Jeder verbirgt ein Geheimnis. Aber manche töten dafür. London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Ale-Flasche, in die das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch, deren Anblick Leos Leben gewaltsam aus der Bahn wirft: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, also macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen - und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten. Ein packender historischer Kriminalroman, voller Atmosphäre und mit einem ganz besonderen Ermittler. Gelesen von Viola Müller
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Ein besonderer Mann in einer…
Uwe Taechl aus Bremen am 16.11.2021
Bewertungsnummer: 2997805
Bewertet: Hörbuch-Download
Ein besonderer Mann in einer besonderen Zeit Die Originalausgabe von Das Haus in der Half Moon Street ist bereits 2018 erschienen und inzwischen gibt es schon drei Bücher der Reihe rund um Leo Stanhope. Ich hatte bei dem Cover und der Kurzbeschreibung eine etwas andere Geschichte erwartet, wurde aber positiv von Leo und den Ermittlungen rund um den Mord an seiner Geliebten Maria überrascht. Leo arbeitet als Assistenz eines Gerichtsmediziners und zwei Leichen, um die er sich kümmern muss, bewegen ihn dazu, selbst Ermittlungen anzustellen. Die eine ist ein angeblich Ertrunkener, der im Besitz einer Flasche mit der Gravierung „Mercy“ ist und die zweite seine Geliebte Maria, die sich eigentlich mit ihm treffen wollte, dann aber zu diesem Treffen nie aufgetaucht ist. Er gerät selbst in Verdacht, was ihn nur noch mehr bestärkt, weitere Nachforschungen anzustellen, auch wenn dies bedeuten könnte, dass das Geheimnis, das er seit seinem 15. Lebensjahr mit sich herumträgt, aufgedeckt werden könnte. Bis dahin hört es sich nach einem normalen Fall an, der im viktorianischen England, in London 1880 spielt. Aber einen Großteil des Buches geht es nicht um die Ermittlungen, sondern um Leo selbst. Man bekommt dank der Ich-Perspektive einen sehr guten Eindruck in Leos Seele und Verhalten, die Handlungsorte und Situationen werden sehr atmosphärisch beschrieben und man kann sehr gut am eigenen Leib miterleben, was Leo bewegt und was er alles durchleben muss. Das ungekürzte Hörbuch wird hervorragend von Viola Müller gelesen. Ihre Stimme passt perfekt zum Hauptcharakter und macht die Handlung noch greifbarer. Gleichzeitig gelingt es ihr auch auf den Punkt den anderen Charakteren ihr eigenes Profil zu geben und es macht einfach Spaß sich die Handlung von ihr vorlesen zu lassen. Kommen wir dazu, was Leo so besonders macht. Und dafür muss ich ein bisschen spoilern, wer sich also die Überraschung bewahren will, sollte nicht weiterlesen und mir einfach so glauben, dass es sich lohnt, dem Haus in der Half Moon Street einen Besuch abzustatten. Leo war bis zu seinem 15. Lebensjahr noch kein Mann. Er ist als Pfarrerstochter aufgewachsen, und musste für sich erkennen, dass er im falschen Körper lebt und legte seine alte Identität ab. Seine Familie konnte dies nicht verstehen und brach größtenteils den Kontakt ab und er musste sich alleine mit seinem neuen Ich durchschlagen, immer in Gefahr, dass ihn sein Körper verrät. Diesem Aspekt wird vom Autor sehr viel Raum eingeräumt und man durchlebt glaubhaft und fesselnd, wie Leo sich den täglichen Herausforderungen einer Zeit stellt, in der Transgender in der Gesellschaft nicht existierten. Zum Glück gab es auch damals schon Menschen, die damit umgehen konnten, auch wenn sie sehr rar gesät waren. Damit ist Alex Reeve ein ganz besonderer Charakter gelungen und ich bin darauf gespannt, wie es in den Folgebänden weitergehen wird, da man eigentlich meint, alles über Leo erfahren zu haben. Vielleicht wird den Fällen nun mehr Raum eingeräumt, die vielleicht nicht ganz so persönlich für den angehenden Ermittler sind. Mir hat der historische Krimi sehr gut gefallen, ich wurde überrascht, von der Hauptfigur gefesselt und habe die Achterbahnfahrt durch Leos Gefühls- und Leidenswelt voller Faszination überstanden. Das Buch hat mich nicht nur wegen des spannenden Kriminalfalls, der mit sehr vielen Überraschungen gespickt ist, überzeugt, sondern gleichermaßen wegen des sehr modernen Hauptcharakters, der sich in einer Zeit befindet, in der er nur in Schwierigkeiten geraten kann. Für Fans des Genres und jeden, der mehr über die Identität eines Trans Mannes erfahren möchte.
Atmosphärischer Krimi aus dem viktorianischen London - facettenreich und spannend, aber unklug umgesetzt
chuckipop aus Bünde am 06.01.2022
Bewertungsnummer: 1634284
Bewertet: Hörbuch-Download
"Das Haus in der Half Moon Street" von Alex Reeve ist im November 2021 als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 11 Stunden, 35 Minuten bei USM Audio erschienen.
Gesprochen wid das Hörbuch von Viola Müller
Zum Inhalt: "Das Haus in der Half Moon Street" spielt im viktorianischen London um 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, untersucht die Leiche eines Mannes, der angeblich in der Themse ertrunken ist. Er findet in dessen Jackentasche eine Flasche, in die jemand das Wort Mercy (deutsch: Gnade) eingeritzt hat.
Kurze Zeit später muss Leo sich mit einer weiteren Leiche befassen, die aus der Themse geborgen wurde. Der Anblick dieser Toten, einer jungen Frau, erschüttert Leo zutiefst - handelt es sich doch um seine große Liebe Maria, die er häufig im Hurenhaus, wo sie ihrer Arbeit nachging, besuchte und mit der er ein ganz neues Leben anfangen wollte...Bald schon nimmt die Polizei Marias potentielle Kunden unter die Lupe, und so gerät Leo unter Mordverdacht...Um sich reinzuwaschen und vor allem, um sein großes Geheimnis zu wahren, geht Leo selbst auf die Jagd nach dem Mörder...
Meine Meinung: Das Setting gefällt mir ausgesprochen gut, ich mag Krimis, die im viktorianischen England angesiedelt sind, sehr. Die Atmosphäre wird von Alex Reeve wunderbar authentisch erschaffen, die Beschreibung der alten Apotheke, der Nachbarschaft usw. geben dem Hörer fast das Gefühlt, in dieser fernen Zeit gelandet zu sein. Es macht Spaß, die Ermittlungen mitzuverfolgen und Leo zu begleiten.
Leo ist ein sympathischer Protagonist, aber zugleich auch die tragische Figur der Story - mit seiner Angebeteten verliert er zugleich seine Vertraute, diejenige, mit der er sein wohlgehütetes Geheimnis teilte.
Seine Ermittlungen führen Leo tief hinein in den Strudel der Stadt, so dass die Handlung äußerst facettenreich und voller spannender Details daherkommt.
Leider gibt es ein paar gravierende Schwachstellen, die mir das Hörvergnügen ein wenig schwer gemacht haben. Zum einen wird Leos Geheimnis, das besonders für die damalige Zeit ein verdammt schwerwiegendes ist, bereits nache wenigen Minuten gelüftet. Und dann wird ständig darauf herumgeritten. Das nimmt meiner Meinung nach deutlich zu viel Raum ein.
Es wäre weitaus cleverer vom Autor gewesen, hätte er den Hörer / Leser miträtseln lassen und Leos Mysterium in Puzzleteilchenart aufgedeckt.
Desweiteren hat es mich regelrecht genervt, da es sich dabei um die Art von Enthüllung handelt, die heute quasi in keinem Film / Buch / Serie fehlen darf - also schon wieder langweilig und klischeehaft wird!
Die Sprecherin Viola Müller hat ihren Job super gemacht, sie hat den Hörer von Beginn an mitgenommen auf diese Zeitreise nach London und den Figuren Leben eingehaucht.
Mein Fazit: Grundsätzlich ein atmosphärischer, durchaus spannender Krimi aus dem viktorianischen London, dessen Schwerpunkt von Alex Reeve unklug gesetzt wurde - da hätte der Autor deutlich mehr herausholen können...!
Ich bin schon gespannt auf Teil 2, denn den Fall und die Ermittlungen als solche habe ich hier sehr gern mitverfolgt, und wenn der Autor beim nächsten Band die persönlichen Befindlichkeiten seines Protagonisten ein wenig mehr in den Hintergrund rückt, können aus 3 Sternen ganz schnell 5 werden :o)!
#DasHausinderHalfMoonStreet #NetGalleyDE! #ViktorianischesLondon #dankeNetGalleyDE!
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein historischer Krimi der besonderen Art. Die ganze Handlung ist super inszeniert...man bekommt einen wunderbaren Einblick in das London des 19. Jahrhunderts (mit all seinen Schattenseiten) und Leos Gefühlswelt wird auf eine Art beschrieben, bei der es mir total leicht gefallen ist seine Handlungen nachzuempfinden. Sehr empathisch! Für alle Hörbuch-Fans ein absolutes Hörvergnügen und auch wirklich großartig gelesen von Viola Müller!
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Ein Transgender-"Held"/Ich-Erzähler- das ist das Besondere an Reeve`s viktorianischen Kriminalromanen,der folgerichtig in diesem 1.Teil die Entwicklung einer jungen Pfarrerstochter in den gerichtsmed.Asistenten Leo Stanhope ausführlicher darstellt.
Empathisch + mal was anderes..
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