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Ein simpler Eingriff

Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,5 cm

Gewicht

298 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27231-6

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Defekt oder Identität?

Bewertung am 08.12.2022

Bewertungsnummer: 1839854

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es war ein simpler Eingriff. Die Nachwirkungen konnten schmerzhaft sein, aber das ging vorüber. Dann fing etwas neues an. So wurde es mir beigebracht. Daran hielt ich fest.“ Die Ich-Erzählerin Meret ist eine junge, pflichtbewusste Krankenschwester, die ihr Arbeit auf der psychiatrischen Station des Krankenhauses liebt und voller Mitgefühl für ihre Patient:innen ist. Ein Arzt erkennt ihre Fähigkeiten und sie darf die Patienten betreuen, während er einen simplen Eingriff vornimmt. Starr glaubt sie an die Regeln und Vorschriften des Krankenhauses, daran kann sie sich festhalten, muss nichts hinterfragen. Niemals würde sie einem Arzt widersprechen. Sie fügt sich in ihre Rolle als Krankenschwester, Tochter und Schwester. Doch dann verliebt sie sich in ihre Mitbewohnerin Sarah, die ihr unbequeme Fragen stellt. Parallel erfahren wir von Merets Schwester, die sich gegen die Regeln in der Familie sträubt, die aufsässig ist und dafür mit Schlägen bestraft wird. Ist nicht auch sie eine Kandidatin für so einen simplen Eingriff? Und dann ist da Marianne, der ein solcher Eingriff bevorsteht, weil sie ihre Wut nicht länger ertragen kann. »Diese Erkrankungen (Tumor) ließen sich lokalisieren. Warum sollte es mit psychischen Störungen anders sein. Warum sollte man nicht auch sie beseitigen und die Menschen in ein Leben entlassen können, das diese Bezeichnung verdient?« S. 28 Es geht darum die Stelle zu lokalisieren und sie »einzuschläfern wie ein Tier«. Vornehmlich werden Frauen behandelt, die wütend sind, straffällig wurden und in der Gesellschaft anecken. Doch nicht jede Operation geht gut. Aber für den Fortschritt muss man Opfer bringen. Zeitlich lässt sich das Buch nicht einordnen, lediglich Telefone, Autos und Radios geben dezent Hinweise. Die Andeutung eines »Damals« ließ mich aber an das Dritte Reich denken. Es ist in drei Abschnitte gegliedert, benannt nach den Protagonistinnen – Marianne, Sarah, Meret. Die Sprache ist klar und unaufdringlich. Die Geschichte spannend und berührend bis zur letzten Seite. Ein großartiges Buch über weibliche Selbstbestimmung, patriarchale Strukturen, Machtgefälle und gesellschaftliche Erwartungen. Über das Ende der Geschichte kann man geteilter Meinung sein. Ich sehe es als Metapher für den Aufbruch in eine bessere Zeit. Das Buch hinterlässt viele Fragen. Es hat mich nachdenklich aber auch wütend gemacht. Zum Glück gibt es aber auch Therapieansätze, die Wut als Mechanismus erklären, die einen lehren, diese zu erkennen und dadurch entgegensteuern zu können, ohne seine eigene Identität in Frage zu stellen. Ein düsteres Buch, das aber auch von Empathie und er der Kraft der Liebe erzählt. Meines Erachtens war es zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert.
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Defekt oder Identität?

Bewertung am 08.12.2022
Bewertungsnummer: 1839854
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es war ein simpler Eingriff. Die Nachwirkungen konnten schmerzhaft sein, aber das ging vorüber. Dann fing etwas neues an. So wurde es mir beigebracht. Daran hielt ich fest.“ Die Ich-Erzählerin Meret ist eine junge, pflichtbewusste Krankenschwester, die ihr Arbeit auf der psychiatrischen Station des Krankenhauses liebt und voller Mitgefühl für ihre Patient:innen ist. Ein Arzt erkennt ihre Fähigkeiten und sie darf die Patienten betreuen, während er einen simplen Eingriff vornimmt. Starr glaubt sie an die Regeln und Vorschriften des Krankenhauses, daran kann sie sich festhalten, muss nichts hinterfragen. Niemals würde sie einem Arzt widersprechen. Sie fügt sich in ihre Rolle als Krankenschwester, Tochter und Schwester. Doch dann verliebt sie sich in ihre Mitbewohnerin Sarah, die ihr unbequeme Fragen stellt. Parallel erfahren wir von Merets Schwester, die sich gegen die Regeln in der Familie sträubt, die aufsässig ist und dafür mit Schlägen bestraft wird. Ist nicht auch sie eine Kandidatin für so einen simplen Eingriff? Und dann ist da Marianne, der ein solcher Eingriff bevorsteht, weil sie ihre Wut nicht länger ertragen kann. »Diese Erkrankungen (Tumor) ließen sich lokalisieren. Warum sollte es mit psychischen Störungen anders sein. Warum sollte man nicht auch sie beseitigen und die Menschen in ein Leben entlassen können, das diese Bezeichnung verdient?« S. 28 Es geht darum die Stelle zu lokalisieren und sie »einzuschläfern wie ein Tier«. Vornehmlich werden Frauen behandelt, die wütend sind, straffällig wurden und in der Gesellschaft anecken. Doch nicht jede Operation geht gut. Aber für den Fortschritt muss man Opfer bringen. Zeitlich lässt sich das Buch nicht einordnen, lediglich Telefone, Autos und Radios geben dezent Hinweise. Die Andeutung eines »Damals« ließ mich aber an das Dritte Reich denken. Es ist in drei Abschnitte gegliedert, benannt nach den Protagonistinnen – Marianne, Sarah, Meret. Die Sprache ist klar und unaufdringlich. Die Geschichte spannend und berührend bis zur letzten Seite. Ein großartiges Buch über weibliche Selbstbestimmung, patriarchale Strukturen, Machtgefälle und gesellschaftliche Erwartungen. Über das Ende der Geschichte kann man geteilter Meinung sein. Ich sehe es als Metapher für den Aufbruch in eine bessere Zeit. Das Buch hinterlässt viele Fragen. Es hat mich nachdenklich aber auch wütend gemacht. Zum Glück gibt es aber auch Therapieansätze, die Wut als Mechanismus erklären, die einen lehren, diese zu erkennen und dadurch entgegensteuern zu können, ohne seine eigene Identität in Frage zu stellen. Ein düsteres Buch, das aber auch von Empathie und er der Kraft der Liebe erzählt. Meines Erachtens war es zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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Ein nachdenklich stimmender Roman

Shilo am 01.11.2022

Bewertungsnummer: 1817157

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erzählt wird die Geschichte von Meret, einer Krankenschwester mit Leib und Seele, die auf der psyatrischen Station eines Krankenhauses tätig ist. Auf dieser Station sollen verhaltensauffällige Frauen durch die neu entwickelte Lobotomie ruhig gestellt und von ihren „Leiden“ geheilt werden. Ist Meret anfangs überzeugt von dieser Methode, kommen bei ihr jedoch mit der Zeit Zweifel auf. Meret lebt in einem Schwesternwohnheim und verliebt sich in ihre Zimmergenossin. Damit überschreitet sie eine moralische Grenze. Dieses ist ein Verhalten, das auch ausgelöscht werden müsste. Dieser Roman beschreibt die menschenverachtende Methode, verhaltensauffällige und andersgeartete Menschen, vor allem Frauen, durch einen Eingriff in das Gehirn der Norm anzupassen. Lobotomie wurden in den 1940er und 50er Jahren angewandt und war schon damals umstritten. Seit den 1970er Jahren wird sie in der im Buch beschriebenen Art und Weise jedoch nicht mehr durchgeführt. Die Handlung erlebt der Leser aus der Sicht von Meret. Dadurch lassen sich ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Mein Fazit: Ein Buch, das nachdenklich stimmt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
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Ein nachdenklich stimmender Roman

Shilo am 01.11.2022
Bewertungsnummer: 1817157
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erzählt wird die Geschichte von Meret, einer Krankenschwester mit Leib und Seele, die auf der psyatrischen Station eines Krankenhauses tätig ist. Auf dieser Station sollen verhaltensauffällige Frauen durch die neu entwickelte Lobotomie ruhig gestellt und von ihren „Leiden“ geheilt werden. Ist Meret anfangs überzeugt von dieser Methode, kommen bei ihr jedoch mit der Zeit Zweifel auf. Meret lebt in einem Schwesternwohnheim und verliebt sich in ihre Zimmergenossin. Damit überschreitet sie eine moralische Grenze. Dieses ist ein Verhalten, das auch ausgelöscht werden müsste. Dieser Roman beschreibt die menschenverachtende Methode, verhaltensauffällige und andersgeartete Menschen, vor allem Frauen, durch einen Eingriff in das Gehirn der Norm anzupassen. Lobotomie wurden in den 1940er und 50er Jahren angewandt und war schon damals umstritten. Seit den 1970er Jahren wird sie in der im Buch beschriebenen Art und Weise jedoch nicht mehr durchgeführt. Die Handlung erlebt der Leser aus der Sicht von Meret. Dadurch lassen sich ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Mein Fazit: Ein Buch, das nachdenklich stimmt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Ein simpler Eingriff

von Yael Inokai

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Emily Veit

Thalia Darmstadt – Boulevard

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3/5

Sprachgewaltig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegeben – allein vom Cover oder Klappentext her, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Glücklicherweise bin ich über einen Ausschnitt gestolpert und mich hat der Schreibstil so krass beeindruckt, dass ich direkt das ganze Buch gelesen habe. Mein Fazit ist; der Schreibstil ist wahrscheinlich einer der besten die ich je gelesen habe. Die Story hat sehr spannend begonnen, aber hat sich zur Mitte hin etwas verloren... Ich hatte das Gefühl, dass alle Themen nur angeschnitten wurden und nicht zu Ende geführt wurden – was vielleicht auch beabsichtigt war, damit Leser*innen sich selbst ihren Teil denken können, aber das hat mir einfach nicht so gefallen. Das Ende war wieder sehr bewegend, aber für mich konnte das Buch kein klares Gesamtbild schaffen und hat keinen nachdenklichen Eindruck hinterlassen, wie ich gehofft hatte.
3/5

Sprachgewaltig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegeben – allein vom Cover oder Klappentext her, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Glücklicherweise bin ich über einen Ausschnitt gestolpert und mich hat der Schreibstil so krass beeindruckt, dass ich direkt das ganze Buch gelesen habe. Mein Fazit ist; der Schreibstil ist wahrscheinlich einer der besten die ich je gelesen habe. Die Story hat sehr spannend begonnen, aber hat sich zur Mitte hin etwas verloren... Ich hatte das Gefühl, dass alle Themen nur angeschnitten wurden und nicht zu Ende geführt wurden – was vielleicht auch beabsichtigt war, damit Leser*innen sich selbst ihren Teil denken können, aber das hat mir einfach nicht so gefallen. Das Ende war wieder sehr bewegend, aber für mich konnte das Buch kein klares Gesamtbild schaffen und hat keinen nachdenklichen Eindruck hinterlassen, wie ich gehofft hatte.

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Chiara Seul

Thalia Bonn

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4/5

Eindringlich und zeitlos

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein schmaler Roman und doch sehr eindringlich, klug und zeitlos. Die Autorin schildert die Geschichte der jungen Meret und ist dabei das sehr feinfühlig und berührend. Eine junge emanzipierte Frau, ihr unerschütterlicher Glaube an die Medizin, die Klinik, die ihr Zuhause ist und ihre Sicherheit. Sie assistiert bei den neuartigen Methoden und Eingriffen und ist anfangs überzeugt davon. Dann verliebt sie sich in eine andere Krankenschwester und nach einer Zeit stellt sie ihre Überzeugung für die Eingriffe in Frage. Ein Buch das zum nachdenken anregt und definitiv eine Leseempfehlung verdient hat.
4/5

Eindringlich und zeitlos

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein schmaler Roman und doch sehr eindringlich, klug und zeitlos. Die Autorin schildert die Geschichte der jungen Meret und ist dabei das sehr feinfühlig und berührend. Eine junge emanzipierte Frau, ihr unerschütterlicher Glaube an die Medizin, die Klinik, die ihr Zuhause ist und ihre Sicherheit. Sie assistiert bei den neuartigen Methoden und Eingriffen und ist anfangs überzeugt davon. Dann verliebt sie sich in eine andere Krankenschwester und nach einer Zeit stellt sie ihre Überzeugung für die Eingriffe in Frage. Ein Buch das zum nachdenken anregt und definitiv eine Leseempfehlung verdient hat.

Chiara Seul
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