• Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff

Ein simpler Eingriff

Roman | Gewinner des Anna-Seghers-Preis 2022 und des Clemens-Brentano-Preis 2023

Buch (Taschenbuch)

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Ein simpler Eingriff

Ebenfalls verfügbar als:

Hörbuch

Hörbuch

ab 18,99 €
Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 22,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 14,00 €
eBook

eBook

ab 13,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

15481

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

208

Beschreibung

Rezension

Es beeindruckt besonders die klare und gleichzeitig nahbare Sprache [...]. [Inokai] gelingt es mühelos die Lesenden in die seltsam entrückt wirkende Welt der Krankenschwestern zu nehmen. Nina Süßmilch L-MAG 20240424

Details

Verkaufsrang

15481

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,4/11,8/2,5 cm

Gewicht

186 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-01326-5

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.2

18 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Wutausbrüche und der Weg zur Wahrheit

Marielle_liest am 09.05.2024

Bewertungsnummer: 2197356

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Marianne spürt eine Wut in sich - unkontrolliert, nicht zu bändigen und unberechenbar. Für den Doktor ist klar, es handelt sich um, bei Frauen so weit verbreitete, Hysterie. Und er ist überzeugt, es gibt einen Weg, diesen Fehler zu beheben: einen simplen Eingriff. Meret ist einfühlsam, verständnisvoll und empathisch. In der Klinik wird sie damit zur wichtigsten Assistentin des Doktors, um die Eingriffe durchführen zu können. Bis Sarah in Merets Leben tritt, bis die ersten Zweifel kommen, bis sie ihre Zweifel äußert. Junge Frauen mit traumatischer Vergangenheit, mit schrecklichen Erinnerungen entwickeln ein Ventil, um auszuhalten, was nie verarbeitet wurde. Sie fallen damit aus der Norm, sie verhalten sich nicht rollenkonform und sind eine Belastung für die Gesellschaft. Yael Inokai erzählt in ihrem Roman, wie Mitte des 20. Jahrhunderts an Methoden geforscht wurde, um die Frauen zu „heilen“, die abnormale Verhaltensweisen aufwiesen. Aus den liebevollen Augen von Meret können wir das System beobachten, bis das Bild zu flimmern beginnt, bis die Sicht verschwimmt und bis wir auf einmal messerscharf sehen können, was hier wirklich geschieht. Viele Details und Nuancen muss die Autorin nur ganz sanft andeuten und sofort wird es laut in meinem Kopf. Eine Wut, wie die von Marianne, beginnt zu brodeln. Ungerechtigkeit schreit zwischen den Worten hervor. Und der Wunsch, dass Meret erkennt, was schief läuft, dass sie Sarah zuhört, wächst von Seite zu Seite. Ich blättere zügig um, will wissen, was als nächstes passiert. Wacht sie auf? Erkennt sie die Gefahr? Homophobie, Sexismus, Machtmissbrauch, das Patriarchat - all das sind Themen, die uns in diesem Roman auf beeindruckende Weise vor Augen geführt werden. Wie erschreckend, dass sie noch heute ebenso penetrant blenden. Eine riesige Empfehlung für einen Roman, der in schwebender Sprache von wundervollen und sympathischen Protagonistinnen erzählt. Eine fesselnde Thematik mit berührender Handlung zum Mitfiebern, Hoffen und Mitfühlen bilden den Rahmen für ein stimmiges Gesamtbild.
Melden

Wutausbrüche und der Weg zur Wahrheit

Marielle_liest am 09.05.2024
Bewertungsnummer: 2197356
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Marianne spürt eine Wut in sich - unkontrolliert, nicht zu bändigen und unberechenbar. Für den Doktor ist klar, es handelt sich um, bei Frauen so weit verbreitete, Hysterie. Und er ist überzeugt, es gibt einen Weg, diesen Fehler zu beheben: einen simplen Eingriff. Meret ist einfühlsam, verständnisvoll und empathisch. In der Klinik wird sie damit zur wichtigsten Assistentin des Doktors, um die Eingriffe durchführen zu können. Bis Sarah in Merets Leben tritt, bis die ersten Zweifel kommen, bis sie ihre Zweifel äußert. Junge Frauen mit traumatischer Vergangenheit, mit schrecklichen Erinnerungen entwickeln ein Ventil, um auszuhalten, was nie verarbeitet wurde. Sie fallen damit aus der Norm, sie verhalten sich nicht rollenkonform und sind eine Belastung für die Gesellschaft. Yael Inokai erzählt in ihrem Roman, wie Mitte des 20. Jahrhunderts an Methoden geforscht wurde, um die Frauen zu „heilen“, die abnormale Verhaltensweisen aufwiesen. Aus den liebevollen Augen von Meret können wir das System beobachten, bis das Bild zu flimmern beginnt, bis die Sicht verschwimmt und bis wir auf einmal messerscharf sehen können, was hier wirklich geschieht. Viele Details und Nuancen muss die Autorin nur ganz sanft andeuten und sofort wird es laut in meinem Kopf. Eine Wut, wie die von Marianne, beginnt zu brodeln. Ungerechtigkeit schreit zwischen den Worten hervor. Und der Wunsch, dass Meret erkennt, was schief läuft, dass sie Sarah zuhört, wächst von Seite zu Seite. Ich blättere zügig um, will wissen, was als nächstes passiert. Wacht sie auf? Erkennt sie die Gefahr? Homophobie, Sexismus, Machtmissbrauch, das Patriarchat - all das sind Themen, die uns in diesem Roman auf beeindruckende Weise vor Augen geführt werden. Wie erschreckend, dass sie noch heute ebenso penetrant blenden. Eine riesige Empfehlung für einen Roman, der in schwebender Sprache von wundervollen und sympathischen Protagonistinnen erzählt. Eine fesselnde Thematik mit berührender Handlung zum Mitfiebern, Hoffen und Mitfühlen bilden den Rahmen für ein stimmiges Gesamtbild.

Melden

Ernste, feinfühlig erzählte Geschichte

Bewertung am 24.03.2023

Bewertungsnummer: 1907146

Bewertet: Hörbuch-Download

"Ein simpler Eingriff" ist eine ernste, feinfühlig erzählte Geschichte, die Hörende bzw. Lesende auf vielen Ebenen zu berühren vermag. Es wird viel Raum gelassen zwischen den Zeilen für eigene Gedanken und Interpretationen, was die Geschichte sehr intensiv macht, wenn man sich darauf einlässt. Wer ein Buch mit Substanz sucht, wird hier fündig.
Melden

Ernste, feinfühlig erzählte Geschichte

Bewertung am 24.03.2023
Bewertungsnummer: 1907146
Bewertet: Hörbuch-Download

"Ein simpler Eingriff" ist eine ernste, feinfühlig erzählte Geschichte, die Hörende bzw. Lesende auf vielen Ebenen zu berühren vermag. Es wird viel Raum gelassen zwischen den Zeilen für eigene Gedanken und Interpretationen, was die Geschichte sehr intensiv macht, wenn man sich darauf einlässt. Wer ein Buch mit Substanz sucht, wird hier fündig.

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Ein simpler Eingriff

von Yael Inokai

4.2

0 Bewertungen filtern

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Profilbild von Emily Veit

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Emily Veit

Thalia Darmstadt – Boulevard

Zum Portrait

3/5

Sprachgewaltig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegeben – allein vom Cover oder Klappentext her, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Glücklicherweise bin ich über einen Ausschnitt gestolpert und mich hat der Schreibstil so krass beeindruckt, dass ich direkt das ganze Buch gelesen habe. Mein Fazit ist; der Schreibstil ist wahrscheinlich einer der besten die ich je gelesen habe. Die Story hat sehr spannend begonnen, aber hat sich zur Mitte hin etwas verloren... Ich hatte das Gefühl, dass alle Themen nur angeschnitten wurden und nicht zu Ende geführt wurden – was vielleicht auch beabsichtigt war, damit Leser*innen sich selbst ihren Teil denken können, aber das hat mir einfach nicht so gefallen. Das Ende war wieder sehr bewegend, aber für mich konnte das Buch kein klares Gesamtbild schaffen und hat keinen nachdenklichen Eindruck hinterlassen, wie ich gehofft hatte.
3/5

Sprachgewaltig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegeben – allein vom Cover oder Klappentext her, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Glücklicherweise bin ich über einen Ausschnitt gestolpert und mich hat der Schreibstil so krass beeindruckt, dass ich direkt das ganze Buch gelesen habe. Mein Fazit ist; der Schreibstil ist wahrscheinlich einer der besten die ich je gelesen habe. Die Story hat sehr spannend begonnen, aber hat sich zur Mitte hin etwas verloren... Ich hatte das Gefühl, dass alle Themen nur angeschnitten wurden und nicht zu Ende geführt wurden – was vielleicht auch beabsichtigt war, damit Leser*innen sich selbst ihren Teil denken können, aber das hat mir einfach nicht so gefallen. Das Ende war wieder sehr bewegend, aber für mich konnte das Buch kein klares Gesamtbild schaffen und hat keinen nachdenklichen Eindruck hinterlassen, wie ich gehofft hatte.

Emily Veit
  • Emily Veit
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Simone Büchner

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Simone Büchner

Thalia Coburg

Zum Portrait

4/5

Hoffnung?

Bewertet: Hörbuch (CD)

Dieser schlanke Roman war voriges Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert, jetzt wurde ich auf das Hörbuch aufmerksam. Damit sie wieder ein "normales Leben" führen können, wird psychisch kranken Patientinnen von einem Arzt ein chirurgischer Eingriff am Gehirn "verordnet". Die junge Krankenschwester Meret wird ausgewählt, um die Patientinnen zu pflegen. Es handelt sich um eine Therapie, die noch in den Kinderschuhen steckt. Als eine Patientin, die Meret besonders am Herzen liegt, nach dem Eingriff nicht wieder aufwacht, bleibt Meret zunächst loyal, woran die noch junge Liebe zu einer Kollegin zerbricht…. Eine intensive, anrührende Geschichte (wo und wann bleibt unklar) mit einem runden Ende. Yael Inokai erzählt besonders eindrücklich. Die Sprecherin des Hörbuchs Lisa Hrdina trägt mit viel Empathie vor. Gut!
4/5

Hoffnung?

Bewertet: Hörbuch (CD)

Dieser schlanke Roman war voriges Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert, jetzt wurde ich auf das Hörbuch aufmerksam. Damit sie wieder ein "normales Leben" führen können, wird psychisch kranken Patientinnen von einem Arzt ein chirurgischer Eingriff am Gehirn "verordnet". Die junge Krankenschwester Meret wird ausgewählt, um die Patientinnen zu pflegen. Es handelt sich um eine Therapie, die noch in den Kinderschuhen steckt. Als eine Patientin, die Meret besonders am Herzen liegt, nach dem Eingriff nicht wieder aufwacht, bleibt Meret zunächst loyal, woran die noch junge Liebe zu einer Kollegin zerbricht…. Eine intensive, anrührende Geschichte (wo und wann bleibt unklar) mit einem runden Ende. Yael Inokai erzählt besonders eindrücklich. Die Sprecherin des Hörbuchs Lisa Hrdina trägt mit viel Empathie vor. Gut!

Simone Büchner
  • Simone Büchner
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Ein simpler Eingriff

von Yael Inokai

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff
  • Ein simpler Eingriff