Produktbild: Solange wir schwimmen

Solange wir schwimmen

23

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

26734

Erscheinungsdatum

08.08.2023

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

4420 KB

Übersetzt von

Katja Scholtz

Sprache

Deutsch

EAN

9783866488243

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

26734

Erscheinungsdatum

08.08.2023

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

4420 KB

Übersetzt von

Katja Scholtz

Sprache

Deutsch

EAN

9783866488243

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  • Bewertung

    5/5

    02.11.2023

    eBook (ePUB 3)

    Einfach billant

    »Eine von uns – Alice, eine pensionierte Labortechnikerin in einem frühen Stadium von Demenz – kommt her, weil sie schon immer hergekommen ist. Und auch wenn sie sich vielleicht nicht an die Nummer ihres Schließfachs erinnert oder daran, wo sie ihr Handtuch hingelegt hat – sobald sie ins Wasser gleitet, weiß sie, was zu tun ist. Ihre Armzüge sind lang und fließend, ihr Beinschlag ist kräftig, ihr Geist klar.« S.9 Es dauert eine Weile, bis deutlich wird, dass Alice in den Fokus der Geschichte rückt, denn zunächst erleben wir aus der ungewöhnlichen Wir-Perspektive das Treiben in einem unterirdischen Schwimmbad. Alice ist Teil dieser Menschen, die ihre Regeln befolgen, ihre festen Rituale haben, sich an einen Rückzugsort vom hektischen Alltagsleben »da oben« flüchten. So unterschiedlich sie auch sind, hier sind sie eine verschworene Gemeinschaft. Otsukas Satzrhythmus erinnert tatsächlich an gleichmäßige Schwimmzüge. Einzelne Personen tauchen immer wieder aus der Gemeinschaft auf, als würden sie kurz Luft holen. Doch dann erscheint ein Riss unter Bahn 4, haarfein zunächst, doch dieser Riss beschäftigt die Seitenlagenschwimmer, Aquajogger, Morgenschwimmer und Bahnenrowdys auf alle erdenkliche Weisen. Der Riss geht nicht nur durch die Fliesen, auch durch die Gemeinschaft, durch Alice’s Kopf und durch die Geschichte. Der heitere Schreibstil reißt ab, und wir tauchen in die Welt der Demenz ab, in das Vergessen, das Sich-nicht-mehr-erinnern-können. Hier hat mich Otsuka, fast wie in einem Strudel, in die Tiefe gezogen. Von »na ja, so schlimm wird es schon nicht sein« bis »das wars, wir müssen schließen«. Denn der Verlauf der Demenz ist unaufhaltbar. Trotz der bedrohlichen Situation bleibt Otsukas Sprache zärtlich und mitfühlend. Das ändert sich, als Alice ins Belavista, eine Langzeit-Pflegeeinrichtung, »umziehen« muss. Ab hier gibt es kein Zurück mehr. Keine Selbstbestimmung, nur noch Kontrolle. Es schwingt auch eine gehörige Portion Kritik am Pflegesystem mit. Gleichzeitig apelliert die Stimme an das Leben. Es findet jetzt in diesem Augenblick statt. Es gibt ihn nicht, diesen »besseren Moment«, für den man Dinge aufspart, denn am Ende bleibt nur die Reue, etwas nicht getan zu haben. »… Sie hätten diese teuren Pumps tragen sollen, die Sie ganz hinten in Ihrem Schrank für einen besonderen Anlass aufbewahrt haben (der welcher wäre?). Sie hätten leben sollen (aber was haben Sie stattdessen gemacht? Sie sind auf Nummer sicher gegangen und in Ihrer Bahn geblieben).« S.91 Noch eindringlicher wird der Tenor, wenn Otsuka in die Du-Perspektive wechselt. Du, das ist die Tochter, deren innere Stimme ihr Vorwürfe macht. Denn nun lässt sich nichts mehr nachholen, was sie über die Jahre versäumt hat zu tun. Wie viel schulden wir eigentlich unseren Eltern? »Du hast deine Mutter in all den Jahren, in denen du weg warst, kein einziges Mal zu dir eingeladen. Du hast ihr nie geschrieben … Du bist nie mit ihr nach Paris oder Venedig oder Rom gefahren, an all die Orte, von denen sie immer geträumt hat …« S.128 Fazit. Ich bin sicher, dass dieses Buch nicht jedermanns Geschmack ist, schon aufgrund der fehlenden Handlung. Für mich war es ein absolutes Highlight. Otsuka hat mich mit ihrer meisterhaften Umsetzung, ihrem gekonnten Spiel mit außergewöhnlichen Perspektiven, mit ihren schonungslosen Brüchen, ihrer Direktheit schwer beeindruckt – literarisch ein absolutes Meisterwerk, das mich emotional schonungslos in die Tiefe gerissen hat. Und dass sie es bei all der Tragik geschafft hat, Humor wie kleine lichte Momente aufblitzen zu lassen, ohne die das Buch wohl kaum zu verkraften wäre. Mein ganzer Respekt gebührt auch Katja Scholtz, die diese rhythmische, klare Satzstruktur hervorragend ins Deutsche übersetzt hat.

  • Fee04

    5/5

    07.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Schonungslos

    „Solange wir schwimmen“ von Julie Otsuka erzählt uns über Alice, leidenschaftliche Schwimmerin, wundervolle Mutter, bezaubernde Frau mit frontotemporale Demenz. Subtyp Morbus Pick. Pick-Gehirne sind eher selten und doch möchte wohl niemand zu dieser Ausnahme zählen. Ein Buch, welches ich mit offenem Herzen gelesen und vor allem (mit-)gefühlt habe. Im Schwimmbad unter der Erde herrscht eine strenge Ordnung. Hier fühlen sie sich wohl und schwimmen ihre Bahnen. Alle Sorgen von oben, an Land, kann man hinter sich lassen. Auch Alice schwimmt hier seit Jahren kontinuierlich ihre Bahnen. „Da oben, sagt sie, bin ich einfach nur eine kleine alte Dame. Aber hier unten im Schwimmbad bin ich ich selbst.“ (Pos.41) Im wirklichen Leben „oben“ sind sie Nichtskönner, Vielesser, Dichter, Ehepartner, Nonne uvm. , aber unten, im Schwimmbad, sind sie nur eins von dreien: die Schnellen, die Durchschnittlichen und die Langsamen. Oben, an Land, machen sie oftmals nicht viel her, jedoch im Schwimmbecken werden sie wendig, gelenkig unf geschmeidig. Eines Tages erscheint ein Riss im Becken, ist er Einbildung, wirklich da, wurde er gesehen? Manche haben Angst, andere ignorieren den Riss und wieder andere verlassen das Schwimmbecken. War Alice die erste, die diesen Riss gesehen hat? Auch Alice‘s Gedächtnis bekommt einen Riss, oder war er schon da? Die Schwimmer stellen erstmals fest, dass das Leben dort unten auch Nachteile hat. Als Leser nimmt man den Verfall und die Sanierung des Schwimmbades, den Verlust und die Traurigkeit wahr. Parallel taucht man, auf eine berührende Weise, in die fortschreitende Demenz von Alice ein. Der besondere, schlichte und doch kraftvolle Schreibstil der Autorin reißt mich als Leser mit einer Wucht in einen emotionalen Gefühlsstrudel. Die Herangehensweise an das Thema Demenz, Verlust und Mutter-/Tochter-Beziehung werden hier auf eine sehr besondere Art beschrieben, bildlich dargestellt und detailliert alle Phasen ausgearbeitet. Aus unterschiedlichen Perspektiven hat Julie Otsuka ihren Roman aufgebaut. Die Darstellung der verschiedenen Sichtweisen fesselnd unglaublich, eine Schwere, Traurigkeit und immer wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer zieht durch die Seiten. Die Wahrheit, dass die Krankheit keine höhere Bedeutung hat, keinen höheren Sinn, weder ein Geschenk, noch eine Prüfung ist, sondern nur traurig macht und Ihrem unausweichlichen Ende näher bringt, ist ehrlich, schonungslos und hart zugleich. Das unabänderliche wird aufgezeigt, alles was sie im Leben verschoben haben, werden sie niemals mehr nachholen können. “Nous sommes desoles. Die Party ist leider vorbei. “ (Pos.993) “Nichts bleibt, wie es ist.” (Pos. 887)

  • Lesefreund

    aus NRW

    3/5

    24.04.2024

    eBook (ePUB 3)

    anstrengend

    Ich habe das Buch aufgrund des ansprechenden Klappentextes gekauft, aber leider habe ich mich sehr quälen müssen es zu Ende zu lesen. Schade, dass sich die Autorin über viele Seiten über einen Riss auslassen kann… die eigentliche Geschichte beginnt meiner Meinung nach erst nach 2/3 des Buches.

  • leseratte1310

    3/5

    30.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Zeit der Veränderungen

    Die Menschen, die regelmäßig ins Schwimmbad unter der Erde kommen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch hier ist es unwichtig, wer sie sind. Wichtig ist, dass sie ihre Sorgen und Probleme hinter sich lassen können. Zu den Schwimmern gehört auch die demente Alice. Doch dann erscheint ein Riss im Becken. Da man die Ursache nicht finden kann, wird das Bad geschlossen. Damit verschlechtert sich auch der Zustand von Alice. Die Autorin Julie Otsuka erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven und in sehr verschiedenen Erzählweisen. Ich fand es anstrengend, diese Art des Erzählens zu lesen. Das Leben ist nicht berechenbar und es kann vorkommen, dass uns etwas aus der Bahn wirft, das für sich betrachtet kein großes Problem ist. Für Alice bedeutet das, dass ein Stück Verlässlichkeit weggebrochen ist und ihr damit Halt fehlt. Auch in ihrem Zustand entsteht ein Riss und sie muss in ein Pflegeheim ziehen. Alices Tochter hat ein schlechtes Gewissen, weil sie nicht weiß, ob sie im Kontakt zu ihrer Mutter wirklich alles richtig gemacht hat. Sie versucht zu ergründen, warum ihre Mutter mit der Krankheit geschlagen wurde. Das Leben in dem Heim ist strengen Regeln unterworfen. Die Pflegebedürftigen mit ihren individuellen Bedürfnissen können nicht adäquat betreut werden. Es ist deprimierend, das mitzuerleben, aber in Zeiten des Pflegenotstandes wohl nicht ungewöhnlich. Es ist eine emotionale und bedrückende Geschichte, die mich aber aufgrund der distanzierten Erzählweise nicht wirklich abgeholt hat.

  • leseratte1310

    aus Niederrhein

    3/5

    30.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Die Menschen, die regelmäßig…

    Die Menschen, die regelmäßig ins Schwimmbad unter der Erde kommen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch hier ist es unwichtig, wer sie sind. Wichtig ist, dass sie ihre Sorgen und Probleme hinter sich lassen können. Zu den Schwimmern gehört auch die demente Alice. Doch dann erscheint ein Riss im Becken. Da man die Ursache nicht finden kann, wird das Bad geschlossen. Damit verschlechtert sich auch der Zustand von Alice. Die Autorin Julie Otsuka erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven und in sehr verschiedenen Erzählweisen. Ich fand es anstrengend, diese Art des Erzählens zu lesen. Das Leben ist nicht berechenbar und es kann vorkommen, dass uns etwas aus der Bahn wirft, das für sich betrachtet kein großes Problem ist. Für Alice bedeutet das, dass ein Stück Verlässlichkeit weggebrochen ist und ihr damit Halt fehlt. Auch in ihrem Zustand entsteht ein Riss und sie muss in ein Pflegeheim ziehen. Alices Tochter hat ein schlechtes Gewissen, weil sie nicht weiß, ob sie im Kontakt zu ihrer Mutter wirklich alles richtig gemacht hat. Sie versucht zu ergründen, warum ihre Mutter mit der Krankheit geschlagen wurde. Das Leben in dem Heim ist strengen Regeln unterworfen. Die Pflegebedürftigen mit ihren individuellen Bedürfnissen können nicht adäquat betreut werden. Es ist deprimierend, das mitzuerleben, aber in Zeiten des Pflegenotstandes wohl nicht ungewöhnlich. Es ist eine emotionale und bedrückende Geschichte, die mich aber aufgrund der distanzierten Erzählweise nicht wirklich abgeholt hat.

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    Stephanie Hepp

    Thalia Saarbrücken

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    5/5

    09.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Riss im unterirdischen Schwimmbad...

    Ein Riss im unterirdischen Schwimmbad ist im Kleinen ebenso eine Veränderung im Leben von Alice und ihrer Umgebung , wie die fortschreitende Demenz. Man muss sich neu sortieren, das eigene Leben und das der Kinder formiert sich neu, eine berührende Geschichte über große Themen.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwimmen und untergehen

    Alice ist eine begeisterte Schwimmerin, das Hallenbad besucht sie mit Gleichgesinnten, um Kraft zu tanken, Abstand vom Alltag zu spüren, sich frei zu fühlen. Risse tun sich auf, einer am Grund des Schwimmbeckens, der andere geht durch Alices Gedächtnis. Demenz ist die Diagnose, trotz einfühlsamer Hilfe der Tochter ist eine familiäre Betreuung mit fortgeschrittener Erkrankung nicht mehr möglich. Alice wird in ein Heim gegeben. Die Autorin hat ein sehr berührendes Buch verfasst, leicht zu lesen ist es nicht, stakkatoartig werden Fakten vermittelt, es ist ein fordernder Text, sowohl die Form als auch der Inhalt.
  • Zum Bewerterprofil von Monika Werner

    Monika Werner

    Thalia Düren

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Solange wir schwimmen

    „Solange wir schwimmen“ erzählt von festen Gewohnheiten und davon, wie das Schwimmbad zum Zuhause für alle leidenschaftlichen Schwimmerinnen und Schwimmer wird. Eines Tages taucht ein Riss im Beckenboden auf – und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor, auch in Alices Erinnerung, die bis dahin ganz entspannt ihre Bahnen gezogen hat. Es hat ihr Halt und Trost gegeben in ihrer beginnenden Demenz. Julie Otsuka erzählt von Liebe, Verlust und den Rissen, die das Leben hinterlässt. Ein sehr bewegender und einfühlsamer Roman über das Vergessen.
  • Zum Bewerterprofil von K. Thuma

    K. Thuma

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eine Erzählung über das große Thema Dmenz

    In überzeugend eigenwilliger Sprache schildert die Autorin die fortschreitende Demenz ihrer Mutter. Ganz am Rande stellt sie als Tochter auch ihre eigene Person und Befindlichkeit dar. Im ersten Teil des Buches ist das beschriebene Schwimmbad mit dem entstandenen Riß am Boden ein gelungenes Gleichnis. Ein Ausflug nach Amerika, an so vielen Orten der Welt ist diese Krankheit -leider- ein Thema.
  • Zum Bewerterprofil von J. Herkrath

    J. Herkrath

    Thalia Darmstadt – Boulevard

    Buchhändler*in

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    4/5

    28.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über die Beständigkeit...

    Ein Buch über die Beständigkeit des Schwimmens in einer sich ständig verändernden Welt. Perfekt für Fans von "22 Bahnen" von Caroline Wahl!

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