Der große italienische Roman über eine unvergessliche FreundschaftElisa und Beatrice begegnen sich in einer Sommernacht am Strand. Sie werden beste Freundinnen und doch könnten sie kaum unterschiedlicher sein: Eli lebt versunken in einer Welt von Büchern, während Bea es genießt, sich öffentlich zu inszenieren und tägliche neue Bilder von sich ins Internet zu stellen. Sie wird zum Star, der davon träumt, über die sozialen Netzwerke mit tausenden von Bildern von Italien aus die Welt zu erobern. Bis sie eines Tages spurlos verschwindet und Eli vor der Frage steht, wer ihre Freundin, die jeder auf der Welt zu kennen glaubt, wirklich ist.Der Bestseller aus Italien erzählt die turbulente Geschichte einer Freundschaft im Zeitalter der sozialen Medien."Eine Geschichte, die uns alle etwas angeht." ― La Reppubblica-
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Barbara T.
aus Hagen
5/5
31.12.2021
eBook (ePUB 3)
Viel mehr als nur die Geschichte einer Freundschaft
„Die Realität zerbröckelt, die Bilder nicht!“ (326)
Silvia Avallone erzählt in ihrem Roman über die Freundschaft von Elisa und Beatrice, zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die schöne Beatrice aus einer wohlhabenden Familie besticht durch ihr Aussehen, ihr Kleiderstil, sie will bewundert und beneidet werden. Sie macht gerne Fotos und stellt sie ins Internet. Elisa aus einer zerrütten Familie legt keinen Wert auf ihr Aussehen, kleidet sich wie eine Punkerin an und versinkt in der Welt der Bücher.
Während Bea eine internationale Karriere in der Modewelt und als Influencerin macht, studiert Eli Philologie, wurde eine bestätigte wissenschaftliche Assistentin und unterrichtete italienische Literatur des 20. Jahrhunderts.
Nach einem tragischen Vorfall im Sommer 2006 trennen sich die Wege von Elisa und Beatrice. Als im Dezember 2019 die Medien über das Verschwinden von Beatrice berichten, beschließt Elisa ein Buch über ihre Freundin zu schreiben.
„die Wahrheit einer Person wie diejenige eines Buchs in dem steckt, was stumm bleibt; und geheim.“ (15)
Das wunderschöne Cover des Buches zieht magisch den Blick des Betrachters an. Wer ist die geheimnisvolle Frau, deren Gesicht verdeckt bleibt? Das versucht auch Elisa Cerruti herauszufinden, als sie über ihre Freundschaft mit Beatrice ein Buch schreiben will.
Sie beginnt in Erinnerungen zu schwelgen und in ihren Tagebüchern nachzublättern. So entstehen die Bilder der Vergangenheit; über ihr ungewollten Umzug nach T, erste Begegnungen mit Beatrice, ihre ungleiche Freundschaft und ihre Trennung. Auch über Elisa selbst und ihre Familie, die alles anderes als normal war, über ihre impulsive Mutter und Elisas Einsamkeit und Erwachsenwerden. Es sind dabei auch Bilder Elisas großen Liebe, Bilder des Glücks und Verrats.
Ich habe diese Geschichte genossen und bin total in Elisas Erzählung versunken. Silvia Avallone schreibt sehr schön, bedient sich einer einfachen flüssigen Sprache, fesselt mit der Geschichte und den Bildern aus dem italienischen Leben.
In dem Buch fand ich auch viele schöne Zitate, wie zum Beispiel dieses hier:
„mich in die warme Umarmung der Literatur zu flüchten, die (…) doch auch immer eine Droge ist.“ (406)
Von dieser wunderschönen Geschichte berauscht, empfehle ich sie gerne weiter!
Barbara T.
aus Hagen i.Bremischen
5/5
31.12.2021
eBook (ePUB 3)
Viel mehr als nur die…
Viel mehr als nur die Geschichte einer Freundschaft „Die Realität zerbröckelt, die Bilder nicht!“ (326) Silvia Avallone erzählt in ihrem Roman über die Freundschaft von Elisa und Beatrice, zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die schöne Beatrice aus einer wohlhabenden Familie besticht durch ihr Aussehen, ihr Kleiderstil, sie will bewundert und beneidet werden. Sie macht gerne Fotos und stellt sie ins Internet. Elisa aus einer zerrütten Familie legt keinen Wert auf ihr Aussehen, kleidet sich wie eine Punkerin an und versinkt in der Welt der Bücher. Während Bea eine internationale Karriere in der Modewelt und als Influencerin macht, studiert Eli Philologie, wurde eine bestätigte wissenschaftliche Assistentin und unterrichtete italienische Literatur des 20. Jahrhunderts. Nach einem tragischen Vorfall im Sommer 2006 trennen sich die Wege von Elisa und Beatrice. Als im Dezember 2019 die Medien über das Verschwinden von Beatrice berichten, beschließt Elisa ein Buch über ihre Freundin zu schreiben. „die Wahrheit einer Person wie diejenige eines Buchs in dem steckt, was stumm bleibt; und geheim.“ (15) Das wunderschöne Cover des Buches zieht magisch den Blick des Betrachters an. Wer ist die geheimnisvolle Frau, deren Gesicht verdeckt bleibt? Das versucht auch Elisa Cerruti herauszufinden, als sie über ihre Freundschaft mit Beatrice ein Buch schreiben will. Sie beginnt in Erinnerungen zu schwelgen und in ihren Tagebüchern nachzublättern. So entstehen die Bilder der Vergangenheit; über ihr ungewollten Umzug nach T, erste Begegnungen mit Beatrice, ihre ungleiche Freundschaft und ihre Trennung. Auch über Elisa selbst und ihre Familie, die alles anderes als normal war, über ihre impulsive Mutter und Elisas Einsamkeit und Erwachsenwerden. Es sind dabei auch Bilder Elisas großen Liebe, Bilder des Glücks und Verrats. Ich habe diese Geschichte genossen und bin total in Elisas Erzählung versunken. Silvia Avallone schreibt sehr schön, bedient sich einer einfachen flüssigen Sprache, fesselt mit der Geschichte und den Bildern aus dem italienischen Leben. In dem Buch fand ich auch viele schöne Zitate, wie zum Beispiel dieses hier: „mich in die warme Umarmung der Literatur zu flüchten, die (…) doch auch immer eine Droge ist.“ (406) Von dieser wunderschönen Geschichte berauscht, empfehle ich sie gerne weiter!
Petra
aus Grasbrunn
5/5
01.11.2021
eBook (ePUB 3)
Eine nicht so einfache Freundschaft zweier Frauen in Italien
Nach dem Umzug ihrer Familie lernt die unscheinbare und introvertierte Elisa, die ihre Zeit am liebsten mit Büchern verbringt, Beatrice kennen. Obwohl diese genau ihr Gegenteil zu sein scheint mit ihrer extrovertierten und auffälligen Art, werden die beiden Freundinnen. Beatrice liebt es sich zu inszenieren und als das Internet mit seinen Möglichkeiten aufkommt, nutzt sie jede freie Minute, um Bilder von sich zu gestalten und diese in den Sozialen Medien zu veröffentlichen. Elisa bleibt dabei immer im Hintergrund und arbeitet ihr zu. So wird Beatrice im Laufe der Jahre zu einer Berühmtheit, während Elisa ihr bescheidenes Leben weiterlebt. Und die Freundschaft der Beiden hat schwere Hürden zu nehmen.
Die Geschichte spielt in Italien und das macht auch ihren Reiz aus. Anhand der beiden Protagonisten lässt sich gut das Leben in Italien kennenlernen, seien es die Feste wie Ferragosta, der unterschiedliche Lebensstil in Stadt und Land und auch die verschiedenen Schichten in der Gesellschaft. Außerdem ist es aber auch ein wunderschönes Portrait einer nicht einfachen Freundschaft. So gefällt mir auch der Originaltitel deutlich besser, der aus dem Italienischen übersetzt „Eine Freundschaft“ heißt, denn genau das beschreibt dieses Buch.
Ich habe es geliebt in diese Geschichte einzutauchen und obwohl in diesem Roman eigentlich gar nicht so viel passiert, ist er für mich von der ersten bis zur letzten Seite spannend gewesen. Die Sprache des Autors ist wunderbar zu lesen.
Miss.mesmerized
5/5
01.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Silvia Avallone - Bilder meiner besten Freundin
Es war ein bestimmtes Ereignis, das Elisa wenige Tagen vor Weihnachten dazu gebracht hat, die Geschichte niederzuschreiben und dafür ihre Erinnerungen, die sie so lange verdrängte, wieder heraufzubeschwören. Viele Jahre sind vergangen, doch nun ist es, als wenn all dies erst gestern geschehen wäre. Aus der alleinerziehenden Dozentin wird wieder das unsichere Mädchen, das neu in der Klasse ist und keinen Anschluss findet. Bis Beatrice sie als Freundin auswählt. Bea, das schönste Mädchen des Ortes, deren Mutter bereits auf zahlreichen Covern war und der selbst ebenfalls eine Karriere in der Modebranche bevorsteht. Eli und Bea könnten ungleicher kaum sein und doch entwickelt sich eine enge Freundschaft, die es nur der anderen erlaubt, hinter die familiäre Fassade zu schauen und die Abgründe zu sehen, die sich bei beiden auftun. Die Welt außerhalb des verschworenen Duos sieht nur das unscheinbare Mädchen, das sich in die Literatur flüchtet, und dazu das andere, das schon früh das Leben inszeniert und in der noch neuen online Welt zur Schau stellt. Doch etwas ist geschehen, dass das innige Band reißen ließ und sie für immer entfremdete.
Die italienische Autorin Silvia Avallone hat zunächst mit Gedichten auf sich aufmerksam gemacht, doch schon ihr erster Roman wurde vielfach ausgezeichnet. Auch ihre aktuelle Erzählung konnte Publikum wie Kritiker gleichermaßen begeistern. „Bilder meiner besten Freundin“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft zweier ungleicher Mädchen, die sich zufällig finden und unzertrennlich werden. Es sind gleich zwei Mysterien, die die Geschichte überlagern: was hat sie entzweit und was hat dazu geführt, dass Elisa viele Jahre später plötzlich wie eine Besessene alles aufschreibt?
Es ist kurz nach der Jahrtausendwende, dass Elisa zu ihrem Vater ziehen muss und so Beatrices Klassenkameradin wird. Die Welten, in denen sie leben, könnten kaum unterschiedlicher sein. Elisas Vater ist der klassische intellektuelle Gelehrte, der den Alltagsdingen nur wenig Interesse entgegenbringen kann. Ihre Mutter hingegen ist unstet, emotional und mit der Kindererziehung überfordert. Nachdem Elisas älterer Bruder schon in eine Welt von Partys und Drogen abgedriftet ist, soll die Tochter in geordneten Verhältnissen aufwachsen und wird gegen ihren Widerstand umgesiedelt. Als die Fremde mit komischen Akzent ist sie ausgeschlossen und einsam. Bis Bea sie entdeckt.
Diese kommt aus gutbürgerlichem Elternhaus mit einer Mutter, die nur die Modellkarriere ihrer Tochter im Sinn hat. Leicht ist es auch für Bea nicht, der permanente Druck, die Erwartungen zu erfüllen, auf Gewicht und Äußeres zu achten, die beide keinen Ausrutscher verzeihen. Ein Schicksalsschlag wirft sie völlig aus der Bahn, doch Elisa fängt sie auf, ist wie eine Schwester für sie. Die Mädchen habe jedoch auch Geheimnisse voreinander und diese sind es, die letztlich zu dem Bruch und tiefer Enttäuschung führen.
Zugegebenermaßen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, eine gewisse Ähnlichkeit zu Elena Ferrantes neapolitanischen Saga zu erkennen. Nicht nur die Freundschaft zweier geradezu gegensätzlicher Mädchen als zentrales Element, sondern auch der Erzählstil wirkte bekannt. Dies ist jedoch keineswegs so negativ zu bewerten, wie es klingen mag. Im Gegenteil, mit viel Begeisterung hatte ich die Tetralogie um Elena und Lila verfolgt und gleichermaßen hat mich die Geschichte von Elisa und Beatrice von der ersten Seite an gefesselt. Souverän erzählt, immer wieder überraschend, die beiden Protagonistinnen differenziert und vielseitig gestaltet – ein überzeugender Roman, in den man gerne abtaucht. Und er macht neugierig auf die Autorin, von der es jedoch in deutscher Übersetzung derzeit erst ein einziges Buch zu geben scheint.
J. Kaiser
5/5
16.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lange Freundschaft und deren Entwicklung
Klapptext: Der grosse italienische Roman über eine unvergessliche Freundschaft. Elisa und Beatrice begegnen sich in einer Sommernacht am Strand. Sie werden beste Freundinnen und doch könnten sie kaum unterschiedlicher sein.
Fazit: Es wird eine Geschichte erzählt im Zeitalter der Medialen Welten. Die beiden Freundinnen Beatrice Rossetti und Elisa Cerruti sind seit der neunten Klasse im Gymnasium befreundet. Sie fahren mit ihren Rollen der Elbe entlang und geniessen das Leben. Eli liebt über alles Bücher. Bea sucht die Öffentlichkeit, sie liebt schöne Kleider und Schmuck. Sie betreibt einen Blog, unter Bea & Eli. Bea wird die Diva die Reichste und Berühmteste. Eli bleibt die Unsichtbare mit Familie und Sohn. Als Bea die berühmte Influencerin spurlos verschwindet. Nun steht Eli vor der Frage, wer ihre Freundin Bea wirklich war. Man liest eine sehr eindrückliche Geschichte was für eine Macht die sozialen Netzwerke haben. Empfehlenswert.
Das Streben nach Berühmtheit erinnert an Silvia Avallones letzten Roman „Marina Bellezza“ von 2014. Mit dem der Öffentlichkeit verborgenen Gesicht verblümt das merkwürdige Cover medialen Personenkult. Es folgt die gewissenhafte Studie einer ungleichen Mädchenfreundschaft in Italien. Die von Haus aus kultivierte Beatrice polarisiert kühn und macht sich später zielgerichtet die Bildsprache des Internets zunutze. Während sie es zur von Gerüchten umrankten Prominenten gebracht hat, erzählt die erwachsene Elisa aus zweiter Reihe. Als ehemals unterprivilegierte Außenseiterin hat Elisa ihre damalige Freundin immer bewundert, obwohl sie beiderseitigen Verrat verschmerzen musste. Ihre unbedingte Nähe zu Beatrice verteidigend hält sie sogar die Leserin auf Abstand, um sich an alle inzwischen verblassenden Farben des Gesamtbilds ihrer Freundschaft zu erinnern.
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