Das Kleinstadtleben in kanada in den 70ern hat Trudy bisher nicht viel zu bieten. Aber es muss doch noch etwas anderes geben, als frühe Mutterschaft, abwesende Männer und harte Arbeit. Wo bleibt das Abenteuer, das Glück? Trudy lebt mit ihrer Mutter und ihrer vierjährigen Nichte in einer kanadischen Kleinstadt. Das Trio versucht, sich so gut es geht über Wasser zu halten. Trudy glaubt nicht an die große Liebe – bis sie den Draufgänger Jules trifft. Die beginnende Romanze wird schnell von Jules’ großem Traum überschattet: Er will mit seinem getunten Raketenauto über den zwei Kilometer breiten Fluss fliegen, der die Stadt teilt. Ein Fernsehteam bietet ihm viel Geld dafür. Doch kann der lebensgefährliche Stunt gutgehen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
28.09.2022
Hörbuch (CD)
tragisch-komischer Roman, der die Atmosphäre der späten 1970er Jahre großartig einfängt.
Auf wunderbar lockere Art beschreibt Missy Marston in ihrem Roman “Fliegen oder fallen” von einem Leben in den 1970er Jahren in der kanadischen Provinz, hin und hergerissen zwischen Langeweile und harter Arbeit, rebellischem Hippietum und verkrusteten gesellschaftlichen Normen. Im Mittelpunkt stehen die 22-jährigen Trudy, ihre Mutter Claire und ihre vierjährige Nichte Mercy. Die Autorin gestaltet ihre Figuren sehr liebevoll und einfühlsam, ohne dabei kitschig zu werden. Immer wieder wechselt sie ihre Erzählperspektive und gibt die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonistinnen authentisch wieder. Mit viel Humor und Witz erzählt sie von skurrilen Begegnungen, von junger und alter Liebe, aber auch von Unzufriedenheiten und Enttäuschungen. So ist “Fliegen oder fallen” ein heiterer, tragisch-komischer Roman, der die Atmosphäre der späten 1970er Jahre großartig einfängt. Toll gelesen von Julia Meier.
Schmuckguggerin
aus Hainburg
5/5
20.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fliegen oder Fallen – zwei…
Fliegen oder Fallen – zwei Gegensätze, die uns beim Lesen dieses Buches nicht so schnell loslassen werden. Drei Generationen, Claire, die Großmutter, Trudy, eine ihrer Töchter und Mercy, Trudys Nichte, leben in einem Haus zusammen und versuchen, ihr eigenes Leben als Teil des Gemeinsamen zu meistern. Clair wurde früh von dem Vater ihrer beiden Töchter verlassen und hegt noch so manche liebevolle Erinnerung an ihn. Trudy hat deshalb schon früh gelernt, dass es abwesende Väter zu geben scheint, und ist Männern gegenüber eher skeptisch, wenn da nicht Jules auftauchen würde. Er hat den Traum, mit einem getunten Auto einen Fluss zu überspringen und verursacht im Vorfeld einigen Wirbel deswegen. Seine verrückte Idee hält ihn nicht davon ab, sich für Trudy zu interessieren und sie verliebt sich ebenfalls in ihn. Das Leben wäre für die drei, Claire, Trudy und Mercy aufregend und verwirrend genug, aber auch Tammy, Claires zweite Tochter zugleich Mercys Mutter, sowie Claires Mann tauchen wieder auf und das auch noch zeitgleich. Man kann getrost das erwarten, was passieren wird: man wird das Leben meistern, auch, wenn es scheinbar so wahnsinnig verläuft, wie wir es lesen können. Das Buch ist sehr unterhaltsam und in einer erfrischenden Sprache geschrieben, die uns teilweise sogar schmunzeln lässt. Ich bewundere an der Schreibweise von Missy Marston, dass es ihr gelingt, Menschen, die an der Schwere ihres Lebens zerbrechen könnten, so liebenswert und positiv sein zu lassen. Sie tun alles, um ihr Glück zu finden. Mich hat das Buch begeistert, ich kann es deshalb sehr empfehlen.
Bewertung
aus Marl
5/5
12.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familie, weiblich und sich…
Familie, weiblich und sich durchschlagen ist das Lebensmotto Kanada in den 1970er Jahren, in einer Kleinstadt direkt am Sankt-Lorenz-Strom kämpfen sich Trudy und ihre Mutter Claire zusammen mit der 4-jährigen Mercy, Tochter ihrer Schwester Tammy, gemeinsam durchs Leben. Trudy, die genau wie ihre Mutter und ihre Schwester früh schwanger wurde, hat sich im Gegensatz zu diesen für eine Abtreibung entschieden und beschlossen, fortan ohne die Komplikation Mann zu leben. Die Drei sind genug damit beschäftigt, den Kopf oben zu halten, aber für Mercy, ein wahrer Sonnenschein, da zu sein, macht es leichter. Doch dann erscheint Jules auf der Bildfläche und Trudy knickt ein. Und natürlich verursacht dieser Mann, ein Stuntman, 'Komplikationen', denn er plant, mit einem selbstkonstruierten Rakentenauto über den an dieser Stelle zwei Kilometer breiten Fluss zu springen, mit Fernsehteam im Rücken und dem Traum von Berühmtheit und Geld. Wie das ausgeht? Wenn es nach Trudys bisherigem Leben geht, dann tendenziell eher nicht gut. Aber man wird sehen. Dies ist eine Geschichte, in der man die Menschen, die da so vor sich hinwursteln, recht weit unten im System, durchaus lieb gewinnt. Und obwohl sie eigentlich nichts zu lachen haben, nimmt man als Leser das Ganze als sympathisch und auch humorvoll wahr und fühlt sich einfach gut unterhalten. Hat definitiv Spaß gemacht.
Bewertung
aus Birkenfeld
5/5
11.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
authentisches Jugendbuch über die Tücken des Lebens
"Fliegen oder Fallen" ist der Titel eines Jugendbuchs von Autorin Missy Marston. Seit August diesen Jahres ist es beim GOYA-Verlag erschienen.
Bereits das Cover lässt erste Vermutungen zum Inhalt zu. Auf interessante Art und Weise ist der Titel in den Wolkenhintergrund eingearbeitet.
Im Mittelpunkt der 283 Seiten umfassenden Geschichte steht die junge Frau Trudy. Nachts arbeitet sie in einer Wäschefabrik und kümmert sich tagsüber gemeinsam mit ihrer Mutter um ihre vierjährige Nichte. Der großen Liebe hat sie längst abgeschworen, denn Männer bringen einen meist eher in Schwierigkeiten und verschwinden dann unangekündigt. Eines Tages taucht jedoch Stuntman Jules in der verschlafenen kanadischen Kleinstadt auf und sorgt für Wirbel: Begleitet mit einem Fernsehteam will er mit deinem getunten Raketenauto über den zwei Kilometer breiten Sankt-Lorenz-Strom springen. Warum muss sich Trudy ausgerechnet in diesen Mann verlieben, der sein Leben für eine verrückte Idee aufs Spiel setzt?
In einem wunderbar leichtfüßigen Schreibstil erzählt Missy Marston die Geschichte. Authentisch wird der Handlungsschauplatz sowie die damalige Zeit wiedergegeben. Als Leser kann man die Gesellschaftlichen Normen, welche im Kanada der Siebzigerjahre geherrscht haben, nachvollziehen.
Mit pointiertem Witz und reichlich Spannung ist die Handlung ausgestattet. So ist es kein Wunder, dass man die insgesamt 283 Seiten regelrecht verschlingt als Leser. Skurrile Begegnungen und die ein oder andere überraschende Wendung lassen den Jugendroman zu einem tollen Schmöker werden, den man kaum aus der Hand legen kann.
Die Figuren sind vielseitig und mit Liebe ins Detail von der Autorin gestaltet worden. Beim Leser kann man sich gut in ihre jeweiligen Gefühle, Gedanken sowie ihr Handeln hineinversetzen und dieses nachvollziehen. Sie wirken alle authentisch in jeglicher Hinsicht.
Die Geschichte selbst wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So hat man als Leser noch mehr Einblick in die Charaktere.
Das Ende ist eine ziemliche Überraschung und dennoch in sich schlüssig.
Meinerseits definitiv eine klare Leseempfehlung mit fünf Sternen! Ein tolles Jugendbuch über die Tücken des Lebens; mit viel Tiefgang und pointiertem Witz erzählt!
Bewertung
4/5
12.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familie, weiblich und sich durchschlagen ist das Lebensmotto
Kanada in den 1970er Jahren, in einer Kleinstadt direkt am Sankt-Lorenz-Strom kämpfen sich Trudy und ihre Mutter Claire zusammen mit der 4-jährigen Mercy, Tochter ihrer Schwester Tammy, gemeinsam durchs Leben. Trudy, die genau wie ihre Mutter und ihre Schwester früh schwanger wurde, hat sich im Gegensatz zu diesen für eine Abtreibung entschieden und beschlossen, fortan ohne die Komplikation Mann zu leben. Die Drei sind genug damit beschäftigt, den Kopf oben zu halten, aber für Mercy, ein wahrer Sonnenschein, da zu sein, macht es leichter. Doch dann erscheint Jules auf der Bildfläche und Trudy knickt ein. Und natürlich verursacht dieser Mann, ein Stuntman, 'Komplikationen', denn er plant, mit einem selbstkonstruierten Rakentenauto über den an dieser Stelle zwei Kilometer breiten Fluss zu springen, mit Fernsehteam im Rücken und dem Traum von Berühmtheit und Geld. Wie das ausgeht? Wenn es nach Trudys bisherigem Leben geht, dann tendenziell eher nicht gut. Aber man wird sehen.
Dies ist eine Geschichte, in der man die Menschen, die da so vor sich hinwursteln, recht weit unten im System, durchaus lieb gewinnt. Und obwohl sie eigentlich nichts zu lachen haben, nimmt man als Leser das Ganze als sympathisch und auch humorvoll wahr und fühlt sich einfach gut unterhalten. Hat definitiv Spaß gemacht.
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5/5
02.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Sag mir verdammt noch mal bloß nie wieder, dass ich dich nicht liebe. Du dummes, dummes Mädchen"
1978 in Preston Mills. Eigentlich in Preston Mills II, der erste Ort dieses Namens wurde Ende der 1950er geflutet, der Sankt Lorenz Strom musste verbreitert und vertieft werden, damit noch größere Schiffe den gewaltigen Fluß im amerikanisch-kanadischen Grenzgebiet als Wasserstraße nutzen können.
Ein Drei-Frauen-Haus, bewohnt von Claire, ihrer Tochter Trudy und ihrer Enkelin Mercy, die die Tochter von Trudys Schwester Tammy ist. Die vor einiger Zeit alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und verschwand. Genau wie vor zwei Jahrzehnten Claires große Liebe Darren, der, nachdem er Vater zweier Töchter geworden war, zu seiner Ehefrau zurück kehrte.
Die beiden Frauen arbeiten zeitversetzt, um sich um die noch nicht schulpflichtige Mercy kümmern zu können, Claire tagsüber, Trudy Nachtschicht. In einem Diner lernt Trudy, die, gerade mal 22 Jahre alt, seit Jahren den Männern abgeschworen hat, Jules kennen. Stuntman, guter Charakter, Träumer und Draufgänger zugleich. Schon nach der ersten Begegnung mit ihm, steht Trudys Herz in hellen Flammen. Einzig Jules ehrgeiziger Plan, den Sankt Lorenz bei Preston Mills mit einem modifizierten (Raketenantrieb!) Auto zu "überfliegen", steht einer glücklichen Beziehung ein wenig im Weg....
Na, wie klingt das? Genau, wie der letzte Kitsch-Roman oder die Rückkehr des "Lore-Romans", oder? Nichts dergleichen! Es erwartet Sie ein heiter / melancholischer Roman, intelligent geschrieben, feinsinnig und feinfühlig. Unterhaltungsliteratur im besten Sinne, inspiriert von dem tatsächlichen "Sprung" des Stuntmans Ken "The mad Canadian" Carter. Ein Roman, erzählt aus diversen Blickwinkeln, voller Emotionen und Gefühl (ohne -Duselei), niemals platt, klug, aber nicht altklug, genau das richtige Buch, um die graue Jahreszeit ein wenig freundlicher zu gestalten...
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4/5
13.08.2022
Hörbuch-Download
Weder noch!
Trudy, eine introvertierte junge Frau, wohnt noch bei ihrer Mutter und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit einem ungeliebten Job. Die Nase gestrichen voll von der Männerwelt, (tiefe Gefühle bedeuten Verlust) schenkt sie all ihre Zuneigung ihrer vierjährigen Nichte Mercy. Doch eines Tages tritt Stuntman Jules in ihr Leben. Das stürzt Trudy in ein Gefühlschaos; denn Jules verfolgt einen tollkühnen, gefährlichen Plan.
Eine durch und durch liebenswerte Geschichte, mit Tiefgang und hohem Spaßfaktor. In der Hörfassung zeigt Julia Meier wieder einmal ihr großes Vorlesetalent - ich bin begeistert.
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