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Schwerer als das Licht Roman

14

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Blessing

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

2,2/13,3/20,5 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-735-8

Beschreibung

Rezension

»ein düster-schönes Märchen. [...] Tanja Raich findet für diese Geschichte im Grenzbereich des menschlichen Lebens eine faszinierende, eine aufwühlende Sprache.« ("NDR Kultur, Alexander Solloch")
»Tanja Raich hat sich mit dem Klimawandel an ein großes Thema herangewagt und einen Roman geschrieben, der nachhaltige Erschütterung erzeugt.« ("Der Standard, Gerlinde Tamerl")
»Tanja Raich malt faszinierende Bilder mit ihren Worten. […] ihre feine Prosa ist gleichzeitig sanft und stilvoll. Ein berauschendes Leseerlebnis – dunkel und elegant wie das Cover.« ("egoFM Buchhaltung, Günter Keil")
»Ein sprachlich beeindruckendes und zugleich düsteres Buch, das die Leser:innen zu einem Verwirrspiel einlädt.« ("ORF, Alexander Bogner")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Blessing

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

2,2/13,3/20,5 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-735-8

Herstelleradresse

Blessing
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • Bewertung

    5/5

    28.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ich, eine Insel, die Anderen und eine sterbende Natur

    Diese Geschichte handelt von einer Frau. Sie lebt auf einer weitgehend einsamen Insel, einem idyllischen Ort, mit einer traumhaften intakten Flora und Fauna, Südseeklima und sehr weit weg, im Norden, einem Menschenstamm. Das Hier und Jetzt, diese Frau, sie erzählt uns davon, ihr Ich erzählt uns von dieser kleinen selbstgeschaffenen? Utopie, die zu etwas ganz anderem werden soll, mit der Zeit. Die Dinge verlieren ihre Balance, die Natur funktioniert nicht mehr. Zuerst sterben die Pflanzen und die existentielle Bedrohung, die ihr Ich fühlt, sie nimmt sehr schnell zu. Es folgt die Verbarrikadierung. die Lebensresourcen werden weniger und wertvoller und alles wird zum Feind, greifbar gemacht durch die Menschenansiedlung, die, so scheint es, doch wohl existiert. Und langsam beginnt die anfängliche Konkretheit, hier einen realen Lebensentwurf, welchen Umständen auch immer geschuldet, vor sich zu haben, zu verschwimmen und es kommen Zweifel auf, an der Interpretation des Geschehens. Ist hiervon irgendetwas real, spielt sich das alles wirklich ab oder ist dies ein Traum, das innere Aufbäumen gegen vielleicht sich selbst, seinem eigenen kranken Geist. Denn was wissen wir schon, außer, dass wir hier zunehmend nichts wissen. Und soll das so sein oder habe ich als Leser nur den Anschluss verloren, abgehängt von der Vision einer Welt, die eins auf jeden Fall bewirkt, Intensität und ein Gefühl von Unsicherheit und Angst. Dieses Buch, die Handlung, ist das hier ein Spiel, mit Worten, mit dem Leser als gedanklich aktivem Gegenpart. Es ist auf jeden Fall grandios anders, kunstvoll in seiner Darstellung und in der literarischen Umsetzung sowieso. Und man selbst, man bleibt zurück, fragend, zweifelnd, verunsichert und auch begeistert, diesem Event beigewohnt zu haben.

  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    28.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ich, eine Insel, die…

    Ein Ich, eine Insel, die Anderen und eine sterbende Natur Diese Geschichte handelt von einer Frau. Sie lebt auf einer weitgehend einsamen Insel, einem idyllischen Ort, mit einer traumhaften intakten Flora und Fauna, Südseeklima und sehr weit weg, im Norden, einem Menschenstamm. Das Hier und Jetzt, diese Frau, sie erzählt uns davon, ihr Ich erzählt uns von dieser kleinen selbstgeschaffenen? Utopie, die zu etwas ganz anderem werden soll, mit der Zeit. Die Dinge verlieren ihre Balance, die Natur funktioniert nicht mehr. Zuerst sterben die Pflanzen und die existentielle Bedrohung, die ihr Ich fühlt, sie nimmt sehr schnell zu. Es folgt die Verbarrikadierung. die Lebensresourcen werden weniger und wertvoller und alles wird zum Feind, greifbar gemacht durch die Menschenansiedlung, die, so scheint es, doch wohl existiert. Und langsam beginnt die anfängliche Konkretheit, hier einen realen Lebensentwurf, welchen Umständen auch immer geschuldet, vor sich zu haben, zu verschwimmen und es kommen Zweifel auf, an der Interpretation des Geschehens. Ist hiervon irgendetwas real, spielt sich das alles wirklich ab oder ist dies ein Traum, das innere Aufbäumen gegen vielleicht sich selbst, seinem eigenen kranken Geist. Denn was wissen wir schon, außer, dass wir hier zunehmend nichts wissen. Und soll das so sein oder habe ich als Leser nur den Anschluss verloren, abgehängt von der Vision einer Welt, die eins auf jeden Fall bewirkt, Intensität und ein Gefühl von Unsicherheit und Angst. Dieses Buch, die Handlung, ist das hier ein Spiel, mit Worten, mit dem Leser als gedanklich aktivem Gegenpart. Es ist auf jeden Fall grandios anders, kunstvoll in seiner Darstellung und in der literarischen Umsetzung sowieso. Und man selbst, man bleibt zurück, fragend, zweifelnd, verunsichert und auch begeistert, diesem Event beigewohnt zu haben.

  • Bewertung

    5/5

    16.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwirrend aber Empfehlenwert

    Eine tropische Insel - am Anfang ist sie das reinste Paradies, alles blüht und überall sind Tier. Unsere Protagonistin strandet auf der Insel lebt sich aber schnell ein und baut sich dort ihr Leben auf. Immer wieder ist die Rede von ,anderen‘ sie scheinen sie anzugreifen und sogar zu Töten wollen. Man erlebt die einzelnen Phasen und Gefühle von ihr mit und kann sich richtig gut in die Geschichte reinführen. Die Geschichte wechselt mal erzählt die Protagonistin selbst mal wird die Geschichten vom personellen Erzähler erzählt, zusätzlich wechselt die Geschichte immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Handlung ist nicht ganz klar immer wieder muss man sich Lücken in der Handlung selbst füllen. Manchmal ist die Geschichte ein bisschen verwirrend aber genau das ist so besonders an ihr. Tanja Raich schreibt so wunderbar und zieht einen mit ihren simplen Sätzen so sehr in den Bann das man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Es ist toll das manche Kapitel so geschrieben sind als wären sie Gedankengängen der Protagonistin oder als wären sie eine Art Tagebuch von ihr. Ganz Tolles Buch, wer sich auch gerne in Geschichten reindenkt ist hier genau richtig! Viel Spaß beim Lesen.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    08.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Natur und Wahnsinn

    Eine Frau lebt allein auf einer tropischen Insel, in einer Hütte, die sie sich langsam zu einer Festung umbaut. Wie sie dorthin gekommen ist, was vorher war, wissen wir nicht. Wir erleben nur ihren Niedergang, sowohl den der Frau als auch den der Insel. Die Natur stirbt, alles verwelkt, wird schwarz, die pflanzliche Nahrung verschwindet. So bleibt nur, sich gegenseitig aufzufressen, Tiere zu jagen, zu töten, bevor frau selbst getötet wird. Doch ganz allein ist die Frau nicht, auf der anderen Seite der Insel, im Norden, durch eine Grenze aus Bambusstöcken getrennt, leben die anderen, vor denen die Protagonistin sich fürchtet, obwohl sie früher einmal mit einem von ihnen zusammengelebt hat. „Die im Norden sagen, dass der Untergang lange schon feststeht. In den Sternbildern steht es geschrieben: Zuerst stirbt der Wald, dann die Tiere, das Meer, der Mensch.“ Selten habe ich einen Text gelesen, der ein derartig beklemmendes Gefühl in mir ausgelöst und gleichzeitig eine so unzuverlässige Erzählerin hat. Passagen in der ersten Person wechseln sich mit welchen ab, die in der dritten Person von einer Zeit vor dem Verfall erzählen. Doch wer oder was löst sich hier auf, die Erzählerin oder die Umwelt? Beide Interpretationen sind möglich, immer schwingt mit, dass alles ganz anders sein könnte, dass sich alles vielleicht nur im Kopf der Erzählerin abspielt. Die Angst ist spürbar, sie lähmt und lässt nicht mehr klar denken. Tanja Raich hat einen Roman geschrieben, der zugleich Dystopie und Wahn ist, der Grenzen auflöst und eine Welt zeigt, die dem Untergang geweiht ist, weil sie die Gemeinschaft vergessen hat. Doch so schrecklich das unvermeidbare Ende auch sein mag, es stellt sich immer die Frage, wer oder was Schuld daran hat und ob es aufzuhalten wäre, wenn die Bewohner:innen zusammenhalten würden. Und ob ein Untergang nicht gleichzeitig ein Neuanfang sein kann. Nur vielleicht einer ohne uns Menschen. Dieser Roman ist vermutlich nicht für jede:n etwas, aber wer sich auf einen verstörenden Text mit vielen Interpretationsmöglichkeiten einlassen kann, wird mit poetischer Sprache und dystopischen Szenarien belohnt. Ich fand ihn jedenfalls großartig.

  • Desiree Buchwald

    aus Wanne-Eickel

    5/5

    01.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grauen im Paradies

    Eine Frau lebt auf einer Insel. Dort hat sie sich eine Festung gebaut, um sich vor dem Außen zu schützen, vor den Gefahren direkt vor der Tür und vor denen, die im Norden leben. Doch dann stirbt die Insel. Die Farben der Pflanzen werden schwächer, die Blätter schwarz. Die Tiere verstummen und fangen an sich gegenseitig zu fressen. Die Trommeln der Anderen umkreisen sie. Das Meer spült tote Fische und Wale an den Strand, auch das Meer stirbt. Die Sterne fallen vom Himmel; Geister streifen über die Insel. Und die Frau scheint langsam den Verstand zu verlieren. „Schwerer als das Licht“ von Tanja Raich ist speziell. Die Handlung ist verworren, verwirrend, man kann ihr schwer folgen. Erst berichtet die Protagonistin in kurzen Absätzen selbst von ihren Eindrücken, danach folgt immer eine Erzählstimme. Beides hängt zusammen, aber ist auch verschieden. In kurzen Sätzen versteht Tanja Raich eine ganze Menge zu verpacken: Eindrücke, Gefühle, Ahnungen, Bilder, die sich zwar zu einem Ganzen erschließen, aber doch schwer fassbar sind. Der Roman ist eine Dystopie. Es geht um den Untergang der Welt, allerdings auf leisen Sohlen, bis in einem Gewaltakt die Sterne vom Himmel stürzen und alles stirbt. Für mich ist eindeutig, was Tanja Raich mit ihrem Roman aussagen will: dass wir darauf achten sollen, wie wir mit unserer schönen Erde umgehen. Dass wir es selbst in der Hand haben, dass wir uns selbst für Brutalität entscheiden können, aber auch aufpassen müssen, dass der Hass Anderer uns nicht überrollt. So habe ich es zumindest verstanden. Denn das ist das besondere an diesem Buch: es erzählt uns eine Geschichte, die interpretiert werden kann und soll, auf völlig individueller Weise. Keine leichte Kost, gewalttätig, brutal, aber auch sprachgewaltig und grandios, wenn man sich darauf einlässt.

Kundinnen und Kunden meinen

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