es ein besonderes Buch der anderen Art, was mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Neben den niedlichen Füchsen wurden hier auch ernstere Themen wie Freundschaft, Familie, Intrigen und auch Trauerbewältigung aufgegriffen. Eine spannende Mischung, allerdings würde ich es 'erst' für die etwas größeren Leser empfehlen.
Ich habe mich gerne mit in den Wald zu den flauschigen Protagonisten entführen lassen.
Ashelia
4/5
17.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Besondere Geschichte über Erwachsenwerden, Trauerbewältigung und Familie
In "Mondschein. Der Lauf der Füchsin" geht es - wie der Titel vermuten lässt - um Füchse. Zu Beginn lernt man eine Polarfuchs-Familie kennen, die abseits ihres eigentlichen Verbreitungsgebietes in einem Wald lebt: die Eltern Whitestar und Sage mit ihren drei Kindern Silver, Stürmisch und Munter. Relativ schnell kommt es zu einem Unglück, woraufhin Silver die Familie verlässt.
Danach verläuft die Handlung in zwei Fäden weiter. Auf der einen Seite verfolgt man Silvers Weg, auf der anderen den ihrer Familie.
Auch wenn es um Tiere geht, werden sehr menschliche Themen behandelt. Allen voran Trauerbewältigung, aber auch Zusammenhalt in Familie und Freundschaft, Erwachsenwerden sowie das Überwinden von Vorurteilen. Dabei bleiben die vorkommenden Tiere (überwiegend Füchse, aber auch andere Waldtiere) bis zu einem bestimmten Grad ihrer tierischen Natur treu, was ich sehr schön in die Handlung eingewoben fand. Man bekommt, trotz der Vermenschlichung, nie das Gefühl, dass es nicht um Tiere gehen könnte, was mir bei anderen Tier-Romanen oft fehlt. Die Balance ist hier definitiv gut gelungen.
Neben den Interaktionen zwischen den Füchsen und anderen Waldtieren untereinander und den damit einhergehenden Konflikten wird auch der Mensch als ständige Gefahr für die Tiere beleuchtet. Auch das gefiel mir sehr, da hier nichts beschönigt wird. Der Mensch greift nun einmal stark in die Natur ein und beeinflusst damit das Leben der Tiere bedeutsam. Und das wird in "Mondschein" sehr deutlich und regt hoffentlich die Lesenden zum Nachdenken an.
Man merkt beim Lesen auch schnell, wie viel Mühe Bellisae in die Ausarbeitung gesteckt hat. Das reicht von den Charakter-Illustrationen über die Verzierungen zu Kapitelbeginn bis zu der detailreich ausgearbeiteten Handlung und dem ausgefeilten, leicht melancholischen Schreibstil. Für ein Debüt im Selfpublishing ist die Qualität ausgesprochen hoch.
Auch die Charaktere wurden sehr individuell und ausführlich ausgearbeitet und auch viele psychologische Aspekte in Handlung und Charakterentwicklung integriert. Das Ganze wirkt rund und an keiner Stelle belehrend oder aufdringlich.
Allerdings haben mir nicht beide Handlungsstränge gleich gut gefallen. Während ich Silvers Entwicklung und ihrer gewonnenen und sehr ungewöhnlichen Freundschaften begeistert gefolgt bin und mich der Handlungsverlauf etwas an "Als die Tiere den Wald verließen" erinnerte, konnte mich der Verlauf von ihrer Familie nicht ganz so sehr fesseln. Da war es mir zu ausführlich, zu viele Wechsel zwischen der Vielzahl an Charakteren und etwas zu viel Hin und Her, auch wenn auch dort einige dramatische Highlights dabei waren. Insgesamt hätte es mir aber besser gefallen, wenn dieser Handlungsfaden etwas knapper gehalten worden wäre.
Fazit: Eine große Empfehlung für dieses Debüt, vor allem für alle, die gerne Tier-Romane lesen.
Viola
aus Stuttgart
2/5
25.07.2021
Buch (Taschenbuch)
INHALT: Silver lebt mit ihren…
INHALT: Silver lebt mit ihren Eltern Sage und Whitestar und ihren beiden Brüdern Stürmisch und Munter gemeinsam in einer Höhle und genießt ihr Fuchsleben. Doch dann ereignet sich eine Tragödie und die Silberfüchsin beschließt, ihre Familie zu verlassen und ein eigenes Leben zu ergründen. Dort macht sie bald einige ungewöhnliche Freundschaften und beginnt, ihre Trauer mehr und mehr zu verarbeiten MEINE MEINUNG: Den Beginn des Buches mochte ich wirklich gerne und die ersten knapp 150 Seiten haben sich auch wirklich flott gelesen, doch dann begann das Buch, sich zu ziehen. Die Autorin schreibt leider durchgehend ganz genau jeden Gedanken und jedes Gefühl eines jeden Protagonisten auf, sodass ich nie wirklich mitgefiebert oder mitgedacht habe. Auf mich wirkte das Buch trotz vieler Emotionen eher emotionslos und hat mich lediglich an einer Stelle etwas berührt. Die Personen waren flach und nicht facettenreich, so wirklich lieb gewonnen habe ich lediglich einen Charakter, der nur am Rande vorkam (Crass), ansonsten war es mir tatsächlich egal, was mit den anderen Charakteren passiert. Auch die Dialoge wirken hölzern und keinesfalls natürlich. Manche Ausdrücke wurden ständig wiederholt (ständig grinste jemand, andauernd wurden saftige oder fette Ratten gefangen, die Füchse zogen immer ihre Lippen nach innen), der Schreibstil war für mich leider auch etwas holprig, vor allem haben mich dabei Namen, die eigentlich Adjektive darstellen (Stürmisch, Munter, Kühl, Zart) gestört, da ich sie ständig als solche und nicht als Namen gelesen habe und den Satz dann nochmal beginnen musste. Leider waren für meinen Geschmack auch zu viele Grammatik- und Rechtschreibfehler enthalten, gleich die erste Seite enthielt einen Fehler im Titel. Das Ende fand ich leider auch mehr als enttäuschend. Das Ende des einen Erzählstrangs war schon lange vorhersehbar, das andere Ende kam plötzlich ganz anders, aber absolut unbefriedigend, insgesamt waren beide Ende absolut uninteressant und hätten getrost weggelassen werden können. SPOILER: Zusätzlich gab es Teile der Geschichte, die einfach gar nicht zur Geschichte beigetragen haben. Silver wird von einem Rudel Wölfe entführt, da diese denken, sie sei ein Mitglied der 'Schatten' (eine Gruppe von Tieren, die aus vielen verschiedenen Spezies besteht, was auch bei Silver und ihren Freunden der Fall ist). In Gefangenschaft lernt sie dann ganz zufällig ihren späteren Gefährten Bluefire kennen, von den Schatten wurde nie wieder berichtet, obwohl sogar seine Familie eine Verbindung zu ihnen hat. Zudem wird am Ende des Buches angedeutet, dass Silver und ihre Freunde ganz in der Nähe ihrer Eltern sind, trotzdem wurde von einer Zusammenführung nicht mehr berichtet. FAZIT: Leider eine ziemlich enttäuschende, sehr langatmige Tiergeschichte.
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