Im ›Dritten Reich‹ kann jede Entscheidung fatal sein | »Ein fesselnder, atmosphärischer Pageturner.« Steve Cavanagh
Berlin, Januar 1940: In einer eiskalten Nacht kehren ein SS-Arzt und seine Frau von einem Konzertabend zurück. Als die Sonne aufgeht, liegt der Arzt leblos in einer Blutlache vor seinem Schreibtisch, darauf ein Abschiedsbrief. Doch seine Witwe ist überzeugt, dass es sich um Mord handelt, und wendet sich an Kriminalinspektor Horst Schenke. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt Schenke und stößt auf immer weitere brisante Details. Er ahnt, dass er einem schrecklichen Geheimnis größeren Ausmaßes auf der Spur ist und seine Ermittlungen möglicherweise nicht überleben wird ...
Der zweite Fall für Kriminalinspektor Horst Schenke von SPIEGEL-Bestsellerautor Simon Scarrow – ein rasanter Thriller im eisigen Berlin der Nazi-Zeit.
»Ein Außenseiter in Bedrängnis, eine Welt voller lauernder Gefahren und eine erschreckend glaubwürdige Auflösung.« Owen Matthews
»Ein knallharter Pageturner, der ein eisiges Berlin der 1940er Jahre heraufbeschwört, das immer weiter auf moralische Abwege gerät, während die Schrecken des Nazi-Regimes immer schwerer zu ignorieren sind.« S.G. MacLean
Band 2 der Reihe "Dunkles Berlin" von Simon Scarrow. Alle Bände der Reihe:
Verdunkelung
Nachtkommando
Schattenmacht
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Berlin, Januar 1940 – ein eisiger Winter, ein toter SS-Arzt, ein vermeintlicher Abschiedsbrief. Doch was wie ein Suizid aussieht, entpuppt sich bald als möglicher Mord. Kriminalinspektor Horst Schenke, ein Ermittler mit Gewissen in einem unmoralischen, mörderischen Regime, nimmt sich des Falls an – gegen den ausdrücklichen Willen seiner Vorgesetzten. Was folgt, ist ein atmosphärisch dichter, spannungsgeladener Thriller, der tief in die dunklen Schatten des NS-Staates eintaucht.
Simon Scarrow gelingt es, die beklemmende Stimmung des Dritten Reichs eindrucksvoll einzufangen. Die Handlung ist rasant, die Dialoge präzise, und die Figuren – allen voran Schenke – glaubwürdig und vielschichtig. Egal, ob es sich um Nazi-Trittbrettfahrer oder um den eiskalten Reinhard Heydrich handelt. Besonders hervorzuheben ist die moralische Zerrissenheit des Protagonisten, der versucht, in einem System voller Angst und Unterdrückung das Richtige zu tun.
Die historische Genauigkeit und die dichte Atmosphäre machen Nachtkommando zu mehr als nur einem Krimi – es ist ein Zeitporträt, das zeigt, wie gefährlich es war, in Nazi-Deutschland Fragen zu stellen. Die Auflösung ist erschreckend plausibel und bleibt lange im Gedächtnis.
Einziger negativer Kritikpunkt: die Schilderung, die Wortwahl, der Textstil des ‚ShowDowns‘ gegen Ende des Buches erinnert stark an die Jerry Cotton-Hefte der 1970er Jahre.
Das ist aber wirklich alles, was ein wenig an dem ansonsten absolut lesenswerten, auf Fakten beruhenden Thriller stört.
Mit „Nachtkommando“ (im Original „Blackout“) präsentiert der Bestsellerautor Simon Scarrow einen fesselnden historischen Thriller, der den Leser tief in die dunkelsten Ecken der Nazi-Diktatur entführt. Scarrow, bekannt für seine präzise Recherche und seine Fähigkeit, lebendige Charaktere zu erschaffen, liefert hier einen Roman, der nicht nur durch seine historische Authentizität, sondern auch durch seine Spannung besticht. Wer eine packende Geschichte sucht, die auf realen Ereignissen basiert und gleichzeitig mit psychologischem Tiefgang überzeugt, ist hier genau richtig.
NalasBuchBlog
5/5
23.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein wahres Muss für alle Geschichtsinteressierten-Thriller-Liebhaber
Wer meinem Account schon ein bisschen länger folgt weiß, dass ich neben Thriller auch sehr gerne Bücher mit geschichtlichem Hintergrund lese. Daher war dieses Buch wie geschaffen für mich…
Die Handlung spielt in Berlin im Jahre 1940, zu einer Zeit, wo die Partei langsam immer mehr an Zuwachs gewann und die Bevölkerung offiziell nur eine bestimmte Meinung haben durfte. Andernfalls lief man Gefahr, verfolgt und in ein Lager gesperrt zu werden.
Doch abgesehen davon wird hier ein Thema aufgegriffen, welches ich mir gar nicht recht getraue auszusprechen, da es um die Ermordung unzähliger Menschen geht, die nicht einem bestimmten Ideal entsprechen.
Gleich zu Beginn lernt man Hauptkommissar Schenke und sein Ermittlerteam kennen, sowie die Welt, in welcher sie sich bewegen. Ich mochte die Protagonisten alle sehr gern, da diese nicht perfekt sind und authentisch auf mich wirkten. Erst mit voranschreiten der Handlung lernt man mehr Aspekte und deren Weltanschauung kennen oder was sie zu den Menschen machte.
Schenke muss sich hier drei verschiedenen Fällen stellen und stößt immer wieder an auferlegte Grenzen, da man nicht möchte, dass er in diverse Richtungen ermittelt oder der Wahrheit näherkommt. Bei manchen Szenen hatte ich als Leser das Gefühl, ein Teil eines alten Ganoven-Action-Filmes zu sein. (Ich fand es super ).
Ganz am Ende des Buches hat der Autor nochmal einige Verweise der hier angesprochenen Themen hinzugefügt, damit man selbst intensiver recherchieren kann, falls man noch mehr Informationen haben möchte.
Leider wurde mir erst im Verlauf des Buches bewusst, dass dies der zweite Band ist, da es ein paar kürzere Verweise zu Personen aus dem ersten gibt.
Doch was sollte einen #Buchnerd daran hindern, diesen nicht auch noch zu lesen
Roland's Bücherblog
aus München
4/5
04.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Ermittler zwischen Gehorsam und Moral
"Nachtkommando" ist der zweite Band der Reihe "Dunkles Berlin" von Simon Scarrow. Kriminalinspektor Horst Schenke und seine zwei Assistenten Hauser und Liebwitz werden im Januar 1940 mit der Leiche eines SS-Arztes konfrontiert. Was als angeblicher Suizid abgetan wird, war in Wirklichkeit eine Hinrichtung per Kopfschuss. Doch warum und wieso? Wer hat ein Interesse, dass keine Ermittlungen dazu stattfinden sollen? Als Schenke auch noch von einer Häufung von mysteriösen Todesfällen in einer Klinik an behinderten Kindern erfährt, wird sein Misstrauen immer größer. Gegen den Willen der Vorgesetzten beginnt er und seine Mitstreiter zu ermitteln und stößt auf grausame Details, die seine Fäden bis in höchste Kreise der SS in das Büro von Reinhard Heydrich, dem Leiter des Reichsicherheitshauptamts, zieht. Simon Scarrow nimmt in seinem zweiten Band dieser Reihe ein grausames Verbrechen der NS-Diktatur als Thema auf: Der unter dem Begriff "Aktion T4" bekannte Massenmord an körperlich und geistig behinderten Menschen. Durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" ebnete das Nazi-Regime den Weg zur "Rassenhygiene". Allein diese Begriffe lassen einen als Leser erschaudern, welch furchtbare und grausame Taten damals an unschuldigen Menschen begangen wurden. Diese Thematik in einen Thriller einzuarbeiten, ist wahrlich nicht leicht. Simon Scarrow gelingt aber diese Gratwanderung, indem er seine Protagonisten empathisch agieren lässt. Sogar Assistent Liebwitz, ein Gestapo-Angehöriger, zeigt menschliche Züge. So entsteht ein klares Bild von Gut und Böse in diesem Roman. Zwar ist dieser Thriller nicht immer durchgängig spannend, aber er überzeugt durchaus durch seine Thematik. Mir persönlich hat dieser Band der Reihe "Dunkles Berlin" gut gefallen und er ruft einem auch deutlich ins Gedächtnis, dass sich in unserem Land solch grausame Vergehen an der Menschlichkeit nie mehr wiederholen dürfen.
Bewertung
4/5
16.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Berlin, Januar 1940. Der angebliche...
Berlin, Januar 1940. Der angebliche Selbstmord eines SS-Arztes wird von seiner Witwe in Zweifel gezogen und führt Kriminalinspektor Horst Schenke in die Abgründe der NS-Zeit. Simon Scarrow hat sich mit einem furchtbaren Thema auseinandergesetzt ohne reißerisch zu sein. Respekt.
Michael Sterzik
aus Wallenhorst
5/5
28.03.2024
eBook (ePUB 3)
Gegen das Vergessen
Der Zweite Weltkrieg - der Holocaust - die systematische Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten in Deutschland, die Millionen Menschen das Leben kostete. Der planmäßige Mord, ein Verbrechen jenseits aller Menschlichkeit, jenseits von Ethik und Moral, das kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges mit der Verfolgung der Juden in Europa begann. Doch nicht nur Juden wurden ermordet, jede Gruppe von Menschen, die dem Regime im Weg stand, als Gefahr galt, erwartete ein Todesurteil. Homosexuelle, politisch Verfolgte, Sinti und Roma und andere sollten nach der Ideologie des NS-Regimes vernichtet werden. Als lebensunwert galten auch Menschen mit Geisteskrankheiten, Erbkrankheiten und körperlichen Behinderungen. Diese Krankenmorde schlossen auch die Tötung von Kindern ein. Die nordisch-germanische Rasse sollte erhalten werden, ganz im Sinne der Eugenik, der Rassenhygiene, die die Ausmerzung der Kranken als natürliche Auslese erklärte. Im Rahmen der nationalsozialistischen Erbgesundheitspolitik wurde sie zum Staatsziel.
Simon Scarrow thematisiert das Thema der Kinder-„Euthanasie“ in seinem neuem Titel: „Nachtkommando“. Der Kriminalinspektor Horst Schenke, hat hier seinen zweiten Auftritt.
Berlin, Januar 1940: In einer eiskalten Nacht kehren ein SS-Arzt und seine Frau von einem Konzertabend zurück. Als die Sonne aufgeht, liegt der Arzt leblos in einer Blutlache vor seinem Schreibtisch, darauf ein Abschiedsbrief. Doch seine Witwe ist überzeugt, dass es sich um Mord handelt, und wendet sich an Kriminalinspektor Horst Schenke. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt Schenke und stößt auf immer weitere brisante Details. Er ahnt, dass er einem schrecklichen Geheimnis größeren Ausmaßes auf der Spur ist und seine Ermittlungen möglicherweise nicht überleben wird ...(Verlagsinfo)
„Nachtkommando“ ist ein spannendes Zeitzeugnis, das unter die Haut geht. Emotional katapultiert die Geschichte in einen Abgrund, der in der Geschichte zwar bekannt ist, aber wenig thematisiert wird. Der Schrecken, den der Leser empfindet, ist gewaltig.
Die Geschichte spielt im Jahr 1940, Polen ist erobert, der Zweite Weltkrieg hat begonnen. Das Naziregime ordnet nicht nur die militärischen und politischen Strukturen völlig neu. Auch traditionelle, gesellschaftliche und soziale Formationen werden zerschlagen. Der Nationalsozialismus durchdringt alles. Die Verfolgung und Deportation der Juden beginnt. Die Todesmaschinerie wird in Gang gesetzt.
Staatliches Unrecht - Verbrechen, bei denen die Ermittler zwischen Pflicht und Menschlichkeit stehen. Wie geht man vor, wenn man feststellt, dass der Staat systematisch „Kinder“ ermordet, die nicht in die kranke Ideologie passen? Verzweifelte Eltern - Väter, die sich rächen wollen und dabei selbst eine Grenze überschreiten. Aber hat diese Grenze überhaupt noch eine Bedeutung, wenn die Menschlichkeit außer Kraft gesetzt ist?
Die Bevölkerung wusste zum Teil von den Verbrechen, die geschahen, sie ahnte es zumindest, sie waren verängstigte Mitläufer, Nutznießer der Nazis, aber auch wissentlich Täter, die ihre Macht missbrauchten, um zu töten, aus Lust, aus der Motivation, sich zu bereichern etc. Der systematische Massenmord war bekannt und wurde verschwiegen.
Das Simon Scarrow das Thema „Euthanasie“ aufgreift und damit die Morde an Kindern in der Story als zentralisiertes Element erzählt ist im Grunde genommen ambitioniert. Der Schrecken dieser Mordlust an Kindern, die als Fehlschläge eingeordnet werden, berührt sehr. Doch der Autor konfrontiert uns auch damit, dass die Menschen unter dem Naziregime vor Angst nicht rebellierten, oder kritische Fragen stellten. Die Angst vor Denunzierung, vor Verhaftung und letztlich auch vor der Ermordung lähmte die Gesellschaft. Auch das ist eine unmittelbare Botschaft des Autors.
Die Protagonisten, vor allem das Ermittlertrio, sind interessant gezeichnet. Horst Schenke glaubt noch an das System, hadert mit sich, dass er nicht an der Front ist, und doch ist er voller Zweifel, voller Fragen und Antworten, die er weder leise noch laut auszusprechen wagt. Wir schreiben das Jahr 1940 - noch glaubt man an die deutsche Weltherrschaft. Auch Schenkes Gewissen, seine seelische Not, steht im Mittelpunkt, und man darf gespannt sein, welche Rolle er in den kommenden Romanen dieser spannenden Reihe spielen wird. Er ist ein „Stellvertreter“ für das Volk, das sich anpassen will, um nicht aufzufallen - doch der seelische Druck dürfte mit den kommenden Kriegsjahren zunehmen und sich entladen wollen.
Simon Scarrow hat sehr gut recherchiert und eine sehr stimmungsvolle, authentische Atmosphäre geschaffen, die den Leser kompromisslos auf eine Zeitreise in eine dunkle Epoche schickt. „Nachtkommando“ behandelt konsequent ein brisantes Thema, das man nicht vergessen sollte.
Es gibt Nebengeschichten, die immer wieder um die Frage kreisen, auf welcher Seite man sich moralisch und menschlich positionieren will. Manchmal stehen sich diese Komponenten selbst im Weg, auch wenn der Leser dadurch einen guten Einblick in den Alltag unter der Naziherrschaft erhält.
Selbst das Nachwort des Romans ist lesenswert und konfrontiert den Leser mit Tatsachen, die dem Roman nachhaltig ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. So wird auch deutlich, mit welcher Intensität sich der Autor diesem Buch gewidmet hat.
Fazit
Eine Konfrontation und ein dunkles Vermächtnis, so spannend und emotional erzählt, dass „Nachtkommando“ ein sehr wichtiges Buch ist.
Brillant erzählt - ein Pageturner, den man unbedingt lesen sollte. Gegen das Vergessen.
Michael Sterzik
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5/5
04.03.2024
eBook (ePUB 3)
Was geschah wirklich?
Der Selbstmord eines Arztes hinterlässt bei seiner Witwe ein ungutes Gefühl- weder die Tat an sich noch der Abschiedsbrief passen zu ihrem Mann. Sie wendet sich an den Kriminalinspektor Schenke und auch dieser ist sich schnell sicher, dass es sich um Mord handelt. Doch wer steckt hinter dieser Tat?
In seinem Thriller „Nachtkommando“ führt Simon Scarrow anhand der Ermittlungen der Kriminalpolizei die Lesenden Stück für Stück tiefer in die Gräueltaten der NS-Politik und offenbart die verschiedenen Denkmuster der damaligen Bevölkerung.
Ein sehr empfehlenswerter Thriller, der unter die Haut geht und viel Stoff zum Nachdenken liefert.
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5/5
12.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannung und Gänsehaut in dunklen Zeiten
Berlin im eisigen Januar 1940: Ein SS- Arzt wird im eigenen Blut liegend tot aufgefunden. Horst Schenke und sein Team sind nun gefragt. Handelt es sich um Selbstmord oder doch um Mord?
Und was haben die verzweifelten Eltern plötzlich zu Tode gekommener behinderter Kinder damit zu tun?
Schenke und seine Kollegen müssen immer wieder unterm Radar ermitteln, da sie dem mächtigen Chef des Reichssicherheitshauptamtes Heydrich zu Nahe kommen könnten.
Hochspannung in einem nicht minder spannenden zeitgeschichtlichen Kontext. Gänsehaut erzeugen auch die Schilderungen des Lebens in der NS- Diktatur.
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4/5
12.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannende Fortsetzung
Spannend geht es weiter im zweiten Fall für Kommissar Schenke, der noch immer hofft, der Instrumentalisierung zu entkommen. Der Tod des Kinderarztes Dr. Manfred Schmesler, der Mitglied eines geheimen Projekts ist, wird ermordert. Die Regierung legt alles daran, den Fall unter den Teppich zu kehren. Doch seine Frau wendet sich vertrauensvoll an Schenke. Seine Aufklärungsarbeit wird durch die Regierung erschwert. Wird er den Fall lösen können?
Für Leser*innen von zum Beispiel Philpp Kerr, Volker Kutscher, Ralf Langroth.
Super zweiter Teil, erschreckend wahr , spannend bis zum Schluss. Beide Teile sind empfehlenswert!
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