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Band 2

Das Opernhaus: Rot das Feuer

Von der SPIEGEL-Bestseller-Autorin von "Fräulein Gold"

Buch (Taschenbuch)

17,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Das Opernhaus: Rot das Feuer

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Taschenbuch

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ab 17,00 €
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eBook

ab 9,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

7820

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

400

Beschreibung

Rezension

Anne Stern ist ein unterhaltsamer zweiter Satz … ihres groß angelegten, musikalisch grundierten Dresden-Epos gelungen. ("MDR Kultur")
Tatsächlich hat mir der zweite Teil noch viel besser gefallen. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, die wunderbar gezeichneten Charaktere und die genau portionierten historischen Einblicke in vergangene Zeiten. ("Instagram")
Wie immer sehr malerisch und in einem wunderschönen Klang erzählt, führt uns Anne Stern zurück nach Dresden, wo das Leben der Menschen sich schlagartig zu verändern droht. ("Instagram")
Charaktere erschaffen und ihnen ein Gesicht geben kann Anne Stern hervorragend ... Alles wird sehr authentisch und bildgewand erzählt. ("Instagram")
Anne Stern verwebt meisterhaft historische Ereignisse mit fiktiven Charakteren und schafft so eine faszinierende Welt voller Intrigen, Leidenschaft und politischer Unruhen. ... Klare Leseempfehlung! ("bibliomaniacs.de")
Gestalten der Zeitgeschichte ... sorgen für authentisches Kolorit des Romans. Die dramatischen Ereignisse des Volksaufstandes bilden einen farbigen Rahmen für die Liebesgeschichte des Paares im romantischen Theaterbetrieb um „Zauberflöte“ und Kulissengetuschel. ("Badische Neueste Nachrichten")

Details

Verkaufsrang

7820

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,3 cm

Gewicht

423 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-01090-3

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grosses Kino!

Bewertung aus Oberursel am 06.06.2024

Bewertungsnummer: 2217302

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Verlag sagt: „Die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren und dramatischen Schicksalen. Und eine Liebe – stärker als alle Konventionen und Gefahren der Zeit.“ – klang vielversprechend, und da ich historische Romane liebe, habe ich zugegriffen. Ich habe erst zu spät gemerkt, dass es hierzu schon einen ersten Teil gibt, aber - Entwarnung! – das ist hier egal. Alles Relevante zur Vorgeschichte der Protagonisten bekommt man nebenbei erzählt, und ich konnte problemlos in das Geschehen einsteigen. Man kann diesen Teil also auch separat lesen. Dresden, 1849. Unsere Hauptfigur ist Elise Spielmann, Violinistin einer Musikerfamilie entstammend, also eine Bürgerliche, aber aus durchaus besseren Kreisen, und hier in Band 2 lernen wir sie kennen als verheiratete Frau. Leider eher unglücklich verheiratet, der Gatte Adam, Hofkompositeur mit aktuellem Schwund der Muse, ist sehr viel älter und eine Liebesheirat war das eher nicht. Ihr Lichtblick ist die kleine Tochter Netty – einzig, diese ist adoptiert; kleiner Makel für Adam. Elise sucht ihren Sinn zum großen Teil in ihrer Musik, und liebt ihre Auftritte in den bürgerlichen Salons – was für eine Frau per se schon ein Novum ist. Und somit sind wir schon im nächsten großen Themenstrang dieses Romans, der Frauenbewegung, die in diesen Jahren an Schwung aufgenommen hat. Die ersten Frauenvereine entstehen, und auch in Dresden vereinigen sich die Frauen. Elises jüngste Schwester Barbara ist hier ganz aktiv dabei, und Elise selbst ist zumindest im Herzen Feministin – das Leben, das sie jetzt führt, das kann es doch nicht gewesen sein? Vor allem, da ihre wahre Liebe Christian, der unter ihrem Stand stehende talentierte junge Kulissenmaler an der Oper, wieder in ihrem Leben auftaucht….. Und dann steht ja auch noch der Mai-Aufstand in Dresden an, der Ruf der Freiheit, der Dresden in Brand gesetzt hat…. Mein Leseeindruck: Vorweg, ich war begeistert. Die Story hat mich von den ersten Seiten an abgeholt. Mit Elise haben wir eine moderne Heldin, die zwischen Selbstverwirklichung und einzwängenden Konventionen steht. Talentiert als Geigerin und Komponistin ist sie gefangen in einer Welt, die Frauen alle Rechte abspricht, und zusätzlich ist sie eingezwängt in einer lieblosen Ehe. Ihre Herkunftsfamilie ist hier Halt, aber als diese zusammenbricht, brechen auch ansonsten viele Dämme, und Elises Entwicklung zu begleiten, ist superspannend. Ich habe mit Elise mitgefühlt auf allen Seiten. Aber auch das historische Ambiente, die Historie generell, war faszinierend, und mit viel Hintergrundwissen eingeflochten. Ich wusste nicht viel über die Dresdner Mai-Aufstände, und generell nur sehr wenig über die Revolutionsjahre 1848/49. Und wer hätte das gedacht, dass Richard Wagner und der Architekt Semper mit dabei waren und aus Dresden ins Exil flüchten mussten? Auf diese Weise ist Wagner dann auch in Bayreuth gelandet….also ja, war echt interessant. Der Roman ließ sich flott weg lesen (okay, die Frau Stern ist gefeierte Bestsellerautorin, das sollte man erwarten können), und es war mir keine Minute langweilig. Das ist hier ein rundum gelungener Mix aus Historiendrama, Abenteuer, Liebesgeschichte und Frauenpower. Großes Kino. Alle Daumen hoch! Optisch ist das Buch übrigens auch gut gemacht; in der vorderen aufklappbaren Innenseite ist eine Karte des historischen Dresdens abgebildet, auf dem die wichtigen Schauplätze des Geschehens verzeichnet sind. So was mag ich ja sehr gerne. Dann bin ich auf den nächsten Teil gespannt – der Epilog verlässt eine glücklichere Elise, das könnte sehr cool werden für sie in den kommenden Jahren .
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Bewertung aus Oberursel am 06.06.2024
Bewertungsnummer: 2217302
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Verlag sagt: „Die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren und dramatischen Schicksalen. Und eine Liebe – stärker als alle Konventionen und Gefahren der Zeit.“ – klang vielversprechend, und da ich historische Romane liebe, habe ich zugegriffen. Ich habe erst zu spät gemerkt, dass es hierzu schon einen ersten Teil gibt, aber - Entwarnung! – das ist hier egal. Alles Relevante zur Vorgeschichte der Protagonisten bekommt man nebenbei erzählt, und ich konnte problemlos in das Geschehen einsteigen. Man kann diesen Teil also auch separat lesen. Dresden, 1849. Unsere Hauptfigur ist Elise Spielmann, Violinistin einer Musikerfamilie entstammend, also eine Bürgerliche, aber aus durchaus besseren Kreisen, und hier in Band 2 lernen wir sie kennen als verheiratete Frau. Leider eher unglücklich verheiratet, der Gatte Adam, Hofkompositeur mit aktuellem Schwund der Muse, ist sehr viel älter und eine Liebesheirat war das eher nicht. Ihr Lichtblick ist die kleine Tochter Netty – einzig, diese ist adoptiert; kleiner Makel für Adam. Elise sucht ihren Sinn zum großen Teil in ihrer Musik, und liebt ihre Auftritte in den bürgerlichen Salons – was für eine Frau per se schon ein Novum ist. Und somit sind wir schon im nächsten großen Themenstrang dieses Romans, der Frauenbewegung, die in diesen Jahren an Schwung aufgenommen hat. Die ersten Frauenvereine entstehen, und auch in Dresden vereinigen sich die Frauen. Elises jüngste Schwester Barbara ist hier ganz aktiv dabei, und Elise selbst ist zumindest im Herzen Feministin – das Leben, das sie jetzt führt, das kann es doch nicht gewesen sein? Vor allem, da ihre wahre Liebe Christian, der unter ihrem Stand stehende talentierte junge Kulissenmaler an der Oper, wieder in ihrem Leben auftaucht….. Und dann steht ja auch noch der Mai-Aufstand in Dresden an, der Ruf der Freiheit, der Dresden in Brand gesetzt hat…. Mein Leseeindruck: Vorweg, ich war begeistert. Die Story hat mich von den ersten Seiten an abgeholt. Mit Elise haben wir eine moderne Heldin, die zwischen Selbstverwirklichung und einzwängenden Konventionen steht. Talentiert als Geigerin und Komponistin ist sie gefangen in einer Welt, die Frauen alle Rechte abspricht, und zusätzlich ist sie eingezwängt in einer lieblosen Ehe. Ihre Herkunftsfamilie ist hier Halt, aber als diese zusammenbricht, brechen auch ansonsten viele Dämme, und Elises Entwicklung zu begleiten, ist superspannend. Ich habe mit Elise mitgefühlt auf allen Seiten. Aber auch das historische Ambiente, die Historie generell, war faszinierend, und mit viel Hintergrundwissen eingeflochten. Ich wusste nicht viel über die Dresdner Mai-Aufstände, und generell nur sehr wenig über die Revolutionsjahre 1848/49. Und wer hätte das gedacht, dass Richard Wagner und der Architekt Semper mit dabei waren und aus Dresden ins Exil flüchten mussten? Auf diese Weise ist Wagner dann auch in Bayreuth gelandet….also ja, war echt interessant. Der Roman ließ sich flott weg lesen (okay, die Frau Stern ist gefeierte Bestsellerautorin, das sollte man erwarten können), und es war mir keine Minute langweilig. Das ist hier ein rundum gelungener Mix aus Historiendrama, Abenteuer, Liebesgeschichte und Frauenpower. Großes Kino. Alle Daumen hoch! Optisch ist das Buch übrigens auch gut gemacht; in der vorderen aufklappbaren Innenseite ist eine Karte des historischen Dresdens abgebildet, auf dem die wichtigen Schauplätze des Geschehens verzeichnet sind. So was mag ich ja sehr gerne. Dann bin ich auf den nächsten Teil gespannt – der Epilog verlässt eine glücklichere Elise, das könnte sehr cool werden für sie in den kommenden Jahren .

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Fesselnde Fortsetzung der historischen Dresden-Saga

bookloving am 30.05.2024

Bewertungsnummer: 2212404

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem gelungenen Auftakt „Das Opernhaus: Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ legt die deutsche Bestsellerautorin Anne Stern mit dem zweiten Band „Das Opernhaus: Rot das Feuer“ eine fesselnde Fortsetzung ihres groß angelegten historischen Dresden-Epos vor, in dem sie wechselvolle Geschichte der Stadt Dresden und der weltberühmten Semperoper weitererzählt. Die Geschichte ist erneut voller Leidenschaft, Dramatik und folgenschwerer Veränderungen, in die viele hervorragend recherchierte historische Fakten eingebettet sind. Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende und lehrreiche Zeitreise in das Dresden Mitte des 19. Jahrhunderts. Wir tauchen in in die historische Vergangenheit Dresdens und eine höchst bewegte Zeit ein, die im Zuge der Märzrevolution von 1848 von einschneidenden politischen Unruhen und gesellschaftlichen Umwälzungen geprägt war. Der erbitterte Kampf um eine Verfassung und Demokratie fand in Sachsen schließlich seinen fatalen Höhepunkt in den Dresdner Maiaufständen von 1849. Im Mittelpunkt der abwechslungsreichen Saga, die im Dresden von 1849 spielt, steht erneut die charakterstarke Protagonistin Elise Spielmann, die inzwischen als Ehefrau des gestrengen und deutlich älteren Komponisten Adam Jacobi, geschätzte Violonistin und Mutter ihrer quirligen Adoptivtochter Netty ein beschauliches bürgerliches Leben führt. Beinahe vergessen und kaum mehr als eine romantische Erinnerung ist ihre kurze leidenschaftliche Affäre mit dem mittellosen Kulissenmaler am königlichen Hoftheater Christian. Doch eine unverhoffte Wiederbegegnung und familiäre Schicksalsschläge lassen Elises vermeintlich heile Welt rasch aus den Fugen geraten. Äußerst anschaulich und packend führt uns die Autorin eine von gesellschaftlichen Konventionen geprägte Welt mit allgegenwärtiger Frauenfeindlichkeit vor Augen, in der die sozialen Spannungen und Repressionen in der Gesellschaft sowie die sich abzeichnenden gesellschaftlichen Umbrüche äußerst greifbar sind. Hautnah erleben wir vor der zeitgeschichtlichen Kulisse den allmählichen Wandel in der Stimmung der unterdrückten und ausgegrenzten Bevölkerung angesichts der sozialen Ungerechtigkeiten und dem Wunsch nach politischen Veränderungen im Land, die schließlich in einem revolutionären Kampf um mehr Rechte münden. Stern ist es hervorragend gelungen, aus den vielen sorgsam recherchierten historischen Details ein facettenreiches und spannendes Zeitbild zu zeichnen und das damalige Dresden zum Leben zu erwecken. Darüber hinaus beleuchtet sie insbesondere die Rolle der Frauenbewegung, die sich nicht nur für karitative Projekte einsetzte sondern sich zunehmend auch für weibliche Teilhabe, Selbstbestimmung und die Rechte der Frauen aus allen Schichten stark machten. Dabei wird sehr deutlich, welchen hohen Preis die Frauen des 19. Jahrhunderts für ihren Freiheitskampf bezahlen mussten. Aber auch die Geschehnisse im Opernhaus als Schauplatz von vielfältigen Dramen auf der Bühne und hinter den Kulissen sind anschaulich eingefangen und kenntnisreich in die fesselnde Handlung eingeflochten. Gekonnt inszeniert die Autorin die faszinierende Opernwelt und den Alltag am königlichen Hoftheater. Insbesondere die lebendigen Schilderungen einiger Aufführungen wie beispielsweise der Zauberflöte beschwören sehr schön die Magie der Musik herauf und konnten mich bestens unterhalten. Die Figuren sind allesamt detailliert und vielschichtig angelegt, so dass sie sehr lebensnah und stimmig wirken. Sehr gut hat mir erneut die sympathische, deutlich gereifte Protagonistin Elise Jacobi gefallen, die sich schwierigen Entscheidungen zu stellen hat. Gefangen in einer arrangierten Ehe mit einem herrischen, deutlich älteren Mann bricht sich mit jeglichen Konventionen und lässt sich sie trotz großen Risikos wieder auf ihre leidenschaftliche Liebe zu dem feinfühligen, talentierten Kulissenmaler Christian ein. Im Laufe der Handlung begegnen wir zudem zahlreichen historischen Persönlichkeiten wie der bekannten Frauenrechtlerin Luise Otto, aber auch dem exzentrischen Kapellmeister Richard Wagner und dem Opernerbauer Gottfried Semper. Auch wenn für meinen Geschmack einige dramatische Verwicklungen sich etwas zu vorhersehbar entwickelten, konnte mich die abwechslungsreiche Handlung insgesamt doch sehr fesseln. Abgerundet wird der historische Roman mit einem interessanten, sehr ausführlichen Nachwort. Hierin vermittelt uns die Autorin zusätzliches Hintergrundwissen zu den historischen Geschehnissen rund um die Revolution von 1848/49 und dem Schicksal der Rädelsführer des Aufstands vermittelt sowie interessante Informationen zur Frauenbewegung. FAZIT Eine gelungene Fortsetzung der historischen Saga rund um die Semperoper und eine fesselnde Zeitreise ins Dresden Mitte des 19. Jahrhunderts mit viel historischem Flair!
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Fesselnde Fortsetzung der historischen Dresden-Saga

bookloving am 30.05.2024
Bewertungsnummer: 2212404
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem gelungenen Auftakt „Das Opernhaus: Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ legt die deutsche Bestsellerautorin Anne Stern mit dem zweiten Band „Das Opernhaus: Rot das Feuer“ eine fesselnde Fortsetzung ihres groß angelegten historischen Dresden-Epos vor, in dem sie wechselvolle Geschichte der Stadt Dresden und der weltberühmten Semperoper weitererzählt. Die Geschichte ist erneut voller Leidenschaft, Dramatik und folgenschwerer Veränderungen, in die viele hervorragend recherchierte historische Fakten eingebettet sind. Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende und lehrreiche Zeitreise in das Dresden Mitte des 19. Jahrhunderts. Wir tauchen in in die historische Vergangenheit Dresdens und eine höchst bewegte Zeit ein, die im Zuge der Märzrevolution von 1848 von einschneidenden politischen Unruhen und gesellschaftlichen Umwälzungen geprägt war. Der erbitterte Kampf um eine Verfassung und Demokratie fand in Sachsen schließlich seinen fatalen Höhepunkt in den Dresdner Maiaufständen von 1849. Im Mittelpunkt der abwechslungsreichen Saga, die im Dresden von 1849 spielt, steht erneut die charakterstarke Protagonistin Elise Spielmann, die inzwischen als Ehefrau des gestrengen und deutlich älteren Komponisten Adam Jacobi, geschätzte Violonistin und Mutter ihrer quirligen Adoptivtochter Netty ein beschauliches bürgerliches Leben führt. Beinahe vergessen und kaum mehr als eine romantische Erinnerung ist ihre kurze leidenschaftliche Affäre mit dem mittellosen Kulissenmaler am königlichen Hoftheater Christian. Doch eine unverhoffte Wiederbegegnung und familiäre Schicksalsschläge lassen Elises vermeintlich heile Welt rasch aus den Fugen geraten. Äußerst anschaulich und packend führt uns die Autorin eine von gesellschaftlichen Konventionen geprägte Welt mit allgegenwärtiger Frauenfeindlichkeit vor Augen, in der die sozialen Spannungen und Repressionen in der Gesellschaft sowie die sich abzeichnenden gesellschaftlichen Umbrüche äußerst greifbar sind. Hautnah erleben wir vor der zeitgeschichtlichen Kulisse den allmählichen Wandel in der Stimmung der unterdrückten und ausgegrenzten Bevölkerung angesichts der sozialen Ungerechtigkeiten und dem Wunsch nach politischen Veränderungen im Land, die schließlich in einem revolutionären Kampf um mehr Rechte münden. Stern ist es hervorragend gelungen, aus den vielen sorgsam recherchierten historischen Details ein facettenreiches und spannendes Zeitbild zu zeichnen und das damalige Dresden zum Leben zu erwecken. Darüber hinaus beleuchtet sie insbesondere die Rolle der Frauenbewegung, die sich nicht nur für karitative Projekte einsetzte sondern sich zunehmend auch für weibliche Teilhabe, Selbstbestimmung und die Rechte der Frauen aus allen Schichten stark machten. Dabei wird sehr deutlich, welchen hohen Preis die Frauen des 19. Jahrhunderts für ihren Freiheitskampf bezahlen mussten. Aber auch die Geschehnisse im Opernhaus als Schauplatz von vielfältigen Dramen auf der Bühne und hinter den Kulissen sind anschaulich eingefangen und kenntnisreich in die fesselnde Handlung eingeflochten. Gekonnt inszeniert die Autorin die faszinierende Opernwelt und den Alltag am königlichen Hoftheater. Insbesondere die lebendigen Schilderungen einiger Aufführungen wie beispielsweise der Zauberflöte beschwören sehr schön die Magie der Musik herauf und konnten mich bestens unterhalten. Die Figuren sind allesamt detailliert und vielschichtig angelegt, so dass sie sehr lebensnah und stimmig wirken. Sehr gut hat mir erneut die sympathische, deutlich gereifte Protagonistin Elise Jacobi gefallen, die sich schwierigen Entscheidungen zu stellen hat. Gefangen in einer arrangierten Ehe mit einem herrischen, deutlich älteren Mann bricht sich mit jeglichen Konventionen und lässt sich sie trotz großen Risikos wieder auf ihre leidenschaftliche Liebe zu dem feinfühligen, talentierten Kulissenmaler Christian ein. Im Laufe der Handlung begegnen wir zudem zahlreichen historischen Persönlichkeiten wie der bekannten Frauenrechtlerin Luise Otto, aber auch dem exzentrischen Kapellmeister Richard Wagner und dem Opernerbauer Gottfried Semper. Auch wenn für meinen Geschmack einige dramatische Verwicklungen sich etwas zu vorhersehbar entwickelten, konnte mich die abwechslungsreiche Handlung insgesamt doch sehr fesseln. Abgerundet wird der historische Roman mit einem interessanten, sehr ausführlichen Nachwort. Hierin vermittelt uns die Autorin zusätzliches Hintergrundwissen zu den historischen Geschehnissen rund um die Revolution von 1848/49 und dem Schicksal der Rädelsführer des Aufstands vermittelt sowie interessante Informationen zur Frauenbewegung. FAZIT Eine gelungene Fortsetzung der historischen Saga rund um die Semperoper und eine fesselnde Zeitreise ins Dresden Mitte des 19. Jahrhunderts mit viel historischem Flair!

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Das Opernhaus: Rot das Feuer

von Anne Stern

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Patricia Päßler

Thalia Dresden – Haus des Buches

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4/5

Steigerung zu Band 1

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Beim ersten Band war ja meine Kritik, dass sich das Buch zu sehr in dem Liebesgeplänkel zwischen Elise und ihren Männern verliert. Das hat sich dann erst im Epilog geändert, als das Buch mit einem spannenden Cliffhanger aufhörte. Leider geht es im zweiten Band nicht damit weiter, sondern erstmal mit einer ganz anderen Thematik (es wird aber im Laufe des Buches darauf eingegangen!). Bei "Rot das Feuer" habe ich allerdings das Gefühl gehabt, ein Buch für eine ganz andere Zielgruppe zu lesen. Es ist wesentlich spannender und man bekommt viel mehr historische Einblicke in die Revolution, während die Liebesgeschichte nur im Hintergrund weiterläuft... Mich hat das sehr an "Les Miserables" erinnert ;D Die Frage ist, ob denjenigen, die Band 1 mochten, dieser Umschwung gefallen wird. Mir hat es gefallen, da ich gerne schon im ersten Band mehr Historie gelesen hätte.
4/5

Steigerung zu Band 1

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Beim ersten Band war ja meine Kritik, dass sich das Buch zu sehr in dem Liebesgeplänkel zwischen Elise und ihren Männern verliert. Das hat sich dann erst im Epilog geändert, als das Buch mit einem spannenden Cliffhanger aufhörte. Leider geht es im zweiten Band nicht damit weiter, sondern erstmal mit einer ganz anderen Thematik (es wird aber im Laufe des Buches darauf eingegangen!). Bei "Rot das Feuer" habe ich allerdings das Gefühl gehabt, ein Buch für eine ganz andere Zielgruppe zu lesen. Es ist wesentlich spannender und man bekommt viel mehr historische Einblicke in die Revolution, während die Liebesgeschichte nur im Hintergrund weiterläuft... Mich hat das sehr an "Les Miserables" erinnert ;D Die Frage ist, ob denjenigen, die Band 1 mochten, dieser Umschwung gefallen wird. Mir hat es gefallen, da ich gerne schon im ersten Band mehr Historie gelesen hätte.

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