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Wie Treibgut im Fluss Roman | Der tiefgründige Generationenroman vom Autor von “Jahresringe”

6

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,3/13,1/3,5 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-28393-6

Beschreibung

Rezension

"Ein großer Roman voller faszinierender Figuren, der mir bisher nicht bekannte historische Ereignisse anschaulich beschreibt."

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,3/13,1/3,5 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-28393-6

Herstelleradresse

Droemer HC
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: produktsicherheit@droemer-knaur.de

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  • Saskia

    5/5

    26.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch

    Mit wie Treibgut im Fluss hat der Autor Andreas Wagner einen Familienroman geschrieben, der gleich die Geschichte von mehreren Schicksalen auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Wir begegnen als erstes Niklas, der als Ich-Erzähler fungiert und umtrieben ist von der Sehnsucht nach einem Heimatgefühl. Niklas lebt getrennt von der Mutter des gemeinsamen Sohnes Lewin und versucht ihm ein guter Vater zu sein. An einem gemeinsamen Tag der beiden befinden sie sich am Rhein und Niklas blickt zurück auf die Geschichte seiner Vorfahren. Wir werden fesselnd und von gut recherchierten Fakten geprägt, in die Vergangenheit von vor gut 250 Jahren versetzt. Man spürt mit den Zeilen die Sehnsucht der Menschen auf ein besseres Leben, die Träume auf religiöse Freiheiten und Reichtum und wir lernen die amerikanischen Anwerber kennen, die genau mit diesen Träumen und Sehnsüchten der Menschen ihr Geschäft machen. So strandeten viele Menschen, ohne Mittel und Besitz wie Treibgut im Fluss mitten im nirgendwo, anstatt einen versprochenen Platz auf einem Schiff Richtung Amerika zu erhalten. Wir tauchen emotional und gefühlvoll in die Lebensgeschichte von Niklas' Großmutter und ihrer Freundin Änni aus dem Nachbarsort ein, aufgrund von unterschiedlichen Glaubensrichtungen war ein Umgang mehr als schwierig. Man wird konfrontiert mit den Folgen des Krieges, wie dieser Familien und Freundschaften auseinander reißt und was dies mit den Menschen macht. Fazit: Wie Treibgut im Fluss ist ein ernstes, anspruchsvolles und mitreißend geschriebenes Buch über das Gefühl von Heimat, der Sehnsucht nach den Wurzeln und der Auseinandersetzung mit dem Thema warum sind wir, wie wir sind ? Besonders ergriffen hat mich das Schicksal von Josephine, Niklas' Großmutter, die ihre Liebe nicht ausleben konnte und diese sogar unausgesprochen mit ins Grab genommen hat. Es geht auch um Integration, ein Thema was auch in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist. Kurzum: ich hatte tolle Lesestunden mit diesem Buch und finde es immer wieder toll wenn verschiedene Erzählstränge am Ende so verknüpft sind, dass eine facettenreiche Geschichte entsteht.

  • Bewertung

    5/5

    13.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein absolutes Highlight in diesem...

    Mein absolutes Highlight in diesem Frühling! Eine tolle Verwebung von Historie und Fiktion, gespickt mit faszinierenden Figuren. Es hat mich sehr berührt und gepackt, so dass ich es in einem guten Tag durch hatte. Absolute Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    05.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiver Roman mit großer Tiefe

    Endlich mal wieder ein Buch, das ich absolut nicht aus der Hand legen konnte. Auf historisch sehr interessantem Hintergrund werden tiefsinnige, persönliche Geschichten und Charaktere entwickelt, deren Schicksal raffiniert miteinander verwoben sind. Besonders berührt hat mich die zaghafte, von gesellschaftlichen Zwängen geprägte Liebesgeschichte von Änni und Josephine, in einer Zeit in der die Sehnsucht zueinander nicht sein durfte. Absolute Empfehlung, ein sehr starker Roman. Werde ihn, wie bereits seinen Vorgänger "Jahresringe", mit Freude verschenken!

  • sommerlese

    4/5

    30.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein berührendes und aufklärendes Generationenporträt

    Der Roman Wie Treibgut im Fluss von Andreas Wagner erscheint im Droemer Verlag. Vor 250 Jahren stehen viele arme Bauern im Hunsrück vor dem Problem, ihre Familie ernähren zu können. Einige von ihnen treibt die Sehnsucht nach einem besseren Leben zu einer Auswanderung nach Amerika. Auch Peter wird von Anwerbern überzeugt und möchte auswandern, das scheitert aber schon in den Niederlanden, wo er nicht zum Hafen durchgelassen wird. Eine Rückkehr wäre eine Blamage und keine Option, die einzige Chance bietet sich ihm in einer Ansiedlung am Niederrhein, wo Arbeitskräfte und Landwirte gebraucht werden. Die protestantischen Neuzugezogenen werden von den katholischen Bewohnern dieser Gegend misstrauisch beäugt und ausgegrenzt. Freundschaften zwischen beiden Religionsrichtungen werden abgelehnt. Hier lebt man noch sehr engstirnig in seinen alten Traditionen und da gehört der Katholizismus unbedingt dazu. Jahrzehnte später freundet sich das protestantische Mädchen Ännie mit der gleichaltrigen Katholikin Josephine an, trotz aller religiösen Anfeindungen und Kontaktverboten halten sie die Freundschaft aufrecht und bleiben sich noch als Ehefrauen und Mütter bis in den Tod eng verbunden. Josephines Enkel ist der Ich-Erzähler Niklas aus der Gegenwart, der die Geschichte seiner Großmutter erst nach ihrem Tod heraus findet. Niklas wandert mit seinem Sohn am Rhein und hofft, aus der Geschichte seiner Großmutter zu lernen, denn er möchte seinem Sohn ein guter Vater sein. Seinen Sohn hat er nur tageweise bei sich, er betrog seine Frau und muss nun mit dieser Regelung klar kommen. Dem Rückblick in die Vergangenheit bin ich gespannt gefolgt, es geht ums nackte Überleben, um Armut und Krieg, der Menschen auseinander reißt. Es geht um Werte, die in dieser neuen Heimat weiter gelebt werden und damit Sicherheit und Zuversicht geben. Die Distanzierung von Menschen aus religiösen Gründen ist immer schwierig, doch es hat mich erschüttert, weil beide Religionsrichtungen zum Christentum gehören. Diese Schilderung hat Andreas Wagner sehr eingehend offen gelegt und meinen Blick darauf gelenkt. Beim Lesen stellte ich mir einige Fragen zu Heimat und Gemeinschaft. Wie geht Integration heute und wie war es früher? Die Unterschiede sind gar nicht so gewaltig, auch heute noch bleiben viele Religionsgemeinschaften gern unter sich. Andreas Wagner lenkt den Blick des Lesers sehr direkt auf die Lebensumstände seiner Figuren. Ohne kritisch zu werden macht er das Leben und die gesellschaftlichen Zustände seiner Charaktere sichtbar und erzählt von Familie, Freundschaft und Trennung, von Heimat und neuem Ankommen, von Abgrenzung aus Religionszugehörigkeit und von Hoffnungen und Niederschlägen. Für mich war der historische Teil der Geschichte der durchaus interessantere und fesselndere, die Handlung um Niklas war eher unterhaltsam und hat den Zusammenhang zwischen den Generationen hergestellt. Diesen Roman empfehle ich allen, die sich für geschichtliche Hintergründe interessieren und dabei bewegende Charaktere begleiten möchten.

  • Renas Wortwelt

    4/5

    13.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegender Familienroman über weniger bekannte historische Begebenheiten

    Ein Roman um Freundschaft und Trennung, um Tradition und Religion, um Aufbegehren und Unterordnen und um Familie und ihre Generationen. Tief in die Vergangenheit blickt Ich-Erzähler Niklas, um die Geschichte seiner Familie zu ergründen. In der unausgesprochenen Hoffnung, dass sie ihm hilft, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen, seinem Sohn ein guter Vater zu sein. Vor fast 300 Jahren beginnt die Geschichte, sie beginnt mit den armen Bauern im Hunsrück, die einer Schimäre nachjagen, als sie davon träumen, nach Amerika auszuwandern, nach Pennsylvanien. Gegen den Willen seiner Frau Catharina schließt sich Peter der Auswanderergruppe an. Doch sie kommen nicht weit. Die Niederlande lassen die Menschen nicht einreisen, nicht durchreisen zum Hafen. So landen sie am Niederrhein, können nicht vorwärts und nicht zurück, beginnen hier zu siedeln. Das Leben ist hart und beschwerlich, weshalb die Sehnsucht nach einen besseren Leben, nach einem anderen Land bleibt. Zumal die Menschen aus dem Hunsrück nun hier zwischen Angehörigen einer anderen Religion leben, mit denen es keine Verbindung, keinen Austausch gibt. Protestanten und Katholiken begegnen einander voller Misstrauen, ein Zusammen, geschweige denn eine Freundschaft kann und darf es nicht geben. Das bleibt über die Jahrhunderte so. Nur die kleine Ännie begehrt dagegen auf, als sie, das Protestantenmädchen die gleichaltrige Katholikin Josephine kennenlernt. Trotz aller Unterschiede, trotz aller Bestrafungen für ihr Vergehen, mit Katholischen zu reden und trotz einer langen und andauernden Trennung bleiben die beiden Mädchen in Verbindung, als junge Frauen, als Ehefrauen und Mütter, als alte Frauen, bis zum Tod. Nur zusammen dürfen und können sie nicht sein. Josephine wird später die Großmutter des Ich-Erzählers Niklas, der ihre Geschichte erst erfährt, als sie gestorben ist. Sie hat sie ihm gewissermaßen hinterlassen. Dieser historische Teil des Romans ist ausgesprochen spannend. Die Schicksale der Menschen zu verfolgen, ihren Kampf ums Überleben, mit Vorurteilen, mit Krieg und Armut, mit Rollenbildern und mit den eigenen Wertevorstellungen, ist hochinteressant und dieser Teil des Buchs ist auch sehr gut geschrieben. Weniger spannend und auch weniger interessant ist der in der Gegenwart spielende Teil des Romans, in dem wir Niklas begleiten, der einen Tag mit seinem Sohn am Rhein verbringt, mit ihm an die Orte der damaligen Ereignisse wandert und währenddessen damit hadert, ob er ein guter Vater ist. Dass er seine Frau betrogen hat und daher seinen Sohn nur an bestimmten Tagen bei sich hat, belastet die Beziehung zu dem Jungen. So ist dieser Teil des Romans eher dröge, die Stimmung von Niklas nicht immer nachvollziehbar, wirkt oft wehleidig. Auch sein Umgang mit dem Vermächtnis seiner Großmutter verwirrt, wirkt unverständlich. Dennoch ist das Buch als Ganzes unbedingt zu empfehlen, ein großer Roman voller faszinierender Figuren, der mir bisher nicht bekannte historische Ereignisse anschaulich beschreibt. Andreas Wagner - Wie Treibgut im Fluss Droemer, April 2024 Gebundene Ausgabe, 349 Seiten, 24,00 €

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