Produktbild: Der Schiffskoch

Der Schiffskoch Roman | Wie eine Ziege eine Schiffsbesatzung in den Wahnsinn treibt | Mit lakonischem Humor und literarischem Tiefgang

8

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

108

Maße (L/B/H)

18,4/11,4/1 cm

Gewicht

112 g

Farbe

Graublau / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Het Lichtschip

Übersetzt von

Andreas Ecke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68244-8

Beschreibung

Rezension

»Nur knapp über 100 Seiten hat diese Erzählung, aber sie ist so intensiv, so reich, so gedankentief, dass sie noch lange nachwirkt und als literarisches Goldstück geradezu heraussticht.« ("hr2 Kultur")
» Der Schiffskoch ist eine überaus kostbare Erzählung, in der das kuriose Geklacker von Böckchenhufen den Takt angibt.« ("bremen zwei")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

108

Maße (L/B/H)

18,4/11,4/1 cm

Gewicht

112 g

Farbe

Graublau / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Het Lichtschip

Übersetzt von

Andreas Ecke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68244-8

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • wanderer.of.words

    3/5

    01.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Starker Beginn, mittelmäßiges…

    Starker Beginn, mittelmäßiges Ende Das Feuerschiff „Texel“ liegt weit vor der holländischen Küste vor Anker. Ähnlich wie ein Leuchtturm dient es anderen Schiffen zur Navigation und bewegt sich nie von seiner Position fort. Für die Crew bedeutet das oft einen langweiligen Alltag, meist fiebern sie dem Ende des mehrwöchigen Einsatzes entgegen. Eines Tages bringt Koch Lammert ein Ziegenböckchen mit an Bord, es soll die Hauptzutat seines nächsten großen Menüs werden. Doch das Tier ist bald der Liebling der Mannschaft. Die Atmosphäre auf dem Schiff ist perfekt eingefangen. Die Männer leben auf engstem Raum, oft mit einem eintönigen und öden Alltag und sind dem Wetter komplett ausgeliefert. Das Feuerschiff kann seine Position nicht verlassen und bei zu hohem Wellengang vom Festland nicht erreicht werden. Gefährlich kann das bei dichtem Neben werden, da schiebt sich dann schon mal ein meterhohes Frachtschiff ganz nah am Feuerschiff vorbei. Mich hat die kurze Geschichte mit kleinen Einschränkungen gut unterhalten. Nach einem sehr starken Beginn verläuft sich der Spannungsbogen im letzten Drittel etwas. Vieles wird nur angedeutet und die Hintergründe muss man sich zusammenreimen. Passend zur Handlung gibt es auch sehr viele nautische Fachbegriffe, mit den meisten konnte ich nichts anfangen und musste Google bemühen oder aus dem Kontext raten. Das Ende ließ mich dann sehr ratlos zurück und war nicht nach meinem Geschmack. Wobei ich bei Kurzgeschichten oft mit dem Ende hadere.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    12.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In der Kürze liegt die Würze!

    Mit Beginn der Lektüre befinden wir uns auf dem Feuerschiff Texel. Da ich als Schwäbin und Landratte mit nautischen Begriffen nur wenig anfangen kann, musste ich erst mal recherchieren, um schließlich zu erfahren, dass es sich dabei um ein vor Anker liegendes, mit einem Leuchtfeuer ausgestattetes Schiff handelt, das ähnlich wie ein Leuchtturm der Navigation der Seeschifffahrt dient. Prima, schon wieder was gelernt! Wir befinden uns also auf dem Feuerschiff Texel, das in der Nordsee vor der niederländischen Gemeinde Den Helder vor Anker liegt. Der knapp 35-jährige Schiffskoch Lammert hat die Matrosen und Maschinisten gerade mit Haschee versorgt. Dann schwenkt die Kamera weiter. 2 Wochen Freitörn. Der Schiffskoch Lammert verbringt die freie Zeit in seinem Häuschen in einem ruhigen Warftdorf in der Nähe des Meeres. Eines Morgens holt Lammert das Kochbuch seiner Mutter vom Dachboden. Er sucht und findet darin das Rezept von „Gulai kambing“: „Ziegencurry, aber von einem Böckchen, das noch nicht entwöhnt ist. Wenn man das einmal gekostet hat, weiß man, wie zart Schmorfleisch sein kann. Das vergisst man nie wieder.“ (S. 13) Kaum ist die Idee geboren, dieses Gericht auf dem Schiff zu kochen, besorgt er sich bei Beitske, der einzigen Bäuerin im Dorf, ein Ziegenböcklein. Einige Zeit später sitzt der Koch mit genau diesem Ziegenböcklein in seiner Kombüse und schält Kartoffeln. Und noch ein bisschen später öffnet er eine Zigarrenkiste, die er aus seinem Seesack hervorgekramt hat. „Schnell überdeckten ungewöhnliche Aromen den Tabakgeruch und füllten die Kombüse. Der Duft von Zimt und frischer Muskatnuss war weiter nichts Besonderes, aber Zitronengras, Kokos, Kardamom, Kemirinuss, Koriander, Kreuzkümmel, ja sogar Ingwer und Kurkuma waren noch nie auf dem Feuerschiff gewesen. Das Böckchen schnupperte neugierig.“ (S. 33) Tja… wenn das Böckchen wüsste. Wie die Geschichte weitergeht verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Das Zicklein beginnt bald, den Matrosen nachzulaufen, bringt den Alltag auf dem Feuerschiff gründlich durcheinander und letztlich endet alles anders als gedacht… Thematisch spielen Fieberwahn und wahnhafte Psychose keine kleine Rolle und wir lernen den einsamen und öden, manchmal aufgrund des Wetters auch gefährlichen Alltag der Seemänner auf einem Feuerschiff kennen. Seemänner, die dem Gerede der Leute nach aber gar keine richtigen Seemänner sind: „Die Leute sagen, wir wären hier nicht auf See, weil wir nirgendwo hin fahren…Aber wir sind hier mehr auf See als alle Anderen zusammen. Wir leben auf See, die Anderen sind nur auf dem Wasser zu einem Hafen unterwegs, zu einem Ort, an dem es keine See mehr gibt. Für sie ist die See eine Unterbrechung, für uns ist die See eine Bestimmung.“ (S. 91) Es werden schmerzhafte Kindheitserlebnisse angedeutet. Der Schiffskoch Lammert war, so habe ich mir das zusammengereimt, im Krieg zwischen den Niederlanden und Indonesien (1945-1949) ein kleiner Junge. Aus dieser Zeit stammt wohl das Rezept des oben erwähnten indonesischen Gerichts. Der Seemanns Snoek, der im Laufe der Geschichte wahnhaft wird ist wohl ein unerwünschter und ungeliebter Lehrerssohn. Die Geschichte um Lammert und das Böcklein ist fesselnd und sehr unterhaltsam, manchmal fast witzig, letztlich dramatisch. Die lebendigen Beschreibungen erwecken die Szenen zum Leben, die Bilder und Metaphern sind ausdrucksvoll und die Sprache ist schön und gediegen. Das Feuerschiff Texel existiert übrigens wirklich. Es ist das älteste Feuerschiff der Niederlande und war von 1952 bis 1992 im Dienst. Seither ist es ein Museumsfeuerschiff, das im Museumshafen Willemsoord in Den Helder liegt. Mir hat dieses schmale Bändchen nicht zuletzt wegen seinen überraschenden Wendungen äußerst gut gefallen. Es ist eine um die 100 Seiten kurze, intensive und packende Geschichte, die mich prima unterhielt und mich in eine mir ziemlich fremde Welt entführte.

  • Daniela

    aus Berlin

    5/5

    29.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gleich zweimal gelesen

    Ich habe dieses Büchlein gleich wieder gelesen und ich war angerührt. Sehr plastisch sind für mich alle Umgebungen entstanden und ich konnte mich in die verschiedenen menschlichen Situationen einfühlen.

  • Bewertung

    aus Melk

    5/5

    04.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feuerschiff-Wahnsinn

    Das Versprechen grenzenloser Freiheit, das steckt in einem Schiff. Ein Feuerschiff hingegen wird auf einer Position im Meer fixiert und somit auf die Funktion eines schwimmenden Leuchtturms reduziert. Dienst auf einem Feuerschiff zu leisten ist kein Zuckerschlecken. Das Gefühl des Gefangenseins (und das Bestreben, dieses Unbehagen vor den anderen zu verbergen) wird nahezu unerträglich, wenn Meernebel aufkommt. Die Angst, von einem vorbeifahrenden Schiff gerammt und versenkt zu werden – egal, wie realistisch diese Gefahr ist - lässt die Nerven der Besatzung blank liegen. Mathijs Deen bringt seine Leser auf das Feuerschiff „Texel“. Hier arbeitet Lammert, der Schiffskoch. Er liebt seinen Beruf. Für seine Leute bereitet er wunderbare Gerichte zu, denn er weiß, dass gutes Essen entspannt. Er möchte den Kameraden zumindest für die Dauer der Mahlzeiten ein wenig Druck von der Seele nehmen. Eines Tages holt ihn die Erinnerung an seine Kindheit ein, und an ein javanisches Gericht namens „Gulai Kambing“, ein zartes Ziegencurry. Der einzige Nachteil: man braucht ein „Milch-Zicklein“ als Zutat. Es geht nicht anders: Lammert muss ein sehr junges Tier mit an Bord nehmen. Das ist eigentlich streng verboten, aber auch der Kapitän will seine Mannschaft bei Laune halten. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

  • FCRiki

    5/5

    04.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man muss nichts von der…

    Man muss nichts von der Seefahrt verstehen, um diese Geschichte spannend zu finden. Schon auf den ersten Seiten macht sich ein Hauch salziger Luft bemerkbar, das Gefühl, auf dem Deck eines Schiffs zu stehen und die Mannschaft bei der Arbeit zu beobachten. Es ist keine leichte Arbeit, denn das Versprechen grenzenloser Freiheit, das Schiffe auszeichnet, kann ein Feuerschiff nicht einlösen. Ein Feuerschiff wird auf einer Position im Meer fixiert und zum schwimmenden Leuchtturm. Dienst auf einem Feuerschiff zu leisten bedeutet, das Gefühl des Gefangenseins nicht zu beachten, es vor den anderen zu verbergen. Was nahezu unmöglich wird, wenn Meernebel aufkommt. Die Angst, von einem vorbeifahrenden Schiff gerammt und versenkt zu werden – egal, wie realistisch diese Gefahr ist - lässt die Nerven der Besatzung blank liegen. Mathijs Deen bringt seine Leser auf das Feuerschiff „Texel“. Hier arbeitet Lammert, der Schiffskoch. Er liebt seinen Beruf. Für seine Leute bereitet er wunderbare Gerichte zu, denn er weiß, dass gutes Essen entspannt. Er möchte den Kameraden zumindest für die Dauer der Mahlzeiten ein wenig Druck von der Seele nehmen. Eines Tages holt ihn die Erinnerung an seine Kindheit ein, und an ein javanisches Gericht namens „Gulai Kambing“, ein zartes Ziegencurry. Der einzige Nachteil: man braucht ein „Milch-Zicklein“ als Zutat. Es geht nicht anders: Lammert muss ein sehr junges Tier mit an Bord nehmen. Das ist eigentlich streng verboten, aber auch der Kapitän will seine Mannschaft bei Laune halten. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Streithoff

    L. Streithoff

    Thalia Nordhausen – Marktpassage

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Erzählung, in der Böckchenhufe den Takt angeben

    „Der Schiffskoch“ lässt die Leser in das eintönige Leben auf dem Feuerschiff Texel eintauchen, wo die Besatzung einem monotonen, routinierten Alltag folgt (Ein Feuerschiff ist ein verankertes Schiff, das als Navigationshilfe mit einem Lichtfeuer dient). Der Roman dreht sich hauptsächlich um den verschrobenen Schiffskoch Lammert, der eines Tages ein Ziegenböckchen an Bord bringt, das in den nächsten Eintopf kommen soll: „Gulai kambing“, sagte er, „Ziegencurry, aber von einem Böckchen, das noch nicht entwöhnt ist. Wenn man das einmal gekostet hat, weiß man, wie zart Schmorfleisch sein kann. Das vergisst man nie wieder.“ Doch das liebenswerte Jungtier verändert die Dynamik an Bord und bringt die gewohnten Abläufe durcheinander. Einige Besatzungsmitglieder sehen es als kurzweilige Abwechslung, doch der Matrose Gerrit Snoek meint, in den viereckigen Augen des Böckchens etwas Unheimliches zu erkennen. Als der Schiffskoch erkrankt und dichter Nebel aufzieht, beginnen sich die Spannungen unter den Männern zu entladen – bis zu einem mysteriösen Todesfall.
  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Klein und fein!

    Kleiner, feiner Roman über das Leben und was so schief laufen kan, egal wie gut die Planung ist. Der Koch eines Feuerschiffs hat sich für die nächste Schicht an Bord ein ganz besonderes Essen für seine Manschaft überlegt. Die lebhafte "Hauptzutat" und aufziehender Nebel sorgen jedoch dafür, dass alles anders kommt. Liebenswert mit Humor, dem Können, mit wenigen Worten ganze Welten zu erschaffen, erzählt der Autor eine tragisch-komische Geschichte.
  • Zum Bewerterprofil von Ursula Kallipke

    Ursula Kallipke

    Thalia Erlangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Böckchen an Bord!

    Dieser gerade einmal 108 Seiten umfassende Roman nimmt uns mit an Bord eines Feuerschiffs, dass fest im Meer vor Anker liegt. Die täglichen Highlights für die Mannschaft sind die kulinarischen Ergebnisse aus der Kombüse Ihres Kochs. Als dieser Smutje eines Tages vom Landgang seine Zutaten für einen Ziegenfleisch- Schmortopf lebend, in Form eines Ziegenböckchens, mitbringt, verändert sich einiges an Bord! Denn dieses „Böckchen“ macht seinem Namen alle Ehre und nicht jeder kann sich mit dessen kulinarischer Zukunft anfreunden. Schon der Roman „Unter Menschen“ hat mir sehr gut gefallen. Der Stil, mit dem Deen erzählt, ist faszinierend. „Von umwerfender Lakonie und atmosphärischer Dichte.“ ( SZ über „Unter Menschen“ ) Bei diesem kleinen aber feinen Buch ist ein wenig nautisches Grundwissen nicht von Nachteil! Und das liebevoll gestaltete Cover ist ein absoluter Hingucker, oder?
  • Zum Bewerterprofil von S. Kurewitz

    S. Kurewitz

    Thalia Göttingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Feuerschiff mit Ziegenböckchen

    Nachdem ich mit Mathijs Deens "Holländer" nicht so recht warmgeworden bin, hat mich "Der Schiffskoch" positiv überrascht. Die kurze Erzählung ist gleichsam mystisch und amüsant zu lesen und hätte einzig noch etwas länger sein dürfen. Deen eröffnet genug Seitenpfade, die im Laufe des Buches leider nicht alle bis ins Detail verfolgt werden. Aber vielleicht ist dieses Aussparen von Erklärungen auch genau das, was letzten Endes den Reiz an dem Roman ausmacht. Als Leser fragt man sich unweigerlich, ob das Ziegenböckchen nicht mit höheren Mächten im Bunde ist.
  • Zum Bewerterprofil von S. Heß

    S. Heß

    Thalia Göttingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    18.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein literarisches Kleinod

    Eine literarische Erzählung für alle Liebhaber von maritimen Geschichten. Rau ist die See, hart der Alltag auf dem Feuerschiff Texel in der Nähe von Den Helder. Der Schiffskoch bringt mit seinen ausgefallenen Gerichten etwas Farbe auf das Schiff, dass ewig vor Anker liegt. Ein lebendiges Ziegenböckchen soll nach seinem letzten Landgang für einen ganz besonderen Eintopf dienen, durchkreuzt jedoch die Routine der Crew mit seinem Eigensinn gehörig. Ein kurzweiliges Lesevergnügen.

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