Produktbild: Reise ohne Wiederkehr oder Die geheimen Hefte des Michel Adanson

Reise ohne Wiederkehr oder Die geheimen Hefte des Michel Adanson Roman

4

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

21,6/13/2,6 cm

Gewicht

374 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La porte du voyage sans retour

Übersetzt von

Andreas Jandl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03961-5

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»überzeugt [...] als berührende Liebesgeschichte und als Abenteuerroman, der aktuelle Fragen der Kolonialgeschichte behandelt. Der Roman unterstreicht, dass David Diop einer der bemerkenswertesten Autoren ist, die derzeit in französischer Sprache schreiben.« ("SWR 2")
»Anschaulich erzählt David Diop, der seit 2009 eine Forschungsgruppe leitet, die sich mit der europäischen Kolonisierung Afrikas im 17. und 18. Jahrhundert beschäftigt, von der Hybris der Weißen. Dass er das nicht mit erhobenem Zeigefinger tut, sondern, indem er eine spannende Geschichte erzählt, ist eine der Qualitäten seines Romans.« ("Freie Presse")
»Sinnlich und bildstark« ("Bayerischer Rundfunk Diwan")
»David Diop [...] widmet sich mit „Reise ohne Wiederkehr“ erneut einem historischen Stoff, den er [...] bildmächtig vergegenwärtigt.« ("Badische Zeitung")
»In seiner klaren Sprache erschafft er [Diop] mit wenigen Worten ganze Universen. Er entführt die Leserinnen und Leser in eine unbekannte Welt, die er faszinierend zubeschreiben versteht. Gleichzeitig thematisiert Diop die brutale Kolonialgeschichte Frankreichs und tut dies, ohne anzuklagen - die Geschichte spricht ohnehin für sich.« ("Oberösterreichische Nachrichten")
»Es ist ein Wechselspiel aus Fakten und Fiktionen, das David Diop in dieser Mischung aus Abenteuer und Liebesgeschichte hervorragend vereint. Ein magischer, zauberhafter Roman, der jedoch die Grausamkeiten jener Epoche, die damals auf beiden Seiten herrschten, keineswegs ausblendet.« ("Kleine Zeitung")
»Es ist eine berührende Liebesgeschichte; und außerdem wert, als Abenteuerroman bezeichnet zu werden.« ("Kurier (A)")
»bis in kleinste Details raffiniert komponiert« ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

21,6/13/2,6 cm

Gewicht

374 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La porte du voyage sans retour

Übersetzt von

Andreas Jandl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03961-5

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    4/5

    10.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unmögliche Liebe und der Versuch, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen

    Michel Adanson, ein heutzutage eher unbekannter Botaniker, bereiste im 18. Jahrhundert als erster weißer Naturforscher den Senegal. Geplant ist die gründliche Erforschung der afrikanischen Fauna, dies gerät jedoch etwas ins Hintertreffen, als Michel in einem Dorf von dem mysteriösen Verschwinden einer jungen Frau erfährt. Aus reiner Neugierde macht er sich mit seinem afrikanischen Freund und Begleiter auf die Suche nach ihr. Als er sie findet, wird sein ohnehin schon wackliges Weltbild auf den Kopf gestellt - Maram versteckt sich nämlich an der Küste vor Sklavenhändlern, denen sie nur knapp entwischt ist. Eine kurze, tragische Liebe entflammt. Michel wird Maram und den Senegal den Rest seines Lebens nicht vergessen. Ein sehr berührender Roman, der sehr gut die Tragik und Unmenschlichkeit des Sklavenhandels einer- und andererseits das strenge mitteleuropäische Weltbild der damaligen Zeit einfängt. Ultimativ auch ein Roman über den Versuch eines entfremdeten Vaters, seiner Tochter nach seinem Tod näher zu kommen, die Erzählung findet nämlich in den Tagebüchern statt, die Michels Tochter in seinem Nachlass findet.

  • Juti

    aus HD

    3/5

    06.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    starke N-Wort Liebe Braucht…

    starke N-Wort Liebe Braucht es die Rahmengeschichte wirklich? Dass die Tochter Aglaia von Michel Adanson in seinem Nachlass Hefte ihres Vaters über seine Senegalreise findet. Braucht es den Opernbesuch der Eltern von Aglaia? Braucht es das Ende, dass Aglaia zu einer Afrikanerin geht, die der Vater auf einem Bild gesehen hat und der er seinen Schmuck schenken will? Das letzte Kapitel wird demzufolge aus der Sicht von Madleine geschildert. Nein, das alles braucht es nicht, aber das alles ist nicht so langweilig wie der Anfang des Buches. Wer eine wirklich starke Novelle lesen will, beginnt er auf Seite 112. Dann hört er die Geschichte wie der Wissenschaftler Adanson im Urwald im Senegal krank wurde und von der einheimischen Mara gesund gepflegt wurde. Mara erzählt ihm ihre Lebensgeschichte mit einer versuchten Vergewaltigung ihres Onkels und ihrer Flucht als Sklavin eines Franzosen, die Adason nicht kalt lässt. Weil ich keinen Ratgeber hatte, der mich vor den Anfang warnte, habe ich das ganze Buch gelesen und mehr als 3 Sterne sind nicht drin. Wer das N-Wort nicht mag, sollte ganz die Finger weglassen. Der Übersetzer erklärt es zwar, aber es könnte heutigen Zeitgenossinnen doch stören.

  • BücherBummler

    3/5

    26.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    David Diop - Reise ohne Wiederkehr

    Viel hat Aglaia von ihrem Vater Michel Adanson nicht gehabt. Naturforscher war er, hat einen Teil seines Lebens im Senegal verbracht, und dann mit seinem ehrgeizigen Projekt, eigenhändig eine Enzyklopädie über die Flora und Fauna Afrikas zu verfassen. Für Frau und Kind war wenig Raum und Vater und Tochter kamen sich erst kurz vor seinem Tod ein wenig näher. Jetzt ist Michel gestorben und hat Aglaia sein Hab und Gut hinterlassen. Darunter auch eine für sie aufgeschriebene Geschichte von seinem Aufenthalt im Senegal. Wie er Maram, die junge Heilerin, kennen und lieben lernte, und wie sein Heimatland Frankreich die Kolonien in Afrika unterdrückt und ausbeutet hat. Ich weiß nicht, ob jeder Leser dieses Gefühl kennt, aber manchmal treffe ich auf Bücher, die sich, ohne ersichtlichen Grund, in Relation zu mir wie einander abstoßende Magnetpole verhalten. „Reise ohne Wiederkehr“ von David Diop war ein solches Buch. Trotzdem ich stilistisch nichts auszusetzen hatte, war es mir kaum möglich, mich auf das Geschriebene zu konzentrieren, kam ich in die Geschichte einfach nicht rein. Vielleicht lag es daran, dass der Roman das Flair einer Abenteuergeschichte à la Joseph Conrad ausstrahlt, ein Genre, das mich allgemein nicht sehr anspricht. Vielleicht aber auch daran, dass wenig Atmosphäre und Tiefe in der Zeichnung des Protagonisten entstand. Die Distanz zu der Haupt- und allen anderen Figuren war so groß, dass sie und ihr Schicksal mir fast schon gleichgültig waren. Vielleicht habe ich auch einfach nicht verstanden, warum sich Diop eine reale Person für eine fiktive Geschichte ausgesucht hat (jedenfalls unterstelle ich ihr, fiktiv zu sein). Schreiben kann Diop, daran möchte ich gar keinen Zweifel aufkommen lassen. Herausgestochen ist er für mich aber auch hier nicht. Neugierig macht mich allerdings die Frage, ob sein Roman „Nachts ist unser Blut schwarz“, der unter anderem mit dem Prix Goncourt und dem International Booker Prize ausgezeichnet wurde, anders ist. Ob ich da das Leseerlebnis finden würde, was ich hier vermisst habe. Vielleicht werde ich es herausfinden, aber bis dahin kann ich nur eine sehr verhaltene Leseempfehlung geben.

  • bolie

    aus Langscheid

    4/5

    25.05.2022

    eBook (ePUB 3)

    In „Reise ohne Wiederkehr…

    In „Reise ohne Wiederkehr oder Die geheimen Hefte des Michel Adanson“ schreibt der Autor David Diop über einen wenig bekannten Biologen. Michel Adanson bereiste den Senegal, um dort die Botanik zu studieren. Er interessierte sich aber nicht nur für seltene Pflanzen. Auch die Lebensweise der Einheimischen wollte er kennenlernen. Nach seinem Tod fand die Tochter einige Hefte, in denen er ein großes Geheimnis niederschrieb. Michel Adanson war nämlich unsterblich verliebt in eine Senegalesin und konnte diese Frau nie vergessen. Das Verhältnis Adansons zu seiner Familie war getrübt. Er verbrachte zu wenig Zeit mit ihr. Seine Tochter und er waren sich nie richtig nah. Aber was sie dann als letzten Gruß von ihm las, das versöhnte sie ein wenig. Wobei ich denke, dass sie nicht völlig nachvollziehen konnte, was damals in ihm vorging. Es dauerte etliche Seiten, bis ich in die Geschichte fand. Zu ausführlich schreibt der Autor über Dinge, die eher für Verwirrung sorgen. Schilderungen zur Flora und Fauna des Senegals kamen mir zu kurz. Da hatte ich mir mehr versprochen. Zumal das wunderschöne Cover eigentlich darauf schließen lässt. Gut gefiel mir, dass ich tatsächlich in die Vergangenheit eintauchen konnte. Das Leid der Sklaven, die verkauft und dann nach Amerika verschifft wurden. Und nicht nur Erwachsene ereilte dieses Schicksal. Viele Kinder mussten für ihre „Herrschaften“ schuften und das war nicht alles. Wenn es den Besitzern der Leibeigenen in den Sinn kam, dann hielten sie auch zur Befriedigung ihrer Triebe her. Grausame Schicksale, die heute unvorstellbar sind. Adanson ist eine historische Persönlichkeit und er reiste tatsächlich häufig in den Senegal. Die Liebesgeschichte entspringt aber der Phantasie des Autors. Andere Personen und Stätten, die im Roman vorkommen, stimmen mit den Originalberichten Adansons überein. Für mich war es keine leichte Lektüre aber durchaus lesenswert.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Kist

    L. Kist

    Thalia Karlsruhe

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend!

    Mit diesem Buch entführt David Diop die LeserInnen ins 18. Jahrhundert nach Afrika, auf eine Reise durch den Senegal. Er beschäftigt sich dabei vor allem mit den Auswirkungen der Kolonialisierung zur damaligen Zeit. Gleichzeitig ist das Buch aber auch eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen - Michel Adanson, dem weißen Naturforscher, der auf einer Expedition entlang der afrikanischen Westküste die heimische Flora und Fauna studiert und Maram, der Schwarzen Frau, die als Slavin verschleppt wurde, jedoch aus den Fängen ihrer Unterdrücker fliehen konnte. Michel ist fasziniert von Marams Geschichte, da er noch nie von jemandem gehört hat, der aus den Händen der Sklavenhändler entkommen konnte. Und so setzt er alles aufs Spiel um diese mysteriöse Frau zu finden... Es hat ein paar Kapitel gedauert, bevor ich so richtig von der Handlung mitgerissen wurde, aber es lohnt sich dranzubleiben. David Diops Schreibstil ist bezaubernd und eindrucksvoll zugleich, fast schon poetisch an manchen Stellen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, die Naturbeschreibungen bildhaft und wunderschön. Lesen lohnt sich absolut! (Randbemerkung: Der Autor, der selbst ein Schwarzer Mann ist, nutzt in diesem Buch mehrfach das N-Wort in seinem historischen Kontext. Als weiße Person werde ich darüber kein Urteil erheben, ich empfinde es nur als wichtig, es zu erwähnen.)
  • Zum Bewerterprofil von Linda Papajewski

    Linda Papajewski

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Leser wird direkt in die senegalesische...

    Der Leser wird direkt in die senegalesische Welt des Kolonialismus hineingezogen. Nach einigen Seiten der Verwirrung fand ich auch zur Geschichte. Die Lektüre über Sklaverei und Verschiffung ist keine leichte, dennoch lesenswert.

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