• Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern
Band 2

Zwischen den Sommern

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Zwischen den Sommern

Ebenfalls verfügbar als:

Hörbuch

Hörbuch

ab 24,95 €
Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 23,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 13,00 €
eBook

eBook

ab 18,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

16792

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2023

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

368

Beschreibung

Rezension

»Was [...] toll gelingt, ist die Differenzierung dieser einander widerstreitenden Gedanken und Empfindungen.«
Joachim Scholl, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR
»Alexa Hennig von Lange zeichnet in ›Zwischen den Sommern‹ gekonnt die Zerrissenheit der Protagonistin und wirft Fragen von Schuld und Mitschuld auf. Die hinter dem Erzählten konstant schwelende Spannung trägt Leserinnen und Leser durch den Roman und macht neugierig auf den dritten und letzten Teil der Trilogie.«
Sally-Charrel Delin, SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK
»Die Fiktionalisierung gelingt Alexa Hennig von Lange mit glänzend archaisierender und auch poetisierender Sprache.«
Ingo Höddick, RHEINISCHE POST
»Ein Buch, das als Plädoyer verstanden werden will, mit dem großen Schweigen zwischen den Generationen einer Familie zu brechen und über die Wahrheit ins Gespräch zu kommen.«
Dana Toschner, VOLKSSTIMME
»Nach ›Die karierten Mädchen‹ erzählt die in Hannover geborene Schriftstellerin eine Geschichte, die sie aus der Vergangenheit ihrer Großmutter inspiriert und die sie nicht mehr losgelassen hat.«
Annemarie Stoltenberg, NDR KULTUR À LA CARTE
»Eine fesselnde Zeitreise in eine finstere Vergangenheit mit besonderen Charakteren.«
Beate Rottgardt, RUHR NACHRICHTEN
»Der 50-Jährigen ist ein erzählerischer Schatz in die Hände gefallen. […] Hennig von Lange schreibt klar und präzise, aber ohne zu werten.«
Stefan Gohlisch, HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG
»›Zwischen den Sommern‹ ist Lebens- und Zeitgeschichte zugleicht, ein bemerkenswerter Roman«
Gertrud Plennert, MEDIENPROFILE/BUCHPROFILE
»Ein Buch, das bewegt und aufrüttelt, ohne auf reißerische Effekte zu setzen. Von Lange bleibt ganz nah an den Alltagsproblemen ihrer Protagonisten, schildert das herkömmliche Leben zwischen Verblendung, Erwachen, Schuld, Leid und dem Willen zum Überleben. Dieser Roman kommt genau zur richtigen Zeit, in der antisemitische Parolen und Verharmlosungen erneut gesellschaftsfähig zu werden drohen.«
Diana Wieser, SCHREIBLUST LESELUST
»Der Roman ist […] ein wertvolles Zeitdokument, das aus Sicht einer Frau zeigt, wie es ihr in sehr schwierigen Zeiten gelungen ist, eine berufliche Karriere aufzubauen, daran festzuhalten, aber ihre menschlichen Wertmaßstäbe nicht zu verlieren. Sehr lesenswert!«
Ingrid Mosblech-Kaltwasser, DER-KULTUR-BLOG.DE

Details

Verkaufsrang

16792

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2023

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,2/14,3/3,4 cm

Gewicht

528 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8169-7

Weitere Bände von Heimkehr-Trilogie

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.8

38 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Krieg frisst Leben

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 05.12.2023

Bewertungsnummer: 2082413

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klara stürzt zu Hause in ihrem Garten, ihre Enkelin Isabell findet die über neunzig Jahre alte Frau leblos vor. Im Haus findet sie einen Karton mit 140 Tonbandkassetten, auf denen Klara ihre Lebenserinnerungen aufgesprochen hat; besonders die Zeit im nationalsozialistischen Deutschland, als Isabells Oma ein Frauenbildungsheim geleitet hat, verstört die junge Frau, da Klara von Ereignissen und Menschen spricht, von denen sie noch nie gehört hat. Immer wieder ist die Rede von dem Mädchen Tolla, allerdings ist diese weder Isabell noch ihrer Mutter bekannt. Welche Geheimnisse wohl noch ans Licht kommen werden? Das vorliegende Buch ist der zweite Teil der Heimkehr-Trilogie von Alexa Hennig von Lange, der erste Teil mit dem Titel ‚Die karierten Mädchen‘ konnte mich letztes Jahr restlos begeistern. Meine Rezension könnte unbeabsichtigt Dinge enthalten, die Leserinnen und Lesern Einzelheiten zum ersten Band verraten. Dies lässt sich leider nicht vermeiden, um diesem Teil der Trilogie gerecht zu werden, dennoch will ich darauf hinweisen, damit jeder selbst entscheiden kann, wieviel er oder sie erfahren möchte. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz so leicht, ich erinnerte mich nicht mehr an alle Einzelheiten und trotz des Umstandes, dass ich mir eine Zusammenfassung und auch das letzte Kapitel des erstes Teiles erneut durchgelesen habe, musste ich erst ein Gefühl für die Geschichte bekommen, was länger gedauert hat. Besonders gefallen hat mir dabei, dass die Autorin zusätzlich verschiedene Begebenheiten wiederholt und damit allmählich mein Gedächtnis aufgefrischt hat. Klara selbst ist, dies ist bereits dem Klappentext zu entnehmen, sodass ich dies freimütig erwähnen kann, gestorben und ihre Enkelin Isabell nimmt die Kassetten an sich. Das Abhören dieser Kassetten wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt für die junge Frau, die ihre Großmutter als eine eher kühle und angsteinflössende Person wahrgenommen hat. ‚Es war erschreckend, wie wenig Worte es brauchte, um die Auslöschung eines ganzen jungen Lebens mitzuteilen. Dennoch hatten diese wenigen Worte die Kraft, den geballten Schmerz zu transportieren, der nicht zu begreifen war. Es gab kein Gegenteil zu diesem Schmerz, keine Linderung, keinen Trost.‘ (Seite 247) Es wurde, wie bereits im Vorgängerband, abwechselnd die Gegenwart und die Vergangenheit thematisiert, zusätzlich erfolgten in der zurückliegenden Zeit Sprünge in den Monaten und Jahren, die Situation spitzte sich zu, die Umstände änderten sich und die Lage wurde dramatisch, in vielen Dingen fast schon aussichtslos. Daneben tauchte wiederholt die Frage auf, ob Klara eine Mitläuferin war, und ob zudem ihr Schweigen und Erdulden bedeutet, dass sie sich mitschuldig gemacht hat an den damaligen Verbrechen. Für mich ist dies eine Frage, die nicht so einfach beantwortet werden kann, denn nach einer so langen Zeit großspurig zu behaupten, man hätte dies oder das anders gemacht, grenzt an Überheblichkeit. Erst wer selbst eine bestimmte Situation erlebt hat, kann sich ein Urteil erlauben und auch dann ist jedes Schicksal einzeln zu bewerten. Hinsichtlich Klara kann sich jeder Leser und jede Leserin ein eigenes Urteil bilden. Die Autorin jedenfalls lässt in dieser Frage einen großen Spielraum zu, was mir persönlich gefallen hat. Der so sehr befürchtete Krieg wird in diesem Band thematisiert, viele geschichtliche Fakten hat die Autorin eingeflochten und so eine Atmosphäre geschaffen, die mich mal mehr, mal weniger erschüttert hat. An vielen Stellen floss mein Herz über, oft war ich entsetzt, manchmal angewidert, überwiegend aber einfach emotional bewegt, und das aus vielerlei Gründen. Immer wieder tauchte die Frage auf, was mit Tolla passiert, wo das kleine Mädchen gelandet ist, das Klara weggeben musste, um deren Leben zu retten. Ob und wie die Frage beantwortet wurde, wird von mir natürlich nicht verraten. Nur so viel kann ich schreiben: es bleibt spannend! Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass die Fortsetzung mich so dermaßen packen würde, aber als ich einmal drin und der sprichwörtliche Knoten geplatzt war, vergaß ich alles um mich herum. Das letzte Drittel war unglaublich emotional und auch das Nachwort fand ich erneut sehr bewegend. Ich kann den Abschlussband nun kaum noch erwarten und bin gespannt darauf, wie es im Leben von Klara weiterging. Volle Punktzahl gibt es dafür von mir und eine Leseempfehlung.
Melden

Krieg frisst Leben

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 05.12.2023
Bewertungsnummer: 2082413
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klara stürzt zu Hause in ihrem Garten, ihre Enkelin Isabell findet die über neunzig Jahre alte Frau leblos vor. Im Haus findet sie einen Karton mit 140 Tonbandkassetten, auf denen Klara ihre Lebenserinnerungen aufgesprochen hat; besonders die Zeit im nationalsozialistischen Deutschland, als Isabells Oma ein Frauenbildungsheim geleitet hat, verstört die junge Frau, da Klara von Ereignissen und Menschen spricht, von denen sie noch nie gehört hat. Immer wieder ist die Rede von dem Mädchen Tolla, allerdings ist diese weder Isabell noch ihrer Mutter bekannt. Welche Geheimnisse wohl noch ans Licht kommen werden? Das vorliegende Buch ist der zweite Teil der Heimkehr-Trilogie von Alexa Hennig von Lange, der erste Teil mit dem Titel ‚Die karierten Mädchen‘ konnte mich letztes Jahr restlos begeistern. Meine Rezension könnte unbeabsichtigt Dinge enthalten, die Leserinnen und Lesern Einzelheiten zum ersten Band verraten. Dies lässt sich leider nicht vermeiden, um diesem Teil der Trilogie gerecht zu werden, dennoch will ich darauf hinweisen, damit jeder selbst entscheiden kann, wieviel er oder sie erfahren möchte. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz so leicht, ich erinnerte mich nicht mehr an alle Einzelheiten und trotz des Umstandes, dass ich mir eine Zusammenfassung und auch das letzte Kapitel des erstes Teiles erneut durchgelesen habe, musste ich erst ein Gefühl für die Geschichte bekommen, was länger gedauert hat. Besonders gefallen hat mir dabei, dass die Autorin zusätzlich verschiedene Begebenheiten wiederholt und damit allmählich mein Gedächtnis aufgefrischt hat. Klara selbst ist, dies ist bereits dem Klappentext zu entnehmen, sodass ich dies freimütig erwähnen kann, gestorben und ihre Enkelin Isabell nimmt die Kassetten an sich. Das Abhören dieser Kassetten wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt für die junge Frau, die ihre Großmutter als eine eher kühle und angsteinflössende Person wahrgenommen hat. ‚Es war erschreckend, wie wenig Worte es brauchte, um die Auslöschung eines ganzen jungen Lebens mitzuteilen. Dennoch hatten diese wenigen Worte die Kraft, den geballten Schmerz zu transportieren, der nicht zu begreifen war. Es gab kein Gegenteil zu diesem Schmerz, keine Linderung, keinen Trost.‘ (Seite 247) Es wurde, wie bereits im Vorgängerband, abwechselnd die Gegenwart und die Vergangenheit thematisiert, zusätzlich erfolgten in der zurückliegenden Zeit Sprünge in den Monaten und Jahren, die Situation spitzte sich zu, die Umstände änderten sich und die Lage wurde dramatisch, in vielen Dingen fast schon aussichtslos. Daneben tauchte wiederholt die Frage auf, ob Klara eine Mitläuferin war, und ob zudem ihr Schweigen und Erdulden bedeutet, dass sie sich mitschuldig gemacht hat an den damaligen Verbrechen. Für mich ist dies eine Frage, die nicht so einfach beantwortet werden kann, denn nach einer so langen Zeit großspurig zu behaupten, man hätte dies oder das anders gemacht, grenzt an Überheblichkeit. Erst wer selbst eine bestimmte Situation erlebt hat, kann sich ein Urteil erlauben und auch dann ist jedes Schicksal einzeln zu bewerten. Hinsichtlich Klara kann sich jeder Leser und jede Leserin ein eigenes Urteil bilden. Die Autorin jedenfalls lässt in dieser Frage einen großen Spielraum zu, was mir persönlich gefallen hat. Der so sehr befürchtete Krieg wird in diesem Band thematisiert, viele geschichtliche Fakten hat die Autorin eingeflochten und so eine Atmosphäre geschaffen, die mich mal mehr, mal weniger erschüttert hat. An vielen Stellen floss mein Herz über, oft war ich entsetzt, manchmal angewidert, überwiegend aber einfach emotional bewegt, und das aus vielerlei Gründen. Immer wieder tauchte die Frage auf, was mit Tolla passiert, wo das kleine Mädchen gelandet ist, das Klara weggeben musste, um deren Leben zu retten. Ob und wie die Frage beantwortet wurde, wird von mir natürlich nicht verraten. Nur so viel kann ich schreiben: es bleibt spannend! Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass die Fortsetzung mich so dermaßen packen würde, aber als ich einmal drin und der sprichwörtliche Knoten geplatzt war, vergaß ich alles um mich herum. Das letzte Drittel war unglaublich emotional und auch das Nachwort fand ich erneut sehr bewegend. Ich kann den Abschlussband nun kaum noch erwarten und bin gespannt darauf, wie es im Leben von Klara weiterging. Volle Punktzahl gibt es dafür von mir und eine Leseempfehlung.

Melden

Im Zwiespalt zw. Regimetreue und persönlichen Überzeugungen

Lia48 am 19.10.2023

Bewertungsnummer: 2047501

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bei „Zwischen den Sommern“ handelt es sich um den 2. Band der „Heimkehr-Trilogie“ von Alexa Hennig von Lange. ---- INHALT: Bestürzt muss Isabell feststellen, dass ihre neunzigjährige Großmutter Klara nicht mehr am Leben ist. Als sie deren Haus ausräumt, findet sie zahlreiche Kassetten, auf denen ihre Großmutter ihr Leben festgehalten hat. Sowohl Isabell als auch ihre Mutter sind erstaunt, was Klara ihnen ihr Leben lang verheimlicht hat und wie nahbar und weich sie ihnen durch die Tonbandaufnahmen plötzlich erscheint. Ganz anders, als sie sie selbst erlebt haben ... In Sandersleben leitete Klara 1939 ein nationalsozialistisches Frauenbildungsheim. Durch das Regime war sie gezwungen, die Bildungspläne und Werte der Nationalsozialisten umzusetzen. Gleichzeitig lehnte sie das System ab. Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid mit sich. Auch ihr Mann Gustav wurde an die Front beordert. Und dann war da noch das jüdische Mädchen Tolla, das Klara ans Herz gewachsen ist und sie in eine schwierige Zwickmühle beförderte … ---- MEINUNG: Protagonistin Klara befindet sich in einer schwierigen Situation: Sie muss nach außen hin Regimetreue zeigen und die Bildungspläne & Werte der Nationalsozialisten im Unterricht vermitteln. Gleichzeitig lehnt sie das eigentlich alles ab und möchte nur das Beste für die jungen Frauen und Kinder. Diesen Zwiespalt fand ich im Buch gut dargestellt. Automatisch stellt man sich die Frage, wie man damals wohl selbst gehandelt hätte … Von Antisemitismus zu lesen, fällt mir aktuell deutlich schwerer, seit das Thema wieder so präsent in unserem Weltgeschehen und vor unserer Haustür geworden ist. Das ist mir beim Lesen immer wieder bewusst geworden. Und gleichzeitig ist es so wichtig, die Augen nicht zu verschließen und sich bewusst zu machen, wohin das alles führen kann … Auch eventuelle Schuldgefühle bzgl. des damaligen Handelns, das Schweigen über die Zeit des Krieges sowie das dadurch manchmal fehlende Verständnis der nachfolgenden Generationen kommen in der Geschichte gut zur Geltung und regen zum Nachdenken an. Besonders eindrücklich finde ich es, wenn Autor*innen wahre Begebenheiten als Inspiration für ihre Bücher verwenden. So hat auch Alexa Hennig von Langes Großmutter tatsächlich auf über 130 Kassetten ihre Lebensgeschichte hinterlassen. Wow, wirklich beeindruckend! Ich würde empfehlen, die Bücher nacheinander zu lesen. Sie bauen aufeinander auf und sind nicht in sich abgeschlossen, wobei Band 1 am Ende offener bleibt, als der 2. Teil. Allerdings wird in diesem 2. Band so viel vom vorherigen Buch wiederholt, dass man theoretisch auch mit Band 2 einsteigen kann. Obwohl ich Wiederholungen schätze, da ich häufig auch Inhalte wieder vergesse, war es mir hier - da ich den 1. Teil schon kannte - fast etwas zu viel an erneut erzählten Aspekten. Dadurch dauerte es verhältnismäßig lange, bis die Geschichte für mich Fahrt aufnahm. Gefühlt waren mir zudem die Zeitsprünge ab und an zu groß (auch wenn sie nicht riesig waren, hat mir manchmal etwas Handlung gefehlt) und trotz der eher bedrückenden, eigentlich emotionalen Themen, blieben mir die Protagonistinnen immer wieder zu fern – warum, kann ich nicht genau sagen. Aber insgesamt habe ich die Geschichte gerne verfolgt und erwarte gespannt den dritten Teil der Trilogie! ---- FAZIT: Für mich war die Fortsetzung der Trilogie etwas schwächer als der Vorgänger. Gerne wäre ich den Protagonistinnen noch etwas nähergekommen. Trotzdem behandelt der 2. Band wichtige und eindrückliche Themen, regt zum Nachdenken an und ich habe die Geschichte mit Interesse verfolgt. 3,5-4/5 Sterne! ---- (C.N.: Krieg, Tod, Trauer, Antisemitismus)
Melden

Im Zwiespalt zw. Regimetreue und persönlichen Überzeugungen

Lia48 am 19.10.2023
Bewertungsnummer: 2047501
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bei „Zwischen den Sommern“ handelt es sich um den 2. Band der „Heimkehr-Trilogie“ von Alexa Hennig von Lange. ---- INHALT: Bestürzt muss Isabell feststellen, dass ihre neunzigjährige Großmutter Klara nicht mehr am Leben ist. Als sie deren Haus ausräumt, findet sie zahlreiche Kassetten, auf denen ihre Großmutter ihr Leben festgehalten hat. Sowohl Isabell als auch ihre Mutter sind erstaunt, was Klara ihnen ihr Leben lang verheimlicht hat und wie nahbar und weich sie ihnen durch die Tonbandaufnahmen plötzlich erscheint. Ganz anders, als sie sie selbst erlebt haben ... In Sandersleben leitete Klara 1939 ein nationalsozialistisches Frauenbildungsheim. Durch das Regime war sie gezwungen, die Bildungspläne und Werte der Nationalsozialisten umzusetzen. Gleichzeitig lehnte sie das System ab. Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid mit sich. Auch ihr Mann Gustav wurde an die Front beordert. Und dann war da noch das jüdische Mädchen Tolla, das Klara ans Herz gewachsen ist und sie in eine schwierige Zwickmühle beförderte … ---- MEINUNG: Protagonistin Klara befindet sich in einer schwierigen Situation: Sie muss nach außen hin Regimetreue zeigen und die Bildungspläne & Werte der Nationalsozialisten im Unterricht vermitteln. Gleichzeitig lehnt sie das eigentlich alles ab und möchte nur das Beste für die jungen Frauen und Kinder. Diesen Zwiespalt fand ich im Buch gut dargestellt. Automatisch stellt man sich die Frage, wie man damals wohl selbst gehandelt hätte … Von Antisemitismus zu lesen, fällt mir aktuell deutlich schwerer, seit das Thema wieder so präsent in unserem Weltgeschehen und vor unserer Haustür geworden ist. Das ist mir beim Lesen immer wieder bewusst geworden. Und gleichzeitig ist es so wichtig, die Augen nicht zu verschließen und sich bewusst zu machen, wohin das alles führen kann … Auch eventuelle Schuldgefühle bzgl. des damaligen Handelns, das Schweigen über die Zeit des Krieges sowie das dadurch manchmal fehlende Verständnis der nachfolgenden Generationen kommen in der Geschichte gut zur Geltung und regen zum Nachdenken an. Besonders eindrücklich finde ich es, wenn Autor*innen wahre Begebenheiten als Inspiration für ihre Bücher verwenden. So hat auch Alexa Hennig von Langes Großmutter tatsächlich auf über 130 Kassetten ihre Lebensgeschichte hinterlassen. Wow, wirklich beeindruckend! Ich würde empfehlen, die Bücher nacheinander zu lesen. Sie bauen aufeinander auf und sind nicht in sich abgeschlossen, wobei Band 1 am Ende offener bleibt, als der 2. Teil. Allerdings wird in diesem 2. Band so viel vom vorherigen Buch wiederholt, dass man theoretisch auch mit Band 2 einsteigen kann. Obwohl ich Wiederholungen schätze, da ich häufig auch Inhalte wieder vergesse, war es mir hier - da ich den 1. Teil schon kannte - fast etwas zu viel an erneut erzählten Aspekten. Dadurch dauerte es verhältnismäßig lange, bis die Geschichte für mich Fahrt aufnahm. Gefühlt waren mir zudem die Zeitsprünge ab und an zu groß (auch wenn sie nicht riesig waren, hat mir manchmal etwas Handlung gefehlt) und trotz der eher bedrückenden, eigentlich emotionalen Themen, blieben mir die Protagonistinnen immer wieder zu fern – warum, kann ich nicht genau sagen. Aber insgesamt habe ich die Geschichte gerne verfolgt und erwarte gespannt den dritten Teil der Trilogie! ---- FAZIT: Für mich war die Fortsetzung der Trilogie etwas schwächer als der Vorgänger. Gerne wäre ich den Protagonistinnen noch etwas nähergekommen. Trotzdem behandelt der 2. Band wichtige und eindrückliche Themen, regt zum Nachdenken an und ich habe die Geschichte mit Interesse verfolgt. 3,5-4/5 Sterne! ---- (C.N.: Krieg, Tod, Trauer, Antisemitismus)

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Zwischen den Sommern

von Alexa Hennig Lange

4.8

0 Bewertungen filtern

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Profilbild von Monika Föckeler

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Monika Föckeler

Mayersche Castrop-Rauxel

Zum Portrait

5/5

Gegenwart und Vergangenheit - eine Geschichte, die man nicht vergessen kann!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Geschichte schließt direkt an die dramatischen Ereignisse des Romans "Die karierten Mädchen" an, in dem von der jungen Klara erzählt wird, die zur Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus ein regimetreues Bildungsheim führt und gleichzeitig zerrissen ist zwischen der sicheren Anpassung und ihrer inneren Abneigung gegen die Naziherrschaft. Als Klara im hohen Alter blind wird, bespricht sie Kassetten mit ihrer Lebensgeschichte. Für ihre Enkelin wird es ein dramatischer Fund. Erst durch das Anhören der Kassetten nach dem Tod der immer unnahbaren und fast stolz erscheinenden Großmutter kommt sie ihr sehr nah und begreift erst nach und nach diese schrecklichen Ereignisse. Der stete Wechsel der Erzählperspektive von der aktuellen Zeit zur Vergangenheit verleiht dem Roman viel Spannung und die wahre Geschichte als Grundlage macht ihn sehr authentisch. Zum besseren Verständnis der Ereignisse sollten Sie hier die Reihenfolge einhalten. Ich freue mich schon auf den dritten Band!
5/5

Gegenwart und Vergangenheit - eine Geschichte, die man nicht vergessen kann!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Geschichte schließt direkt an die dramatischen Ereignisse des Romans "Die karierten Mädchen" an, in dem von der jungen Klara erzählt wird, die zur Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus ein regimetreues Bildungsheim führt und gleichzeitig zerrissen ist zwischen der sicheren Anpassung und ihrer inneren Abneigung gegen die Naziherrschaft. Als Klara im hohen Alter blind wird, bespricht sie Kassetten mit ihrer Lebensgeschichte. Für ihre Enkelin wird es ein dramatischer Fund. Erst durch das Anhören der Kassetten nach dem Tod der immer unnahbaren und fast stolz erscheinenden Großmutter kommt sie ihr sehr nah und begreift erst nach und nach diese schrecklichen Ereignisse. Der stete Wechsel der Erzählperspektive von der aktuellen Zeit zur Vergangenheit verleiht dem Roman viel Spannung und die wahre Geschichte als Grundlage macht ihn sehr authentisch. Zum besseren Verständnis der Ereignisse sollten Sie hier die Reihenfolge einhalten. Ich freue mich schon auf den dritten Band!

Monika Föckeler
  • Monika Föckeler
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Carola Ludger

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Carola Ludger

Thalia Lippstadt

Zum Portrait

5/5

Nach einer wahren Begebenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus dem ersten Teil der 'Heimkehr-Trilogie' wissen wir bereits, dass Alexa Hennig von Langes Großmutter mehr als einhundert Tonbandkassetten besprach. Zwischen den Sommern‹ ist nach ›Die karierten Mädchen‹ der zweite Band, der uns einfach gut unterhält. Für Klara und Gustav kehrt gegen Ende des Krieges ein Stück Normalität ein. Doch das Glück ist nicht von Dauer. Klara, Leiterin eines regimetreuen Frauenbildungsheims, versucht ihre Schülerinnen zu schützen, stößt dabei immer wieder an ihre Grenzen und muss folgenschwere Entscheidungen treffen. Die Lebenserinnerungen der Großmutter sind ein Stück lebendiges Zeitgeschehen. Ideal auch für die junge Leserschaft, die einfach einmal etwas über die Wurzeln ihrer Familien wissen möchte.
5/5

Nach einer wahren Begebenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus dem ersten Teil der 'Heimkehr-Trilogie' wissen wir bereits, dass Alexa Hennig von Langes Großmutter mehr als einhundert Tonbandkassetten besprach. Zwischen den Sommern‹ ist nach ›Die karierten Mädchen‹ der zweite Band, der uns einfach gut unterhält. Für Klara und Gustav kehrt gegen Ende des Krieges ein Stück Normalität ein. Doch das Glück ist nicht von Dauer. Klara, Leiterin eines regimetreuen Frauenbildungsheims, versucht ihre Schülerinnen zu schützen, stößt dabei immer wieder an ihre Grenzen und muss folgenschwere Entscheidungen treffen. Die Lebenserinnerungen der Großmutter sind ein Stück lebendiges Zeitgeschehen. Ideal auch für die junge Leserschaft, die einfach einmal etwas über die Wurzeln ihrer Familien wissen möchte.

Carola Ludger
  • Carola Ludger
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Zwischen den Sommern

von Alexa Hennig Lange

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern
  • Zwischen den Sommern