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Blutbuch Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022 und dem Schweizer Buchpreis 2022 — Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022 und dem Schweizer Buchpreis 2022

68

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/14,4/3,3 cm

Gewicht

492 g

Farbe

Himbeer

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8208-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/14,4/3,3 cm

Gewicht

492 g

Farbe

Himbeer

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8208-3

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Deutsch ist keine Fremdsprache - aber eine fremde Sprache

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 26.05.2025

Bewertungsnummer: 3035084

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Blutbuch ist ein sprachmächtiger, formal radikaler und zutiefst bewegender Roman, der mich nicht nur durch seine Thematik, sondern auch durch seine poetische Struktur fasziniert hat. Kim de l’Horizon ,,macht Schluss’' mit den Strukturen, wie Mensch sie kennt und nimmt einen mit auf eine Reise in eine Welt, die gleichermassen intim als auch universell ist. Besonders berührt haben mich die wiederkehrenden Motive von „Meer“ und der Parallele zum ,,Wasser’'. Kim de l’Horizon vermischt die Begriffe und knüpft neue Ansätze und neue Interpretationen an diese Wörter. Das Wasser erscheint als Ort des Übergangs – zwischen Identitäten, Generationen, zwischen dem Sagbaren und dem Unsagbaren. Im Kontrast dazu steht die Blutbuche, die sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht. Sie ist ein Symbol für Herkunft, Verwurzelung – aber auch für Erstarrung, für eine Ahnenreihe, die belastet und einen (ver)formt und einem innerlich einen Stempel aufdrückt. Die Blutbuche ist Stammbaum, Familienarchiv, aber auch eine Mahnung an das Anderssein. Sie ist nicht „wie die anderen Bäume“: zu groß, zu rot, zu auffällig. Gleichzeitig birgt sie Ambivalenz: Sie steht für Stärke und Wachstum, aber auch für einen Stolz, der sich manchmal über andere erhebt – wie ein Gewächs, das sich für etwas Besseres hält. Diese beiden Motive – das fließende Wasser und der starre Baum – stehen im Spannungsverhältnis zueinander, genau wie viele der Identitätsfragen, die im Roman verhandelt werden. Es ist gerade diese kunstvolle Verflechtung der Bilder und Themen, die Blutbuch so besonders macht. Der Text tastet sich mutig und verletzlich zugleich an familiäre Traumata, an Sprachlosigkeiten und an die Frage heran, wie man ein „Ich“ erzählen kann, das sich nicht in binären Kategorien fassen lässt. Kim de l’Horizon hat mit Blutbuch ein literarisches Ereignis geschaffen, das formal experimentierfreudig ist und zugleich zutiefst menschlich. Ein Buch, das herausfordert, das sich weigert, sich einordnen zu lassen – und genau darin seine Stärke entfaltet. Für mich ist Blutbuch ein herausragendes Werk der Gegenwartsliteratur, das lange nachwirkt.

Deutsch ist keine Fremdsprache - aber eine fremde Sprache

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 26.05.2025
Bewertungsnummer: 3035084
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Blutbuch ist ein sprachmächtiger, formal radikaler und zutiefst bewegender Roman, der mich nicht nur durch seine Thematik, sondern auch durch seine poetische Struktur fasziniert hat. Kim de l’Horizon ,,macht Schluss’' mit den Strukturen, wie Mensch sie kennt und nimmt einen mit auf eine Reise in eine Welt, die gleichermassen intim als auch universell ist. Besonders berührt haben mich die wiederkehrenden Motive von „Meer“ und der Parallele zum ,,Wasser’'. Kim de l’Horizon vermischt die Begriffe und knüpft neue Ansätze und neue Interpretationen an diese Wörter. Das Wasser erscheint als Ort des Übergangs – zwischen Identitäten, Generationen, zwischen dem Sagbaren und dem Unsagbaren. Im Kontrast dazu steht die Blutbuche, die sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht. Sie ist ein Symbol für Herkunft, Verwurzelung – aber auch für Erstarrung, für eine Ahnenreihe, die belastet und einen (ver)formt und einem innerlich einen Stempel aufdrückt. Die Blutbuche ist Stammbaum, Familienarchiv, aber auch eine Mahnung an das Anderssein. Sie ist nicht „wie die anderen Bäume“: zu groß, zu rot, zu auffällig. Gleichzeitig birgt sie Ambivalenz: Sie steht für Stärke und Wachstum, aber auch für einen Stolz, der sich manchmal über andere erhebt – wie ein Gewächs, das sich für etwas Besseres hält. Diese beiden Motive – das fließende Wasser und der starre Baum – stehen im Spannungsverhältnis zueinander, genau wie viele der Identitätsfragen, die im Roman verhandelt werden. Es ist gerade diese kunstvolle Verflechtung der Bilder und Themen, die Blutbuch so besonders macht. Der Text tastet sich mutig und verletzlich zugleich an familiäre Traumata, an Sprachlosigkeiten und an die Frage heran, wie man ein „Ich“ erzählen kann, das sich nicht in binären Kategorien fassen lässt. Kim de l’Horizon hat mit Blutbuch ein literarisches Ereignis geschaffen, das formal experimentierfreudig ist und zugleich zutiefst menschlich. Ein Buch, das herausfordert, das sich weigert, sich einordnen zu lassen – und genau darin seine Stärke entfaltet. Für mich ist Blutbuch ein herausragendes Werk der Gegenwartsliteratur, das lange nachwirkt.

Das Buch ist anders. Fordernd...

J am 16.10.2024

Bewertungsnummer: 2317685

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch ist anders. Fordernd und kurvenreich und anstrengend, und provokant… und trotzdem ganz zart. Es ist notwendig, es geduldig zu Ende zu lesen, um es zu verstehen. Wer mit dem Schreibstil (und Zeitsprüngen) nicht warm wird, könnte es im (Magdeburger) Theater anschauen.

Das Buch ist anders. Fordernd...

J am 16.10.2024
Bewertungsnummer: 2317685
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch ist anders. Fordernd und kurvenreich und anstrengend, und provokant… und trotzdem ganz zart. Es ist notwendig, es geduldig zu Ende zu lesen, um es zu verstehen. Wer mit dem Schreibstil (und Zeitsprüngen) nicht warm wird, könnte es im (Magdeburger) Theater anschauen.

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Blutbuch

von Kim de l'Horizon

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L. Biebersdorf

Thalia Berlin – Schultheiss Quartier

Zum Portrait

5/5

Dieses Buch bleibt.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Besonders das Spiel mit der Sprache, teils fließend, teils hart, beeindruckt in diesem autofiktionalen Roman. Hier wird das Sein der Hauptfigur und deren Ursprünge über Generationen hinweg aufgeräufelt. “Blutbuch” bleibt definitiv lange nach dem Lesen im Gedächtnis.
  • L. Biebersdorf
  • Buchhändler/-in

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5/5

Dieses Buch bleibt.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Besonders das Spiel mit der Sprache, teils fließend, teils hart, beeindruckt in diesem autofiktionalen Roman. Hier wird das Sein der Hauptfigur und deren Ursprünge über Generationen hinweg aufgeräufelt. “Blutbuch” bleibt definitiv lange nach dem Lesen im Gedächtnis.

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L. Himstedt

Thalia Berlin – Gesundbrunnen Center

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5/5

Die Zukunft von Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kim de l'Horizon hat uns mit diesem Roman einen Einblick in die Zukunft von Literatur gewährt. l'Horizon schreibt losgelöst von Traditionen und Konventionen und spielt wahnsinnig clever mit Wörtern und Sprache. Zurecht ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022!
  • L. Himstedt
  • Buchhändler/-in

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Die Zukunft von Literatur

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Kim de l'Horizon hat uns mit diesem Roman einen Einblick in die Zukunft von Literatur gewährt. l'Horizon schreibt losgelöst von Traditionen und Konventionen und spielt wahnsinnig clever mit Wörtern und Sprache. Zurecht ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022!

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