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Die Sammlerin der verlorenen Wörter Roman - Der New-York-Times-Bestseller

39

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31888

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2023

Verlag

Heyne

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/4,2 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Schwarz / Vanille

Originaltitel

The Dictionary of Lost Words

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-42859-1

Beschreibung

Rezension

»Ein Roman wie ein Lobgesang auf jedes gerettete Wort.« ("BRIGITTE")
»Berührend und eindrucksvoll« ("Für Sie")
»Eine zauberhafte Geschichte über Sprache und Geschlechtergerechtigkeit« ("Brigitte Woman")
»Entzückend. Ein fesselndes, schlaues Loblied auf die Frauen, deren Beitrag zum Oxford English Dictionary weitgehend unbemerkt blieb.« ("The New York Times Book Review")
»Ein außergewöhnlicher, charmanter Roman. Williams fängt ein ganzes, reiches Leben auf den Seiten ihres Buches ein.« ("The Times")
»In Williams’ dichtem, akribisch recherchiertem Debüt widmet die Tochter eines Lexikografen ihr Leben einem alternativen Wörterbuch.« ("Publishers' Weekly")

Produktdetails

Verkaufsrang

31888

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2023

Verlag

Heyne

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/4,2 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Schwarz / Vanille

Originaltitel

The Dictionary of Lost Words

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-42859-1

Herstelleradresse

Heyne Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    5/5

    28.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Macht von Sprache und mutigen Frauen - absolut lesenswert

    Esme wächst im 19. Jahrhundert alleine bei ihrem verwitweten Vater auf und begleitet ihn daher von kleinauf zur Arbeit. Er arbeitet zusammen mit seinem Vorgesetzten Dr. Murray und weiteren Kollegen als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary im Skriptorium, das schnell zu Esmes zweitem Zuhause wird. Ihr Lieblingsort als kleines Mädchen ist unter dem Sortiertisch, an dem die Herren die eingereichten Begriffe bearbeiten und die Einträge für das Wörterbuch vorbereiten. Sie sammelt die unter den Tisch gefallenen Papiere auf und stellt schnell fest, dass die Herren vor allem diejenigen Begriffe aussortieren, die Frauen betreffen oder vom gemeinen Volk gesprochen werden und nicht als erhaltenswert erachtet werden. Das will Esme nicht hinnehmen und sie macht es sich Zeit ihres Lebens nicht nur zur Aufgabe, die verworfenen Begriffe zu sammeln, sondern sich auch unter das Volk zu mischen und aktiv neue Worte zu sammeln und sie mit Zitaten zu belegen, die von Menschen stammen, die sonst kein Gehör finden und keine Bildung besitzen. Außerdem schafft sie es als eine der wenigen Frauen, an dem Oxford English Dictionary mitarbeiten zu dürfen. Wir begleiten Esmes Wirken bis zu ihrem Tod, begleitet von Themen wie der Suffragettenbewegung und dem ersten Weltkrieg. Ich finde feministische Themen grundsätzlich sehr interessant und im 19. Jahrhundert hatten es die Frauen noch sehr viel schwerer, gesehen und gehört zu werden, daher war ich auf die Umsetzung in dem Roman sehr gespannt. Mir wurde schnell beim Lesen bewusst, dass es sich um keine laute, kämpferische Geschichte handelt, sondern eine leise und langsam wirkende Erzählung, jedoch mit viel Aussagekraft. Die Stellung der Frauen und der Arbeiterschicht wurden für mich sehr realitätsnah dargestellt, so dass es sich für mich beim Lesen schon fast wie ein Ausschnitt aus dem Geschichtsbuch angefühlt hat. Das Buch ist sehr dick, was der sehr detaillierten Erzählung geschuldet ist und der Tatsache, dass wir Esmes Leben fast vom Anfang bis zum Ende begleiten. Es wird beim Lesen jedoch nicht langatmig oder langweilig, sondern jeder weitere Aspekt rundet das Bild ab und zeigt den inneren Kampf zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der Angst davor, es aktiv und laut einzufordern. Die detaillierte Beschreibung der Einträge für verschiedene Worte zeigt auch, wie unterschiedlich Sprache genutzt werden kann und wie sie wirken kann, je nach Auslegung eines Wortes. Somit kann Sprache eine besondere Macht ausüben und zur damaligen Zeit hatten vor allem gebildete, weiße Männer die Macht in ihren Händen. Das Einweben von weiteren Themen wie die Suffragettenbewegung und dem ersten Weltkrieg bieten weiteres interessantes Hintergrundwissen und verweben die persönliche Geschichte von Esme perfekt mit der historischen Entstehung des Wörterbuchs. Richtig beeindruckt war ich von dem Epilog und dem Nachwort. Hier wird deutlich, wie wenig in dieser Geschichte erfunden ist und wieviel Recherchearbeit die Autorin auf sich genommen hat, um möglichst viele Fakten und wahre Personen aus der realen Geschichte mit aufzunehmen. Das erklärt auch, warum sich alles beim Lesen so real angefühlt hat. Wer sich für die Entstehung des ersten Oxford English Dictionary, der Herrschaft der Männer und dem beginnenden Feminismus inklusive Suffragettenbewegung und die Entwicklung der Sprache interessiert, der sollte sich diesen Roman kaufen.

  • LiSa

    aus Stuttgart

    4/5

    31.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine schöne und doch bedrückende Erzählung

    Pip Williams' Roman "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" ist eine bewegende Geschichte über die Macht der Sprache, die Rolle der Frauen und den Schmerz des Verlustes. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, das mit viel Feingefühl und Tiefgang beschrieben wird. Esme wächst Ende des 19. Jahrhunderts in einem außergewöhnlichen Umfeld auf: Ihr Vater, ein alleinerziehender Lexikograf, zieht sie in dem kleinen Raum auf, in dem das Oxford English Dictionary entsteht. Die dort arbeitenden Menschen werden für sie zur Familie. Esmes Liebe zu Wörtern wird zu ihrem Lebensinhalt. Sie beginnt, Worte zu sammeln, besonders jene, die von Frauen stammen und in offiziellen Werken keinen Platz finden. Die Beziehung zwischen Esme und diesen oft übersehenen Frauen ist ein besonders nachdenklich stimmender Aspekt des Romans. Es zeigt eindrücklich, wie Sprache nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse ist. Doch trotz all der sprachlichen Schätze, die Esme entdeckt, ist ihr Leben von harten Schicksalsschlägen gezeichnet. Der plötzliche Verlust ihres Vaters, die uneheliche Tochter, die sie in liebevolle Hände geben muss, und schließlich der einzige Mann, den sie liebt, der sich viel zu schnell für den Ersten Weltkrieg meldet und dort stirbt – all das macht ihre Geschichte kräftezehrend und traurig. Ihre Begegnungen mit Verlust und Schmerz sind intensiv und aus heutiger Sicht besonders bewegend. Doch Esme bleibt stark. Sie wird von starken Frauen geprägt und unterstützt, und sie gibt diese Stärke weiter. Der Roman ist eine Hommage an all jene Frauen, deren Stimmen zu lange ungehört blieben, und zeigt, dass Sprache nicht nur Geschichte erzählt, sondern sie auch formt.

  • Annis_Buecherregal

    4/5

    17.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Historisch und Berührend

    Erzählt wird die Geschichte von Esme Nicoll, beginnend 1886, die nach dem frühen Tod ihrer Mutter von ihrem Vater, einem Lexikograph, großgezogen wird und dort, unter einem Schreibtisch des Skriptoriums, eine große Liebe zu Wörtern entwickelt. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive und liest sich in Kombination mit den geschriebenen Briefen oft wie ein Tagebuch. Ich wurde mitgenommen auf eine historische Reise während der Entstehung des Oxford English Dictionary und wurde berührt von all den dramatischen Ereignissen, denen sich die Protagonistin während dieser stellen muss. In diesem Kontext wird die Macht von Männern in dieser Zeit verdeutlicht, ebenso die frühe Entstehung der Frauenrechte, ohne aufdringlich feministisch zu sein. Es ist ein Buch, dass anspruchsvoller ist, aber dennoch einfach so dahin plätschert. Ich habe es wirklich sehr gerne gelesen und hatte ganz oft das Gefühl, die Protagonistin einfach in den Arm nehmen zu wollen, da einige Passagen sehr herzzerreißend sind.

  • Lisa's Büchereck

    aus Voerde

    5/5

    08.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Super Interessante Geschichte

    Bei diesem Buch haben wir es definitiv mit einer anspruchsvollen Lektüre zu tun. Da das Buch ende des 19. Jahrhunderts spielt, wird hier noch ein anderer Sprchgebrauch verwendet, der abet gut verständlich war. Gewöhnungsbedürftig war dagegen das Frauenbild zu dieser Zeit. Das wollen wir uns nicht mal vorstellen. Im verlaufe der Geschichte, entwickelt sich ein neues Frauenbild, auch wenn es ein langer beschwerlicher weg ist. Die Frauen haben einen harten Kampf vor sich. . So auch unsere Protagonistin Esme. Wir erleben ihre entwicklung von Kindheit an mit, was ich sehr Spannend fand. Sie hat schon als Kind einen sehr eigenen Willen, was zur damaligen Zeit nich gern gesehen wird. Sie entwickelt sich zu einem schüchternen jungen Mädchen, um dann zu einer Stolzen Jungen Frau zu erblühen. Sie muss auf ihrem weg einiges ertragen, woran man auch zerbrechen kann, doch sie wächst daran umd wird immer Stärker. Sie hat einen tollen Charakter entwickelt, ich mochte sie sehr gerne. . Gestärkt wird sie von iher leidenschaft zu Wörtern. Das Buch ist da natürlich von geprägt, es geht ja immerhin um die entstehung des ersten Oxford English Dictionary (OED). Ich fand das richtig spannend, es war super Interessant dabei zu sein und zu erfahren, was für eine Arbei da rein gesteckt wurde. Die Autorin hat da richtig gut Recherchiert. . Zusammen gefasst kann man sagen, es war eine Interessante, Anspruchsvolle Geschichte. Die mich richtig gut unterhalten konnte und sich daher die 5 Sterne verdient

  • Ourbooksoflife

    5/5

    07.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessanter Roman rund um die Entstehung eines Wörterbuches

    Ich war ehrlich gesagt sehr gespannt auf das Buch, da die Meinungen doch sehr auseinander gegangen sind. Trotz der teilweise negativen Rezensionen,  die ich gelesen habe, war ich neugierig auf dieses Buch und ich wurde positiv überrascht. Mir hat von Anfang an direkt der Buchtitel "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" und das wunderschöne Cover gefallen und ich wusste: dieses Buch muss ich einfach lesen. Ich bin von Anfang an sehr gut in das Buch rein gekommen und durch den wunderschönen Schreibstil wollte ich es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Esme wird von ihrem Vater alleine großgezogen und sie begleitet ihn täglich zur Arbeit. Dort verbringt sie die meiste Zeit unter seinem Schreibtisch. Er arbeitet als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary. Hin und wieder fällt ein Zettel mit einem Wort unter den Schreibtisch. Das Herunterfallen der Wörter scheint aber keinem aufzufallen außer Emse. Sie nimmt die Wörter dann an sich und macht daraus ihre eigene Sammlung. Es sind alles Wörter, die Frauen betreffen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin definitiv froh, das ich es gelesen habe.

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Bewertungen (39)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Heike Fischer

    Heike Fischer

    Thalia Hürth – EKZ Hürth-Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman hat mich eine Nachtruhe...

    Dieser Roman hat mich eine Nachtruhe gekostet ;-) Es geht um die Entstehung des Oxf.Engl. Dictionary, ein Mädchen was unter dem Tisch von Lexikographen groß wird. Als junge Frau, macht sie sich ihre eigenen Gedanken zu den Wörtern die es nicht schaffen. Klug, rührend und schön.
  • Zum Bewerterprofil von Linda Kirste

    Linda Kirste

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wirklich gelungener historischer...

    Ein wirklich gelungener historischer Roman über die Entstehung des "Oxford English Dictionary", welcher die ungesungenen Heldinnen des Projektes näher beleuchtet. Wir lernen die Macht der Wörter kennen und das Privileg, die eigene Geschichte zu erzählen.
  • Zum Bewerterprofil von Ricarda Martius

    Ricarda Martius

    Thalia Dresden – dresden.karree

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schöner, flüssig zu lesender...

    Ein schöner, flüssig zu lesender historischer Roman um die Entstehung des English Oxford Dictionary. Die junge Esme lebt in der Welt der Wörter, aber die Bedeutung ihrer Rolle lernt sie schmerzhaft. Eine unaufgeregte Emanzipationsgeschichte der leisen Worte.
  • Zum Bewerterprofil von Naila Bernhardt

    Naila Bernhardt

    Thalia Eiche – Kaufpark Eiche

    Buchhändler*in

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    3/5

    10.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöner historischer Roman zum...

    Schöner historischer Roman zum Zeitraum der Entstehung des ersten English Oxford Dictionary mit einer Protagonistin, die es sich zur Aufgabe macht, die verloren Wörter zu sammeln.
  • Zum Bewerterprofil von Margarita Baumann

    Margarita Baumann

    Thalia Bielefeld – EKZ Loom

    Buchhändler*in

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    3/5

    02.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konnte mich leider nicht abholen

    Meinung: Ich habe mir von "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" eine Geschichte erhofft, die interessante Einblicke in die damalige Zeit und die Arbeit am Oxford English Dictionary bietet und dabei von einer lebensnahen Geschichte einer Protagonistin begleitet wird. Während das Buch die Erwartungen bis zu einem gewissen Grad erfüllen konnte, wurde ich an der ein oder anderen Stelle doch enttäuscht. Aber ich beginne mal am Anfang des Buches, den hier findet sich ein schöner Einstieg, bei dem der Leser die junge Esme im Alter von 5 Jahren kennenlernt. Versteckt unter dem Schreibtisch ihres Vaters bekommt sie schon früh einiges zu der Arbeit am Oxford English Dictionary mit und wird von den Wörtern magisch angezogen. Ihre kindliche Perspektive hat mich beim Lesen gleich angesteckt und ich konnte, wie Emse, nicht genug von den Wörtern bekommen. Dabei sind der Autorin die Einblick und die Hintergründe sehr gut gelungen und obwohl ich zuvor kaum etwas über das Dictionary wusste, wurde mein Interesse schnell geweckt und ich konnte allem auch sehr gut folgen. Mit den Seiten wird nicht nur die Arbeit am Dictionary immer weiter fertiggestellt, sondern Esme wird auch älter. Obwohl in die rund 500 Seiten einige Lebensjahre von ihr Platz finden müssen und so einiges kürzer gehalten wurde, hatte ich am Anfang nie das Gefühl, dass alles zu schnell ging. Das hat sich dann aber nach und nach geändert. Über das ganze Buch hinweg steht das Dictionary im Vordergrund, was ich an sich nicht schlecht finde. Nur leider passiert wenig spannendes und auch das interessante hat irgendwann schon seinen Platz gefunden. Ich habe gehofft, dass das Leben von Esme etwas Abwechslung bringt, aber dem ist leider nicht so. Zwar finden sich durchaus spannende Szenen, aber mir ist an der ein oder andere Stelle aufgefallen, dass wichtige Szenen einfach weggelassen wurde und man vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Das fand ich sehr schade, denn der Weg zum Ziel wäre das Interessante gewesen und nicht das Ziel selber. Durch die Mischung, der nach und nach langweilig werdenden Arbeit am Dictionary so wie die fehlenden wichtigen Szenen im Leben von Esme, hat mich leider ab der Hälfte des Buches sehr enttäuscht. Am Anfang konnte mich Esme mit ihrer kindlichen Neugier anstecken und mir hat ihr Charakter im Hinblick auf die Geschichte gut gefallen. Leider findet sich nur schwer eine Charakterentwicklung und Esme legt ihre kindliche Art nie wirklich ab, was im Laufe ihres Lebens dann doch eher unpassend scheint. Das wird auch dadurch unterstützt, dass ihr ganzes Leben Platz auf "nur" 500 Seiten finden muss, wodurch nur wenig Platz für Entwicklungen bleibt. Eine weitere Enttäuschung fand sich dann leider in den "achtlos" weggeworfenen Wörter der Männer, die laut dem Klappentext alle samt Frauen betreffen sollen. In dieser Angabe findet sich nur ein kleiner funke Wahrheit. Zwar findet Esme Wörter, die herunter fallen und das ein oder andere Wort betrifft dabei auch Frauen, aber eben nicht alle und für mich hat es auch nicht den Eindruck gemacht, dass sie von den Männern "weggeworfen" wurden. Während der Klappentext also nicht ganz dem Inhalt entspricht, schafft die Autorin trotzdem interessante Einblicke in das Leben der Frauen aus der Zeit einzubringen und das in Verbindung mit der Sprache. Vom Schreibstil her lässt sich das Buch sehr schön lesen und die Szenen haben eine angenehme Länge und dadurch, dass das Leben von Esme einen schnelleren Verlauf findet, bekommt die Geschichte etwas an Tempo. "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" hat mir etwas anderes geliefert als ich erwartet habe und hat mich dabei leider eher weniger positiv überrascht. Das Buch ist gespickt von Einblicken in die Arbeit rund um das Oxford English Dictionary und sicher für den ein oder anderen Leser etwas, die großes Interesse daran hegen. Dennoch kommt die Geschichte im Hinblick auf Esme zu kurz und steht für mich mit dem Dictionary nicht zu hundert Prozent im Einklang. Wer jedoch aber nicht unbedingt auf der Suche nach einem sehr emotionalen Roman ist und sich total angesprochen wird, wird bei dem Buch aufjedenfall mit einem gelungenen und angenehm zu lesen Schreibstil belohnt und Szenen, die im einzelnen toll sind.

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