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Zuleika Roman

11

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21/14,2/2,6 cm

Gewicht

432 g

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

The Emperor's Babe

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50238-1

Beschreibung

Rezension

»Wie ›Blondes Herz‹ zeigt es, was diese Autorin, was Sprache kann: poetisch, witzig, hart, eigenwillig und verblüffend zugänglich von Gewaltverhältnissen erzählen, die eigentlich kaum in Worte zu fassen sind.« Sabine Rohlf, Berliner Zeitung am Wochenende, 21./22. Juni 2025 ("Berliner Zeitung am Wochenende")
»Noch erfrischender, origineller und bereichernder ist der […] weibliche Blick auf römische Geschichte […]. Bernardine Evaristo provoziert mit diesem Roman ebenso die männliche Sicht auf antike Geschichte, […] immer wieder sprengt sie die Grenzen von Raum und Zeit und verweist auch auf Problemstellungen, für die moderne Gesellschaften gerade nach Antworten suchen.« Andreas Knabl, Circulare, Ausgabe 01/2025 ("Circulare")
»Dass London als Kolonie gezeigt wird, während die Briten doch große Kolonisatoren gewesen sind, ist eine komische Wendung, die mir viel Spaß gemacht hat.« Sir Salman Rushdie, ZDF – Literarisches Quartett, 17. Mai 2024 ("ZDF")
»Grotesk, genial, genreübergreifend. […] Eine literarische Ideenorgie, die sogar die alten Römer begeistert hätte. […] Wer Sprache liebt und gegenüber kreativen Stilbrüchen offen ist, wird von Zuleika begeistert sein. Oder wie man im Kolosseum sagen würde: Daumen nach oben.« Diana Wieser, Schreiblust Leselust, 04. Mai 2024 ("Schreiblust-Leselust")
»Ein frühes meisterliches Werk.« Christian Rein, Aachener Zeitung, 29. April 2024 ("Aachener Zeitung")
»[E]in unterhaltsames Experiment und dazu ein starker fiktiver Versuch, das Leben von Schwarzen Menschen im London der späten Antike nachzuzeichnen.« Kevin Junk, Buchkultur, Ausgabe 02/2024, 12. April 2024 ("Buchkultur")
»Ein abenteuerliches Sprachspiel – und verblüffend gut.« Südwest Presse, 06. April 2024 ("Südwest Presse")
»Der Teufel steckt wie immer im System, nur dass Evaristo und das hier nicht sozialwissenschaftlich analysiert, sondern das wirklich lustvoll und witzig und auch mit einem ganz feinen Sinn für feministische Subversion zur Aufführung bringt und das ist wirklich ein Genuss zu lesen.« Sarah Murrenhoff, rbb, 25. März 2024 ("rbb")
»Evaristo packt Theorie, Ästhetik und Empathie so in einen Text, als wäre alles ganz leicht.« Christina Vettorazzi, Falter, 21. März 2024 ("FALTER")
»Fast noch mehr als die bloße Geschichte fasziniert dabei Evaristos Schreibstil. Das Buch ist in Versform verfasst– im Original wie in der kongenialen Übersetzung von Tanja Handels. Die Sprache will aber so gar nicht in die Epoche passen, sondern ist durchzogen von einer sehr heutigen „Rotzigkeit“.« Kölnische Rundschau, 19. März 2024 ("Kölnische Rundschau")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21/14,2/2,6 cm

Gewicht

432 g

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

The Emperor's Babe

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50238-1

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    03.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll

    Zuleika ist vieles, Tochter, Geliebte, Frau, Freundin. Doch vor allem ist sie eines. Frech. Als Zuleika mit elf Jahren von ihrem Vater verheiratet wird beschließt sie noch in ihrer Hochzeitsnacht sich niemals unterdrücken zu lassen und sich vom Leben alles zu nehmen was sie will. Doch für ihre Aufmüpfigkeit, ihre freche Art und ihre wehemente Weigerung sich unterzuordnen bezahlt sie am Ende einen sehr hohen Preis. Der Roman hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Zuleika ist eine geradezu schillernde Protagonisitn voll von Witz, geistreichen Einfällen und einer Erzählstimme die sich sehen lassen kann. Man fühlt sich Zuleika einerseits nahe und andererseits schafft sie durch ihre Art des Erzählens eine gewisse distanziertheit die für mich vermittelt hat das sie zwar versucht nicht aufzugeben allerdings nicht mehr viel Hoffnung hat mit ihrem Freiheitsdrang durchzukommen. Eine Junge Frau die versucht sich nicht unterzuordnen, jedoch den zwängen ihrer Zeit letztlich ausgeliefert ist, die mit aller Kraft versucht sich nicht fügen zu müssen jedoch letztlich daran zu zerbrechen droht. Ein wirklich sehr kraftvoller, gelungener Roman. Großartig Geschrieben und von Tanja Handels gekonnt übersetzt.

  • LG

    5/5

    16.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wild poetisch

    "Zuleika" ist ein faszinierendes, wildes und poetisches Versepos, das den Leser in eine fiktive Welt des römischen Londons um 200 n. d. Z. entführt. Die ungewöhnliche Erzählform in Versen, die eine Mischung aus Slang, aktuellen Anspielungen, hochgestochener Sprache der Oberschicht und Latein ist, macht beim Lesen großen Spaß und wirkt trotz der großen Künstlichkeit erstaunlich leichtfüßig und authentisch. Ich bin mir sicher, dass die Übersetzerin hier ganze Arbeit geleistet hat. Tipp: Ich musste tatsächlich ab und zu lateinische Vokabeln nachschlagen, Grundkenntnisse des Lateinischen schaden also bei der Lektüre definitiv nicht. Dennoch ist der Mix aus Altem und Aktuellem der für mich faszinierendste Aspekt des Romans. Die Hauptfigur, Zuleika, ist eine fesselnde Protagonistin, die als Schwarzes Mädchen in den Straßen des multikulturellen Londons lebt. Als ihr Vater sie im Alter von elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet, lernt sie zwar finanzielle Sicherheit kennen, sie fühlt sich aber bald eingesperrt und beginnt, inspiriert durch die Lektüre der griechischen Klassiker, selbst zu schreiben - die Versuche sind eher naiv, aber durch diesen Kontrast wirkt die Erzählweise des Romans dann noch einmal umso interessanter. Den Kontakt zum Leben jenseits der Konventionen verliert Zuleika durch ihre Freundinnen nicht, besonders gut hat mir hier die queere Figur der Venus gefallen. Und schließlich findet Zuleika durch die Begegnung mit dem römischen Kaiser auch noch Leidenschaft - doch wie lange wird die Affäre gut gehen? Die Geschichte von Zuleika ist geprägt von Widerspenstigkeit, Schlagfertigkeit und wilder Schönheit. Die Autorin hat es geschafft, eine Inter Welt zu erschaffen, die mich sprachlich als auch inhaltlich in ihren Bann gezogen hat und der man die Freude der Autorin am Schreiben anmerkt. Das war mein erster Roman der Autorin, aber definitiv nicht mein letzter!

  • Lu

    aus Hamburg

    5/5

    16.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Zuleika" ist ein faszinierend…

    "Zuleika" ist ein faszinierendes, wildes und poetisches Versepos, das den Leser in eine fiktive Welt des römischen Londons um 200 n. d. Z. entführt. Die ungewöhnliche Erzählform in Versen, die eine Mischung aus Slang, aktuellen Anspielungen, hochgestochener Sprache der Oberschicht und Latein ist, macht beim Lesen großen Spaß und wirkt trotz der großen Künstlichkeit erstaunlich leichtfüßig und authentisch. Ich bin mir sicher, dass die Übersetzerin hier ganze Arbeit geleistet hat. Tipp: Ich musste tatsächlich ab und zu lateinische Vokabeln nachschlagen, Grundkenntnisse des Lateinischen schaden also bei der Lektüre definitiv nicht. Dennoch ist der Mix aus Altem und Aktuellem der für mich faszinierendste Aspekt des Romans. Die Hauptfigur, Zuleika, ist eine fesselnde Protagonistin, die als Schwarzes Mädchen in den Straßen des multikulturellen Londons lebt. Als ihr Vater sie im Alter von elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet, lernt sie zwar finanzielle Sicherheit kennen, sie fühlt sich aber bald eingesperrt und beginnt, inspiriert durch die Lektüre der griechischen Klassiker, selbst zu schreiben - die Versuche sind eher naiv, aber durch diesen Kontrast wirkt die Erzählweise des Romans dann noch einmal umso interessanter. Den Kontakt zum Leben jenseits der Konventionen verliert Zuleika durch ihre Freundinnen nicht, besonders gut hat mir hier die queere Figur der Venus gefallen. Und schließlich findet Zuleika durch die Begegnung mit dem römischen Kaiser auch noch Leidenschaft - doch wie lange wird die Affäre gut gehen? Die Geschichte von Zuleika ist geprägt von Widerspenstigkeit, Schlagfertigkeit und wilder Schönheit. Die Autorin hat es geschafft, eine Inter Welt zu erschaffen, die mich sprachlich als auch inhaltlich in ihren Bann gezogen hat und der man die Freude der Autorin am Schreiben anmerkt. Das war mein erster Roman der Autorin, aber definitiv nicht mein letzter!

  • Bewertung

    4/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz besonderes Buch

    Zuleika - Bernardine Evaristo aus dem Englischen übersetzt von Tanja Handels Im London des Römischen Reichs, 211 nach Christus, regiert unter Kaiser Sevva, lebt eine schwarze Migrantenfamilie aus Nubia, Sudan. Deren Tochter, Zuleika erlebt ein abenteuerliches Leben mit ihrer Freundin in Londons Gassen. Im Alter von 11 Jahren wird sie durch ihren Vater an einen reichen und alten Patrizier verheiratet. Für Ihre Familie sichert es den sozialen Aufstieg, für sie ist es das Ende ihrer Kindheit. „Von Verlangen durchtränkt treiben seine Pupillen im kaltblauen Januarhimmel, zeigen kein Erbarmen, so sehr auch meine auf Unschuld plädieren“. Der abstoßende, gruselige, zu alte Mann wird immer wieder aus Sicht ihrer eigenen kindlichen Unschuld beschrieben, obwohl wohlhabend, verachtet sie ihre Lebensumstände und leidet unter ihrer Einsamkeit. Sie wird im wahrsten Sinne zu seinem Objekt. Die Begegnung mit dem Kaiser Serverus beschert ihr sinnliche Erlebnisse („Spürte ich, dass mich jemand ganz macht“) doch das Glück währt nicht lange. Dieses Buch ist ein sprachliches Meisterwerk, ein Versepos, mal eindringlich poetisch, gespickt mit lateinischen Vokabeln, dann in moderner schnoddriger Sprache. Es gelingt der Autorin wunderbar, die Gedankenwelt dieses jungen Mädchens, die Atmosphäre der Stadt, die Lebenssituationen der Menschen einzufangen und dabei eine gedankliche Mischung zwischen Römischem Reich und Neuzeit herzustellen. Und dabei bricht sie Traditionen und Erwartungen an Literatur auf. Evaristo hat dieses Werk bereits vor 20 Jahren geschrieben, es wurde nun, angesichts ihres Erfolges als Booker-Preis-Gewinnerin von Tanja Handels hervorragend übersetzt. Auch wenn es zunächst weit hergeholt erscheint, bezieht sich die Autorin auf historisch belegte Erkenntnisse, dass auch bereits zur Zeit der römischen Besatzung Menschen aus Afrika in Großbritannien lebten.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    01.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zuleika Scheiß-Musterkind vom Dienst est.

    Der Roman erzählt in 10 Kapiteln die ergreifende und aufwühlende Geschichte von Zuleika, einer Nubierin, welche im 3. Jahrhundert lebt. Die Geschichte ging mir sehr nahe, weil sie die Zeiten zusammenrücken lässt. Sie zeigt auf, dass die Frauen zu damaliger Zeit mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten, wie heute. Auch der poetische Stil fand ich passend. Zwar ist die Sprache an sich sehr modern - gar umgangssprachlich - dank dem Stil findet aber eine zeitliche Abgrenzung statt. Das Buch habe ich in einem Fluss gelesen. Es las sich - nachdem ich mich an den Stil gewöhnt hatte - sehr leicht. Ein erneut überraschender, starker, kritischer Roman von Bernardine Evaristo, der wiederum etwas anders ist.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kristiane Müller

    Kristiane Müller

    Thalia Hamburg – EKZ Hamburger Meile

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einen so ungewöhnlichen historischen...

    Einen so ungewöhnlichen historischen Roman, über eine junge Frau die ihre Stimme und ihre Freiheit sucht, habe ich noch nie gelesen. Das antike Setting trifft auf eine gewollt anachronistische, erstaulich flüssig lesbare,versgebundene Sprache. Zuleika rappt!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    21.03.2024

    eBook (ePUB 3)

    Eine Frau als künftige Kaiserin

    Eine Geschichte, die im England zur Zeit der Römischen Herrschaft spielt. Zuleika, ursprünglich aus Nubien kommend, wird von ihrem Vater aus finanziellen Gründen an einen reichen Römer verkauft. Wie findet sie sich mit ihrem Los ab und wie lebt sie weiter? Dieser Titel zeichnet sich durch eine ungewöhnliche sprachliche Form aus.Er ist in Versform geschrieben. Aber an den Stil gewöhnt man sich schon nach wenigen Seiten und er passt auch hervorragend zum zeitlichen Background des Romans. Ich muss sagen es war ein sehr intensives Leseerlebnis. Wer es also etwas experimentell mag, gerne zugreifen.
  • Zum Bewerterprofil von Mara Ahlburg-Schmidt

    Mara Ahlburg-Schmidt

    Thalia Ludwigsburg

    Buchhändler*in

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    3/5

    06.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darauf war ich nicht gefasst

    Von Evaristo habe ich schon viel gehört und mit "Zuleika" wollte ich endlich meinen ersten Roman lesen. Nur war ich auf die experimentelle Versform und den "Sprachwitz" nicht gefasst. Die Geschichte ist eigentlich eine sehr spannende: Zuleika ist ein wunderschönes, aber auch "exotisches" Mädchen, denn sie ist dunkelhäutig. Sie wird früh an einen reichen Patrizier verheiratet, der nicht gerade ein angenehmer Ehemann ist. Doch Zuleika hat ihre eigenen Pläne fürs Leben. Sie erweckt die Aufmerksamkeit des Kaisers und wird seine Geliebte - und das sehr öffentlich. Eine neue Ehe scheint zum Greifen nahe - doch es kommt alles anders. Der ganze Roman ist wie gesagt in Versform geschrieben, das liegt vielleicht daran, dass Zuleika Dichterin ist. Außerdem gestaltet Evaristo die Sprache und den Humor sehr modern. Dieser bewusste Kontrast zum Setting wirkt etwas bizarr und ich habe mich leider nicht ganz damit anfreunden können.
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Hofmann

    Andrea Hofmann

    Thalia Regensburg – Donau-Einkaufszentrum

    Buchhändler*in

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    3/5

    18.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zuleika

    Bernadine Evaristos letztes Buch, "Mr. Loverman", habe ich geliebt. Da konnte "Zuleika" leider nicht ganz mithalten. Auch wenn Frau Evaristo in diesem Buch ebenfalls einen markanten Charakter geschaffen hat. Die junge Zuleika lässt sich so schnell nichts gefallen und kämpft um ihre Träume. Eine modern erzählte historische Geschichte, wie nebenbei verwoben u.a mit den Themen Hautfarbe, Queerness, verbotene Liebe und einigem mehr. Der ganze Text ist geschrieben in Versform, erstmal gewöhnungsbedürftig (für mich), aber leicht zu lesen und letztendlich passt es ja zu Zuleika selbst perfekt!

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