Die Zeit eines Menschenlebens scheint wie ein Wimpernschlag im Vergleich zur Erdgeschichte. Auch Ferdinands Tage sind bereits gezählt. Trotz seiner siebenundneunzig Jahre arbeitet sein Verstand auf Hochtouren. Er nimmt die Alltagssorgen seiner Mitmenschen besonders intensiv wahr. Dabei erinnert er sich an die Tage seines Lebens, die Menschen und den Krieg, die ihn in seiner österreichischen Heimatstadt Melk so geprägt haben. Was hat der alte Ferdinand mit seiner vom Leben gebeutelten Enkeltochter und ihren Freundinnen, einem syrischen Flüchtlingsmädchen und dem jungen Liebespaar gemeinsam?
"La Vie" ist eine Erzählung über Generationen, die aus unterschiedlichen Perspektiven den alltäglichen Wahnsinn des Lebens aufgreift. Ein Buch mit Einblicken zu Neunfängen und Endlichkeit, ungeschönt und aus dem Leben gegriffen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
12.10.2024
eBook (ePUB)
wunderschön & berührend
Man bekommt Einblicke in verschiedene Charaktere, so lebensnah & echt - einfach toll, wie man sich nach jedem weiteren Kapitel noch viel mehr in die einzelnen Persönlichkeiten einfühlen kann. Toll geschrieben & eine klare Empfehlung. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man sich die verschiedene Kulissen auch gut bildlich vorstellen konnte, auch wenn die Orte (wie Kaffeehäuser, Einkaufspromenaden, etc.) fiktiv waren - dennoch ist der Bezug zur niederösterreichischen Stadt Melk da und wenn man Bezug zu dieser schönen Kleinstadt hat, ist dieses Buch alleine deshalb schon ein ganz besonderes Lebeerlebnis. Danke für diesen schönen Einblick!
Bewertung
5/5
04.10.2023
eBook (ePUB)
Geschichten die das Leben schreibt
Ein Roman der zum Nachdenken anregt, über die Vergangenheit, über die Zukunft, über das Leben.
Geschichten aus dem Alltagsleben emotional, bildhaft und unterhaltsam geschrieben zeigen wie schnell sich das Leben ändern kann.
Ein toller Roman, leicht zu lesen, tolle Geschichten und bunte Charaktere, absolut empfehlenswert!
Bewertung
aus Wien
5/5
10.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Absolut lesenswert und inspirierend
Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann. Sehr facettenreiche Charaktere und bildhafte Szenen, die man wie einen Film vor dem inneren Auge sieht. Zeilen, die bewegen - zum Lachen bringen oder teils auch so sehr berühren, dass die Tränen kommen. Ein tiefsinniger, moderner Roman, ohne Kitsch. Gäbe es eine Fortsetzung, würde ich sie sofort kaufen und weiterlesen.
MarcoL
aus Füssen
5/5
30.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Leben! Fein beobachtete Momente. Vergangenes und Gegenwärtiges! Quirligen Lebensgeschichten.
La Vie – das Leben. Vielfältig, bunt, heiter, tragisch. Es endet und beginnt von Neuem. Und mittendrin: der Mensch, in all seinen Facetten. „Kein Ende ohne Anfang“
Ferdinand ist fast hundert Jahre alt, sitzt oft und gerne im Café oder auf einer Parkbank im Städtchen Melk in der Wachau. Er beobachtet die Menschen, zieht seine Schlüsse. Seine lange Lebenserfahrung hat ihm ein besonderes Gespür gegeben. Und so wird Ferdinand (man muss ihn einfach liebhaben) in diesem Debütroman der Autorin zum Dreh- und Angelpunkt von einigen Episoden der Protagonist:Innen. Die meisten davon sind mit dem Greis verwandt, haben so ihre Ängste und Nöten, wie es einem das Leben nur bieten kann. Seien es berufliche Probleme, oder Beziehung, die neu keimen, sowie Flüchtlinge, die erst mal ankommen müssen.
Vieles erkennt Ferdinand, den alle kennen. Und so plaudert Ferdinand zwischen den einzelnen Kapiteln von der Zeit im und nach dem Krieg, seiner große Liebe Elisa, und natürlich von seinen Kindern und Enkeln. Vieles hat er zu berichten. Und in den Episoden lernen wir das kleine Knäuel Menschen sehr gut kennen, sitzen ebenfalls auf der Parkbank, und lassen uns einlullen in den ständigen fließenden Strom, genannt Leben (alles weitere wäre gespoilert, also bitte selber lesen).
Nebenbei, der Roman ist eine Liebeserklärung an die oberösterreichische Stadt Melk. Am Eingang zu schönen Wachau, an der Donau gelegen (da ist er wieder, der Strom), mit vielen schönen Locations, macht es Lust, es Ferdinand gleich zu tun. Ich bin sicher hundertmal oder öfter auf der Autobahn vorbei gerauscht, ohne auch nur einmal einen Abstecher dorthin zu machen (shame on me).
In einer angenehmen, unaufdringlichen Sprache entführt uns Levashova in das Leben der Stadt. Der Roman ist angereichert mit einer guten Beobachtungsgabe, authentischen Dialogen und so manchem Getuschel unter Freundinnen. Es ist ein sehr feines Buch, gerne gelesen, und bin gespannt, was wir von der Autorin noch erwarten dürfen. Ich gebe hier gerne eine Leseempfehlung ab für die quirligen Lebensgeschichten, welche auch mal mit einer gewürzten Prise Humor daherkommen.
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