Produktbild: Vorstandssitzung im Paradies

Vorstandssitzung im Paradies Roman

21

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.07.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/1,5 cm

Gewicht

174 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Paratiisisaaren vangit

Übersetzt von

Regine Pirschel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-19346-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.07.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/1,5 cm

Gewicht

174 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Paratiisisaaren vangit

Übersetzt von

Regine Pirschel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-19346-2

Herstelleradresse

Lübbe
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Verschollen im Paradies

    Dieses neuaufgelegte Buch ist trotz seines ursprünglichen Erscheinungsjahres von 1974 brandaktuell, denn es beschreibt Überlegungen zum menschlichen Zusammenleben, die immer noch Gültigkeit haben. Das sehen die Lesenden auch daran, dass das Buch schon 2004 eine erste Neuauflage hatte. Der Autor beschreibt den Flugzeugabsturz einer Passagiermaschine über dem Stillen Ozean, die - gechartert von den Vereinten Nationen – als Fluggäste Krankenschwestern, Hebammen, Ärzte, Waldarbeiter und Mechaniker für verschiedene humanitäre Einsätze an Bord hat und dazu natürlich die Crew, aber auch einen außerplanmäßigen Journalisten. Dieser ist es, der als Ich-Erzähler aus der rückwärtsgewandten Sicht diesen Bericht/dieses Buch schreibt und uns Lesenden damit die Geschichte erzählt. Dabei hat er einen sehr trockenen Stil und Humor. Manche Ereignisse, die, die ihn selber betreffen, erfährt man also sofort, andere werden nachgeliefert, je nachdem, wann der Journalist von ihnen erfahren hat. Da die Gruppe klein ist, erhält der Journalist und damit auch die Lesenden über alles, was geschehen ist, Kenntnis. Nach dem Flugzeugabsturz wird den Überlebenden bald klar, dass sie so schnell nicht wieder von dieser Insel wegkommen werden. Also werden Pläne fürs Überleben geschmiedet und ein „Vorstandskomitee“ für Entscheidungen gewählt. Das Buch beinhaltet viele Ideen der ehemaligen Passagiere, wie sie überleben, aber auch, wie sie sich das Überleben angenehm machen können. Dabei kommt für die Lesenden Erstaunliches heraus, z. B. der Bau eines Kühlschranks in tropischer Hitze, eine Schnapsbrennerei, Hütten und anderes mehr. Doch noch viel interessanter ist die politische Sicht auf das Zusammenleben, denn es entwickelt sich eine gelassene Form des Sozialismus/Kommunismus, die niemandem aufgezwungen wurde, die allein durch Abstimmungen, Fehler und Richtiges tun zustande kommt und mit der fast alle fast immer sehr zufrieden sind. Sogar die Integration eines Fremden gelingt dabei wunderbar. Den Lesenden stellt sich also die Frage: Würde das Zusammenleben der Menschen weltweit besser gelingen, wenn alle nur genauso viel zum Leben hätten, wie sie bräuchten und sich auch nur darum kümmern müssten? „Ganz nebenbei“ lässt der Autor auch die Lage der Welt in seinem Buch aufblitzen, denn auf der anderen Seite der Insel tobt ein Krieg, der wohl auch noch andere Bereiche der Welt umfasst. Die „Schutzmacht“, die die Überlebenden am Ende nach einer spektakulären SOS-Sendeaktion, „rettet“, geht ziemlich rigoros zu Werke und lässt niemanden auf der Insel bleiben, selbst die nicht, die sich das wünschen und vehement zur Wehr setzen. Ein erstaunlich aktuelles, 50 Jahre altes Buch, das sich in seinem flüssigen Stil zu lesen lohnt, um über die Probleme der Welt mit trockenem Humor nachzulesen und nachzudenken – also ein altersloses Buch! Empfehlenswert!

  • Margit

    aus Dosssenheim

    5/5

    01.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Nach einem Flugzeugabsturz…

    Nach einem Flugzeugabsturz über den indonesischen Inseln finden sich finnische Waldarbeiter, schwedische Krankenschwestern und Ärzte sowie englisches Flugpersonal an einem einsamen Strand wieder. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines finnischen Journalisten, der die UN-Gruppe begleitet hat, in der Rückschau nach der Rettung. Der Stil ist nüchtern bis lakonisch, leicht und flüssig lesbar, mit einigen skurrilen Einfällen, wie die Gruppe sich zusammenrauft und ihr Überleben auf der Insel mit den gegebenen Mittel organisiert. Das ist manchmal amüsant und lässt staunen über die Findigkeit der Überlebenden, etwa was sie mit Kupferspiralen alles anfangen, wie sie einen Kühlschrank bauen, Salz gewinnen, Schnaps brennen und eine Riesenschneise in Form eines SOS-Zeichens in den Urwald schlagen und dann anzünden. Faszinierend auch, wie sie das soziale Miteinander gestalten. Es gibt gewählte Vorstände sowie ein Strafsystem bei allerlei Vergehen. Als die Gestrandeten nach fast einem Jahr gerettet werden, wollen einige von ihnen die Insel überhaupt nicht verlassen. Sie werden jedoch zwangsläufig von den amerikanischen Rettern nach Hause gebracht. Nur der Kapitän des Flugzeugs kommt später auf die Insel zurück um dort zu leben. Ansonsten bleibt man in losem Kontakt und arrangiert sich wiederum mit dem alten / vorigen Leben. Nachdenklich macht es, wie aktuell der 1974 geschriebene Roman mit der unterschwelligen Gesellschafts- und Sozialkritik anmutet. Der Autor läd ein zu der Frage: Was brauchen wir wirklich zum Leben ? Absolut empfehlenswert. Macht neugierig auf weitere Paasilinna-Lektüre.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    30.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Unterhaltsame und zeitlose…

    Unterhaltsame und zeitlose Gesellschaftskritik; Der Buchtitel und das gelungene Cover lassen schon ahnen, dass es sich hier um eine unterhaltsame Gesellschaftskritik handelt. Das Beeindruckende ist, dass das Finnische Original bereits 1974 erschienen ist und sich das Buch ohne Abstriche lesen lässt, da es so zeitlos ist. Die Überlebenden des Flugzeugabsturzes sind aufgrund ihrer Zusammensetzung schon urkomisch, genauso wie die Ladung. Die Art und Weise, wie sich das Leben auf der Insel entwickelt und die Gemeinschaft sich formt und Regeln gibt, wird sehr fokussiert beschrieben. Zwischendurch gibt es immer wieder mal ausgesprochen komische Szenen. Der Schreibstil ist nüchtern und sachlich und wirkt tatsächlich sehr skandinavisch auf mich. Der skurril-schwarze Humor des Autors ist auf jeder Seite zu spüren und macht das Buch so unterhaltsam. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter. Deshalb werde ich auf jeden Fall noch mehr von diesem Autor lesen.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    30.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Unterhaltsame und zeitlose Gesellschaftskritik

    Der Buchtitel und das gelungene Cover lassen schon ahnen, dass es sich hier um eine unterhaltsame Gesellschaftskritik handelt. Das Beeindruckende ist, dass das Finnische Original bereits 1974 erschienen ist und sich das Buch ohne Abstriche lesen lässt, da es so zeitlos ist. Die Überlebenden des Flugzeugabsturzes sind aufgrund ihrer Zusammensetzung schon urkomisch, genauso wie die Ladung. Die Art und Weise, wie sich das Leben auf der Insel entwickelt und die Gemeinschaft sich formt und Regeln gibt, wird sehr fokussiert beschrieben. Zwischendurch gibt es immer wieder mal ausgesprochen komische Szenen. Der Schreibstil ist nüchtern und sachlich und wirkt tatsächlich sehr skandinavisch auf mich. Der skurril-schwarze Humor des Autors ist auf jeder Seite zu spüren und macht das Buch so unterhaltsam. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter. Deshalb werde ich auf jeden Fall noch mehr von diesem Autor lesen.

  • Adele

    aus Bremen

    5/5

    29.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine faszinierendes Leseabenteuer zwischen Komödie und Gesellschaftskritik

    In Vorstandssitzung im Paradies nimmt uns Arto Paasilinna mit auf ein skurriles, zuweilen komisches und gleichzeitig nicht weniger lehrreiches Leseabenteuer. Der Ich-Erzähler ist finnischer Journalist auf einer Recherchereise von Japan nach Australien. In dem von der UN gecharterten Flugzeug sind die Mitpassagiere Krankenschwestern, Ärzte und Waldarbeiter aus verschiedenen skandinavischen Ländern, die in unterschiedlichen Regionen auf dem asiatischen Kontinent Entwicklungshilfe leisten sollen. Als das Flugzeug schließlich dramatisch über dem stillen Ozean abstürzt, landen die Überlebenden auf einer Insel im gefühlten Nirgendwo. Aus dem Kampf ums Überleben, zunächst allein, dann in der Gruppe, wird Tag für Tag mehr ein Einrichten in ein neues Leben mit schließlich einigem Komfort dank dem Erfindungsreichtum und der Zusammenarbeit in der Gemeinschaft. Eine große Rolle spielt hier das allmähliche Finden als Gemeinschaft und die Anpassung an die Natur in dem nicht freiwillig gewählten Paradies. Die Entwicklung und Weiterentwicklung der Gemeinschaft der Gestrandeten wird sehr gut herausgearbeitet, Ansätze und Entwicklungen der Ideengeschichte werden dabei geschickt integriert, so beispielsweise die Einführung des Geldes als Sündenfall (Rousseau) und daraus abgeleitet der Verbleib im Naturzustand ohne Eigentum, die Entwicklung des Tauschsystems, der Versorgung und letztlich auch eines Strafrechts (auch wenn letzteres zunächst doch sehr archaisch war) und eines kleinen Gesundheitssystems. So begleitet der Autor die Entwicklung eines eigenen Gesellschaftssystems, das sich partizipativ und dem Gemeinwohl verpflichtet, in der Gruppe auf der Insel herausbildet. Dabei wird deutlich, dass es eben dieses System ist, das letztlich das Überleben der Gruppe sichert, die zunehmend kritisch die vermeintlichen Errungenschaften des Westens mit allen Folgen für Mensch und Natur reflektiert. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt begeistert, schnörkellos, eingängig, ein absolut trockener Humor und viel Selbstironie - wer das mag, wird wie ich große Freude an dem Buch haben. Insgesamt war das Buch für mich eine tolle Mischung aus Komödie und Gesellschaftskritik. In ähnlicher Form kenne ich das beispielsweise auch von Erich Kästner, insofern war es auch interessant für mich einen Autor mit ähnlichem Stil und gesellschaftskritischem Anliegen aus einem skandinavischen Land zu lesen. Eine absolute Empfehlung und für mich die Einladung weitere Bücher des Autors zu entdecken!

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Bewertungen (21)

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  • Zum Bewerterprofil von Diotima Johanns

    Diotima Johanns

    Thalia Saarbrücken

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    5/5

    15.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein herrliches Lesevergnügen ist...

    Ein herrliches Lesevergnügen ist diese skurrile Robinsonade voller absurder und abgedrehter Ideen!
  • Zum Bewerterprofil von V. Harings

    V. Harings

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Waldarbeiter, Hebammen und ein...

    Waldarbeiter, Hebammen und ein Journalist geraten durch einen Flugzeugabsturz unfreiwillig ins Paradies. Da stellt sich die Frage: Will man überhaupt gerettet werden.

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