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Artikelbild von Elizabeth Finch
Julian Barnes

1. Elizabeth Finch

Elizabeth Finch Roman

Gesprochen von
3

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Frank Arnold

Spieldauer

6 Stunden und 50 Minuten

Erscheinungsdatum

30.11.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Originaltitel

Elizabeth Finch

Übersetzt von

Gertraude Krueger

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819838

Beschreibung

Rezension

»Frank Arnold als Sprecher tastet sich mit dem Erzähler hörbar irritiert durch das Verwirrspiel. Auch er ist ein Suchender, und seine Stimme erlaubt es vielen philosophischen Ideen, in den Köpfen der Hörer weiterzutanzen.« ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»Frank Arnold, Schauspieler und Hörbuchsprecher höchster Qualität, hat den Text eingelesen, ihm gelingt es mit seiner ruhigen Tonart, zunächst die Neugier auf diese auf den ersten Blick verschlossene Frau zu wecken und gleichzeitig die Lebenslügen des männlichen Erzählers zu entlarven.« ("Zeitzeichen")
»Der Interpret Frank Arnold zeigt sich als Meister seines Fachs in diesem schwierigen Wechsel zwischen Bildungsroman, Vorlesung und Zwiegespräch.« ("HR")
»Sprecher Frank Arnold verleiht der Erzählung mit seiner schnörkellos wie sensiblen Stimme die nötige Grundierung, um Barnes' unterschwellige Ironie zum Leben zu erwecken.« ("Galore")
»Frank Arnold hat sich die Stimmen der Figuren und Betonungen fein ausgearbeitet. Geht ins Ohr, bleibt im Kopf.« ("Münchner Merkur")

Produktdetails

Gesprochen von

Frank Arnold

Spieldauer

6 Stunden und 50 Minuten

Erscheinungsdatum

30.11.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Originaltitel

Elizabeth Finch

Übersetzt von

Gertraude Krueger

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819838

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • BücherBummler

    3/5

    14.12.2022

    Hörbuch (Audio)

    Julian Barnes - Elizabeth Finch

    Neil ist über 30, ehemaliger Schauspieler, zweimal geschieden, als er beschließt zu studieren. Bei Elizabeth Finch belegt er ein Seminar zu Kultur und Zivilisation und ist augenblicklich von der charismatischen Professorin fasziniert. Eine Faszination, die sich sein Leben lang halten wird, und bei der die Grenzen zu Verliebt sein, Liebe, ja, fast schon Besessenheit, verschwimmen. In den Jahren nach dem Studium bleiben Neil und Elizabeth in lockerem Kontakt, treffen sich gelegentlich zum Essen. Bis sie eines Tages stirbt und Neil ihre Bibliothek und Aufzeichnungen vermacht. Neil spielt mit dem Gedanken, eine Biografie über Elizabeth zu schreiben, widmet sich dann aber doch einem Essay über den von dieser hochgeschätzten römischen Kaiser Julian Apostata. Doch die Idee, auch der Frau, die ihn nie losgelassen hat, ein literarisches Denkmal zu setzen, veranlasst Neil schließlich, sich mit deren Bruder und ehemaligen Studenten zu treffen. Und ganz neue Aspekte über Elizabeth in Erfahrung zu bringen. Julian Barnes und ich - das hat bisher keine stimmige Beziehung ergeben wollen. Nach “Flaubert’s Parrot” und “Der Zitronentisch” ist “Elizabeth Finch” nun das dritte Buch von ihm, an das ich mich wage. Um wieder ratlos dazustehen. An Barnes schriftstellerischem Können liegt es nicht, der Mann kann schreiben, darüber muss man nicht diskutieren. Aber inhaltlich berühren mich seine Texte einfach nicht. Zum einen liegt das daran, dass ich nicht verstanden habe, was an Elizabeth Finch so besonders sein soll. Sie war mir zu gewollt, zu pseudo-intellektuell, pseudo-mysteriös, wenn man es böse ausdrücken will. Und in diesem bemühten Anderssein Wollen direkt etwas langweilig. Auch Neils Faszination fand ich nicht glaubwürdig. Es wirkte eher so, als hätte er gerade nichts Besseres zu tun, als gedanklich um diese Frau zu kreisen. Dass er überhaupt zum Erben ihres geistigen Nachlasses gemacht wurde, bleibt mir ein Rätsel. Als einen weiteren Schwachpunkt habe ich empfunden, dass ich (mal wieder) unklar fand, was Barnes eigentlich erzählen wollte. Zwischendurch hat mich der Verdacht befallen, dass der Roman eine Art Resteverwertung mit zusammengezimmerter Rahmenhandlung ist. Eine Möglichkeit, Julian Apostata einer breiteren Leserschaft bekannt zu machen und bei der Gelegenheit ein paar andere philosophische Gedanken unterzubringen. Es sei noch mal wiederholt: Barnes kann schreiben. Hätte er das Essay über Julian einzeln herausgebracht, wäre das eine solide und spannende Angelegenheit geworden. Vorausgesetzt, jemand hätte sich dafür interessiert. In dieser Hinsicht war die Unterbringung in einem Roman vielleicht nicht die dümmste Idee. Ein großes Highlight hat das Hörbuch dann aber doch, und zwar in Form von Frank Arnold als Sprecher. Ohne ihn hätte ich das Buch höchstwahrscheinlich abgebrochen, aber seine angenehme und überzeugende Stimme konnte mich dann doch durch die Geschichte tragen und sie, wenigstens für den Moment, interessant werden lassen. Ich und Barnes, Barnes und ich… Ich weiß nicht, ob wir einfach nicht kompatibel sind, oder ob ich schlicht in der Wahl der Bücher bisher daneben gelegen habe. Zwei von ihm stehen noch ungelesen in meinem Regal, unser gemeinsamer Weg ist also noch nicht zu Ende. Aber zu diesem Zeitpunkt kann ich leider keine begeisterte Leseempfehlung geben.

  • Bewertung

    2/5

    05.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wundervolle Darstellung und Romantisierung...

    Wundervolle Darstellung und Romantisierung eines Menschen, was vermutlich jedem in seinem Leben auch schon passiert ist. Allerdings stört der 50 Seiten lange geschichtliche Essay über einen römischen Kaiser innerhalb des Buches etwas auch wenn es grob zusammen hängt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    1/5

    05.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefpunkt im Werk des Autors

    Im umfangreichen Œuvre des vielseitigen britischen Schriftstellers Julian Barnes, der sich selbst als «glücklichen Atheisten» bezeichnet, ist der 2022 erschienene Roman «Elisabeth Finch» ein typisches Beispiel für eine aporetische Suche nach Wahrheit. Ohne Rücksicht auf die Lösbarkeit philosophischer Fragen wendet er sich als Vertreter der Postmoderne nämlich auch hier wieder einer schwierigen Thematik zu, indem er mit der titelgebenden Elisabeth Finch eine Romanfigur erschafft, die als Philosophie-Professorin das Fundament ihrer Erkenntnisse in vorchristlicher Zeit findet. In einem narrativen Mix aus Roman und Essay benutzt der Autor das universitäre Milieu für seine tiefsinnigen philosophischen Betrachtungen, als deren gedankliche Quelle er seine im Mittelpunkt stehende Romanfigur etabliert hat. Das dreiteilige Buch beginnt damit, dass ein etwa dreißigjähriger, gescheiterter Schauspieler namens Neil an der Londoner Uni ein Abendseminar zum Thema Kultur und Zivilisation besucht, das von der auf Genauigkeit bedachten, ebenso anspruchsvollen wie charismatischen Professorin Elisabeth Finch abgehalten wird. Er ist wie alle seine Kommilitonen fasziniert von der etwa zwanzig Jahre älteren Frau, die streng darauf achtet, dass ihre Studenten das Mitdenken lernen, indem sie von ihr unentwegt mit stoischer Gelassenheit zu messerscharfen Reflexionen über den anspruchsvollen Lehrstoffs genötigt werden. Sie verkörpert eine derart unduldsame Präzision im Denken, dass ihre Studenten ihr nachzueifern versuchen und mit möglichst klaren sowie fundierten Aussagen um ihre Anerkennung werben, allen voran Neil. Obwohl sie sich später regelmäßig mit ihm zum Lunch trifft, bei dem sie stets die Zeche übernimmt, bleibt die zwanzig Jahre ältere Frau absolut unnahbar, ihre Verabredungen dienen lediglich einem für beide bereichernden Gedanken-Austausch. Über ihr Privatleben ist absolut nichts bekannt, sie besuchen sich auch nicht gegenseitig. Eines Tages erfährt Neil, dass sie gestorben ist und ihm ihre Bibliothek und den gesamten schriftlichen Nachlass vererbt hat. Es folgt im Mittelteil ein umfangreiches Essay über den römischen Kaiser Julian II, der den Beinamen Apostata trug, weil er dem christlichen Glauben abgeschworen hatte und die Christianisierung im vierten Jahrhundert rückgängig machen wollte, was ihm bekanntlich ja nicht gelang. Für Elisabeth Finch ist er ein beredtes Beispiel für die Deutung von Geschichte gewesen, das ihr Denken entscheidend geprägt hat, weil der Schlüssel zur Gegenwart eben oft auch in der Vergangenheit liegt. So stellt sie beispielsweise die Frage: Was wäre passiert, wenn er nicht im vierten Jahr seiner Regentschaft im Kampf gefallen wäre? Im dritten Teil ist Neil damit beschäftigt, den schriftlichen Nachlass von Lis zu sichten, was wenig ergiebig ist. Er beginnt zu recherchieren, findet aber außer dem Bruder von ihr niemanden, der etwas Licht in das Dunkel ihres Privatlebens bringen kann. Die wenigen Bekannten, die sie hatte, haben alle nur losen Kontakt zu ihr gehabt, sie war auch als Privatperson unnahbar. Mit Hilfe des Internets findet Neil schließlich eine ehemalige Kommilitonin, die Liz als Frau auch von einer anderen Seite kannte. Allerdings ist sie aber nicht bereit, Intimes von ihr preiszugeben. Und auch Geoff, der einst als aufmüpfiger Schüler öfter mit seiner strengen Professorin aneinander geraten ist, kann nichts beitragen zur der Recherche, er schimpft aber zwanzig Jahre später selbst posthum immer noch über sie. Neil entschließt sich am Ende, die geplante Biografie über Elisabeth Finch doch nicht zu schreiben. Das Dilemma dieses «Romans» besteht darin, dass hier eine Erzählung mit einem wie ein Fremdkörper wirkendem Essay übergangslos und ohne Zusammenhang verwoben sind. Dem fiktionalen Teil fehlt eine schlüssige Handlung ebenso wie glaubhaft gezeichnete, lebensnahe Figuren, es kommt sehr schnell große Langweile auf beim Lesen. Ohne Zweifel ist dies der bisher schlechteste seiner Romane, ein unnötiges, narratives Wagnis, mit dem der für seinen brillanten Stil bekannte Julian Barnes auch viele seiner treuesten Anhänger total verprellt hat. Schade!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von K. Thuma

    K. Thuma

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufforderung einer Professorin: Selbst Denken

    Julian Barnes zeigt wieder einmal seine große erzählerische Begabung. Interessiert verfolgt man den Lauf der Handlung und darin besonders die eigenwillige und ebenso geheimnisvolle Figur der Elizabeth Finch. Deren stets wiederholtes Credo: Selbständig Denken! Ein Buch über Gefühle, schwankend zwischen Zuneigung, Freundschaft oder gar unklarer Liebe und ebenso ein großer Exkurs in die Zeit des frühen Christentums, über Scheidewege der menschlichen Geschichte.
  • Zum Bewerterprofil von Annegrit Fehringer

    Annegrit Fehringer

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genial!

    Julian Barnes ist und bleibt ein brillanter und begnadeter Autor! Tauchen Sie ein in die Philosophie der Antike!
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    4/5

    20.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Seltsam und überraschend erquickend

    Es ist Jahre her, dass ich das letzte Mal einen Roman von Julian Barnes las, aber "Elizabeth Finch" scheint mir "Vom Ende einer Geschichte" recht ähnlich zu sein, da beide sehr wortfokussiert sind. Das ist keine Herabsetzung, sondern soll nur heißen, dass seine Romane tendenziell eher interessiert sind an Dialogen und Reflektion und weniger an Handlung. Auch kommt der Roman sehr britisch daher. Sind die Briten vielleicht einfach interessierter an literarischen Aufbereitungen von Schulen und Universitäten und davon, wie das Lernen eine Person verändert? (Obwohl zwei der zentralsten Stimmen dieser Tradition - George Bernard Shaw und James Joyce - tatsächlich Iren waren; schieben wir es also generell auf die Britischen Inseln.) Jedenfalls folgt Barnes' neuer Roman einem Mann namens Neil, der die Geschichte seiner früheren Dozentin und Freundin Elizabeth Finch aufarbeitet. Das wird verbunden mit einer Geschichte über Julian Apostata, eine historische Figur - und das ist gleichermaßen seltsam wie überraschend erquickend.
  • Zum Bewerterprofil von Konstanze Mletzko

    Konstanze Mletzko

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    3/5

    08.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Barnes ist einer der ganz großen...

    Barnes ist einer der ganz großen englischen Schriftstller und wird diesem Ruf auch hier wieder gerecht. Es handelt sich um eine geschichtlich philosophische Auseinandersetzung mit dem modernen Leben, anhand einer akademischen Beziehung. Weniger emotional als intellektuell
  • Zum Bewerterprofil von Pia Steinke

    Pia Steinke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    3/5

    12.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Elisabeth Finch

    Lust, auf eine anspruchsvolle Lektüre, die einen zum Nachdenken bringt, und doch für zwischendurch ist? Der Autor Julian Barnes hat es geschafft, mich innerhalb weniger Seiten zu faszinieren, indem er das einfache Leben einer fiktiven Person - Elisabeth Finch - interessant erzählt. Dabei fädelt er geschickt geschichtliche Themen ein, die gepaart mit philosophischen Denkansätzen das Lesen zu einem netten Erlebnis machen. Da Elisabeth Finch Professorin an einer Uni ist, passen die Themen perfekt. Leider sind die Sätze des Autors derart verschachtelt und lang, dass man durchaus aus dem Lesefluss geraten kann. Wer das aber mag, wird sich bei diesem Buch gut aufgehoben fühlen. Definitiv lesenswert.

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