Walden oder Leben in den Wäldern Über die Pflicht zum zivilen Ungehorsam
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.04.2023
Verlag
AtheneMedia-VerlagSeitenzahl
400 (Printausgabe)
Dateigröße
2052 KB
Übersetzt von
André Hoffmann
Sprache
Deutsch
EAN
9783869925073
Thoreau zögert nicht, Metaphern, Anspielungen, Untertreibungen, Übertreibungen, Personifikationen, Ironie, Satire, Metonymie, Synekdoche und Oxymorone zu verwenden, und er kann mitten im Satz von einer wissenschaftlichen zu einer transzendentalen Sichtweise wechseln. Zweitens beruht seine Logik auf einem anderen Verständnis des Lebens, ganz im Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen als gesunden Menschenverstand bezeichnen würden. Ironischerweise basiert diese Logik auf dem, was die meisten Menschen zu glauben behaupten. Thoreau hat dies erkannt und füllt Walden mit Sarkasmus, Paradoxien und Doppeldeutigkeiten.
Walden betont die Bedeutung der Einsamkeit, der Kontemplation und der Nähe zur Natur, um die "verzweifelte" Existenz zu überwinden, die seiner Meinung nach das Los der meisten Menschen ist. Das Buch ist keine traditionelle Autobiografie, sondern verbindet Autobiografie mit einer Gesellschaftskritik an der konsumorientierten und materialistischen Haltung der zeitgenössischen westlichen Kultur und ihrer Distanz zur und Zerstörung der Natur. Thoreaus Nähe zur Concord-Gesellschaft und seine Bewunderung für die klassische Literatur deuten darauf hin, dass das Buch nicht nur eine Kritik an der Gesellschaft ist, sondern auch ein Versuch, sich kreativ mit den besseren Seiten der zeitgenössischen Kultur auseinanderzusetzen. Es gibt Anzeichen für Zweideutigkeit oder den Versuch, eine andere Seite von etwas Gewöhnlichem zu sehen. Einige der wichtigsten Themen, die im Text vorkommen, sind:
Eigenständigkeit: Thoreau lehnt es ständig ab, auf die Gesellschaft anderer angewiesen zu sein. Obwohl er sich ihrer Bedeutung und Wichtigkeit bewusst ist, hält er es für unnötig, ständig auf der Suche nach ihr zu sein. Eigenständigkeit ist für ihn ein wirtschaftliches und soziales Prinzip, das in Bezug auf finanzielle und zwischenmenschliche Beziehungen wertvoller ist als alles andere. Für Thoreau kann Eigenständigkeit sowohl geistig als auch wirtschaftlich sein. Eigenständigkeit war ein zentraler Grundsatz des Transzendentalismus, der in Emersons Essay "Self-Reliance" berühmt wurde.
Einfachheit scheint Thoreaus Modell für das Leben zu sein. Während des gesamten Buches versucht Thoreau ständig, seinen Lebensstil zu vereinfachen: Er flickt seine Kleidung, anstatt neue zu kaufen, er minimiert seine Konsumaktivitäten und verlässt sich bei allem auf die Freizeit und auf sich selbst.
Fortschritt: In einer Welt, in der alles und jeder auf Fortschritt erpicht ist, hält Thoreau es für stur und skeptisch zu glauben, dass jede äußere Verbesserung des Lebens inneren Frieden ...
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