Plebejade oder die wundersamen Verrichtungen eines Riesen Eine kreuz und quer wahrhaftige und ungelogen sehr frei in der Art des Francois Rabelais verfasste Historie
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Produktdetails
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Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.11.2022
Verlag
Edition DigitalSeitenzahl
185 (Printausgabe)
Dateigröße
991 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783965217836
Seitdem der Königssohn auf eigenen Füßen stand, wollte er aber nichts anderes als Thüringer Klöße essen. Diese, auch grüne oder rohe Klöße genannt, machten ihm jedoch, in solch gewaltigen Mengen gegessen, das Leben ordentlich schwer. Mit anderen Worten: Er musste sich öfter und in größeren Haufen als ein anderer Knabe seines Alters erleichtern. Königliches Klosettpapier war aber in dem erforderlichen Maße nicht zu beschaffen.
So führte Plebejus einige Zeit ein beschissenes Leben.
Aber auch für dieses Problem fand sich eine ebenfalls im 6. Kapitel mitgeteilte Lösung, die sehr viel mit der Qualität des Regierens seines ebenso riesenhaften wie königlichen Vaters zu tun hat - denn je schlechter regiert würde, umso weichere Arschwische standen zur Verfügung:
So trieb ihm ein königliches Schreiben, worin ein subalterner Beamter wegen einer wirklichen oder vermeintlichen Verfehlung gerügt wurde, die Tränen in die Augen, denn das Papier war recht kratzig und riss ihm die Haut vom Hintern. Ganz anders erging es ihm mit einem Briefe, in dem ein gleichfalls subalterner Beamter die schlechte Regierung des Königs kritisierte, denn dieser Brief war in einer unglaublich gewundenen, verschlüsselten, versteckten, vorsichtigen, lobhudelnden, unterwürfigen, nichtssagenden, zurückweichenden, einschmeichelnden, demütigen, ausweichenden, seidenweichen Sprache geschrieben, dass er die Haut kaum zu berühren schien. Plebejus raffte, sobald er diese Erfahrung gemacht hatte, die Hosen hoch, lief schnurstracks zum König und bat ihn, noch schlechter zu regieren.
"Aber weshalb?", fragte Prolius nichts ahnend. "Damit ich recht viele seidenweiche Arschwische bekomme", entgegnete Plebejus.
Im Anschluss wird Krieg gegen das Nachbarland geführt und auf gleichsam natürliche Weise gewonnen.
Die folgenden Kapitel befassen sich mit der Erziehung des Königssohnes, mit einer langen Reise, mit der Liebeskunst und mit der Kochkunst, mit Höhenflügen und Drachen sowie mit merkwürdigen Erfindungen des menschlichen Geistes, mit Gefangenschaft und einer Jugendsünde, mit dem Mahlen von Mehl, viel Mehl, mit einem gebrochenen Bein eines Kaisers und fürchterlichen Hieben und mit zwei neuen Gefahren und der Erneuerung der Bekanntschaft mit dem Mehlmüller.
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