Produktbild: Muttersprache
Band 162

Muttersprache

Aus der Reihe Transfer Bibliothek
1

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.02.2022

Herausgeber

Maria E. Brunner

Verlag

Folio

Seitenzahl

180

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/2,3 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Lingua madre

Übersetzt von

Maria E. Brunner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-849-2

Beschreibung

Rezension

„Originell und stark, mit atemlosem Rhythmus, mitreißend und abweisend zugleich.“ Il Sole 24 Ore
„Muttersprache erzählt von der Kapitulation eines Mannes vor den eigenen Obsessionen, die auch Anklage gegen ein bankrottes sprachliches Ökosystem ist, nämlich unseres.“ La Repubblica
„Auf Anhieb besticht die Einzigartigkeit der ironischen Erzählerstimme.“ Aus der Jurybegründung des Premio Italo Calvino

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.02.2022

Herausgeber

Maria E. Brunner

Verlag

Folio

Seitenzahl

180

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/2,3 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Lingua madre

Übersetzt von

Maria E. Brunner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-849-2

Herstelleradresse

Folio Verlagsges. Mbh
Pfarrhofstraße 2d
39100 Bozen / Italien
IT

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  • Bewertung

    aus Linz

    5/5

    19.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich

    Dafür dass Paolo die Wörter sehr intensiv spürt, wird seine Geschichte mit dem Wortschatz eines 5-jährigen erzählt. Das passt zum Beginn der Erzählung, als Paulo in die Grundschule geht, wird aber zunehmend abstoßend, als er schon erwachsen ist und immer noch nur paar hundert Wörter benutzt. Die Sprache ist so hölzern und einfach, dass ich bei ein paar Passagen das Gefühl hatte, sie wären von einer KI verfasst. Doch so gereizt war ich am Ende, war das womöglich das Ziel - denn so ging es dem Paolo, der in ein „normales“ Sozialwesen Konstrukt gezwungen worden, auch gar nicht gut und führte schlussendlich zu einer Katastrophe. Das Buch ist für mich eines, das noch lange in der Erinnerung bleibt und hat alles Auszeichnungen vollkommen verdient.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprache und Wahn

    Gibt es etwas faszinierenderes, als mehrsprachig aufzuwachsen? Voller Neid blicken viele von aus auf die Menschen, welche mühelos zwischen Muttersprachen hin und her wechseln und dadurch gleichzeitig in verschiedenen Kulturen aufwachsen. Jedoch kann dieser so faszinierende Umstand auch eine Qual sein. Besonders dann, wenn man sich weder der einen noch der anderen Kultur angehörig fühlt und man regelrecht gezwungen wird, sich für eine zu entscheiden. So ergeht es Paolo, dem Protagonisten in Maddalena Fingerles beeindruckendem Debütroman »Muttersprache«. Paolo wächst in Bozen auf, der Südtiroler Metropole, welche wie keine zweite italienische Stadt für die Vielfalt und das Zusammenleben verschiedener Kulturen steht. Irgendwie sind hier alle zweisprachig. Mindestens. Auch Paolo, welcher die Reinheit der italienischen Sprache liebt. Doch seine Mutter und Schwester machen ihm sprachlich das Leben zur Hölle. Sie beschmutzen die Wörter und sorgen dafür, dass Paolo einmal „kontaminierte“ Termini meidet. Nach dem Tod seines Vaters, dem endgültigen Erwachsenwerden und dem Schwur niemals wieder Italienisch zu reden, verlässt Paolo Bozen und findet in Berlin seine große Liebe. Mit dieser kehrt er als werdender Vater ein paar Jahre später zurück, um am Ende dem Wahnsinn zu verfallen. Schuld sind die schmutzigen Wörter, die doppelte Kulturzugehörigkeit, die Abstinenz einer Heimat. Mit »Muttersprache« ist Maddalena Fingerle ein großartiges Debüt gelungen. Ein charakterstarker Roman, der das Leben eines hochintelligenten jungen Mannes beschreibt, dem normalerweise alle Türen im Leben offen stehen. Sein wahnsinniges Verlangen nach absoluter Sprachreinheit richtet ihn schlussendlich zu Grunde. Eine höchst ungewöhnliche Geschichte, welche ein echtes Problem der Bilingualität offenbart: was ist meine Kultur, meine Heimat, mein Zuhause? »Muttersprache« ist ein beeindruckend guter Roman, einfach, jedoch klug geschrieben. Eine Sog erzeugende Lektüreerfahrung, welche die Lesenden noch lange zum Nachdenken bringen wird.

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