Das unsichtbare Band

Das unsichtbare Band

Roman | Ein einzigartiges Frauenschicksal aus der arabischen Welt | Ein poetischer, anrührender Text über Freiheit, Tradition und familiäre Ketten

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

26369

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3 cm

Beschreibung

Rezension

Al-Sayeghs grandios übersetztes Debüt zieht einen in den Bann. ("Maxima")
Ein poetischer Roman, der die Leserinnen und Leser sprachlos zurücklässt. ("Altmühl-Bote")
Große Literatur aus dem Libanon, Haneen Al-Sayeghs kraftvolles Romandebüt, Das unsichtbare Band berührt und ermutigt. ("Buchkultur")
Die 1986 im Libanon geborene Haneen Al-Sayegh hat ihre noch junge Lebensgeschichte aufgeschrieben, die alle Aufmerksamkeit verdient. ("Münchner Merkur")
Der Roman nimmt uns in einer oft poetischen Sprache mit in die Gefühlswelt
einer jungen Kämpferin und in eine ferne, traditionelle Welt! ("Aachener Zeitung")
Emotional, poetisch, kraftvoll. Die in Berlin und Beirut lebende Autorin Haneen Al-Sayegh gewährt Einblicke in das Leben von Frauen der drusischen Glaubensgemeinschaft, die in den Bergen des Libanon nach strengen patriarchalischen Regeln leben. ("schreiblust-leselust.de")
Dieses Erstlingswerk der libanesischen Autorin ist eine literarische Besonderheit. (…) Eine bewegende, fesselnde und faszinierende Lektüre. ("Die Rheinpfalz")
Die libanesische Autorin schildert eine patriarchalische Gesellschaft, die vor allem Frauen enge Grenzen setzt, aber auch Männer einem hohen gesellschaftlichen Druck aussetzt. ("missio magazin")
Das Buch von Haneen Al-Sayegh besticht durch seine Kühnheit und menschliche Tiefe. ("Passauer Neue Presse")

Details

Verkaufsrang

26369

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3 cm

Gewicht

444 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

mithāq an-nisāa'

Übersetzt von

Hamed Abdel-Samad

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28398-4

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„Wenn Männer frei wären, hätten sie nicht das Bedürfnis, Frauen zu unterdrücken“

Bewertung am 07.04.2024

Bewertungsnummer: 2172461

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman ist so ergreifend und schön, dass ich ihn direkt noch ein zweites Mal lesen könnte! Nach dem Erwerb des Buches blätterte ich es kurz durch und hielt an der ein oder anderen Stelle an, um ein paar Worte zu lesen. Ich merkte sogleich, wie fließend und einladend der Text ist und wie feinsinnig Hamed Abdel-Samad ihn aus dem Arabischen übersetzt hat. Die Autorin Haneen Al-Sayegh zeigt mit bedrückender Konsequenz, welche Schäden religiös begründete Gewalt anrichtet. Die soziale und familiäre Zersplitterung zieht sich durch Generationen. Den erschütternden Vorgang der Fragmentierung in Geist und Seele eines Menschen schildert sie am Beispiel einer Schwester der Romanheldin, die sich von Jugend an den Regeln des religiösen Systems widersetzt hatte und einen selbstbestimmten Lebensweg gegangen war: Sie wird später im Leben von paranoiden Vorstellungen, als Sünderin in die Hölle zu kommen, so sehr in Panik versetzt, dass sie erkrankt und ihr gutes Leben mitsamt ihren wichtigsten Beziehungen zerstört. Die Protagonistin befreit sich etappenweise aus ihrer Gefangenschaft und erobert sich ein Studium, indem sie „mit dem Körper feilscht“. Genau besehen treibt sie Handel mit ihrem Körper, ihrer Sexualität, ihren Gefühlen und ihrer Seele unter jahrelanger Gewaltanwendung. Dem Sittenkodex unterworfen wird sie zu künstlichen Befruchtungen gezwungen. Es ist zu spüren, wie die Demütigungen und das andauernde Stillhalten der „Flügel“ zu einem inneren Gift werden, welches sie immer mehr zerfrisst und lähmt. Mir scheint, dass die Autorin konkrete Ereignisse manchmal in einer zurückhaltenden Weise schildert. Als Kind verstummte die Romanheldin im Klima des Machtmissbrauchs. Als Jugendliche steckte sie die Kurzvergewaltigung bei der Entjungferung tapfer weg. Das Verhalten des Gynäkologen empfand sie als äußerst schlimme Entwürdigung und Traumatisierung. Die junge Frau hat den sexuellen Bedürfnissen ihres Ehegatten jederzeit nachzukommen, wann und wie er es will. Das Intimste und Schönste, was Menschen miteinander erleben können, wird in furchtbar abgetrennter Weise praktiziert. Ihr Ehemann bekommt nicht mit, dass sie den Vorgang nur passiv und unbeteiligt erduldet und entsprechende Qualen durchmacht. Eines Tages besucht die junge Studentin einen Vortrag an der Uni über die Knechtschaft der Frau in den Weltreligionen. Der Redner, ein weltberühmter Schriftsteller, spricht aus, was sie empfindet. Die Schuldgefühle, die sie mit sich herumträgt, weil sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ist, bekommen den Boden für eine Reflektion. Die beiden sind seelen- und geistesverwandt und werden ein Paar. Die Autorin lässt die Leser an mündlichen und schriftlichen Gesprächen teilhaben, die von der Weisheit und Tiefe selbsterfahrener Menschen zeugen, die sich nicht selbst belügen und die an religiöser Gewalt gereift sind. Liebe bricht sich Bahn durch die Schichten von Verkrustungen, Verhärtungen, Wucherungen und Nekrosen; Schmerz wird befreit und die Herzen öffnen sich. Ich lade alle Leser ein, sich davon berühren zu lassen und darüber zu kontemplieren. Die Annäherung beinhaltet schonungslose und gleichermaßen zugewandte Konfrontationen. Der Flirt ist heftig und zugleich voller Poesie. Die Romanheldin muss auf ihrem Weg in die Freiheit die Beziehung zu ihrer Tochter vernachlässigen. Wie schlimm dies sowohl für die Kleine als auch für die Mutter ist, stellt Haneen Al-Sayegh deutlich heraus. Das, was die religiösen Doktrinen nicht zerreißen und töten können, ist das unsichtbare Band zwischen den Menschen, besonders das zwischen den Frauen auf der ganzen Welt, das Band, welches Großmutter, Mutter und Tochter miteinander verbindet. „Liebe ist der Weg zur Wahrheit des anderen.“ Absolute Leseempfehlung!
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„Wenn Männer frei wären, hätten sie nicht das Bedürfnis, Frauen zu unterdrücken“

Bewertung am 07.04.2024
Bewertungsnummer: 2172461
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman ist so ergreifend und schön, dass ich ihn direkt noch ein zweites Mal lesen könnte! Nach dem Erwerb des Buches blätterte ich es kurz durch und hielt an der ein oder anderen Stelle an, um ein paar Worte zu lesen. Ich merkte sogleich, wie fließend und einladend der Text ist und wie feinsinnig Hamed Abdel-Samad ihn aus dem Arabischen übersetzt hat. Die Autorin Haneen Al-Sayegh zeigt mit bedrückender Konsequenz, welche Schäden religiös begründete Gewalt anrichtet. Die soziale und familiäre Zersplitterung zieht sich durch Generationen. Den erschütternden Vorgang der Fragmentierung in Geist und Seele eines Menschen schildert sie am Beispiel einer Schwester der Romanheldin, die sich von Jugend an den Regeln des religiösen Systems widersetzt hatte und einen selbstbestimmten Lebensweg gegangen war: Sie wird später im Leben von paranoiden Vorstellungen, als Sünderin in die Hölle zu kommen, so sehr in Panik versetzt, dass sie erkrankt und ihr gutes Leben mitsamt ihren wichtigsten Beziehungen zerstört. Die Protagonistin befreit sich etappenweise aus ihrer Gefangenschaft und erobert sich ein Studium, indem sie „mit dem Körper feilscht“. Genau besehen treibt sie Handel mit ihrem Körper, ihrer Sexualität, ihren Gefühlen und ihrer Seele unter jahrelanger Gewaltanwendung. Dem Sittenkodex unterworfen wird sie zu künstlichen Befruchtungen gezwungen. Es ist zu spüren, wie die Demütigungen und das andauernde Stillhalten der „Flügel“ zu einem inneren Gift werden, welches sie immer mehr zerfrisst und lähmt. Mir scheint, dass die Autorin konkrete Ereignisse manchmal in einer zurückhaltenden Weise schildert. Als Kind verstummte die Romanheldin im Klima des Machtmissbrauchs. Als Jugendliche steckte sie die Kurzvergewaltigung bei der Entjungferung tapfer weg. Das Verhalten des Gynäkologen empfand sie als äußerst schlimme Entwürdigung und Traumatisierung. Die junge Frau hat den sexuellen Bedürfnissen ihres Ehegatten jederzeit nachzukommen, wann und wie er es will. Das Intimste und Schönste, was Menschen miteinander erleben können, wird in furchtbar abgetrennter Weise praktiziert. Ihr Ehemann bekommt nicht mit, dass sie den Vorgang nur passiv und unbeteiligt erduldet und entsprechende Qualen durchmacht. Eines Tages besucht die junge Studentin einen Vortrag an der Uni über die Knechtschaft der Frau in den Weltreligionen. Der Redner, ein weltberühmter Schriftsteller, spricht aus, was sie empfindet. Die Schuldgefühle, die sie mit sich herumträgt, weil sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ist, bekommen den Boden für eine Reflektion. Die beiden sind seelen- und geistesverwandt und werden ein Paar. Die Autorin lässt die Leser an mündlichen und schriftlichen Gesprächen teilhaben, die von der Weisheit und Tiefe selbsterfahrener Menschen zeugen, die sich nicht selbst belügen und die an religiöser Gewalt gereift sind. Liebe bricht sich Bahn durch die Schichten von Verkrustungen, Verhärtungen, Wucherungen und Nekrosen; Schmerz wird befreit und die Herzen öffnen sich. Ich lade alle Leser ein, sich davon berühren zu lassen und darüber zu kontemplieren. Die Annäherung beinhaltet schonungslose und gleichermaßen zugewandte Konfrontationen. Der Flirt ist heftig und zugleich voller Poesie. Die Romanheldin muss auf ihrem Weg in die Freiheit die Beziehung zu ihrer Tochter vernachlässigen. Wie schlimm dies sowohl für die Kleine als auch für die Mutter ist, stellt Haneen Al-Sayegh deutlich heraus. Das, was die religiösen Doktrinen nicht zerreißen und töten können, ist das unsichtbare Band zwischen den Menschen, besonders das zwischen den Frauen auf der ganzen Welt, das Band, welches Großmutter, Mutter und Tochter miteinander verbindet. „Liebe ist der Weg zur Wahrheit des anderen.“ Absolute Leseempfehlung!

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So fantastisch!

Morten am 22.03.2024

Bewertungsnummer: 2160635

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das ist ein Meisterwerk! Ausrufezeichen! Unfassbar gut geschrieben, poetisch...so aufwühlend. Es macht wütend und berührt ganz tief...das Gespür für Sprache : sagenhaft! Unbedingte Leseempfehlung...
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So fantastisch!

Morten am 22.03.2024
Bewertungsnummer: 2160635
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Das ist ein Meisterwerk! Ausrufezeichen! Unfassbar gut geschrieben, poetisch...so aufwühlend. Es macht wütend und berührt ganz tief...das Gespür für Sprache : sagenhaft! Unbedingte Leseempfehlung...

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Das unsichtbare Band

von Haneen Al-Sayegh

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Dorothea Bereswill

Thalia Sindelfingen – Breuningerland

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5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein beeindruckender Roman. Eine junge arabische Frau im Zwiespalt. Einerseits erlernte Traditionen, religiöse Regeln, Patriarchat. Andererseits das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Bildung, Freiheit und Gleichberechtigung. Schonungslos erzählte Suche nach neuen Wegen.
5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein beeindruckender Roman. Eine junge arabische Frau im Zwiespalt. Einerseits erlernte Traditionen, religiöse Regeln, Patriarchat. Andererseits das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Bildung, Freiheit und Gleichberechtigung. Schonungslos erzählte Suche nach neuen Wegen.

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Bianca Werner

Thalia Göttingen – Kauf Park

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5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für eine Lebensgeschichte, die wohl mindestens autofiktional ist, wenn ich mir den Werdegang der Autorin ansehe. Bildung ist am Ende der Schlüssel zu Freiheit und Emanzipation.
5/5

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Was für eine Lebensgeschichte, die wohl mindestens autofiktional ist, wenn ich mir den Werdegang der Autorin ansehe. Bildung ist am Ende der Schlüssel zu Freiheit und Emanzipation.

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