Produktbild: Josses Tal

Josses Tal Ein aufwühlendes Debüt von einer starken Stimme — Roman

40

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2023

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,7/13,9/3,8 cm

Gewicht

596 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-831-1

Beschreibung

Rezension

„Angelika Rehse hat mich auf eine intensive Zeitreise geschickt. Ich habe den kleinen Josef beschützen wollen, mit dem jungen Josef gefürchtet, gelitten und gehasst und hätte den alten Josef gern in den Arm genommen. Seine Geschichte beweist wieder einmal, dass ­fehlende Liebe und Wertschätzung der Nährboden sein kann für falschen Stolz und ­Gewalt und dass Gut und Böse oft nah beieinanderliegen.“ Enja Jans | MOKA Das Büchermagazin
„Ein Buch, das geschrieben, eine Geschichte, die erzählt werden musste. Sehr einfühlsam bringt Angelika Rehse uns ein Schicksal nahe, das zu Herzen geht. Es zeigt die Zerrissenheit zwischen Schuld und der Sehnsucht nach Vergebung.“ Alfred Westermann | Buchhandlung am Markt

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2023

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,7/13,9/3,8 cm

Gewicht

596 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-831-1

Herstelleradresse

Pendragon Verlag
Stapenhorststraße 15
33615 Bielefeld
DE

Email: guenther.butkus@pendragon.de

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  • Bewertung

    5/5

    24.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Immer noch aktuell

    Schlesien 1930, Josef entstammt einer unehelichen Beziehung und ist die Schande der Familie. Dies lässt ihn sein Großvater auch regelmäßig durch Schläge spüren. Die Familie hält das Gerede im Dorf nicht mehr aus und beschließt dieses zu verlassen. Als sie mit Sack und Pack am neuen Wohnort ankommen gibt es zur Begrüßung wieder Schläge vom Großvater. Doch kommt Josef der Nachbar Wilhelm zur Hilfe. Dieser ist bei der SA und flößt dem Großvater Respekt bzw. Angst ein. Ab dem Zeitpunkt ist Josef öfter Gast bei Wilhelms Familie. Dort lernt er sich um Kaninchen zu kümmern und beginnt diese zu züchten, womit er sein eigenes Geld verdient. Josef ist so fasziniert von Wilhelm, welcher in Berlin Medizin studiert, dass es für Wilhelm ein leichtes ist Josef für sich einzuspannen. Er gibt ihm immer wieder Aufträge die Dorfbewohner zu bespitzeln. Und Josef tut was er sagt. Doch je älter Josef wird und der Krieg über sie hereinbricht stellt er sich die Frage, ob das alles richtig ist. Was wird er tun? Und wer ist sein Vater? Angelika Rehse hat in ihrem Buch sehr gut beschrieben, wie leicht Menschen beeinflussbar sind, gerade wenn sie sich in ausweglosen Situationen befinden. Sie beschreibt eben so gut, wie schrecklich Menschen zu einander sind. Der Inhalt des Buches ist leider immer noch so aktuell, dass man es gelesen haben muss, um zu verhindern, dass Geschichte sich wiederholt. Ich durfte Josses Tal als Rezensionsexemplar lesen und es ist eine klare Empfehlung.

  • Astrid Wergen

    5/5

    11.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend und spannend

    Wir befinden uns in den 1930ern in einem kleinen Dorf. Dort lebt Josef, genannt Josse, bei seinem Großvater auf dessen Hof. Doch die Beziehung der beiden steht unter keinem guten Stern. Der Großvater verachtet Josse, lässt kein gutes Haar an ihm. Als eine Nachbarsfamilie sich Josse annimmt, bekommt dieser einen neuen Ziebruder, und der wird ihm zum großen Vorbild. Leider hat der Ziehbruder nicht nur gute Absichten, und kassiert Josse ein für jene Partei, die in den folgenden Jahren Europa in Atem hält. Doch irgendwann erwacht Josse, und muss erfahren, dass er sich nicht so einfach aus den Fängen befreien kann, wie er möchte. Als Erwachsener zieht er sich zurück und öffnet erst sehr spät sein erlebtes Geheimnis. Puh, dieses Buch hat einen fast sprachlos hinterlassen. Die Geschichte ist fast beklemmend, schrecklich, und doch fühlt man sich mitten drin in dieser Geschichte. Man fühlt so sehr mit mit Josse, der nach Anerkennung sucht. Die Grausamkeiten seines Ziehbruders sind unglaublich, und man möchte schreien vor Wut. Es ist eine Familiengeschichte, die mit den Wirren des Krieges eng verwoben ist. Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte. Beklemmend und doch fast schaurig faszinierend will man wissen, was mit Josse genau passiert ist. Es ist keine einfache Geschichte, und doch lässt sie einen nicht mehr los. Lesenswert allemal.

  • Sabdah65

    aus Dorsten

    5/5

    12.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend und emotional

    Das Cover zog mein Interesse auf sich und nachdem ich den Kurzinhalt gelesen hatte, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Die Autorin Angelika Rehse schreibt sehr bewegend und emotional eine intensive Zeitreise. Es geht um den kleinen Josef, genannt Tosse, über die Zeit vor und während des 2.Weltkrieges in Deutschland. Ich habe mich so sehr in den kleinen Josef hinversetzt, das ich den Kleinen beschützen wollte, mit dem Jungen gefürchtet, gelitten und gehasst und hätte den Alten sehr gerne in den Arm genommen. Seine Geschichte beweist wieder einmal, dass fehlende Liebe und Wertschätzung der Nährboden ist für falschen Stolz und Gewalt und dass Gut und Böse oft nah beieinanderliegen. Josef hat im Laufe der Jahre Entwicklungen erlebt, die mir sehr nahe ging. Beim Lesen wurde ich sehr gut unterhalten und musste den Roman nur ungewollt zur Seite legen. Ich gebe eine 5 Sterne Empfehlung

  • Nele33

    5/5

    12.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Debut mit 74 Jahren der…

    Ein Debut mit 74 Jahren der Autorin Angelika Rehse welches sich wohltuend von so manch anderem Buch über die Zeit des Nationalsozialismus abhebt. Josse, der Protagonist wurde 1925 als uneheliches Kind, also als Schande für die gesamte Familie geboren- ein mehr als schlechter Start ins Erdenleben. Das Familienbild dieser bedrückenden Zeit wird von der Autorin eindrucksvoll geschildert und hat viele beklemmende Elemente. Josse erzählt seine Geschichte in Rückblenden aus der Einsamkeit Norwegens heraus. Der kleine Josse vom Großvater verachtet und geschlagen, eine schwache Großmutter und eine Mutter die mehr als verloren wirkt ebnen dem jungen Medizinstudenten Wilhelm den Weg in Josses kleines Kinderherz. Josse blüht auf, ist da doch endlich ein Mensch, der ihn mag, ihn fördert und schätzt. Für mich als Leser sehr schlimm, dass durch die Familiensituation Josse ungeschützt in den Nazionalsozialismus rutscht. Ist doch bei den Pimpfen und der HJ ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie sonst nirgends in seinem Leben. Seine Geschichte rüttelt auf und macht klar, wie schnell die falschen Werte an Kinder vermittelt werden können. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut lesbar, flüssig und Akzente sind genau an den reichtigen Stellen gesetzt. Für mich ein Buch, was bis jetzt leider zu wenig Beachtung erfährt.

  • sleepwalker

    5/5

    30.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Josses Tal“ ist der Debütroma…

    „Josses Tal“ ist der Debütroman der Autorin Angelika Rehse, den sie mit 74 Jahren veröffentlicht hat. Es ist eine bedrückende Geschichte über (Familien)Ehre und toxische Freundschaften zwischen 1930 und 1943, über Mitläufertum, falsche Vorbilder, politische Puppenspieler, Schuld und Reue. Es handelt von der Geschichte von Josef Tomulka, genannt Josse, der 1925 als uneheliches Kind geboren wurde, was vor allem aus Sicht seines Großvaters eine Schande für die Familie war. In dem Entwicklungsroman, bei dem die Entwicklung in eine gefährliche Richtung geht, erzählt der in der norwegischen Einöde lebende Protagonist seine Geschichte in Rückblenden und nimmt die Leserschaft mit in seien Kindheit und Jugend im damaligen Schlesien. Ein gut erzähltes, ansprechend geschriebenes und nachdenklich machendes Buch. Aber von vorn. „Also die Leinwand, auf der mein Leben gemalt ist, war von vornherein nicht weiß. Sie war vergilbt und rissig und wurde im Laufe der Zeit mit hässlichen Brauntönen bemalt.“ So beginnt Josse seine Lebensgeschichte. Seine Kindheit ist geprägt von den Schlägen des Großvaters, der Unterwürfigkeit der Großmutter und der Verzweiflung der Mutter. Er ist ein uneheliches Kind, die Mutter hat die Identität seines Vaters nie preisgegeben. Dafür, dass die Mutter ein „rumgewischtes Frauenzimmer“ ist, lässt der Großvater den Jungen leiden. Für einen Neuanfang zieht die Familie um und schon am ersten Tag trifft Josse auf Wilhelm, den Sohn der neuen Nachbarn. Der junge Medizinstudent beschützt ihn vor den Schlägen des Großvaters und wird fortan ein Idol für den kleinen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als dem Vorbild zu gefallen und irgendwann auch eine braune SA-Uniform zu tragen. Lange lässt sich Josse von dem Älteren leiten, der ihn ein „Prachtkind“ nennt und fortwährend lobt und nach und nach wächst er in die nationalsozialistischen Strukturen hinein. Dienste bei den Pimpfen und der HJ begeistern ihn, endlich findet er etwas, bei dem er glänzen kann und ein Gefühl der Dazugehörigkeit erlebt. Ohne nachzudenken, bespitzelt er Nachbarn und Bekannte. Seine Mutter stirbt an Diphtherie, Bücher werden verbrannt, jüdische Mitbürger werden deportiert, der Krieg bricht aus – und mittendrin ist Josse, dem die Mutter auf dem Totenbett ein Geheimnis anvertraut hat, das ihn in riesige innere Konflikte bringt und ihm die Augen öffnet, als es schon fast zu spät ist. Was für ein Buch! Angelika Rehse hat einen Entwicklungsroman geschrieben, der das Heranwachsen eines jungen Menschen zur Zeit der Nationalsozialisten beschreibt. Es war die Zeit, in der meine Großeltern aufgewachsen sind, die Zeit, in der Rattenfänger wie Wilhelm beeinflussbaren Kinder und junge Menschen mit ihrem Gedankengut indoktrinierten und sie alles in allem so manipulierten, bis ihr moralischer Kompass nicht mehr verlässlich funktionierte. Gar nicht so weit weg von dem, was wir momentan wieder erleben, umso wichtiger sind solche Bücher, um die Anfänge zu erkennen und dagegen anzugehen. Damals wie heute „ernähren“ sich die radikalen Strömungen (nicht nur in der Politik, sondern auch in der Religion) von unsicheren, unzufriedenen und „abgehängten“ Menschen, die Bestätigung und Anerkennung suchen. Trotz der angenehmen und leichten Sprache ist das Buch keine leichte Kost. Die Atmosphäre ist fast durchgehend bedrückend und gewaltbeladen, Josses Unsicherheit und seine inneren Konflikte sind spürbar. Wieso er Wilhelm so verehrte, ist nachvollziehbar – er suchte eine Vaterfigur, einen Freund und ein männliches Vorbild, so etwas hatte vorher in seinem Leben gefehlt. Angelika Rehse hat damit ein fulminantes Debut vorgelegt, das Lust auf mehr macht und einen zum Nachdenken bringt. Ein beeindruckendes Wert, von mir fünf Sterne dafür.

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    Simone Büchner

    Thalia Coburg

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    5/5

    15.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leichtes Spiel

    Josef kommt als uneheliches Kind Mitte der 1920er Jahre zur Welt. Er wächst auf mit einer unnahbaren Mutter und einem gewalttätigen Großvater, der ihn spüren lässt, wie unerwünscht er ist. Der Junge trifft auch auf zugewandte und freundliche Menschen. Erst spät erkennt er, dass die Freundlichkeit dazu diente ihn für einen aufstrebenden Nazi zu instrumentalisieren. Informationen über seinen Vater lassen ihn die Verbindungen kappen. Er zieht in den Krieg, lebt später allein in “Josses Tal”. Dort besucht ihn Helen, auf den Spuren ihrer Familiengeschichte. Die Autorin hat einen sehr guten, unbedingt lesenswerten Roman geschaffen, sie verdeutlicht an Josefs Beispiel, wie leicht Verführung gelingt mit bedürftigen Menschen. Kriegshandlungen sind weitestgehend ausgenommen, es geht mehr um Zwischenmenschliches, die eindrückliche Schilderung einer Bücherverbrennung las ich so noch nie. Das Hörbuch wird mit sehr angenehmer Stimme und Betonung gelesen von Brigitte Carlson.

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