Produktbild: Blautöne

Blautöne Roman

12

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Simon & Schuster

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1808 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Blå toner

Übersetzt von

Franziska Hüther

Sprache

Deutsch

EAN

9783446275393

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Simon & Schuster

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1808 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Blå toner

Übersetzt von

Franziska Hüther

Sprache

Deutsch

EAN

9783446275393

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  • Gertie G.

    aus Wien

    4/5

    02.04.2023

    eBook (ePUB)

    Eine Pille gegen Trauer?

    Dieser Roman beschäftigt sich mit der Frage, ob man gegen alles Unangenehme ein Medikament schlucken muss. Hier im Konkreten gegen die Trauer. Als Elisabeth ihren kleinen Sohn verliert, verliert sie sich selbst in ihrer Trauer. Quasi als Therapie entwickelt sie ein Medikament, das jedoch schwere Nebenwirkungen hat: Es lindert nicht nur die Trauer, sondern lässt auch alle anderen Gefühle verkümmern. Ob es für diese Pillen dennoch eine Zulassung geben wird? Meine Meinung: Wer hier einen gefühlvollen Roman erwartet, wird ein wenig enttäuscht werden, denn es geht stellenweise ziemlich technisch zu. Nämlich dann, wenn der Zulassungsprozess eines neuen Medikamentes geschildert wird. Das hat mir als Technikerin recht gut gefallen. Die Antitrauer-Pille ist eine Droge wie Alkohol oder bereits bekannte Psychopharmaka, die Menschen in Abhängigkeit stürzt und nebenbei alle anderen Gefühle unterdrückt. Trauer ist ein Prozess, der in der heutigen Welt gerne unterdrückt bzw. weggewischt wird. Unsere Vorfahren haben mit ihren Ritualen wie Volltrauer, die dann in Halbtrauer übergegangen ist und durch diverse Bekleidungsvorschriften (vor allem für Frauen), langsames Abschiednehmen von einem geliebten Menschen ermöglicht. Der Schreibstil ist ausgereift und die Charaktere gut herausgearbeitet. Fazit: "Blautöne“ ist ein gesellschaftskritischer Unterhaltungsroman von beängstigender Aktualität, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

  • Newspaper

    aus Wachtendonk

    3/5

    27.02.2023

    eBook (ePUB)

    Kummer, Trauer und die Rettung?

    Inhalt: „Was wird aus dem Schmerz über einen großen Verlust, wenn wir ein Heilmittel dafür erfinden? Als Elizabeth ihren Sohn verliert, wendet sie all ihre Energie auf, um ein Medikament gegen die Trauer zu entwickeln. Doch kurz vor der Zulassung stellt sich heraus, dass dieses Medikament unheimliche Nebenwirkungen hat: Es lindert nicht nur Trauer, sondern lässt auch alle anderen Gefühle verkümmern. Wie bereits in „Agathe“ erzählt Anne Cathrine Bomann von der Wichtigkeit, die tiefe Gefühle und menschliche Nähe für unsere Seele haben. Und dass unser Glück nur dann in allen Facetten schillern kann, wenn wir auch der Trauer ihren Raum geben.“ Schreibstil/Art: In diesem Roman habe ich damit gerechnet, dass die trauende Mutter Elizabeth dem Leser/der Leserin ihr Leid offenlegt. Dass sie ihre Sorgen, ihre Gedanken und ihre Art mit der Trauer umzugehen, mit dem Leser teilt. Aber leider war mir genau dieser Einblick zu wenig gewährt, denn größtenteils kommen einige der Wissenschaftler:innen über den Entstehungsprozess dieses Medikamentes und die Nebenwirkungen zu Wort. Dies fand ich ein wenig enttäuschend, denn ich hatte gehofft, dass mich Elizabeths Gefühle berühren, mein Herz ergreifen und das Medikament, ich sag mal, die zweite Rolle spielt. Hier waren die Rollen eher vertauscht. Schade. Fazit: Die Idee finde ich faszinierend und einzigartig. Wie hilfreich und problemlösend wäre es denn, wenn es wirklich dieses eine Medikament gäbe? Wie „einfach“ man die Trauer bewältigen könnte. Ich stellte mir also einen tiefsinnigen Roman vor und weniger die Beschreibungen rund um das Thema Medikamentenzulassung. Deshalb hält sich meine Begeisterung leider in Grenzen und ich kann das Buch nur beschränkt weiterempfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    12.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wohin mit der Trauer?

    Eine Mutter verliert ihren 5-jährigen Sohn und erfindet daraufhin eine Tablette, welche die Trauer bzw. eine anhaltende Trauerstörung unterdrücken soll. Jedoch haben die Tabletten eine Nebenwirkung. Es wird nicht nur die Trauer gelindert, sondern auch alle anderen Gefühle verstummen sogar die, welche man vorher mit seinen Liebsten in Verbindung gebracht hat. Ist dieser Preis es wert, seine Trauer loswerden zu können? Wortgewaltig, empathisch und absolut nahbar schreibt Anne Cathrine Bomann über tiefe Gefühle und große Verluste. Die Geschichte ist aus vier verschiedenen Perspektiven geschrieben: Einmal aus der Perspektive von Elisabeth, der Mutter und Chemikerin, welche die Tablette erfunden hat, Thorsten, welcher Professor für Psychologie an der Universität ist und den Nebenwirkungen auf den Grund geht und aus den Perspektiven zweier seiner Studentinnen Shadi und Anna, welche "Trauer" als Thema für ihre Masterarbeit gewählt haben. Durch die vier Perspektiven ist die Geschichte schnelllebig und man bekommt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Figuren und baut sofort ein Verhältnis zu den Charakteren auf. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft 2024 und hat somit ein kleines bisschen was von Science Fiction und stellt aber auch gleichzeitig in Aussicht wie sich unsere Pharmazie weiterentwickeln könnte. Ein absolut grandioser Roman, welchen ich jeden ans Herzen legen würde!

  • Bewertung

    5/5

    07.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauer tut weh und würde vielleicht...

    Trauer tut weh und würde vielleicht nicht so schmerzen, wenn wir nicht mehr so tief lieben würden, Beziehungen nicht so tief wären. Aber wer würde, um aus dem Schmerz herauszufinden, auf all das verzichten? Spannend und elementar.

  • Ingrid

    aus Erkelenz

    5/5

    06.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachdenklich stimmender Roman zum Thema "Anhaltende Trauer"

    Im Roman „Blautöne“ nimmt die Dänin Anne Cathrine Bomann sich des interessanten Themas an, ob es gegen anhaltende Trauer ein Medikament geben sollte. Der Titel ist eine Anspielung auf die Blue Notes in der Musik, die sich meist im Blues in drei unterschiedlichen Tonstufen Ausdruck finden und auch als traurige Noten bezeichnet werden. In der Erzählung stehen die Blautöne in Bezug auf die Abweichungen von den Normalwerten innerhalb einer Skala, die beachtenswert sein sollten, aber aus Gründen lieber unberücksichtigt bleiben, weil sie den Durchschnitt verzerren. Thorsten Gjeldsted ist Psychologieprofessor an der Universität Aarhus und Leiter eines Teams, dass ein kurz vor der Zulassung stehendes Trauermedikament einer Feldstudie unterzieht. Das Pharmaunternehmen rechnet mit einem großen Erfolg des Arzneimittels. Nach Vorlage einer Statistik fallen Thorsten Werte auf, die einen Zusammenhang zeigen zwischen der Verbesserung des Gemütszustands der Probanden und der Abnahme ihrer Empathie. Die Besorgnis von Elisabeth Nordin wächst zusehends, weil sie um die Schwächen des Medikaments weiß. Sie ist Forschungsleiterin des Pharmaherstellers und hat das Medikament selbst erprobt, ohne das andere davon wissen. Es beginnt ein spannender Wettlauf mit der Zeit, ob die Arznei eine Zulassung erhält. Anne Cathrine Bomann verpackt das Für und Wider, anhaltende Trauer durch die Einnahme eines Medikaments zu lindern, in eine ansprechende Geschichte. Die Autorin arbeitet als Psychologin und jederzeit hatte ich das Gefühl, sie weiß, wovon sie schreibt, eventuell auch aufgrund eigener Erfahrung und Kenntnis. Es gelingt ihr die Vermittlung an den Lesenden auf verständliche Weise. Neben Thorsten und Elisabeth stellt sie außerdem die beiden Studentinnen Anna und Shadi in den Fokus, die sich in der Phase des Schreibens ihrer Masterarbeit befinden. Im Laufe des Lesens erfuhr ich mehr über die psychischen Probleme der beiden und darüber, wie sie diese auf sehr unterschiedliche Weise verarbeiten. Auch hierbei wird das den Roman überlagernde Thema des Nutzens einer Medikation aufgeworfen. Zu Beginn der Geschichte erzählt Anne Cathrine Bomann aus welchem Grund Elisabeth auf die Idee kam, eine Arznei gegen pathologische Traurigkeit zu erforschen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich Verständnis für die Figur aufbringen, doch ihre Handlungen ließen ihre Sympathiepunkte bei mir zusehends schwinden. Dennoch ist eine solche Entwicklung realistisch vorstellbar. Die Protagonistin verkörpert nachvollziehbar die Sichtweise der Pharmazie. Der Roman „Blautöne“ von Anne Cathrine Bomann hat mich begeistert aufgrund der unaufdringlichen Argumentation, ob und wann ein Arzneimittel hilfreich ist. Gleichzeitig zeigt sie beispielhaft auf, wie wichtig es ist, Gefühle zuzulassen. Sie findet mit ihrem Schreibstil genau den passenden Ton einer konstruktiven Auseinandersetzung, ohne sich selbst fest zu positionieren. Ihre Figuren überzeugen durch ihre Realitätsnähe. Das Thema des Buchs ließ mich nach dem Lesen nachdenklich zurück. Sehr gerne empfehle ich es weiter.

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    Florian Beck

    Thalia Sulzbach – Main-Taunus-Zentrum

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    5/5

    08.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Muss Trauer pathologisiert werden?

    Der Roman "Blautöne" von Anne Cathrine Bomann hat mir ausnehmend gut gefallen. Die Autorin, die auch als Psychologin arbeitet und sich daher bestens mit dem im Roman vorgestellten Thema auskennt, beschreibt eindringlich, welche Auswirkungen Trauer hat und wie einschneidend dieses Gefühl in die Lebenswirklichkeit ihrer Figuren eingreift. Im Vordergrund des Buchs steht allerdings die Einführung eines Medikaments, welches Trauer unterdrücken soll. Als unschöne Nebenwirkungen auftreten, beginnt eine Gruppe von Studenten zu recherchieren. Darf dieses Medikament auf den Markt kommen oder muss dies im letzten Moment verhindert werden. Zum Ende hin liest sich der Roman wie ein spannender Recherche-Thriller, der mich wirklich gepackt und begeistert hat. Ein empfehlenswertes Buch.

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