Nach dem Tod ihres Mannes findet Halla eine Pistole in einer Garage mitten in Reykjavík. Sie bringt sie zur Polizei. Als der pensionierte Kommissar Konráð davon erfährt, erinnert er sich, dass sein Vater eine ebensolche Waffe besaß. Ein Mitarbeiter der Spurensicherung findet zudem heraus, dass aus dieser Waffe der tödliche Schuss in einem anderen ungeklärten Fall stammt. Damals wurde ein Mann namens Garðar aus heiterem Himmel erschossen. Konráð nimmt nun privat Ermittlungen auf, weil er wissen will, was sein Vater mit den Verbrechen zu tun hat. Eine Spur führt zu Gústaf, einem Arzt, der wegen Kindesmissbrauchs im Gefängnis sitzt. Auch Konráðs Vater war damals mit diesem Arzt in Kontakt ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
sleepwalker
5/5
13.05.2025
eBook (ePUB)
„Das dunkle Versteck“ ist der…
„Das dunkle Versteck“ ist der Titel von Arnaldur Indriðasons aktuellem Buch und dunkel ist dabei ganz sicher nicht nur das Versteck. Das ganze Buch ist düster und hat eine äußerst bedrückende und depressive Grundstimmung. Dennoch war es für mich ein atmosphärisch dichter und packender Krimi. Es ist der fünfte Teil der Serie um den ehemaligen Kommissar Konráð, man kann das Buch aber auch einzeln lesen, wirklich wichtige Vorkenntnisse werden im Lauf der Geschichte erklärt, sodass es trotz der Komplexität wenig Verständnisprobleme geben dürfte. Aber von vorn. Der ehemalige Kommissar Konráð versucht nach wie vor, den einige Jahrzehnte zurückliegenden Mord an seinem Vater aufzuklären. Als bei der Polizei eine Pistole abgegeben wird, die eine Witwe im Nachlass ihres verstorbenen Mannes gefunden hat, wird er hellhörig. Diese oder eine ähnliche Waffe der Marke Luger hat er schon einmal gesehen. Die Kriminaltechnik kann die aufgefundene Waffe schnell einem Mordfall aus den 1950er Jahren zuordnen, damals war Garðar, ein Arbeiter aus Reykjavík in einer Barackensiedlung aus heiterem Himmel erschossen worden. Konráð nimmt private Ermittlungen auf. Er befürchtet, sein Vater hätte etwas mit dem Mord zu tun gehabt. Seppi war ein Kleinkrimineller und hatte Kontakte in die Unterwelt. Plötzlich findet Konráð sich in einen Fall wieder, in dem „der Schneider“, „der Arzt“ und „der Polizist“ s**ualisierte Gewalt an Kindern im großen Stil betrieben, unterstützt vom Leiter des örtlichen Kinderheims. Sind sie auch vor Mord nicht zurückgeschreckt? Was hatte Konráðs Vater damit zu tun? Und wer sind die beiden Frauen, die das Medium Eygló immer wieder sieht? „Das dunkle Versteck“ ist mein zweiter Krimi von Arnaldur Indriðason und ich muss sagen, ich lerne den Autor und seinen Protagonisten Konráð immer mehr zu schätzen. Die Melancholie und Düsternis, die er und damit das ganze Buch ausstrahlen, treffen bei mir genau einen Nerv. Auch die Tatsache, dass Konráð ein Ermittler mit Ecken, Kanten, Fehlern und einer halbseidenen Vergangenheit ist, mag ich sehr. Konráð kämpft an mehreren Fronten: er ermittelt gegen den Willen seiner ehemaligen Kollegin Marta im Fall der gefundenen Pistole, hat mit einem alten Korruptionsfall unter Kollegen zu tun, sucht den Mörder seines Vaters, ermittelt wegen eines Überfalls auf seine Schwester Beta und zu allem Überfluss hat er auch noch Ärger mit seiner Lebensgefährtin Svanhildur). An die isländischen Namen habe ich mich inzwischen gewöhnt, ebenso an die Tatsache, dass alle immer geduzt werden und nur einen Vornamen haben. In diesem Buch greift er Themen wie Homophobie, Korruption und s**ualisierte Gewalt gegen Kinder auf – Themen, die leider nach wie vor aktuell sind. Der Spannungsbogen in der Geschichte ist eher flach, die wahre Spannung findet unterschwellig statt. Dazu gibt es enorm viele Charaktere, fast alle tragen irgendwie zur Geschichte bei und alle fordern von der Leserschaft höchste Konzentration, sonst verliert man schnell den Überblick. Alles und jeder hängt irgendwie mit allem und jedem zusammen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Das Buch ist ganz sicher keines, um es nebenher zu lesen. Sprachlich finde ich es sehr angenehm, allerdings auch in der Hinsicht eher anspruchsvoll. Die Geschichte verläuft auch zeitlich nicht linear, der Autor springt von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück und schafft dadurch mehrere Erzählstränge. Auch da ist Mitdenken gefordert, denn die unterschiedlichen Zeitebenen erkennt man nur durch den Inhalt, optisch sind sie nicht voneinander zu unterscheiden. Arnaldur Indriðasons Stil und drin Gespür für Zwischentöne haben mich beeindruckt, seine Fähigkeit, eine enorm düstere und bedrückende Atmosphäre zu schaffen finde ich bemerkenswert. Es fiel mir zuerst schwer, in die Geschichte einzutauchen, aber nach ein paar Dutzend Seiten hatte sie mich gepackt. Dranbleiben hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt! Von mir gibt es für dieses Buch fünf Sterne.
Eine großartige Geschichte, erzählt von einem großen Erzähler. Unaufgeregt, spannend, einfühlsam, vielschichtig. Es geht um Freundschaften, Familien, gebrochene Menschen, um Pädophilie sowie Homosexualität und den Umgang damit in den 50er Jahren. Es steckt aber noch so viel mehr in diesem Buch!
Bewertung
aus Nürnberg
5/5
07.03.2024
eBook (ePUB)
Spannender Island-Krimi
Halla findet nach dem Tod ihres Mannes eine Pistole versteckt in ihrer Garage in Reykjavik. Völlig geschockt, dass diese Waffe ihrem Mann gehört haben soll, bringt sie diese zur Polizei. Der pensionierte Kommissar Konráð erfährt davon und erinnert sich, dass er genau so eine besondere Waffe als Kind bei seinem Vater gesehen hat. Trotz Warnung seiner ehemaligen Kollegen sich aus dem Fall herauszuhalten, beginnt er mit seinen eigenen Ermittlungen. Könnte diese Waffe mit dem gewaltsamen Tod seines Vaters zu tun haben? Konráð gräbt tief in der Vergangenheit und setzt sich sogar mit dem inhaftieren, ehemaligen Arzt Gústaf in Verbindung. Doch dadurch bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr. Wird Konráð endlich erfahren, wer seinen Vater umgebracht hat?
Arnaldur Indriðason begeistert mich immer wieder aufs Neue. Seine Krimis sind mitreißend, spannend und durchdacht, ohne dabei besonders brutal und blutig zu sein. Besonders den eigenbrötlerischen Kommissar Konráð habe ich ins Herz geschlossen und kann verstehen, dass er das Geheimnis um den Tod seines Vaters lösen möchte.
Insgesamt ist „Das dunkle Versteck“ eine gelungene Fortsetzung der Kommissar Konráð – Reihe und ich empfehle das Buch gerne weiter. Lesenswert!
Alexandra D.
aus Nürnberg
5/5
07.03.2024
eBook (ePUB)
Spannender Island-Krimi Halla…
Spannender Island-Krimi Halla findet nach dem Tod ihres Mannes eine Pistole versteckt in ihrer Garage in Reykjavik. Völlig geschockt, dass diese Waffe ihrem Mann gehört haben soll, bringt sie diese zur Polizei. Der pensionierte Kommissar Konráð erfährt davon und erinnert sich, dass er genau so eine besondere Waffe als Kind bei seinem Vater gesehen hat. Trotz Warnung seiner ehemaligen Kollegen sich aus dem Fall herauszuhalten, beginnt er mit seinen eigenen Ermittlungen. Könnte diese Waffe mit dem gewaltsamen Tod seines Vaters zu tun haben? Konráð gräbt tief in der Vergangenheit und setzt sich sogar mit dem inhaftieren, ehemaligen Arzt Gústaf in Verbindung. Doch dadurch bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr. Wird Konráð endlich erfahren, wer seinen Vater umgebracht hat? Arnaldur Indriðason begeistert mich immer wieder aufs Neue. Seine Krimis sind mitreißend, spannend und durchdacht, ohne dabei besonders brutal und blutig zu sein. Besonders den eigenbrötlerischen Kommissar Konráð habe ich ins Herz geschlossen und kann verstehen, dass er das Geheimnis um den Tod seines Vaters lösen möchte. Insgesamt ist „Das dunkle Versteck“ eine gelungene Fortsetzung der Kommissar Konráð – Reihe und ich empfehle das Buch gerne weiter. Lesenswert!
Nele33
5/5
30.01.2024
eBook (ePUB)
Konráð persönlich
Mit "Das dunkle Versteck" von Arnaldur Indriðason erscheint ein neur Band um den mittlerweile pensionierten Ermittler Konráð.
Halla findet nach dem Tod ihres Mannes eine alte Pistole in der Garage und bringt sie zur Marta, einer ehemaligen Kollegin von Konráð. Als Konráð dies erfährt, werden Kindheitserinnerungen wach. Auch sein ermordeter Vater Seppi besaß solch eine Pistole. Konráð wäre nicht er, wenn er nicht auf eigene Faust Nachforschungen anstellen würde, ist er doch immer noch auf der Suche dem Mörder seines Vaters, obwohl der Fall in den 60-iger Jahren geschehen ist. Mit der abgegebenen Lugner wurde ein junger Mann in den ärmlichen Baracken ermordet. War sein Vater der Täter. Zutrauen würde er es ihm, war er doch ein Kleinkrimineller und Alkoholiker.
Seine Nachforscchungen bleiben nicht unbemerkt und diesmal bringt Konráð nicht nur sich, sondern auch seine Schwester Beta in größte Gefahr.
Die Geschehnisse schließen nahtlos an den letzen Band an und springen in den Zeiten und Orten hin und her. Der Fall ist so komplex gestaltet, dass es vom Leser eine gewisse Konzentration benötigt den Sprüngen zu folgen. Mir fehlte da ein wenig die Kennzeichung für die unterschiedlichen Zeiten.
Gewohnt führt der Autor alle Stränge zu einem fulminanten Ende, welches für mich keine Fragen offen lässt. Selbst für Konráð Kenner, schafft es der Autor einige neue Details aus seinem Leben ans Tageslicht zu bringen.
allerdings ist es zwingend notwendig die vorherigen Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben, da es häufigen Bezug zu alten Fällen und Personen gibt.
Ein sehr lesenswerter Krimi, ein guter Plot und spannende Stunden.
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5/5
22.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Pure Isländische Spannung
Ich liebe die Reihe um den pensionierten Kommissar Konráð. Mit jedem neuen spannenden Fall, in den er sich einmischt, kommt er auch dem ungelösten Rätsel um die Ermordung seines Vaters, vor über 20 Jahren, immer näher. Sehr spannend und zu Recht auf Platz 1 der isländischen Bestsellerliste.
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5/5
25.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Pistole taucht auf und bringt...
Eine Pistole taucht auf und bringt den pensionierten Polizisten auf eine neue Spur. Bis in die familiäre Vergangenheit gehen die Ermittlungen. Wie immer bei dem Autor komplex und spannend.
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3/5
11.09.2025
eBook (ePUB)
Langwierig und kompliziert
In diesem letzten Band der Krimiserie geht Ex-Kommissar vor allem der Luger nach, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Ermordung seines Vaters steht. Das Lesen wird erschwert durch nicht
gekennzeichnete Zeitsprünge, es empfiehlt sich außerdem, wegen der
mittlerweile großen Anzahl von beteiligten Personen die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Wie vorher, spielt das Milieu der Kleinkriminellen eine wesentliche Rolle.
Sterne 3
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