Spitzweg
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Eckhart Nickel

1. Spitzweg

Spitzweg

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Beschreibung

Details

Medium

CD

Sprecher

Andreas Hutzel

Spieldauer

7 Stunden und 3 Minuten

Erscheinungsdatum

09.08.2022

Beschreibung

Rezension

»'Spitzweg' ist die Geschichte einer frühen Liebe, ein literarisches Vexierspiel und ein Bildungsroman, der das Zauberhaft-Verrückte der Romantik in unsere kontrollbesessene Gegenwart holt ... Eckhart Nickel ist ein fantastischer Erzähler!« Niklas Maak

Details

Medium

CD

Sprecher

Andreas Hutzel

Spieldauer

7 Stunden und 3 Minuten

Erscheinungsdatum

09.08.2022

Verlag

Speak low

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674182

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Eckhart Nickel - Spitzweg

BücherBummler am 30.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger ist der namenlose Ich-Erzähler heimlich in seine Klassenkameradin Kirsten verliebt. Darum ist er, als diese von der Kunstlehrerin so gekränkt wird, dass sie aus der Klasse rennt, gleich dabei, als der neue charismatische Mitschüler Carl beschließt, dass Kirsten gerächt werden muss. Carls Plan beinhaltet, Kirsten bei sich zu verstecken und den Eindruck zu erwecken, der Kommentar der Lehrerin hätte sie womöglich in den Selbstmord getrieben. Doch dann verschwindet Kirsten aus dem Versteck und aus der gespielten wird eine echte Suche. „Spitzweg“ von Eckhart Nickel hat mich in vielfältiger Hinsicht verwirrt. Da wäre zum einen die Sprache, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint. Rein von ihrem Klang her wäre Carl als erstes in Form eines junger Stutzers aus besserem Hause vor meinem inneren Auge erschienen. Einem intelligenten, aber besserwisserischen jungen Mannes, der durch die Salons des 19. Jahrhunderts schlendert, und seine Zuhörer amüsiert oder entsetzlich nervt. Aber man findet schon bald heraus, dass sich nicht nur Carl, dem man es noch zugetraut hätte, dieses Tonfalls bedient, sondern schlicht jede Figur des Romans über das gleiche Maß an antiquiertem Wortschatz und, zu meinem großen Erstaunen, einem beeindruckenden Grundwissen auf allen Kunstgebieten, zu verfügen scheint. Und sich diesen ununterbrochen bedient. Ein anderes Rätsel ist das permanente Gefühl, sich in einer surrealen Atmosphäre zu bewegen, ohne dass etwas in letzter Konsequenz surreales passieren würde. Sicher liegt es zum einen an der oben schon erwähnten Ausdrucksweise, aber auch an den Situationen und den Verhaltensweisen der Handelnden an sich, die einem nur selten ein Gefühl von Realitätsnähe geben. Und dann wäre da die Handlung, die völlig im stilistischen Enigma versinkt. Man könnte meinen, der Autor hätte vor lauter Auslebung seiner künstlerischen Ader vergessen, was er eigentlich erzählen wollte. Für den Stringenz liebenden Leser, wie ich einer bin, kein leichtes Spiel. In der Konsequenz habe ich das Buch mit gespannter Begeisterung begonnen, um am Ende ernüchtert, irritiert und leicht gelangweilt zurückzubleiben. Wenn dieser Roman ein symbolisches Rätsel war, dann hat es bei mir nicht den Ehrgeiz, es zu lösen, wach kitzeln können. Ich war nicht mal in der Lage, die angekündigte „Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft“ zu entdecken. Was ich allerdings entdeckt habe, ist ein Interesse für Spitzwegs Werk. So gesehen war die Zeit, die der Roman und ich zusammen verbracht haben, dann doch keine ganz verlorene Liebesmüh. Nickel hat mir nicht nur die Augen für noch unentdeckte Kunstbereiche geöffnet, er hat auch meinen Respekt als Schriftsteller. Zwar konnte ich mit der Diskrepanz zwischen oder dem Spiel mit Schein und Sein nicht umgehen, aber andere Leser werden gerade das sicher zu schätzen wissen. Eine Nominierung für die Shortlist des Deutschen Literaturpreises kriegt man ja auch nicht grundlos.

Eckhart Nickel - Spitzweg

BücherBummler am 30.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger ist der namenlose Ich-Erzähler heimlich in seine Klassenkameradin Kirsten verliebt. Darum ist er, als diese von der Kunstlehrerin so gekränkt wird, dass sie aus der Klasse rennt, gleich dabei, als der neue charismatische Mitschüler Carl beschließt, dass Kirsten gerächt werden muss. Carls Plan beinhaltet, Kirsten bei sich zu verstecken und den Eindruck zu erwecken, der Kommentar der Lehrerin hätte sie womöglich in den Selbstmord getrieben. Doch dann verschwindet Kirsten aus dem Versteck und aus der gespielten wird eine echte Suche. „Spitzweg“ von Eckhart Nickel hat mich in vielfältiger Hinsicht verwirrt. Da wäre zum einen die Sprache, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint. Rein von ihrem Klang her wäre Carl als erstes in Form eines junger Stutzers aus besserem Hause vor meinem inneren Auge erschienen. Einem intelligenten, aber besserwisserischen jungen Mannes, der durch die Salons des 19. Jahrhunderts schlendert, und seine Zuhörer amüsiert oder entsetzlich nervt. Aber man findet schon bald heraus, dass sich nicht nur Carl, dem man es noch zugetraut hätte, dieses Tonfalls bedient, sondern schlicht jede Figur des Romans über das gleiche Maß an antiquiertem Wortschatz und, zu meinem großen Erstaunen, einem beeindruckenden Grundwissen auf allen Kunstgebieten, zu verfügen scheint. Und sich diesen ununterbrochen bedient. Ein anderes Rätsel ist das permanente Gefühl, sich in einer surrealen Atmosphäre zu bewegen, ohne dass etwas in letzter Konsequenz surreales passieren würde. Sicher liegt es zum einen an der oben schon erwähnten Ausdrucksweise, aber auch an den Situationen und den Verhaltensweisen der Handelnden an sich, die einem nur selten ein Gefühl von Realitätsnähe geben. Und dann wäre da die Handlung, die völlig im stilistischen Enigma versinkt. Man könnte meinen, der Autor hätte vor lauter Auslebung seiner künstlerischen Ader vergessen, was er eigentlich erzählen wollte. Für den Stringenz liebenden Leser, wie ich einer bin, kein leichtes Spiel. In der Konsequenz habe ich das Buch mit gespannter Begeisterung begonnen, um am Ende ernüchtert, irritiert und leicht gelangweilt zurückzubleiben. Wenn dieser Roman ein symbolisches Rätsel war, dann hat es bei mir nicht den Ehrgeiz, es zu lösen, wach kitzeln können. Ich war nicht mal in der Lage, die angekündigte „Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft“ zu entdecken. Was ich allerdings entdeckt habe, ist ein Interesse für Spitzwegs Werk. So gesehen war die Zeit, die der Roman und ich zusammen verbracht haben, dann doch keine ganz verlorene Liebesmüh. Nickel hat mir nicht nur die Augen für noch unentdeckte Kunstbereiche geöffnet, er hat auch meinen Respekt als Schriftsteller. Zwar konnte ich mit der Diskrepanz zwischen oder dem Spiel mit Schein und Sein nicht umgehen, aber andere Leser werden gerade das sicher zu schätzen wissen. Eine Nominierung für die Shortlist des Deutschen Literaturpreises kriegt man ja auch nicht grundlos.

Kunst und Leben

Bewertung am 25.09.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auch dieser Titel hat es ins finale des deutschen Buchpreises geschafft. Es ist eine Dreiecksgeschichte, die schon in der Schulzeit beginnt, zwischen dem namenlosen Erzähler ( kein Kunstfreund), Carl ( Caspar David Friedrich Fan) und Kirsten ( künstlerisch begabt). Und es geht viel um Kunst und um freundschaft. Drei personen, drei Individualitäten sehr besonderer Art. aber es verbindet sie trotz allem, die Kunst. Doch reicht das für den Buchpreis? Das Buch hat einige gute Phasen, aber auch längen. Möge die KunstMacht mit ihm sein.

Kunst und Leben

Bewertung am 25.09.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auch dieser Titel hat es ins finale des deutschen Buchpreises geschafft. Es ist eine Dreiecksgeschichte, die schon in der Schulzeit beginnt, zwischen dem namenlosen Erzähler ( kein Kunstfreund), Carl ( Caspar David Friedrich Fan) und Kirsten ( künstlerisch begabt). Und es geht viel um Kunst und um freundschaft. Drei personen, drei Individualitäten sehr besonderer Art. aber es verbindet sie trotz allem, die Kunst. Doch reicht das für den Buchpreis? Das Buch hat einige gute Phasen, aber auch längen. Möge die KunstMacht mit ihm sein.

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Tobias Groß

Thalia Leipzig

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3/5

Willkommen in einer Kunstwelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fast könnte man beim Lesen dieses Romans denken, dass wir uns nicht im 21. Jahrhundert, sondern in Zeiten der Hochromantik befinden. Der Grund dafür ist jedoch nicht Geschichte, schließlich spielt diese in unseren Tagen. Vielmehr ist es die Sprache, welche Eckhart Nickels »Spitzweg« auszeichnet und auf eine gewisse Art und Weise besonders macht. Allerdings nicht im positiven Sinne. Damit ein Roman gut wird, braucht es vor allem eine Geschichte, denn Sprache allein reicht einfach nicht. Eckhart Nickel erzählt in »Spitzweg« die Story eines aus der Zeit gefallenen Trios, welches in einer grenzwertigen Abneigung des Hier und Jetzt vereint ist und in einer Kunstwelt lebt. Um sich an ihrer Kunstlehrerin (die der Generation der 68er angehört) für eine Ungerechtigkeit zu rächen, täuschen die drei ein Verschwinden vor - das schlussendlich mit Pauken und Trompeten scheitert und in einem “dramatischen” Finale ein Ende findet. Mehr geschieht nicht. »Spitzweg« ist ein Bildungsroman, der eindeutig von seiner schwülstig-romantischen Sprache lebt und dessen (schwache) Handlung einen zwiespältigen Nachgeschmack hinterlässt. Einerseits ragt dieser Roman aufgrund seiner allgemeinen Originalität aus der Masse der zeitgenössischen Literatur heraus, andererseits werden sich viele Leser:innen fragen, in welch geistige Sphären sie bei der Lektüre eingetaucht sind. Eine Erklärung werden wohl die Allerwenigsten finden. »Spitzweg« ist eine auf die Wahrhaftigkeit der Kunst fixierte Abrechnung mit der Moderne, welches sich in vergangene Zeiten zurückwünscht. Die so jedoch nie existiert haben.
3/5

Willkommen in einer Kunstwelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fast könnte man beim Lesen dieses Romans denken, dass wir uns nicht im 21. Jahrhundert, sondern in Zeiten der Hochromantik befinden. Der Grund dafür ist jedoch nicht Geschichte, schließlich spielt diese in unseren Tagen. Vielmehr ist es die Sprache, welche Eckhart Nickels »Spitzweg« auszeichnet und auf eine gewisse Art und Weise besonders macht. Allerdings nicht im positiven Sinne. Damit ein Roman gut wird, braucht es vor allem eine Geschichte, denn Sprache allein reicht einfach nicht. Eckhart Nickel erzählt in »Spitzweg« die Story eines aus der Zeit gefallenen Trios, welches in einer grenzwertigen Abneigung des Hier und Jetzt vereint ist und in einer Kunstwelt lebt. Um sich an ihrer Kunstlehrerin (die der Generation der 68er angehört) für eine Ungerechtigkeit zu rächen, täuschen die drei ein Verschwinden vor - das schlussendlich mit Pauken und Trompeten scheitert und in einem “dramatischen” Finale ein Ende findet. Mehr geschieht nicht. »Spitzweg« ist ein Bildungsroman, der eindeutig von seiner schwülstig-romantischen Sprache lebt und dessen (schwache) Handlung einen zwiespältigen Nachgeschmack hinterlässt. Einerseits ragt dieser Roman aufgrund seiner allgemeinen Originalität aus der Masse der zeitgenössischen Literatur heraus, andererseits werden sich viele Leser:innen fragen, in welch geistige Sphären sie bei der Lektüre eingetaucht sind. Eine Erklärung werden wohl die Allerwenigsten finden. »Spitzweg« ist eine auf die Wahrhaftigkeit der Kunst fixierte Abrechnung mit der Moderne, welches sich in vergangene Zeiten zurückwünscht. Die so jedoch nie existiert haben.

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3/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch, im Irgendwas zwischen besonders und sonderbar, ich musste mich erstmal einlesen. Ansichten aus der Kunst und Zitate aus der Weltliteratur ergänzen die Geschichte wunderbar. Ich fand es stellenweise etwas wirr, aber das Buch wird seine Leser und Liebhaber finden.
3/5

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Das Buch, im Irgendwas zwischen besonders und sonderbar, ich musste mich erstmal einlesen. Ansichten aus der Kunst und Zitate aus der Weltliteratur ergänzen die Geschichte wunderbar. Ich fand es stellenweise etwas wirr, aber das Buch wird seine Leser und Liebhaber finden.

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