Produktbild: Der beste Beweis bist du selbst

Der beste Beweis bist du selbst Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024!

18

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Verlag

Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/3,8 cm

Gewicht

630 g

Farbe

Aubergine

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

TJ Powar has something to prove

Übersetzt von

Meritxell Janina Piel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03880-063-7

Beschreibung

Rezension

"In ihrem Debüt präsentiert Jesmeen Kaur Deo eine schonungslose, gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Genderrollen, Selbstwert, Eigen- und Fremdwahrnehmung. Sie verbindet die differenziert geführte Schönheitsdebatte mit einem phänomenalen Leseerlebnis, das ein Nachdenken befeuert. Meritxell Janina Piel ist hinsichtlich TJs Gefühlslebens eine lebendige Übersetzung gelungen." - Aus der Jurybegründung der Jugendjury zur Nominierung in der Sparte Jugendjury ("Deutscher Jugendliteraturpreis")
"Unbedingt zu empfehlen für alle, die mit sich und der Welt zweifeln – oder die glauben, bereits alles zu wissen oder das Thema unnötig finden (also für alle!!!)" - Jugendbuchclub Altenburg Club der anonymen Bookoholiker ("AJuM - AG Jugendliteratur und Medien der GEW")
"Die Autorin erzählt interessant und unterhaltsam von Selbstakzeptanz, Selbstbewusstsein und gesellschaftlichen Schönheitsnormen." - Anna Winkler-Benders, Buchprofile/medienprofile ("Buchprofile/medienprofile")
"Was es heißt, sich von Schönheitsnormen zu lösen, zeigt diese kluge, romantische Highschool-Komödie. Ein mitreißendes Debüt." - Börsenblatt-Bestenliste Leselotse Mai 2023 ("Börsenblatt")
"Autorin Deo greift das schambehaftete Tabuthema behutsam und sensibel in einer romantischen Highschool-Komödie auf." - Beate Schräder, Westfälische Nachrichten ("Westfälische Nachrichten")
"[Deo] setzt spritzige und reflektierende Dialoge und erzeugt Spannung bis zur letzten Seite." - Renate Schattel, ekz-Bibliotheksservice ("ekz.bibliotheksservice")
"Eine schöne Lovestory und zusätzlich ein cooler Beitrag zur aktuellen Schönheitsdebatte. Sehr authentisch erzählt, mit allen Selbstzweifeln und Unsicherheiten, die das Thema so mit sich bringt." - Simone Sohn, 1LIVE ("1Live")
»Anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es ist unbeirrbar ehrlich, authentisch und im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dem Körperbild erfrischend direkt.« Adiba Jaigirdar, Autorin von "The Henna Wars" ("Zitatgeber*in")
»In ihrem ergreifenden Debüt schenkt Deo uns eine erfrischende Sichtweise auf ein altbekanntes Thema [...].« Publishers Weekly, starred review ("Publishers Weekly")
»Voller Humor, Romantik und liebenswert lustigen Charakteren. Für Fans von Highschoolgeschichten ein absolutes Muss und eine Erinnerung daran, dass manche Menschen immer hinter einem stehen – egal, wie haarig es auch sein mag.« Kirkus Reviews ("Kirkus Reviews")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Verlag

Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/3,8 cm

Gewicht

630 g

Farbe

Aubergine

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

TJ Powar has something to prove

Übersetzt von

Meritxell Janina Piel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03880-063-7

Herstelleradresse

Zeitfracht GmbH
Ferdinand-Jühlke-Str. 7
99095 Erfurt
DE

Email: kas-va@kolibri360.de

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Sowas haben wir gebraucht

fuddelknuddel am 13.06.2023

Bewertungsnummer: 1960355

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der beste Beweis bist du selbst. Der beste Beweis für die These, dass dein Äußeres nicht das Kriterium sein sollte, nach dem andere sich ein Bild von dir machen. Dass man respektiert und geliebt werden kann und sollte, unabhängig davon wie man aussieht. Ob man größer oder kleiner, dicker oder dünner, oder eben behaarter ist als andere, so wie TJ, man verdient es nicht, verurteilt zu werden. Man ist wertvoll, genau wie alle anderen. Das sind alles Wahrheiten, die ganz selbstverständlich für uns Menschen sein sollten. Derer sich viele wohl auch bewusst sind, die man aber nicht immer sofort beherzigen und leben kann. TJ's Geschichte zeigt deutlich, wie schwer es ist, sich von den Erwartungen, die die Gesellschaft an das Aussehen von Menschen hat, zu lösen, auch als selbstbewusste Person. Wie viel Mühe und Kraft es kostet, sich nicht vom Strom mitreißen zu lassen, sondern gegen an zu schwimmen. Die Protagonistin TJ Powar ist für mich ein riesiges Vorbild. Als behaarte Frau wird man von der Gesellschaft automatisch als weniger weiblich wahrgenommen, es wird erwartet, dass man sich stets glatt und haarlos zeigt. Gender wird in diesem Buch als fragiles Konstrukt beschrieben, was von der breiten Masse an verschiedenste Bedingungen geknüpft ist, vorwiegend äußerlicher Natur. Und das trifft es in meinen Augen auf den Punkt. So kommt es dann, dass TJ nach ihrem eigentlich sehr mutigen Entschluss, sich nicht weiter zu enthaaren, zunehmend mit negativer Aufmerksamkeit und fiesen Kommentaren konfrontiert ist, die sie ins Wanken bringen. Diesen Prozess mit ihr zu durchleben, von der ersten Entschlossenheit über die Zweifel, die ständig geschürt werden bis hin zum Finale, war hochgradig emotional. TJ's Gefühle und Gedanken wurden zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar wiedergegeben, man ist nah bei ihr und dadurch ein Teil dieser intensiven Geschichte. Genau so soll es in meinen Augen sein, wenn man eine Story mit so einer wichtigen Message zur Body Positivity liest. TJ erzählt schonungslos ehrlich, was in ihr vorgeht. Dabei reflektiert sie sich, ihr Verhalten und das Verhalten anderer, seien es Mitschüler:innen, Freunde oder Familie, über das Buch hinweg so gekonnt, dass ich sie nur bewundern kann. Natürlich macht auch sie Fehler, das gehört zum Prozess dazu. Aber alles in allem macht sie eine persönliche Entwicklung durch, die ich vielen Figuren in ihrem Alter nicht auf diese Weise zutrauen würde. Dazu trägt auch bei, dass sie durch ihre Erfahrung im Debattieren über ein Geschick für Sprache verfügt, das mich nach einer ihrer eindringlichsten Ansprachen am Ende des Buches sprachlos und mit Tränen in den Augen zurückgelassen hat. Das Debattieren zieht sich als kontinuierliches Motiv durch das ganze Buch. Bisher hatte ich mich damit noch nicht weiter auseinandergesetzt und es eher als amerikanisch-kanadisches Ding abgestempelt und war dann ganz erstaunt, dass ich die Wettbewerbe, die hier öfter eine Rolle spielen, mich keineswegs langweilten, sondern ich von der Redegewandtheit der Schüler:innen unglaublich beeindruckt war. Auch Charlie, TJ's ärgster Konkurrent, spielt eine große Rolle in TJ's persönlicher Debatte um ihre Haare. Anfangs kann man die Feindschaft zwischen den beiden förmlich greifen, doch je mehr Zeit man in Charlies Anwesenheit verbringt, desto wohler fühlt man sich bei ihm, so ging es mir zumindest. Er ist scharfsinnig, hat einen trockenen Humor und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, was ihn TJ sehr ähnlich macht und auch ein gutes Match für sie abgibt. Die Beziehung der beiden zueinander entwickelt sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo, ausgehend von einer Feindschaft zu einem vorsichtigen Waffenstillstand zu noch mehr, wenngleich man auch hier natürlich nicht ohne Dramen auskommt. Gestört hat mich das keinesfalls, das erwartet man bei einem sensiblen Thema wie Body Positivity vermutlich auch. Die Message, die das Buch vermittelt, ist klar: Liebt euch, wie ihr seid. Jeder Mensch ist die Liebe und den Respekt wert, egal wie ihr ausseht. Haare machen euch nicht weniger weiblich, enthaart zu sein macht euch nicht weniger männlich, Haare haben kein Gender. Ihr seid, wer ihr seid, und niemand außer euch hat da Mitspracherecht oder die Erlaubnis zu urteilen. Mein Fazit: Ich habe jede Seite geliebt und würde, wenn ich könnte, jede Person da draußen mit einem Exemplar dieser wichtigen und emotionalen Geschichte ausstatten. Es war mir ein Fest und eine Ehre, TJ bei ihrer Debatte um ihre Haare zu begleiten und kann allen dieses Plädoyer für Body Positivity nur dringlichst ans Herz legen.

Sowas haben wir gebraucht

fuddelknuddel am 13.06.2023
Bewertungsnummer: 1960355
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der beste Beweis bist du selbst. Der beste Beweis für die These, dass dein Äußeres nicht das Kriterium sein sollte, nach dem andere sich ein Bild von dir machen. Dass man respektiert und geliebt werden kann und sollte, unabhängig davon wie man aussieht. Ob man größer oder kleiner, dicker oder dünner, oder eben behaarter ist als andere, so wie TJ, man verdient es nicht, verurteilt zu werden. Man ist wertvoll, genau wie alle anderen. Das sind alles Wahrheiten, die ganz selbstverständlich für uns Menschen sein sollten. Derer sich viele wohl auch bewusst sind, die man aber nicht immer sofort beherzigen und leben kann. TJ's Geschichte zeigt deutlich, wie schwer es ist, sich von den Erwartungen, die die Gesellschaft an das Aussehen von Menschen hat, zu lösen, auch als selbstbewusste Person. Wie viel Mühe und Kraft es kostet, sich nicht vom Strom mitreißen zu lassen, sondern gegen an zu schwimmen. Die Protagonistin TJ Powar ist für mich ein riesiges Vorbild. Als behaarte Frau wird man von der Gesellschaft automatisch als weniger weiblich wahrgenommen, es wird erwartet, dass man sich stets glatt und haarlos zeigt. Gender wird in diesem Buch als fragiles Konstrukt beschrieben, was von der breiten Masse an verschiedenste Bedingungen geknüpft ist, vorwiegend äußerlicher Natur. Und das trifft es in meinen Augen auf den Punkt. So kommt es dann, dass TJ nach ihrem eigentlich sehr mutigen Entschluss, sich nicht weiter zu enthaaren, zunehmend mit negativer Aufmerksamkeit und fiesen Kommentaren konfrontiert ist, die sie ins Wanken bringen. Diesen Prozess mit ihr zu durchleben, von der ersten Entschlossenheit über die Zweifel, die ständig geschürt werden bis hin zum Finale, war hochgradig emotional. TJ's Gefühle und Gedanken wurden zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar wiedergegeben, man ist nah bei ihr und dadurch ein Teil dieser intensiven Geschichte. Genau so soll es in meinen Augen sein, wenn man eine Story mit so einer wichtigen Message zur Body Positivity liest. TJ erzählt schonungslos ehrlich, was in ihr vorgeht. Dabei reflektiert sie sich, ihr Verhalten und das Verhalten anderer, seien es Mitschüler:innen, Freunde oder Familie, über das Buch hinweg so gekonnt, dass ich sie nur bewundern kann. Natürlich macht auch sie Fehler, das gehört zum Prozess dazu. Aber alles in allem macht sie eine persönliche Entwicklung durch, die ich vielen Figuren in ihrem Alter nicht auf diese Weise zutrauen würde. Dazu trägt auch bei, dass sie durch ihre Erfahrung im Debattieren über ein Geschick für Sprache verfügt, das mich nach einer ihrer eindringlichsten Ansprachen am Ende des Buches sprachlos und mit Tränen in den Augen zurückgelassen hat. Das Debattieren zieht sich als kontinuierliches Motiv durch das ganze Buch. Bisher hatte ich mich damit noch nicht weiter auseinandergesetzt und es eher als amerikanisch-kanadisches Ding abgestempelt und war dann ganz erstaunt, dass ich die Wettbewerbe, die hier öfter eine Rolle spielen, mich keineswegs langweilten, sondern ich von der Redegewandtheit der Schüler:innen unglaublich beeindruckt war. Auch Charlie, TJ's ärgster Konkurrent, spielt eine große Rolle in TJ's persönlicher Debatte um ihre Haare. Anfangs kann man die Feindschaft zwischen den beiden förmlich greifen, doch je mehr Zeit man in Charlies Anwesenheit verbringt, desto wohler fühlt man sich bei ihm, so ging es mir zumindest. Er ist scharfsinnig, hat einen trockenen Humor und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, was ihn TJ sehr ähnlich macht und auch ein gutes Match für sie abgibt. Die Beziehung der beiden zueinander entwickelt sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo, ausgehend von einer Feindschaft zu einem vorsichtigen Waffenstillstand zu noch mehr, wenngleich man auch hier natürlich nicht ohne Dramen auskommt. Gestört hat mich das keinesfalls, das erwartet man bei einem sensiblen Thema wie Body Positivity vermutlich auch. Die Message, die das Buch vermittelt, ist klar: Liebt euch, wie ihr seid. Jeder Mensch ist die Liebe und den Respekt wert, egal wie ihr ausseht. Haare machen euch nicht weniger weiblich, enthaart zu sein macht euch nicht weniger männlich, Haare haben kein Gender. Ihr seid, wer ihr seid, und niemand außer euch hat da Mitspracherecht oder die Erlaubnis zu urteilen. Mein Fazit: Ich habe jede Seite geliebt und würde, wenn ich könnte, jede Person da draußen mit einem Exemplar dieser wichtigen und emotionalen Geschichte ausstatten. Es war mir ein Fest und eine Ehre, TJ bei ihrer Debatte um ihre Haare zu begleiten und kann allen dieses Plädoyer für Body Positivity nur dringlichst ans Herz legen.

Der beste Beweis bist du…

fuddelknuddel am 13.06.2023

Bewertungsnummer: 2805408

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der beste Beweis bist du selbst. Der beste Beweis für die These, dass dein Äußeres nicht das Kriterium sein sollte, nach dem andere sich ein Bild von dir machen. Dass man respektiert und geliebt werden kann und sollte, unabhängig davon wie man aussieht. Ob man größer oder kleiner, dicker oder dünner, oder eben behaarter ist als andere, so wie TJ, man verdient es nicht, verurteilt zu werden. Man ist wertvoll, genau wie alle anderen. Das sind alles Wahrheiten, die ganz selbstverständlich für uns Menschen sein sollten. Derer sich viele wohl auch bewusst sind, die man aber nicht immer sofort beherzigen und leben kann. TJ's Geschichte zeigt deutlich, wie schwer es ist, sich von den Erwartungen, die die Gesellschaft an das Aussehen von Menschen hat, zu lösen, auch als selbstbewusste Person. Wie viel Mühe und Kraft es kostet, sich nicht vom Strom mitreißen zu lassen, sondern gegen an zu schwimmen. Die Protagonistin TJ Powar ist für mich ein riesiges Vorbild. Als behaarte Frau wird man von der Gesellschaft automatisch als weniger weiblich wahrgenommen, es wird erwartet, dass man sich stets glatt und haarlos zeigt. Gender wird in diesem Buch als fragiles Konstrukt beschrieben, was von der breiten Masse an verschiedenste Bedingungen geknüpft ist, vorwiegend äußerlicher Natur. Und das trifft es in meinen Augen auf den Punkt. So kommt es dann, dass TJ nach ihrem eigentlich sehr mutigen Entschluss, sich nicht weiter zu enthaaren, zunehmend mit negativer Aufmerksamkeit und fiesen Kommentaren konfrontiert ist, die sie ins Wanken bringen. Diesen Prozess mit ihr zu durchleben, von der ersten Entschlossenheit über die Zweifel, die ständig geschürt werden bis hin zum Finale, war hochgradig emotional. TJ's Gefühle und Gedanken wurden zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar wiedergegeben, man ist nah bei ihr und dadurch ein Teil dieser intensiven Geschichte. Genau so soll es in meinen Augen sein, wenn man eine Story mit so einer wichtigen Message zur Body Positivity liest. TJ erzählt schonungslos ehrlich, was in ihr vorgeht. Dabei reflektiert sie sich, ihr Verhalten und das Verhalten anderer, seien es Mitschüler:innen, Freunde oder Familie, über das Buch hinweg so gekonnt, dass ich sie nur bewundern kann. Natürlich macht auch sie Fehler, das gehört zum Prozess dazu. Aber alles in allem macht sie eine persönliche Entwicklung durch, die ich vielen Figuren in ihrem Alter nicht auf diese Weise zutrauen würde. Dazu trägt auch bei, dass sie durch ihre Erfahrung im Debattieren über ein Geschick für Sprache verfügt, das mich nach einer ihrer eindringlichsten Ansprachen am Ende des Buches sprachlos und mit Tränen in den Augen zurückgelassen hat. Das Debattieren zieht sich als kontinuierliches Motiv durch das ganze Buch. Bisher hatte ich mich damit noch nicht weiter auseinandergesetzt und es eher als amerikanisch-kanadisches Ding abgestempelt und war dann ganz erstaunt, dass ich die Wettbewerbe, die hier öfter eine Rolle spielen, mich keineswegs langweilten, sondern ich von der Redegewandtheit der Schüler:innen unglaublich beeindruckt war. Auch Charlie, TJ's ärgster Konkurrent, spielt eine große Rolle in TJ's persönlicher Debatte um ihre Haare. Anfangs kann man die Feindschaft zwischen den beiden förmlich greifen, doch je mehr Zeit man in Charlies Anwesenheit verbringt, desto wohler fühlt man sich bei ihm, so ging es mir zumindest. Er ist scharfsinnig, hat einen trockenen Humor und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, was ihn TJ sehr ähnlich macht und auch ein gutes Match für sie abgibt. Die Beziehung der beiden zueinander entwickelt sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo, ausgehend von einer Feindschaft zu einem vorsichtigen Waffenstillstand zu noch mehr, wenngleich man auch hier natürlich nicht ohne Dramen auskommt. Gestört hat mich das keinesfalls, das erwartet man bei einem sensiblen Thema wie Body Positivity vermutlich auch. Die Message, die das Buch vermittelt, ist klar: Liebt euch, wie ihr seid. Jeder Mensch ist die Liebe und den Respekt wert, egal wie ihr ausseht. Haare machen euch nicht weniger weiblich, enthaart zu sein macht euch nicht weniger männlich, Haare haben kein Gender. Ihr seid, wer ihr seid, und niemand außer euch hat da Mitspracherecht oder die Erlaubnis zu urteilen. Mein Fazit: Ich habe jede Seite geliebt und würde, wenn ich könnte, jede Person da draußen mit einem Exemplar dieser wichtigen und emotionalen Geschichte ausstatten. Es war mir ein Fest und eine Ehre, TJ bei ihrer Debatte um ihre Haare zu begleiten und kann allen dieses Plädoyer für Body Positivity nur dringlichst ans Herz legen.

Der beste Beweis bist du…

fuddelknuddel am 13.06.2023
Bewertungsnummer: 2805408
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der beste Beweis bist du selbst. Der beste Beweis für die These, dass dein Äußeres nicht das Kriterium sein sollte, nach dem andere sich ein Bild von dir machen. Dass man respektiert und geliebt werden kann und sollte, unabhängig davon wie man aussieht. Ob man größer oder kleiner, dicker oder dünner, oder eben behaarter ist als andere, so wie TJ, man verdient es nicht, verurteilt zu werden. Man ist wertvoll, genau wie alle anderen. Das sind alles Wahrheiten, die ganz selbstverständlich für uns Menschen sein sollten. Derer sich viele wohl auch bewusst sind, die man aber nicht immer sofort beherzigen und leben kann. TJ's Geschichte zeigt deutlich, wie schwer es ist, sich von den Erwartungen, die die Gesellschaft an das Aussehen von Menschen hat, zu lösen, auch als selbstbewusste Person. Wie viel Mühe und Kraft es kostet, sich nicht vom Strom mitreißen zu lassen, sondern gegen an zu schwimmen. Die Protagonistin TJ Powar ist für mich ein riesiges Vorbild. Als behaarte Frau wird man von der Gesellschaft automatisch als weniger weiblich wahrgenommen, es wird erwartet, dass man sich stets glatt und haarlos zeigt. Gender wird in diesem Buch als fragiles Konstrukt beschrieben, was von der breiten Masse an verschiedenste Bedingungen geknüpft ist, vorwiegend äußerlicher Natur. Und das trifft es in meinen Augen auf den Punkt. So kommt es dann, dass TJ nach ihrem eigentlich sehr mutigen Entschluss, sich nicht weiter zu enthaaren, zunehmend mit negativer Aufmerksamkeit und fiesen Kommentaren konfrontiert ist, die sie ins Wanken bringen. Diesen Prozess mit ihr zu durchleben, von der ersten Entschlossenheit über die Zweifel, die ständig geschürt werden bis hin zum Finale, war hochgradig emotional. TJ's Gefühle und Gedanken wurden zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar wiedergegeben, man ist nah bei ihr und dadurch ein Teil dieser intensiven Geschichte. Genau so soll es in meinen Augen sein, wenn man eine Story mit so einer wichtigen Message zur Body Positivity liest. TJ erzählt schonungslos ehrlich, was in ihr vorgeht. Dabei reflektiert sie sich, ihr Verhalten und das Verhalten anderer, seien es Mitschüler:innen, Freunde oder Familie, über das Buch hinweg so gekonnt, dass ich sie nur bewundern kann. Natürlich macht auch sie Fehler, das gehört zum Prozess dazu. Aber alles in allem macht sie eine persönliche Entwicklung durch, die ich vielen Figuren in ihrem Alter nicht auf diese Weise zutrauen würde. Dazu trägt auch bei, dass sie durch ihre Erfahrung im Debattieren über ein Geschick für Sprache verfügt, das mich nach einer ihrer eindringlichsten Ansprachen am Ende des Buches sprachlos und mit Tränen in den Augen zurückgelassen hat. Das Debattieren zieht sich als kontinuierliches Motiv durch das ganze Buch. Bisher hatte ich mich damit noch nicht weiter auseinandergesetzt und es eher als amerikanisch-kanadisches Ding abgestempelt und war dann ganz erstaunt, dass ich die Wettbewerbe, die hier öfter eine Rolle spielen, mich keineswegs langweilten, sondern ich von der Redegewandtheit der Schüler:innen unglaublich beeindruckt war. Auch Charlie, TJ's ärgster Konkurrent, spielt eine große Rolle in TJ's persönlicher Debatte um ihre Haare. Anfangs kann man die Feindschaft zwischen den beiden förmlich greifen, doch je mehr Zeit man in Charlies Anwesenheit verbringt, desto wohler fühlt man sich bei ihm, so ging es mir zumindest. Er ist scharfsinnig, hat einen trockenen Humor und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, was ihn TJ sehr ähnlich macht und auch ein gutes Match für sie abgibt. Die Beziehung der beiden zueinander entwickelt sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo, ausgehend von einer Feindschaft zu einem vorsichtigen Waffenstillstand zu noch mehr, wenngleich man auch hier natürlich nicht ohne Dramen auskommt. Gestört hat mich das keinesfalls, das erwartet man bei einem sensiblen Thema wie Body Positivity vermutlich auch. Die Message, die das Buch vermittelt, ist klar: Liebt euch, wie ihr seid. Jeder Mensch ist die Liebe und den Respekt wert, egal wie ihr ausseht. Haare machen euch nicht weniger weiblich, enthaart zu sein macht euch nicht weniger männlich, Haare haben kein Gender. Ihr seid, wer ihr seid, und niemand außer euch hat da Mitspracherecht oder die Erlaubnis zu urteilen. Mein Fazit: Ich habe jede Seite geliebt und würde, wenn ich könnte, jede Person da draußen mit einem Exemplar dieser wichtigen und emotionalen Geschichte ausstatten. Es war mir ein Fest und eine Ehre, TJ bei ihrer Debatte um ihre Haare zu begleiten und kann allen dieses Plädoyer für Body Positivity nur dringlichst ans Herz legen.

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Der beste Beweis bist du selbst

von Jesmeen Kaur Deo

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Nathalie Jánosházi

Thalia Chemnitz – Sachsen-Allee

Zum Portrait

5/5

"Ich finde, dass es viel bedeutsamer ist, wer du bist, als wie du aussiehst."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unglaublich kraftvolles Plädoyer für Body Positivity mit vielen verschiedenen Charakteren, die alle völlig anders mit TJs Entschluss umgehen. Und dann ist da noch TJ selbst, eine sehr engagierte, facettenreiche Protagonistin. Nicht nur ihre Debatten waren mitreißend, auch ihre Entwicklung, die Überwindung ihrer Unsicherheiten und der konstante Kampf gegen das Unverständnis und die rassistischen und misogynen Verhaltensweisen ihres Umfelds waren unglaublich spannend zu verfolgen. Die Geschichte ist lustig, gesellschaftskritisch und so, so wichtig! TJs letzte Rede würde ich mir am Liebsten gerahmt an die Wand hängen, so leidenschaftlich und bedeutungsvoll, das hat mich sehr berührt. Ein wirklich großartiges Buch, das Mut macht sich von gesellschaftlichen Erwartungen loszusagen und das Aussehen nicht an den eigenen Selbstwert zu knüpfen!
  • Nathalie Jánosházi
  • Buchhändler/-in

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5/5

"Ich finde, dass es viel bedeutsamer ist, wer du bist, als wie du aussiehst."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unglaublich kraftvolles Plädoyer für Body Positivity mit vielen verschiedenen Charakteren, die alle völlig anders mit TJs Entschluss umgehen. Und dann ist da noch TJ selbst, eine sehr engagierte, facettenreiche Protagonistin. Nicht nur ihre Debatten waren mitreißend, auch ihre Entwicklung, die Überwindung ihrer Unsicherheiten und der konstante Kampf gegen das Unverständnis und die rassistischen und misogynen Verhaltensweisen ihres Umfelds waren unglaublich spannend zu verfolgen. Die Geschichte ist lustig, gesellschaftskritisch und so, so wichtig! TJs letzte Rede würde ich mir am Liebsten gerahmt an die Wand hängen, so leidenschaftlich und bedeutungsvoll, das hat mich sehr berührt. Ein wirklich großartiges Buch, das Mut macht sich von gesellschaftlichen Erwartungen loszusagen und das Aussehen nicht an den eigenen Selbstwert zu knüpfen!

Buchhändler*in

Thalia Celle

Zum Portrait

5/5

Lange schöngeredet

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die impulsive TJ und die taktvolle Simran gehören der indischen Sikh-Religion an, bilden an ihrer Schule ein Debattierteam und haben ihre Unstimmigkeiten. TJ reflektiert unfreie Identifikation über Schönheitsideale, während zeitlos natürliche Körper verleugnet werden. Ihr Konkurrenzteam Nate und Charlie kümmert es Hölle nein, was andere über sie zu sagen haben. Die Jugendlichen reden sich im Sinne der Debattierkultur auch zu anderen Themen in Fahrt, und LeserInnen gehen mit. Abwarten ist leichter als Initiative, Verstecken leichter als Unsicherheit zugeben; Peinlichkeiten und Irrtümer gehören zum Leben, oder Herzrasen aus einer entgegengesetzten Richtung. Wie befreiend, sich zwanglos auszuprobieren, wenn der Respekt nur einer Person selbstredend wäre. Mit ihrem Debüt trifft die kanadische Autorin Jesmeen Kaur Deo den Nagel auf den Kopf.
  • Buchhändler*in
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5/5

Lange schöngeredet

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die impulsive TJ und die taktvolle Simran gehören der indischen Sikh-Religion an, bilden an ihrer Schule ein Debattierteam und haben ihre Unstimmigkeiten. TJ reflektiert unfreie Identifikation über Schönheitsideale, während zeitlos natürliche Körper verleugnet werden. Ihr Konkurrenzteam Nate und Charlie kümmert es Hölle nein, was andere über sie zu sagen haben. Die Jugendlichen reden sich im Sinne der Debattierkultur auch zu anderen Themen in Fahrt, und LeserInnen gehen mit. Abwarten ist leichter als Initiative, Verstecken leichter als Unsicherheit zugeben; Peinlichkeiten und Irrtümer gehören zum Leben, oder Herzrasen aus einer entgegengesetzten Richtung. Wie befreiend, sich zwanglos auszuprobieren, wenn der Respekt nur einer Person selbstredend wäre. Mit ihrem Debüt trifft die kanadische Autorin Jesmeen Kaur Deo den Nagel auf den Kopf.

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Der beste Beweis bist du selbst

von Jesmeen Kaur Deo

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