Produktbild: Das späte Leben

Das späte Leben

Aus der Reihe detebe
55

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.12.2023

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,6/12,7/2,3 cm

Gewicht

265 g

Farbe

Elfenbein / Aquamarin

Auflage

02. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07271-6

Beschreibung

Rezension

»Bernhard Schlink gehört zu den größten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.«
»›Das späte Leben‹ ist ein stiller, großer und wichtiger Text.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.12.2023

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,6/12,7/2,3 cm

Gewicht

265 g

Farbe

Elfenbein / Aquamarin

Auflage

02. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07271-6

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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2 Sterne

1 Sterne

Gefühlvoll, emotional, schonungslos ehrlich

Astrid Wergen am 21.04.2025

Bewertungsnummer: 2471576

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt Phasen im Leben, an denen die Einschläge im Alltag näher kommen. Die Einschläge, denen man sehr gerne aus dem Weg gehen möchte. Denn sie sind unbequem, und erinnern einen an die Vergänglichkeit des eigenen Lebens. Diese Einschläge können der unbarmherzige Tod von Freunden sein, aber auch die Diagnose von schlimmen Krankheiten. In „Das späte Leben“ von Bernhard Schlink geht es um Martin, der bereits 76 ist. Sein Arzt eröffnet ihm, dass er aufgrund seiner Krebsdiagnose nur noch wenige Monate zu leben hat. Zwar kann man ihn medikamentös noch so einstellen, dass evtl. was zu machen ist, aber Martin entscheidet sich dagegen. Doch wie geht man mit so einer Situation um? Hinzukommt: seine Frau ist deutlich jünger, der gemeinsame Sohn könnte sein Enkel sein. Er weiht seine Frau schlussendlich ein, und nun müssen beide lernen, damit umzugehen. Beiden fällt die Situation sichtlich nicht leicht. Martins Frau überzeugt ihm Schlussendlich, dem gemeinsamen Sohn etwas zu hinterlassen. Vielleicht Videos mit Dingen, die ihm wichtig sind. Vielleicht gemeinsame Erinnerungen, Briefe, oder ähnliches. Die Versuche muten manchmal skurril an, und hinterlassen doch eine berechtigte Frage: Was bleibt vom einzelnen Menschen, der geht? Sind es materielle Dinge wie ein Komposthaufen? Sind es individuelle Botschaften, wie z. B. man sich als junger Mann das erste mal rasiert? Oder basiert das einzelne Leben auf ganz anderen wichtigen Dingen? In diesem Buch muss sich nicht nur das Paar als solches mit der Situation auseinander setzen. Die Frau, die bereits eine Affäre zu einem gleichaltrigen Mann angefangen hat, muss sich überlegen, ob diese Affäre es noch wert ist, oder ob sie lieber ihrem Mann in den letzten Tagen beisteht. Der betroffene Patient muss sich überlegen, wie er gehen will, und was er seiner Familie hinterlässt. Materiell ist es vielleicht noch einfach, Dinge auszumisten, aber was hinterlässt man der Familie? Sind es die eigenen Erinnerungen, Familiengeschichten, ganz individuelle Erlebnisse? Bernhard Schlink hat sich gefühlvoll mit der Situation auseinander gesetzt. Dabei stellt auch er fest: es gibt nicht die eine Lösung. Es gibt so viele Optionen zu gehen, und doch zu bleiben. Was bleibt vom Menschen? Wie geht die Nachwelt mit diesem emotionalem Erbe um? Was ist und bleibt wichtig, was muss man loslassen? Die Balance zwischen Loslassen und Bleiben zu finden, ist nicht einfach. Es ist eine individuelle Entscheidung, eine sehr emotionale Entscheidung, die man nicht so einfach treffen kann. Und meist trifft man sie dann, wenn es meist zu spät ist. Wenn man nicht mehr genügend Zeit hat, sich noch in Ruhe um Dinge zu kümmern, die Bestand für das Umfeld hat, aber auch für einen selbst. Ab wann kann man „entspannt“ gehen, ab wann macht man selbst seinen Frieden, ab wann kann man loslassen? Ein Buch, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat, und einen daran erinnert, wie zerbrechlich das Leben ist. Klare Leseempfehlung: Emotional, und schonungslos ehrlich und direkt

Gefühlvoll, emotional, schonungslos ehrlich

Astrid Wergen am 21.04.2025
Bewertungsnummer: 2471576
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt Phasen im Leben, an denen die Einschläge im Alltag näher kommen. Die Einschläge, denen man sehr gerne aus dem Weg gehen möchte. Denn sie sind unbequem, und erinnern einen an die Vergänglichkeit des eigenen Lebens. Diese Einschläge können der unbarmherzige Tod von Freunden sein, aber auch die Diagnose von schlimmen Krankheiten. In „Das späte Leben“ von Bernhard Schlink geht es um Martin, der bereits 76 ist. Sein Arzt eröffnet ihm, dass er aufgrund seiner Krebsdiagnose nur noch wenige Monate zu leben hat. Zwar kann man ihn medikamentös noch so einstellen, dass evtl. was zu machen ist, aber Martin entscheidet sich dagegen. Doch wie geht man mit so einer Situation um? Hinzukommt: seine Frau ist deutlich jünger, der gemeinsame Sohn könnte sein Enkel sein. Er weiht seine Frau schlussendlich ein, und nun müssen beide lernen, damit umzugehen. Beiden fällt die Situation sichtlich nicht leicht. Martins Frau überzeugt ihm Schlussendlich, dem gemeinsamen Sohn etwas zu hinterlassen. Vielleicht Videos mit Dingen, die ihm wichtig sind. Vielleicht gemeinsame Erinnerungen, Briefe, oder ähnliches. Die Versuche muten manchmal skurril an, und hinterlassen doch eine berechtigte Frage: Was bleibt vom einzelnen Menschen, der geht? Sind es materielle Dinge wie ein Komposthaufen? Sind es individuelle Botschaften, wie z. B. man sich als junger Mann das erste mal rasiert? Oder basiert das einzelne Leben auf ganz anderen wichtigen Dingen? In diesem Buch muss sich nicht nur das Paar als solches mit der Situation auseinander setzen. Die Frau, die bereits eine Affäre zu einem gleichaltrigen Mann angefangen hat, muss sich überlegen, ob diese Affäre es noch wert ist, oder ob sie lieber ihrem Mann in den letzten Tagen beisteht. Der betroffene Patient muss sich überlegen, wie er gehen will, und was er seiner Familie hinterlässt. Materiell ist es vielleicht noch einfach, Dinge auszumisten, aber was hinterlässt man der Familie? Sind es die eigenen Erinnerungen, Familiengeschichten, ganz individuelle Erlebnisse? Bernhard Schlink hat sich gefühlvoll mit der Situation auseinander gesetzt. Dabei stellt auch er fest: es gibt nicht die eine Lösung. Es gibt so viele Optionen zu gehen, und doch zu bleiben. Was bleibt vom Menschen? Wie geht die Nachwelt mit diesem emotionalem Erbe um? Was ist und bleibt wichtig, was muss man loslassen? Die Balance zwischen Loslassen und Bleiben zu finden, ist nicht einfach. Es ist eine individuelle Entscheidung, eine sehr emotionale Entscheidung, die man nicht so einfach treffen kann. Und meist trifft man sie dann, wenn es meist zu spät ist. Wenn man nicht mehr genügend Zeit hat, sich noch in Ruhe um Dinge zu kümmern, die Bestand für das Umfeld hat, aber auch für einen selbst. Ab wann kann man „entspannt“ gehen, ab wann macht man selbst seinen Frieden, ab wann kann man loslassen? Ein Buch, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat, und einen daran erinnert, wie zerbrechlich das Leben ist. Klare Leseempfehlung: Emotional, und schonungslos ehrlich und direkt

Der Roman stellt wichtige Fragen am Ende des Lebens

Bewertung aus Villach am 25.02.2024

Bewertungsnummer: 2139802

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin, 76 Jahre, erhält die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Aussicht, noch zirka zwölf Wochen zu leben, die Hälfte davon vermutlich in gutem Zustand. Was kann er seiner jungen Frau Ulla und dem sechsjährigen Sohn hinterlassen? Was kann er für die beiden noch tun? Wie soll er die verbliebene gemeinsame Zeit mit seinem Sohn nützen? Wie ihm etwas mitgeben, so dass er sich später, wenn er einmal erwachsen sein wird, an ihn erinnern kann? Was wird bleiben, wenn er einmal nicht mehr ist? Alles Fragen, die Martin sich stellt. Ein melancholisches Buch, das sehr nachdenklich stimmt über eine der wichtigsten Fragen des Lebens: wie gestaltet man die Zeit, wenn man erfährt, dass der Tod unmittelbar bevorsteht? Ein schwieriges Thema, das in diesem Buch sehr sensibel, jedoch nicht wehleidig umgesetzt wird. Ganz große Empfehlung.

Der Roman stellt wichtige Fragen am Ende des Lebens

Bewertung aus Villach am 25.02.2024
Bewertungsnummer: 2139802
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin, 76 Jahre, erhält die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Aussicht, noch zirka zwölf Wochen zu leben, die Hälfte davon vermutlich in gutem Zustand. Was kann er seiner jungen Frau Ulla und dem sechsjährigen Sohn hinterlassen? Was kann er für die beiden noch tun? Wie soll er die verbliebene gemeinsame Zeit mit seinem Sohn nützen? Wie ihm etwas mitgeben, so dass er sich später, wenn er einmal erwachsen sein wird, an ihn erinnern kann? Was wird bleiben, wenn er einmal nicht mehr ist? Alles Fragen, die Martin sich stellt. Ein melancholisches Buch, das sehr nachdenklich stimmt über eine der wichtigsten Fragen des Lebens: wie gestaltet man die Zeit, wenn man erfährt, dass der Tod unmittelbar bevorsteht? Ein schwieriges Thema, das in diesem Buch sehr sensibel, jedoch nicht wehleidig umgesetzt wird. Ganz große Empfehlung.

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Das späte Leben

von Bernhard Schlink

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Meinung aus der Buchhandlung

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Vreni Haider

Thalia Bad Reichenhall

Zum Portrait

5/5

Wenn das Lebenslicht langsam verlöscht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martins Tage sind gezählt. Obwohl er mit sechsundsiebzig dem Ende naturgemäß stetig näherrückt, hat er sich mit seiner eigenen Sterblichkeit noch nicht wirklich befasst. Nun bleibt ihm kaum noch Zeit und er muss entscheiden, wie er die letzten Monate verbringen will. Die niederschmetternde Diagnose macht ihm erst bewusst, dass es am wichtigsten sein wird, seiner geliebten, sehr viel jüngeren Frau und seinem vergötterten, sechsjährigen Sohn ein geistiges Erbe zu hinterlassen. Eines, das ihnen hilft, sich liebevoll an ihn zu erinnern und mit dem Schmerz zurechtzukommen. Schlink erzählt in einfühlsamer Sprache von einem Kapitel im Leben, das uns alle irgendwann, auf irgendeine Weise einmal betreffen wird. Sehr ehrlich, emotional und ohne zuviel Reue zuzulassen, denn dafür fehlt schlichtweg die Zeit, muss sich Martin mit den eigenen Verfehlungen und den seiner Frau auseinandersetzen. Am Ende gilt es zu entscheiden, ob nicht die Stärke der Vergebung, die Kraft des Ertragens und auch die Absenz des Beklagens, zu einem friedvolleren Ende führen kann. Eines, das sich in den letzten Zügen doch noch miteinander genießen lässt. Ein schrecklich trauriges Buch, das mir sehr unter die Haut gekrochen ist und mich dennoch beglückt, wenn auch tief bewegt, zurückließ. Eine absolute Leseempfehlung!
  • Vreni Haider
  • Buchhändler/-in

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5/5

Wenn das Lebenslicht langsam verlöscht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martins Tage sind gezählt. Obwohl er mit sechsundsiebzig dem Ende naturgemäß stetig näherrückt, hat er sich mit seiner eigenen Sterblichkeit noch nicht wirklich befasst. Nun bleibt ihm kaum noch Zeit und er muss entscheiden, wie er die letzten Monate verbringen will. Die niederschmetternde Diagnose macht ihm erst bewusst, dass es am wichtigsten sein wird, seiner geliebten, sehr viel jüngeren Frau und seinem vergötterten, sechsjährigen Sohn ein geistiges Erbe zu hinterlassen. Eines, das ihnen hilft, sich liebevoll an ihn zu erinnern und mit dem Schmerz zurechtzukommen. Schlink erzählt in einfühlsamer Sprache von einem Kapitel im Leben, das uns alle irgendwann, auf irgendeine Weise einmal betreffen wird. Sehr ehrlich, emotional und ohne zuviel Reue zuzulassen, denn dafür fehlt schlichtweg die Zeit, muss sich Martin mit den eigenen Verfehlungen und den seiner Frau auseinandersetzen. Am Ende gilt es zu entscheiden, ob nicht die Stärke der Vergebung, die Kraft des Ertragens und auch die Absenz des Beklagens, zu einem friedvolleren Ende führen kann. Eines, das sich in den letzten Zügen doch noch miteinander genießen lässt. Ein schrecklich trauriges Buch, das mir sehr unter die Haut gekrochen ist und mich dennoch beglückt, wenn auch tief bewegt, zurückließ. Eine absolute Leseempfehlung!

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Flynn Dresely

Thalia Coburg

Zum Portrait

5/5

Ein typischer Schlink, einfach...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein typischer Schlink, einfach gut! Bitte lesen!! :-)
  • Flynn Dresely
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein typischer Schlink, einfach...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein typischer Schlink, einfach gut! Bitte lesen!! :-)

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Das späte Leben

von Bernhard Schlink

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