Nach dem Tod ihres Mannes findet Halla eine Pistole in einer Garage mitten in Reykjavík. Sie bringt sie zur Polizei. Als der pensionierte Kommissar Konráð davon erfährt, erinnert er sich, dass sein Vater eine ebensolche Waffe besaß. Ein Mitarbeiter der Spurensicherung findet zudem heraus, dass aus dieser Waffe der tödliche Schuss in einem anderen ungeklärten Fall stammt. Damals wurde ein Mann namens Garðar aus heiterem Himmel erschossen. Konráð nimmt nun privat Ermittlungen auf, weil er wissen will, was sein Vater mit den Verbrechen zu tun hat. Eine Spur führt zu Gústaf, einem Arzt, der wegen Kindesmissbrauchs im Gefängnis sitzt. Auch Konráðs Vater war damals mit diesem Arzt in Kontakt ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Elke
aus Heiligenhaus
4/5
02.04.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Immer mehr kommt ans Licht
Für herausragend halte ich das Konzept dieser Reihe. Dem Autor gelingt es, mehrere miteinander in Verbindung stehende alte Fälle inclusive den Mord am Vater des Protagonisten allein durch Befragen von Personen, die eventuell etwas wissen könnten, aufzuklären, und das durch einen pensionierten Polizisten, der sich eigentlich aus den Ermittlungen heraushalten soll.
Weniger schön ist, dass der Sprecher nahtlos von Handlungsstrang zu Handlungsstrang, von der Vergangenheit der 60er, in die spätere Vergangenheit und die Gegenwart springt (ob es Kapitelüberschriften gibt, kann ich leider nicht sagen, da ich die Hörbücher höre), so dass es oft etliche Sekunden dauert, ehe ich mich zurecht gefunden habe, wer jetzt wann wo agiert.
Zwar habe ich mich mittlerweile an den Sprecher gewöhnt, halte ihn dennoch nicht für die beste Wahl. Vor allem stört mich, dass jede Figur irgendwie gehässig oder sarkastisch klingt und er mit nur einer Stimme für alle Personen spricht.
Der mysteriöse Einschlag in Form von einem Medium, das Verbindung in die Totenwelt hat, stört mich da eher weniger. Es gibt immerhin Vieles, das wir uns kaum vorzustellen wagen, und das dennoch existiert.
Meine Bewertung lautet: 76/100 bzw. 08/10 Punkte.
Bewertung
1/5
09.04.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Undurchsichtig und künstlich in die Länge gezogen
Ich habe Indridason bisher immer gerne gelesen, aber das hier war entsetzlich wirr. Eine verschlungene und ziemlich aufgebauschte Geschichte, in der diverse Figuren immer wieder dieselben Informationen wiederholen. Die an sich nicht sehr spannende Geschichte wird dadurch unnötig in die Länge gezogen und wird keineswegs interessanter.
Der Sprecher liest mit "viel Bedacht", um es mal vorsichtig auszudrücken. Das macht das Ganze noch unerträglicher. Vielleicht hätte man es mit 1,5-facher Geschwindigkeit hören sollen.
sleepwalker
5/5
13.05.2025
eBook (ePUB)
„Das dunkle Versteck“ ist der…
„Das dunkle Versteck“ ist der Titel von Arnaldur Indriðasons aktuellem Buch und dunkel ist dabei ganz sicher nicht nur das Versteck. Das ganze Buch ist düster und hat eine äußerst bedrückende und depressive Grundstimmung. Dennoch war es für mich ein atmosphärisch dichter und packender Krimi. Es ist der fünfte Teil der Serie um den ehemaligen Kommissar Konráð, man kann das Buch aber auch einzeln lesen, wirklich wichtige Vorkenntnisse werden im Lauf der Geschichte erklärt, sodass es trotz der Komplexität wenig Verständnisprobleme geben dürfte. Aber von vorn. Der ehemalige Kommissar Konráð versucht nach wie vor, den einige Jahrzehnte zurückliegenden Mord an seinem Vater aufzuklären. Als bei der Polizei eine Pistole abgegeben wird, die eine Witwe im Nachlass ihres verstorbenen Mannes gefunden hat, wird er hellhörig. Diese oder eine ähnliche Waffe der Marke Luger hat er schon einmal gesehen. Die Kriminaltechnik kann die aufgefundene Waffe schnell einem Mordfall aus den 1950er Jahren zuordnen, damals war Garðar, ein Arbeiter aus Reykjavík in einer Barackensiedlung aus heiterem Himmel erschossen worden. Konráð nimmt private Ermittlungen auf. Er befürchtet, sein Vater hätte etwas mit dem Mord zu tun gehabt. Seppi war ein Kleinkrimineller und hatte Kontakte in die Unterwelt. Plötzlich findet Konráð sich in einen Fall wieder, in dem „der Schneider“, „der Arzt“ und „der Polizist“ s**ualisierte Gewalt an Kindern im großen Stil betrieben, unterstützt vom Leiter des örtlichen Kinderheims. Sind sie auch vor Mord nicht zurückgeschreckt? Was hatte Konráðs Vater damit zu tun? Und wer sind die beiden Frauen, die das Medium Eygló immer wieder sieht? „Das dunkle Versteck“ ist mein zweiter Krimi von Arnaldur Indriðason und ich muss sagen, ich lerne den Autor und seinen Protagonisten Konráð immer mehr zu schätzen. Die Melancholie und Düsternis, die er und damit das ganze Buch ausstrahlen, treffen bei mir genau einen Nerv. Auch die Tatsache, dass Konráð ein Ermittler mit Ecken, Kanten, Fehlern und einer halbseidenen Vergangenheit ist, mag ich sehr. Konráð kämpft an mehreren Fronten: er ermittelt gegen den Willen seiner ehemaligen Kollegin Marta im Fall der gefundenen Pistole, hat mit einem alten Korruptionsfall unter Kollegen zu tun, sucht den Mörder seines Vaters, ermittelt wegen eines Überfalls auf seine Schwester Beta und zu allem Überfluss hat er auch noch Ärger mit seiner Lebensgefährtin Svanhildur). An die isländischen Namen habe ich mich inzwischen gewöhnt, ebenso an die Tatsache, dass alle immer geduzt werden und nur einen Vornamen haben. In diesem Buch greift er Themen wie Homophobie, Korruption und s**ualisierte Gewalt gegen Kinder auf – Themen, die leider nach wie vor aktuell sind. Der Spannungsbogen in der Geschichte ist eher flach, die wahre Spannung findet unterschwellig statt. Dazu gibt es enorm viele Charaktere, fast alle tragen irgendwie zur Geschichte bei und alle fordern von der Leserschaft höchste Konzentration, sonst verliert man schnell den Überblick. Alles und jeder hängt irgendwie mit allem und jedem zusammen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Das Buch ist ganz sicher keines, um es nebenher zu lesen. Sprachlich finde ich es sehr angenehm, allerdings auch in der Hinsicht eher anspruchsvoll. Die Geschichte verläuft auch zeitlich nicht linear, der Autor springt von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück und schafft dadurch mehrere Erzählstränge. Auch da ist Mitdenken gefordert, denn die unterschiedlichen Zeitebenen erkennt man nur durch den Inhalt, optisch sind sie nicht voneinander zu unterscheiden. Arnaldur Indriðasons Stil und drin Gespür für Zwischentöne haben mich beeindruckt, seine Fähigkeit, eine enorm düstere und bedrückende Atmosphäre zu schaffen finde ich bemerkenswert. Es fiel mir zuerst schwer, in die Geschichte einzutauchen, aber nach ein paar Dutzend Seiten hatte sie mich gepackt. Dranbleiben hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt! Von mir gibt es für dieses Buch fünf Sterne.
Eine großartige Geschichte, erzählt von einem großen Erzähler. Unaufgeregt, spannend, einfühlsam, vielschichtig. Es geht um Freundschaften, Familien, gebrochene Menschen, um Pädophilie sowie Homosexualität und den Umgang damit in den 50er Jahren. Es steckt aber noch so viel mehr in diesem Buch!
Im_Lesehimmel
aus Berlin
5/5
04.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Komplex und spannend
Der Roman beginnt mit einer bedrückende Eingangsszene - ein Junge mit seinem gewalttätigem und alkoholabhängigem Vater. Bereits hier wird klar, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn nicht das beste gewesen ist. Wenig später weiss man, dass es sich bei dem Jungen um Kommissar Konráð handelt, dessen Vater umgebracht wurde. Und auch sonst ist das zugrundeliegenden Themen heftig, denn es geht unter anderem um Kindesmissbrauch.
Es ist ein spannendes und komplexes Geflecht aus verschiedenen Fällen aus der Gegenwart und Vergangenheit, welches der Autor entwickelt hat. Man muss schon dranbleiben, um bei den schwierigen isländischen Namen den Überblick zu behalten, aber das ist mir leicht gefallen. Ich habe die Aufklärung mit großem Interesse verfolgt und war sehr neugierig darauf, wie alles zusammenhängt.
Die Figur des pensionierten Kommissars habe ich lange sehr misstrauisch betrachtet. Er war für mich nicht so leicht einzuordnen und mich hat wiederholt die Frage beschäftigt, was für ein Mensch er ist. Außerdem wurde deutlich, dass sich die Verbrechen der Väter auf die Söhne auswirken und insofern war für mich interessant, inwiefern Konráð daran beteiligt war.
Er stellt Ermittlungen an, zu denen er nicht befugt ist, ist nicht gerade zimperlich und bewegt sich sehr oft an der Grenze zur Legalität. Konráð ist sehr eigenwillig und hartnäckig und lässt sich nicht hineinreden.
Sein Charakter hat die Handlung zusätzlich sehr spannend gemacht.
Für mich war es ein fesselnder Kriminalroman und ein neu entdeckter Autor, von dem ich sicherlich noch weitere Bücher lesen werde.
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5/5
22.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Pure Isländische Spannung
Ich liebe die Reihe um den pensionierten Kommissar Konráð. Mit jedem neuen spannenden Fall, in den er sich einmischt, kommt er auch dem ungelösten Rätsel um die Ermordung seines Vaters, vor über 20 Jahren, immer näher. Sehr spannend und zu Recht auf Platz 1 der isländischen Bestsellerliste.
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5/5
25.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Pistole taucht auf und bringt...
Eine Pistole taucht auf und bringt den pensionierten Polizisten auf eine neue Spur. Bis in die familiäre Vergangenheit gehen die Ermittlungen. Wie immer bei dem Autor komplex und spannend.
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3/5
11.09.2025
eBook (ePUB)
Langwierig und kompliziert
In diesem letzten Band der Krimiserie geht Ex-Kommissar vor allem der Luger nach, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Ermordung seines Vaters steht. Das Lesen wird erschwert durch nicht
gekennzeichnete Zeitsprünge, es empfiehlt sich außerdem, wegen der
mittlerweile großen Anzahl von beteiligten Personen die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Wie vorher, spielt das Milieu der Kleinkriminellen eine wesentliche Rolle.
Sterne 3
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