Produktbild: Maifliegenzeit

Maifliegenzeit Roman. »Ein unheimlich eindringlicher Roman über ein himmelschreiendes Unrecht« DENIS SCHECK, ARD DRUCKFRISCH

11

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2 cm

Gewicht

275 g

Farbe

Graugrün

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60289-7

Beschreibung

Rezension

»Es ist berückend, wie Matthias Jügler hier mit wenigen Worten Misstrauen auslotet. [...] Jügler hat sich mit einem dunklen Kapitel der DDR beschäftigt - spannend und bewegend zugleich. Für mich die Nummer eins auf der Bücherliste des Frühjahrs.« ("NDR Kultur, Claudia Ingenhoven")
»Jüglers besonnener Ton, die subtile Komposition des Buches erzeugen einen immensen Sog. [...] Man hätte aus diesem Thema ein Rührstück machen können. Es ist aber ein bewegendes Buch geworden, das uns noch einmal vorführt, weshalb die DDR vielleicht doch nicht so recht für nostalgische Gefühle taugt.« ("MDR Kultur, Buch der Woche, Ulrich Rüdenauer")
»Jügler schreibt einen wie in Marmor gemeißelten Stil, er geht, weil das Thema so hoch emotional ist, ganz behutsam vor ...« ("WDR 3, Denis Scheck")
»Ein wunderbares Buch. - 3sat, Kulturzeit, Nil Varol« ("3Sat, Kulturzeit, Nil Varol")
»Ein unheimlich eindringlicher Roman über ein himmelschreiendes Unrecht.« ("ARD, druckfrisch, Denis Scheck")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2 cm

Gewicht

275 g

Farbe

Graugrün

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60289-7

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    29.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    hervorragende Erzählung

    Kurzkommentar: Spannend und klug konstruierte Erzählung mit überraschenden Wendungen, klare und ruhige Sprache und glaubwürdige Charaktere machen das Werk besonders lohnenswert zu lesen. Die Einschübe zum Angeln fand ich sehr gelungen und emotional passend zur Geschichte.

  • Bewertung

    5/5

    16.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Maifliegenzeit" ist mein zweites...

    "Maifliegenzeit" ist mein zweites Buch von Matthias Jügler. Er kann hochliterarisch von wahren Begebenheiten berichten. Das aufwühlende Schicksal im vorliegenden Roman wird den beruhigend wirkenden Naturbeschreibungen gegenübergestellt. Ich bin gespannt auf Neues!

  • Lesenswege

    5/5

    12.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr bewegendes Buch über ein furchtbares Unrecht

    Mit „Maifliegenzeit“, dem 3. Roman von Matthias Jügler, habe ich mich nun zum zweiten Mal mit Zwangsadoptionen in der DDR befasst. Doch hier geht es um mehr als das. Die Kinder von Republikflüchtlingen, deren Fluchtversuch gescheitert war, wurden gegen den elterlichen Willen vom Staat zur Adoption freigegeben. Jüglers Roman befasst sich jedoch mit der Geschichte eines für tot erklärten Säuglings, der bei Adoptiveltern aufwuchs. Hans und Katrin werden Ende der 70er Jahre Eltern eines Jungen, der kurz nach der Geburt verstirbt. Katrin hat von Anfang an Zeifel am Tod ihres Sohnes und glaubt, dass etwas nicht stimmt. Hans dagegen kann sich das nicht vorstellen und hält Katrin für besessen von der Idee, ihr Sohn sei noch am Leben. Die Beziehung zerbricht. Nach dem Ende der DDR stellt der inzwischen pensionierte Lehrer Nachforschungen an, stößt dabei auf eine Spur, es gibt Ungereimtheiten, doch gelingen will ihm die Aufklärung nicht. Dazu mag beitragen, dass alle Beteiligten zu diesem Zeitpunkt noch am Leben und im Amt sind. Das hatten wir doch schon einmal im vergangenen Jahrhundert. Interessant finde ich, dass Jügler sein Thema aus der Perspektive des Vaters angeht. Eines Vaters, der sich längst damit arrangiert hat, die Wahrheit nicht zu ergründen und sich immer wieder in seine Leidenschaft des Angelns flüchtet, die ihn erdet. Etwa die Hälfte des Buches befasst sich mit detailliertem Angel- und Fischwissen. Ich habe nicht gewusst, dass sich das Leben vieler Fische so sehr im Verborgenen abspielt. So kann man diesen Handlungsstrang als Metaebene betrachten, denn auch Hans weiß 40 Jahre lang nicht, was tatsächlich passiert ist. Deshalb dürfte das Angeln auch ein Katalysator für ihn sein, der es ihm ermöglicht hat, durchs Leben zu kommen. Jüglers Buch hat hohe Wellen geschlagen. Im Mai hat er eine Lesung beim „Haus des Buches“ in Leipzig abgesagt, weil der Veranstalter aufgrund einer Aussage in der Nachbemerkung Belege für vorgetäuschte Säuglingstode in der DDR von ihm gefordert hat. Es gibt eine „Interessengemeinschaft gestohlener Kinder der DDR“, die von 2000 Verdachtsfällen ausgeht. Jüglers Figuren sind fiktiv, aber die Idee ist einem tatsächlichen Fall nachempfunden. Mich hat dieses Buch sehr berührt und unglaublich wütend und traurig gemacht. Trotzdem muss es gelesen werden. Ich rate zu.

  • Bewertung

    5/5

    12.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegender Roman über ein dunkles Kapitel der DDR

    Hans lebt mit seiner ersten Frau Katrin in der DDR. Sie freuen sich 1978 auf ihr Kind. Kurz nach der Geburt erhalten sie die schockierende Nachricht, ihr Sohn sei verstorben. Katrin zweifelt von Anfang an, Hans versucht, die Situation zu akzeptieren. 1989 mit der Wende nimmt Hans den Versuch wahr, Licht ins Dunkel zu bringen, Katrin ist inzwischen verstorben. Er stößt auf eine Mauer des Schweigens, in ihrm kommen tiefe Selbstzweifel auf, auch Schuldgefühle gegenüber Katrin. Bis sich 40 Jahre nach der dramatischen Nachricht sein Sohn bei ihm meldet. Der Autor hat sich intensiv mit diesem dunklen Kapitel der DDR beschäftigt. Feinfühlig und kraftvoll nimmt Matthias Jügler den Leser mit.

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    19.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unbedingt lesen!

    !ein Lesehighlight 2024! Klappentext: „Für Katrin und Hans wird der Alptraum aller Eltern wahr: Nach der Geburt verlieren sie noch im Krankenhaus unweit von Leipzig ihr erstes Kind – und kurz darauf auch sich als Paar. Denn Katrin quälen Zweifel an der Darstellung der Ärzte, Zweifel, von denen Hans nichts wissen will. Als Katrin Jahre später stirbt, wird klar, dass sie mit ihren Befürchtungen womöglich Recht hatte. Bei seinen Recherchen, die ihn tief in die Geschichte der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Klären kann er all seine Fragen in Zusammenhang mit dem Tod des Säuglings nicht, doch der Gedanke daran, in einem entscheidenden Moment seines Lebens versagt, etwas versäumt, einen Fehler begangen zu haben, lässt ihn künftig nicht mehr los. Da klingelt eines Tages das Telefon und sein Sohn ist am Apparat. Aufgewachsen in einer Adoptivfamilie, unterscheidet sich seine Vorstellung von der Vergangenheit grundlegend von dem, was Hans ihm erzählt. Wird sich die Kluft, die das Leben in einem Unrechtsstaat und vierzig fehlende gemeinsame Jahre gerissen haben, wieder schließen lassen?“ Welche bewegendes und tief-in-der-Wunde-bohrendes Buch hier auf die Leserschaft wartet. Es war wahrlich besonders zu lesen und dennoch für mich auch nicht. Als Kind der DDR erschütterte mich diese Geschichte nur bedingt, denn fest steht, solche Fälle wie uns Autor Matthias Jügler hier erzählt, gab es leider zuhauf. Selbst im Bekanntenkreis meiner Familie ist so ein „mysteriöser“ Fall bekannt, der bis heute nicht geklärt ist. Ich betrachte dieses Buch also recht „objektiv“, sage aber klar aus, Jügler hat hier durch seinen besonderen Ton und die Wahl seiner Worte und Emotionen eine ganz besondere Geschichte erzählt die tief unter die Haut geht und keinesfalls den Leser kalt lässt. Einige Geschichten dazu sind öffentlich bekannt aber viele leider nach wie vor unter dem Deckmantel des Schweigens begraben. Eine Auflösung wird es wohl in den allermeisten Fällen nie dazu geben. Unsere Protagonisten Katrin und Hans sind an diesem Alptraum als Paar zerbrochen. Hans‘ Geschichte weiter zu folgen ist absolut lesenswert, da hier extreme psychologische aber auch philosophische Parts mit einfließen. Dass dieser Roman nachhallt, ist von Beginn an einleuchtend. Fakt ist, es ist eine von sehr vielen solcher Geschichten aber dies ist keine negative Verurteilung für dieses Buch. Ganz im Gegenteil. Über diese Taten von damals muss stets berichtet werden, denn was damals in der DDR diesbezüglich geschah, ist absolut menschenunwürdig und sollte verurteilt werden. Jügler hat es jedenfalls absolut bravourös geschafft, hier eine von eben ganz vielen Geschichten sehr packend und emotional zu erzählen, dass der Leser gar nicht anders kann als dieses Buch zu verschlingen. Jügler beleuchtet aber nicht nur das Grauen sondern bringt auch wirklich wunderschöne natürliche Momente in diese Geschichte. So wie er die Natur und die Örtlichkeiten beschreibt, muss eine ganz tiefe Verbundenheit in ihm herrschen. So kann man nur schreiben wenn man diese Themen auch im Herzen trägt. Ich bin wirklich tief beeindruckt wie Jügler hier die Verbindungen zu alle dem knüpft und eben diesen besonderen Ton anschlägt. Das ist alles wirklich bemerkenswert austariert und frei von jeglichem Kitsch oder Klischee. Sie merken schon, dieses Buch muss man lesen und die 5 Sterne hat es absolut verdient. Ganz klare Leseempfehlung hierfür!

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Bewertungen (11)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schwieriges Thema, unfassbar...

    Ein schwieriges Thema, unfassbar gut umgesetzt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, vermischt mit den gesammelten Eindrücken in der Natur sucht seinesgleichen und schafft eine enorme emotionale Dichte, die der Thematik gerecht wird.
  • Zum Bewerterprofil von Irene Hantsche

    Irene Hantsche

    Thalia Jena – Goethe-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte selbst ist so ungeheuerlich,...

    Die Geschichte selbst ist so ungeheuerlich, dass man ihr nicht glauben will. So bedrückend ist die Darstellung von einem vorgetäuschten Kindstod in der DDR. Fakt oder Fiktion? In jedem Fall erzählt Jügler bewegend davon, wie eine falsche oder ungeklärte Herkunft das Leben prägt.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    02.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berechtigte Zweifel

    Der Autor nimmt sich in „Maifliegenzeit“ einem Thema an, dem ich in der Literatur schon einmal begegnet bin, beleuchtet aber eine andere Facette. Katrin und Hans lernen sich Anfang der 1970er Jahre an der Universität von Jena kennen und lieben. Vier Jahre danach wird diese Liebe gekrönt von der Geburt eines Sohnes. Doch angeblich starb das Kind aufgrund von Komplikationen wenige Tage später in der Kinderklink, so die Mitteilung der Ärzteschaft an die nun verzweifelten Eltern. Die Beziehung zerbricht, weil es keinen gemeinsamen Weg aus der Trauer gibt. Welche unfassbare Richtung das Geschehen nimmt, zeichnet sich zwar von Beginn an ab, nimmt aber trotzdem gefangen bis zum hoffnungsvollen Schluss.
  • Zum Bewerterprofil von Angela Franke

    Angela Franke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Maifliegenzeit*

    Hans und Katrin verlieren ihr Wunschkind kurz nach der Geburt. Aus der Sicht von Hans wird das nun so tragisch verlaufende Leben schnörkellos erzählt. Das Buch ist kein Erfahrungsbericht sondern empathische Literatur über ein Thema, das wenig aufklärt und viele Fragen aufwirft. Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, arbeitet journalistisch und als freier Lektor.

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