Mo ist Mo. Unberechenbar und unaufhaltsam. Er macht, was er will, und sagt, was ihm in den Kopf kommt. Mit ihm kann man Verrücktes erleben. Und manchmal wäre Karl gern so wie er, so sorglos, so ungehemmt. Oft aber nervt es ihn auch, sich um seinen Bruder kümmern zu müssen, der eine geistige Behinderung hat. Ständig ist er für ihn verantwortlich, gefühlte sieben Tage die Woche. Am liebsten möchte Karl sich frei machen von allem, einfach mit dem Rad durch die Gegend fahren. Oder Nida treffen, die er immer interessanter findet. Um sie zu sehen, lässt er Mo für ein paar Stunden allein. Als er nach Hause zurückkehrt, ist sein Bruder verschwunden … Authentisch, voller Wärme und Leichtigkeit: Die Geschichte einer außergewöhnlichen Geschwisterbeziehung im einzigartigen Tonfall des beliebten Autors.
»Oliver Scherz erzählt hinreißend genau aus der Kinderperspektive, mit abgründigem Witz und berührenden Einsichten.« Neue Zürcher Zeitung
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Sieben Tage Mo
Bewertung am 13.07.2024
Bewertungsnummer: 2243421
Bewertet: Hörbuch-Download
Inhalt siehe Klappentext.
Ich habe "Sieben Tage Mo" von Oliver Scherz als Hörbuch gehört, parallel dazu ein paar Abschnitte im eBook gelesen. In 2:47 Stunden (ich habe in 1,25-facher Geschwindigkeit gehört) bringt Sprecher Jens Wawrczeck dem Hörer näher, wie es für den 12-jährigen Karl ist, mit seinem geistig behinderten Zwillingsbruder Mo(ritz) zu leben, für ihn da zu sein und - in meinen Augen viel zu viel - Verantwortung zu übernehmen. Der Vater arbeitet außerhalb, die Mutter arbeitet in der Klinik und ist immer im Einsatz, es gilt ein Haus abzubezahlen, Verpflichtungen zu haben - andererseits hat sie zwei Kinder, um die sie sich kümmern muss, nicht einen Sohn, der sich um den anderen kümmert. Wie Kinder diesen Zustand auffassen, kann ich nicht beurteilen, als Mutter weiß ich, man kann sich nicht zerteilen, selbst wenn man es möchte, aber in dieser Situation finde ich, es bleibt aufgrund der Abwesenheit des Vaters zu viel an der Mutter hängen, diese gibt einen Großteil an Karl ab und das ist nicht in Ordnung. Ich kann ihn verstehen, wenn er auch mal für sich oder mit der Freundin sein möchte, nicht immer nur "Mo an der Backe haben will". Seine Eltern sollten besser kommunizieren, dann braucht man eben eine andere Betreuungsmöglichkeit für Mo, schließlich sollen beide Jungs ihre Freiheit haben und tun dürfen, was sie wollen. Mo macht, was er will, er kennt es nicht anders. Karl tut das, was Mo macht - was bleibt ihm anderes übrig? Man hört an einigen Stellen, dass Mo eine Einschränkung hat (aber den Vater scheint er richtig einzuschätzen), verursacht durch den Sauerstoffmangel bei der Geburt; die Erklärung, wie es dazu kam, finde ich für Kinder ausreichend. Mo scheint absolut lebenslustig zu sein, Karl dagegen braucht auch mal ein Tief, dann wieder ein Hoch, um er selbst zu sein. Für mich ist in "Sieben Tage Mo", denn es sich ja nicht nur sieben Tage, sondern sieben Tage pro Woche, nicht Mo der "Eingeschränkte", sondern Karl und das kreide ich einfach den Eltern an. Gut gefallen hat mir, dass Nida, Karls neue Freundin, Mo so nimmt, wie er ist; Karls Freunde dagegen, außer "Hannanas" sind eher abweisend, weil Mo etwas lauter, wilder, eben anders reagiert, als sie es gewohnt sind. Eine Geschichte über zwei ungleiche Brüder, aber dennoch aus dem Leben gegriffen, der man gerne zuhört, die nachdenklich macht und 4,5-5 Sterne von mir bekommt.
Regt zum Nachdenken an
Tanja aus Bayern am 29.03.2024
Bewertungsnummer: 2165530
Bewertet: Hörbuch-Download
„Sieben Tage Mo“ von Oliver Scherz ist ein berührendes und humorvolles Kinderbuch über die Geschwisterbeziehung zwischen dem 12-jährigen Karl und seinem geistig behinderten Bruder Mo. Das Hörbuch, gelesen von Jens Wawrczeck, fängt die emotionale Tiefe der Geschichte gekonnt ein und bringt die Zuhörer zum Lachen und Nachdenken.
Die Geschichte ist warmherzig und humorvoll erzählt, ohne dabei die Herausforderungen, die mit der Behinderung von Mo verbunden sind, zu beschönigen. Sie zeigt, wie wichtig Geschwisterliebe ist und wie man mit seinen Ängsten und Zweifeln umgehen kann.
Die Aufgabe, auf seinen Bruder aufzupassen, ist für Karl ist nicht immer einfach, denn Mo ist unberechenbar und stört oft Karls Pläne.
Die Erzählung aus der Perspektive von Karl ist voller Wärme und Leichtigkeit, gleichzeitig aber auch voller Tiefgang. Die Herausforderungen, aber auch die Freuden einer Geschwisterbeziehung mit einem behinderten Bruder werden auf sehr ehrliche Weise dargestellt.
Jens Wawrczeck liest die Geschichte mit viel Einfühlungsvermögen und variiert seine Stimme gekonnt, um den unterschiedlichen Charakteren Leben einzuhauchen. So wird Karl als ängstlicher, aber verantwortungsbewusster Junge dargestellt, während Mo als fröhlicher und spontaner Charakter erscheint.
"Sieben Tage Mo" ist ein tolles Hörbuch für Kinder und Erwachsene, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig unterhält. Es ist eine Geschichte über die Liebe zwischen Geschwistern, über Verantwortung und die Kraft, die man in sich selbst finden kann.
Das Cover ist schön anzusehen, die Illustration von Mo und Karl vor einem gelben Sonnenhimmel drückt sowohl die Zuneigung der Brüder als auch Karls Sorgen auf subtile Weise aus.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein Buch über Verantwortung, Enge, Einschränkungen und Geschwisterliebe
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wieder ein Buchtipp, der lesenswert, aber auch nicht so leicht zu verdauen ist.
Karl und sein Bruder sind Zwillinge. Leider hat Mo bei der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten und dadurch nun geistige Einschränkungen.
Der Papa ist meist beruflich unterwegs, die Mama arbeitet im Krankenhaus. Somit muss Karl auf seinen Bruder nachmittags aufpassen, ihn versorgen und Sorge tragen. Eigene Freundschaften, Termine, spontane Treffen sind dadurch nicht möglich. Irgendwie wächst Karl das alles über den Kopf: Diese ständige Verantwortung. Er liebt seinen Bruder, vermisst aber auch seine Freiheit und die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Eltern. Immer geht es nur darum, wie es Mo geht. Und irgendwann wird es Karl einfach zu viel...
Das Buch enthält viele Emotionen, quasi eine Gefühlsachterbahn und ganz viel Geschwisterliebe. Man fühlt mit, spürt die Enge, die Karl begleitet, seine Liebe zu seinem Bruder und seinen stillen Hilferuf.
Und trotzdem lässt es den Lesenden mit einem guten Gefühl am Ende zurück.
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Der Vater ist beruflich lange weg und Karls Mutter muss oft viel arbeiten. So liegt es nach der Schule in Karls Verantwortung, sich um Mo zu kümmern. Doch der Umgang mit Mo ist oft nicht einfach, da fliegt Ketchup durch die Küche oder der Hund der Nachbarin macht nicht das, was Mo will...
Kein Wunder, dass es dem 12jährigen Karl auch mal zu viel wird, er Zeit für sich haben will - Fußball spielen oder ein nettes Mädchen näher kennen lernen...
Sieben Tage Mo ist absolut wunderbar! Geschwisterliebe, Verantwortung für jemanden und die erst zarte Liebe sind Themen, die sehr schön nahe gebracht werden!
Mit seiner Stimme bringt Jens Wawrzeck die "Macken" von Mo besonders zur Geltung. So werden einige Situationen, trotz ihrer Schwere, ungewollt sehr komisch! Nicht umsonst ist "Sieben Tage Mo" zum besten Hörbuch im Bereich Kinderbuch gekürt worden!
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