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Angelika Rehse

1. Josses Tal

Josses Tal Roman

Gesprochen von
40
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Brigitte Carlsen

Spieldauer

10 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

39

Verlag

Pendragon Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783865328458

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Brigitte Carlsen

Spieldauer

10 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

39

Verlag

Pendragon Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783865328458

Herstelleradresse

Butkus, Günther
Stapenhorststr. 15
33615 Bielefeld
Deutschland
Email: pendragon.verlag@t-online.de
Url: www.pendragon.de
Telephone: +49 521 69689
Fax: +49 521 174470

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  • Bewertung

    aus Brandis

    5/5

    12.05.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Manipulation durch Fürsorge und Liebe

    1930. Josef Tomulka ist ein uneheliches Kind, die gebrochene Mutter verschweigt den Vater und diese Schande bekommt Josef tagtäglich durch seinen Großvater zu spüren. Nach dem Umzug in ein kleines Dorf wo sie niemand kennt, nimmt sich der Nachbar, Wilhelm Reckzügel, des Jungen an und schenkt ihm Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Etwas was Josef noch nie erfahren durfte. Doch der junge Medizinstudent handelt nicht ohne Hintergedanken. Er sieht in dem 5jährigen Jungen den perfekten Kandidaten, den er im Sinne der nationalsotialistischen Ideologie heranziehen kann. Dieser Plan scheint aufzugehen, bis Josef etwas erfährt, das sein Weltbild ins Wanken bringt. Sehr berührend und einfühlsam erzählt die Autorin die Geschichte eines aufgeweckten Jungen, der viel zu bereitwillig dem braunen Rattenfänger fänger folgt und seinen Fehler fast zu spät erkennt. Dieses Buch hat mich mit den Auswirkungen der Banalität dieser Zuwendung regelrecht "geflasht" und ich konnte nicht aufhören der Handlung zu folgen. Eine fesselnde und mahnende Geschichte, bei der man mehr als einmal Josef aufwecken möchte. Klare Hörempfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    24.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Immer noch aktuell

    Schlesien 1930, Josef entstammt einer unehelichen Beziehung und ist die Schande der Familie. Dies lässt ihn sein Großvater auch regelmäßig durch Schläge spüren. Die Familie hält das Gerede im Dorf nicht mehr aus und beschließt dieses zu verlassen. Als sie mit Sack und Pack am neuen Wohnort ankommen gibt es zur Begrüßung wieder Schläge vom Großvater. Doch kommt Josef der Nachbar Wilhelm zur Hilfe. Dieser ist bei der SA und flößt dem Großvater Respekt bzw. Angst ein. Ab dem Zeitpunkt ist Josef öfter Gast bei Wilhelms Familie. Dort lernt er sich um Kaninchen zu kümmern und beginnt diese zu züchten, womit er sein eigenes Geld verdient. Josef ist so fasziniert von Wilhelm, welcher in Berlin Medizin studiert, dass es für Wilhelm ein leichtes ist Josef für sich einzuspannen. Er gibt ihm immer wieder Aufträge die Dorfbewohner zu bespitzeln. Und Josef tut was er sagt. Doch je älter Josef wird und der Krieg über sie hereinbricht stellt er sich die Frage, ob das alles richtig ist. Was wird er tun? Und wer ist sein Vater? Angelika Rehse hat in ihrem Buch sehr gut beschrieben, wie leicht Menschen beeinflussbar sind, gerade wenn sie sich in ausweglosen Situationen befinden. Sie beschreibt eben so gut, wie schrecklich Menschen zu einander sind. Der Inhalt des Buches ist leider immer noch so aktuell, dass man es gelesen haben muss, um zu verhindern, dass Geschichte sich wiederholt. Ich durfte Josses Tal als Rezensionsexemplar lesen und es ist eine klare Empfehlung.

  • Astrid Wergen

    5/5

    11.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend und spannend

    Wir befinden uns in den 1930ern in einem kleinen Dorf. Dort lebt Josef, genannt Josse, bei seinem Großvater auf dessen Hof. Doch die Beziehung der beiden steht unter keinem guten Stern. Der Großvater verachtet Josse, lässt kein gutes Haar an ihm. Als eine Nachbarsfamilie sich Josse annimmt, bekommt dieser einen neuen Ziebruder, und der wird ihm zum großen Vorbild. Leider hat der Ziehbruder nicht nur gute Absichten, und kassiert Josse ein für jene Partei, die in den folgenden Jahren Europa in Atem hält. Doch irgendwann erwacht Josse, und muss erfahren, dass er sich nicht so einfach aus den Fängen befreien kann, wie er möchte. Als Erwachsener zieht er sich zurück und öffnet erst sehr spät sein erlebtes Geheimnis. Puh, dieses Buch hat einen fast sprachlos hinterlassen. Die Geschichte ist fast beklemmend, schrecklich, und doch fühlt man sich mitten drin in dieser Geschichte. Man fühlt so sehr mit mit Josse, der nach Anerkennung sucht. Die Grausamkeiten seines Ziehbruders sind unglaublich, und man möchte schreien vor Wut. Es ist eine Familiengeschichte, die mit den Wirren des Krieges eng verwoben ist. Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte. Beklemmend und doch fast schaurig faszinierend will man wissen, was mit Josse genau passiert ist. Es ist keine einfache Geschichte, und doch lässt sie einen nicht mehr los. Lesenswert allemal.

  • Bewertung

    5/5

    23.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Die Saat ging auf.

    Diese Geschichte über einen Jungen, der in einer der schlimmsten Zeiten der deutschen Geschichte aufwächst, hat mich sehr berührt. Josefs Erinnerungen beginnen im Alter von fünf Jahren. Ein uneheliches Kind, ungeliebt und in falsche Bahnen gelenkt. Der herrische Großvater, der keine Liebe für seinen Enkel kennt und dadurch auch seine Tochter beeinflusst, treibt ihn unwissentlich in die Arme des vermeintlich netten, fürsorglichen Nachbarn. Dieser bringt Verständnis für den Kleinen auf, steht ihm zur Seite und spielt doch sein eigenes Spiel. Als überzeugter Nazi manipuliert er Josef geschickt, indem er ihm das gibt, wonach der sich sehnt: Liebe, Fürsorge, Freundschaft und Anerkennung. So merkt er nicht, in welche Richtung ihn Wilhelm zieht und damit sein ganzes restliches Leben beeinflusst. Die Autorin hat das wunderbar beschrieben und gibt einem das Gefühl hautnah dabei zu sein. Man spürt den Zeitgeist dieser Jahre, den Schrecken und das Grauen, und möchte Josef ein ums andere Mal aus den Fängen befreien, in die er geraten ist. Ein sehr emotionales, beeindruckendes Buch das nichts rechtfertigt, aber aufzeigt, warum Josef zu diesem Menschen geworden ist. Wie gefährlich falsche Ideologien sind, wenn sie auf unschuldige Kinderseelen treffen. Eine Zeitreise, atmosphärisch, lebendig, authentisch und sehr persönlich!

  • Barbara T.

    aus Hagen

    5/5

    13.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Ein Teil der deutschen Geschichte

    Ostroppa, ein Ort in Schlesien im Jahre 1930. Josef Tomulka ist erst fünf, trotzdem muss er die täglichen Schikanen und sogar Schläge von seinen Großeltern ertragen. Denn er ist für sie ein lebendiger Nachweis der Schande, die seine Mutter Helene über die Familie gebracht hatte. Schwanger und ohne einen Mann an ihrer Seite ist sie aus Breslau nach Hause zurückgekommen. Seitdem muss Helene die ständigen Demütigungen ihrer Eltern ertragen und das Leid ihres Sohnes erdulden. Um dem Spott der Nachbarn zu entgehen zieht die ganze Familie nach Reichenbach um, doch der Umzug ändert nichts an der bisherigen Lage der beiden. Bis eines Tages ein junger Nachbar Wilhelm eingreift und dem Großvater weitere Misshandlung des Kindes verbittet. Wilhelm beschützt den kleinen Josef, schenkt ihm Zuneigung und ermöglicht ihm die schulische Ausbildung. Der freundliche und verständnisvolle Wilhelm ist aber auch ein überzeugter Nazi und Verehrer des Führers. Geschickt manipuliert er Josef und macht ihn zu seinem Helfer, der die bestimmten nützlichen Informationen an seinen Gönner liefert. Bis eines Tages die sterbenskranke Helena ihrem Sohn das streng gehütete Geheimnis verrät. So fängt Josses Geschichte an; eine Geschichte, die berührt und bewegt. Das Leid des kleinen Jungen, der seinen Vater nicht kennt und von der Mutter und den Großeltern keine Zuneigung erhält, ist schwer zu ertragen. Umso mehr hat mir am Anfang Wilhelms Fürsorge für Josef gefallen; endlich konnte das Kind Herzenswärme und Anerkennung erfahren. Aber dieser glückliche Lebensabschnitt endet abrupt. Denn Josefs Lebensgeschichte verläuft so wie das Zeitgeschehen damals: rasend und dramatisch, schmerzhaft und verhängnisvoll. Realistisch und gefühlvoll erzählt die Autorin über diese turbulente Zeit. Angelika Rehse, die in einem Umfeld von Heimatvertriebenen aufwuchs, hat ausgiebig für ihren Roman recherchiert. Sowohl die Details aus den Gesprächen mit den Zeitzeugen, wie auch die historisch belegten Fakten flossen in die erzählte Geschichte ein. So ist es ein wichtiger Roman entstanden, der einen Teil der deutschen Geschichte authentisch darstellt. Eine starke Stimme, die auf die Gefahren der Manipulation und Propaganda hinweist. Eine wichtige Stimme, besonders in der heutigen Zeit.

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    Simone Büchner

    Thalia Coburg

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    5/5

    15.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leichtes Spiel

    Josef kommt als uneheliches Kind Mitte der 1920er Jahre zur Welt. Er wächst auf mit einer unnahbaren Mutter und einem gewalttätigen Großvater, der ihn spüren lässt, wie unerwünscht er ist. Der Junge trifft auch auf zugewandte und freundliche Menschen. Erst spät erkennt er, dass die Freundlichkeit dazu diente ihn für einen aufstrebenden Nazi zu instrumentalisieren. Informationen über seinen Vater lassen ihn die Verbindungen kappen. Er zieht in den Krieg, lebt später allein in “Josses Tal”. Dort besucht ihn Helen, auf den Spuren ihrer Familiengeschichte. Die Autorin hat einen sehr guten, unbedingt lesenswerten Roman geschaffen, sie verdeutlicht an Josefs Beispiel, wie leicht Verführung gelingt mit bedürftigen Menschen. Kriegshandlungen sind weitestgehend ausgenommen, es geht mehr um Zwischenmenschliches, die eindrückliche Schilderung einer Bücherverbrennung las ich so noch nie. Das Hörbuch wird mit sehr angenehmer Stimme und Betonung gelesen von Brigitte Carlson.

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