• Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht

Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht

Roman | Eine Coming-of-Age-Geschichte voller Drive und Witz

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 24,00 €
eBook

eBook

ab 20,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

34939

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

231

Beschreibung

Rezension

»[Josts Debüt] lädt zur Zeitreise ins toxische politische Klima Kärntens der 1990er Jahre, wo zwischen der Idiotie des Landlebens und dem Einbruch der Moderne, zwischen Nazi-Nostalgie und neureichem Geschäftssinn das aufkommt, was man später Rechtspopulismus nennt und was nicht nur in Österreich lange Schatten wirft.« ("wochentaz")
»Ein mehr als respektables Debüt im aufgewühlten Gegenwartsdreieck zwischen Queerness, Rechtspopulismus und Abschied von den Boomern ist Julia Jost ... gelungen.« ("DIE ZEIT")
»Sehr intensiv und so detailnah, dass man dahinter wesentlich selbsterlebte Elemente vermutet, wird eine Familiengeschichte erzählt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ein Buch von rätselhafter Sogkraft, das einem viel abverlangt – und noch mehr Freude bereitet.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»... dicht, flott und schillernd.« ("Der Standard, Wien")
»Im Zentrum [dieses Romans] steht die gewitzt-boshafte Sprache einer Autorin, von der man noch viel hören wird.« ("ORF")
»Jost erzählt mit heiterer Bösartigkeit. ... Genial.« ("Ruhr Nachrichten und Münstersche Zeitung")
»Der Roman von Julia Jost ist sprachlich brillant, unbestechlich in seiner Wahrhaftigkeit und eine literarische Sensation.« ("NDR Kultur")
»Den Roman auf die politische Dimension zu reduzieren, wäre verfehlt. Im Zentrum steht die gewitzt-boshafte Sprache einer Autorin, von der man noch viel hören wird.« ("ORF Zeit im Bild (ZIB)")
»Wer die Kunst des selbstironischen Faubilierens liebt oder Schalk für eine dynamische Kraft hält, sich am eigenen Schopf aus einem Sumpf zu ziehen, der und dem sei dieser durchkomponierte Ausflug in die Welt unter den Karawanken wärmstens ans Herz gelegt.« ("WDR 5")

Details

Verkaufsrang

34939

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

231

Maße (L/B/H)

21,2/13,2/2,6 cm

Gewicht

377 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43167-2

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.4

5 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Wortmächtig und Bildstark

Nicole Kleber aus Eisenberg am 10.03.2024

Bewertungsnummer: 2150384

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Gratschbacher Gegend ist ein Wald ohne Augen. Ohne Sträucher und Äste, die sich hinter deinem Rücken raschelnd zusammenbiegen, um die Todesangst vorzubereiten, die sie gleich in dir auslösen werden. Einen sprechenden Wolf gibt es auch nicht. Der dir geifernd zusieht, wie du Tellereisen jagst. Hinterlist und Bosheit sind, auf diese Fauna wie Flora bezogen, Kokolores. Mit einem Wort meiner Mutter ausgedrückt. Der Gratschbacher Wald und die Felder, die Wiesen, der Teich sind eine ganz übliche Summe aus Pflanzen, Wasser und Tieren, die darin wohnen. Sonst nichts. Das ist alles, was es mit der Gratschbacher Gegend auf sich hat.“ Ganz anders verhält es sich aber mit den Menschen, die diese Gegend bevölkern, das weiß uns die namenlose 11jährige Erzählerin von ihrem Versteck unter dem Lastwagen zu berichten. Während sie darauf wartet, von ihrer Freundin Luca gefunden zu werden, beobachtet sie das Umzugstreiben um sich herum, denn es ist ihr letzter Tag an dem Platz, an dem sie bisher aufwuchs, dem „Gratschbacher Hof“. Zu jedem, der gerade über den Hof wuselt hat sie etwas zu erzählen – und auch von jenen, die nicht mehr dabei sind. Franzi zum Beispiel, der das Messer von Ludwigs Großvater, das mit der Gravur 'Meine Ehre heißt Treue', wieder aus dem Brunnen hätte holen sollen, in den es versehentlich gefallen war. "Einen Meter nach dem anderen seilten wir ihn ab ins dunkle Loch [...]. Plitsch, plitsch, plitsch. Und dann folgte nach einer Weile das Platsch, zu dem wir schlagartig nach hinten kippten, das nun lose Tau in unseren Volksschulhänden. Dann hörten wir es gurgeln und zuckeln aus dem Brunnen, bevor es still wurde im Wald." Der Tod des Buben trifft alle in diesem Dorf - aus verschiedenen Gründen, aber immer an der am tiefsten liegenden Stelle - und zieht sich als roter Faden durch diesen mehr als brillant erzählten Antiheimatroman. Von Bigotterie und braunem Stammtischsumpf, von prügelnden Vätern und „Schürzenjägern“, von übergangenen und überforderten Müttern (die Seiten 66 – 68 sind eine Sensation!), von Vernachlässigung und die Nase in anderer Leute Angelegenheiten stecken, von von patriarchaler Gewalt durchtränkten Strukturen und Vergangenheitsverdrängung, von Ausnutzung, Diskriminierung und von einer queeren Kindheit und ersten Liebe am Fuße der Karawanken im tiefsten Kärnten berichtet Julia Jost wortmächtig und bildstark - und durchdrungen von Wahrhaftigkeit. Mir als Allgäuerin ist auf jeden Fall nichts davon fremd .. Verdeutlicht wird das zusätzlich in genialen Dialektwortwechseln, die dem episodenhaftem Erzählen noch eine gewaltige Portion Extrawürze verleihen! „Besitz vamindert man nit! Der Opa hot sich die Händ wund gschäpft für enk! Und ihr schmeißts olles weck! Olle Oarbeit umsunst!“ Unbedingt lesen, das ist eine extrem große #Leseempfehlung!
Melden

Wortmächtig und Bildstark

Nicole Kleber aus Eisenberg am 10.03.2024
Bewertungsnummer: 2150384
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die Gratschbacher Gegend ist ein Wald ohne Augen. Ohne Sträucher und Äste, die sich hinter deinem Rücken raschelnd zusammenbiegen, um die Todesangst vorzubereiten, die sie gleich in dir auslösen werden. Einen sprechenden Wolf gibt es auch nicht. Der dir geifernd zusieht, wie du Tellereisen jagst. Hinterlist und Bosheit sind, auf diese Fauna wie Flora bezogen, Kokolores. Mit einem Wort meiner Mutter ausgedrückt. Der Gratschbacher Wald und die Felder, die Wiesen, der Teich sind eine ganz übliche Summe aus Pflanzen, Wasser und Tieren, die darin wohnen. Sonst nichts. Das ist alles, was es mit der Gratschbacher Gegend auf sich hat.“ Ganz anders verhält es sich aber mit den Menschen, die diese Gegend bevölkern, das weiß uns die namenlose 11jährige Erzählerin von ihrem Versteck unter dem Lastwagen zu berichten. Während sie darauf wartet, von ihrer Freundin Luca gefunden zu werden, beobachtet sie das Umzugstreiben um sich herum, denn es ist ihr letzter Tag an dem Platz, an dem sie bisher aufwuchs, dem „Gratschbacher Hof“. Zu jedem, der gerade über den Hof wuselt hat sie etwas zu erzählen – und auch von jenen, die nicht mehr dabei sind. Franzi zum Beispiel, der das Messer von Ludwigs Großvater, das mit der Gravur 'Meine Ehre heißt Treue', wieder aus dem Brunnen hätte holen sollen, in den es versehentlich gefallen war. "Einen Meter nach dem anderen seilten wir ihn ab ins dunkle Loch [...]. Plitsch, plitsch, plitsch. Und dann folgte nach einer Weile das Platsch, zu dem wir schlagartig nach hinten kippten, das nun lose Tau in unseren Volksschulhänden. Dann hörten wir es gurgeln und zuckeln aus dem Brunnen, bevor es still wurde im Wald." Der Tod des Buben trifft alle in diesem Dorf - aus verschiedenen Gründen, aber immer an der am tiefsten liegenden Stelle - und zieht sich als roter Faden durch diesen mehr als brillant erzählten Antiheimatroman. Von Bigotterie und braunem Stammtischsumpf, von prügelnden Vätern und „Schürzenjägern“, von übergangenen und überforderten Müttern (die Seiten 66 – 68 sind eine Sensation!), von Vernachlässigung und die Nase in anderer Leute Angelegenheiten stecken, von von patriarchaler Gewalt durchtränkten Strukturen und Vergangenheitsverdrängung, von Ausnutzung, Diskriminierung und von einer queeren Kindheit und ersten Liebe am Fuße der Karawanken im tiefsten Kärnten berichtet Julia Jost wortmächtig und bildstark - und durchdrungen von Wahrhaftigkeit. Mir als Allgäuerin ist auf jeden Fall nichts davon fremd .. Verdeutlicht wird das zusätzlich in genialen Dialektwortwechseln, die dem episodenhaftem Erzählen noch eine gewaltige Portion Extrawürze verleihen! „Besitz vamindert man nit! Der Opa hot sich die Händ wund gschäpft für enk! Und ihr schmeißts olles weck! Olle Oarbeit umsunst!“ Unbedingt lesen, das ist eine extrem große #Leseempfehlung!

Melden

Über ein Kind, das sich nicht unterkriegen lässt

Bewertung aus Lüdenscheid am 06.03.2024

Bewertungsnummer: 2147545

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Julia Josts Romandebüt tut vieles auf einmal: Es handelt ab mit dem starren und rechten Weltbild der Figuren, stellt das Aufwachsen als queerer Mensch auf dem Land dar, ist böse, traurig, lustig und bewegend zugleich. Aber allem voran ist es eine Geschichte über ein Kind, das sich nicht unterkriegen lässt, das niemals passiv, sondern immer aktiv ist, immer etwas zu tun weiß. Und dass es daraus geschafft hat: Das lässt sich allein am Erzählstil erkennen, der bzgl des Weltbildes das Kind darstellt aber auf sprachlicher Ebene den erwachsenen Menschen, zu dem das Kind geworden ist oder irgendwann wird. Ein wundervolles, sprachlich wie inhaltlich eindrückliches Buch!
Melden

Über ein Kind, das sich nicht unterkriegen lässt

Bewertung aus Lüdenscheid am 06.03.2024
Bewertungsnummer: 2147545
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Julia Josts Romandebüt tut vieles auf einmal: Es handelt ab mit dem starren und rechten Weltbild der Figuren, stellt das Aufwachsen als queerer Mensch auf dem Land dar, ist böse, traurig, lustig und bewegend zugleich. Aber allem voran ist es eine Geschichte über ein Kind, das sich nicht unterkriegen lässt, das niemals passiv, sondern immer aktiv ist, immer etwas zu tun weiß. Und dass es daraus geschafft hat: Das lässt sich allein am Erzählstil erkennen, der bzgl des Weltbildes das Kind darstellt aber auf sprachlicher Ebene den erwachsenen Menschen, zu dem das Kind geworden ist oder irgendwann wird. Ein wundervolles, sprachlich wie inhaltlich eindrückliches Buch!

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht

von Julia Jost

4.4

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht
  • Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht