Produktbild: Der falsche Vermeer

Der falsche Vermeer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

06.03.2024

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

520 (Printausgabe)

Dateigröße

2580 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783865328755

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ePUB 3

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06.03.2024

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Pendragon Verlag

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Deutsch

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9783865328755

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  • Bewertung

    5/5

    31.05.2024

    eBook (ePUB 3)

    Scherge-Schelm-Schurke? Spannender Kunstkrimi um den Fälscher Van Aelst, basierend auf einem wahren Fall

    Scherge-Schurke-Schelm? Was hatte der exzentrische Maler Van Aelst mit den Nazis zu tun? Hat er Göring einen echten Vermeer verkauft? Worum geht es? Wir treffen im Amsterdam des Jahres 1945 auf den exzentrischen, opiumsüchtigen Maler Jan van Aelst, der wegen des Verdachts, an dem Verkauf eines Vermeer-Gemäldes an Göring beteiligt gewesen zu sein, inhaftiert ist. Ein perfektes Thema für die junge und ehrgeizige Reporterin Meg van Hettema, die während des Kriegs für eine verbotene Zeitung gearbeitet hat. Sie beginnt zu recherchieren und entdeckt immer mehr Facetten des Skandals. In dieser Zeit, in der alle Angst haben, als Kollaborateure verhaftet zu werden, sagt niemand die Wahrheit. Kritik Ich habe den Roman mit Begeisterung gelesen. Das liegt zum einen an der Atmosphäre. Amsterdam 1945 mit der Jagd nach all denen, die kollaboriert haben, die Verdächtigungen, die Entschuldigungsversuche, die Pressearbeit, die Jagd nach DER perfekten Story sind so packend und gut wiedergegeben wie gleichzeitig auch das Gefühl der Freiheit in jeglicher Hinsicht, was sich zum Teil in Parties, Alkohol, Zigarren und anderen Luxusgegenständen widerspiegelt. Da passt Meg van Hettema sehr gut rein, die eine von meinen Lieblings“ermittlerinnen“ überhaupt ist. Meg ist mutig, ein bisschen verwegen, überschreitet Grenzen, zeigt wenig Respekt vor Autoritäten, jede Menge Resilienz auch angesichts von Neidern und Konkurrenten, die sie auf Frauenthemen reduzieren wollen, und ist auch ein bisschen skrupellos. Sie ist ungewöhnlich und an ihrem Beispiel zeigt sich, wie einige vom Krieg profitiert haben, auch ohne es gewollt zu haben. "An allem hatte nur der verdammte Krieg Schuld. Ja auch daran, dass sie eine erfolgreiche Reporterin geworden war. In normalen Zeiten hätte sie keine Contax-Kamera auf dem Frühstückstisch vorgefunden, keine Judenverschleppungen fotografiert (..). In normalen Zeiten wäre sie als Frau bei der Zeitung wirklich im Küchen-, Mode- und Familienressort steckengeblieben, oder sie hätte sich vielleicht zur schöngeistigen Wochenendbeilage hochgeschrieben. Und es hätte ihr gefallen. Der Krieg hatte ihr eine außergewöhnliche Karriere beschert. Geduldet, bis die Normalität wieder eingekehrt war." (267). Beide Kriege hatten Auswirkungen auf den Status von Frauen, auch wenn es in den 1950ern im Ideal noch einmal Rückschritte gab, waren die Veränderungen nicht mehr aufzuhalten. Die Motive mit den Nazis im Kleinen und im Großen zu kollaborieren, waren vielfältig und individuell, das zeigt der Roman ganz deutlich, auch wenn 1945 niemand diese Zwischentöne hören wollte. "Die Stimmung im Volk war gehässig, die Leser würden kein einziges gutes Wort über van Aelst akzeptieren. Es gab nur die "Guten" und die "Falschen" in diesen Zeiten. Zwischentöne wollte niemand hören." (380). Vom Stil her gibt der Autor vielen Beteiligten die Möglichkeit, ihre Sicht zu erklären. So gibt es einige Monologe, die ich aber superspannend fand, weil man nie sagen kann, wann jemand die Wahrheit sagt, und wann er lügt. Vielleicht wissen das selbst die Personen nicht mehr. Eigentlich aber geht es um den Maler Van Aelst. Er steht im Zentrum. (Alles basiert auf einem wahren Fall, den Maler Han van Meegeren). Er soll ein Gemälde, einen echten Vermeer an Göring verkauft haben. Darum geht es Meg zu Beginn, doch schon schnell zeigt sich, dass hier noch viel mehr hintersteckt – wie bei einer mehrfach übermalten Leinwand, on der man mühsam die Schichten abkratzt. Van Aelst ist ein Genie, er ist voller Hybris, Eitelkeiten. Er ist unangenehm, hat aber ein unvergleichliches Talent, wenngleich seine Kunst in den 1930ern aus der Zeit gefallen war. Ich habe meine Meinung über ihn im Verlauf des Buches gefühlt zehn Mal geändert und immer wieder andere Gründe gefunden. Die letzten hundert Seiten sind einfach spannend! Hinzu kommt, dass der Roman uns auch noch einiges über Kunstfälschungen verrät und in diesem Kontext und in anderen auch noch Fragen aufwirft. Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und vor mir hängt (eine Kopie des Gemäldes) Cena in Emmaus von Caravaggio. Ich liebe diese verlebten Gesichter, Jesus sieht einfach so wie Jesus aus (aber auch ein bisschen tot) und wie kann man ihn da nicht erkennen? Wenn dieses Bild nun kein Caravaggio wäre, sondern irgendwann anders von irgendeinem Wilhelm gemalt worden wäre „Was, frage ich Sie, was aber hat sich dann verändert?“ (505) Ich habe keine Ahnung von dem historischen Kontext und diesem Kunstskandal, für mich war die Handlung daher völlig überraschend. Ich habe das Buch als das genommen, was es ist: ein unglaublich spannender, in Teilen ungewöhnlicher, atmosphärisch dichter, exzellent geschriebener Kunstkrimi, als einen wirklich guten und spannenden Roman mit einem sauber ausgearbeiteten Plot, interessanten und vielschichtigen Charakteren, der viele interessante Fragen aufwirft und keine fertigen Antworten gibt. So soll es sein. Leseempfehlung!!!!!!!!!!!

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    17.03.2024

    eBook (ePUB 3)

    Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

    „Man sieht nur, was man sehen will und was man zu sehen gelernt hat.“ Dieser historische Roman, der auch als Kunstkrimi durchgeht, hat in Han van Meegeren ein historisches Vorbild und entführt uns, wenige Monate nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, in die Niederlande. Magriet „Meg“ van Hettema, eine junge Reporterin, die ab 1941 heimlich für die Untergrundzeitung „Het Parool“ arbeitet und Fotos von der Jagd der Nazis auf Juden gemacht hat, soll nun im Mai 1945 statt brisanter Themen nur mehr „Frauenthemen“ bearbeiten. Doch der Chefredakteur hat nicht mit dem Ehrgeiz und der Chuzpe seiner Mitarbeiterin gerechnet. Als der Maler und dem Maler Jan van Aelst in den Fokus des Ermittlers Aaron Rosendahls gerät, wittert Meg einen brisanten Fall und ermittelt ebenfalls. Van Aelst soll Bilder, darunter einen Vermeer an die Nazis verkauft haben. Der Hass auf alle, die mit den deutschen Besatzern Geschäfte gemacht haben ist groß und deshalb jagen die Polizei und die kanadische Militärpolizei Kollaborateure, um sie vor Gericht zu stellen. Doch an Van Aelst, der alkohol- und drogenabhängig ist, beißen sie sich die Zähen aus. Er leugnet, mit den Nazis Geschäfte gemacht zu haben und gibt nur das zu, was man ihm wirklich beweisen kann. Doch blöderweise glaubt ihm niemand. Meg heftet sich an die Spuren van Aelsts und seiner Weggefährten. Sie findet immer wieder brisante Details, die in der Zeitung veröffentlicht werden. Als er behauptet, das Gemälde, das Hermann Göring als Vermeer um eine Unsumme gekauft hat, sei eine vom ihm angefertigte Fälschung, wird er für kurze Zeit zum Nationalheld. Den dicken Hermann mit einem gefälschten Vermeer um Millionen Gulden bringen? Was für eine Tat! Doch wenig später wendet sich das Blatt, denn die Zeitungskonkurrenz, behauptet, van Aelst wäre ein Freund Hitlers gewesen und fordert Lagerhaft und Todesurteil. Meine Meinung: In diesem Debütroman zieht Autor Patrick van Odijk alle Register. Ich habe noch selten so ein gelungenes Debüt gelesen. Der Autor vermischt gekonnt und äußerst klug Fakten und Fiktion über den Meisterfälscher Han van Meegeren, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in einem viel beachteten Prozess gestand, mehrere ›Vermeers‹ gemalt zu haben, in diesem historischen Roman. Dieser größte Kunstskandal der unmittelbaren Nachkriegszeit ist fesselnd geschrieben und überrascht die Leserschaft durch zahlreiche Wendungen. Auch die Manipulation der Menschen durch Zeitungsschlagzeilen finden hier Platz. Einmal verabscheuungswürdiger Kollaborateur und gleich darauf ein Nationalheld bzw. umgekehrt. Die Schlagzeilen, die Meg liefert, lassen viele Möglichkeiten zu. Ob van Alst ein verabscheuungswürdiger Kollaborateur, ein Nationalheld, ein skrupelloser Fälscher oder ein verkannter, aber begnadeter Maler ist? Darüber dürfen die Leserinnen und Leser selbst spekulieren. Letztlich kommt auch Meg in die Bredouille, denn es tauchen Fotos auf, die sie halbnackt auf einem der opulenten Feste van Aelsts während des Krieges zeigen. Seine Gäste und er prassen, während die Menschen kaum genug Lebensmittel oder Brennholz finden. Gehört Meg auch zu den „Falschen“, wie man die Kollaborateure nennt? Plötzlich ist Meg nicht nur Jägerin, sondern selbst Gejagte. Die Charakter sind gekonnt und authentisch beschrieben. Fast jede Figur hat während des NS-Besatzung Angehörige verloren. Meg genauso wie Aaron Rosendahl oder van Aelsts Freund Pieter. Dieser Kunstkrimi entwickelt eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Wie kann es sein, dass für ein Stück bemalte Leinwand solch aberwitzige Preise bezahlt werden? Krimiautor Martin Suter hat es in seinem Krimi „Der letzte Weynfeldt“ auf den Punkt gebracht: „Allein dadurch, dass jemand für ein Bild so viel bezahlt, wird es echt.“ Sehr gut hat mir dann auch das „Schaumalen“ gefallen: Van Aelst überzeugt vor Publikum durch das Anfertigen eines weiteren „Vermeers“. Von Jan Vermeer (1632-1675) sind nur 37 Bilder bekannt. Das hat natürlich schon früh zu allerlei Spekulationen und Falschzuschreibungen geführt. Dazu passt, wie im Roman beschrieben, dass Kunsthistoriker, eine einmal gefasste Meinung zu einem Werk, nicht revidieren wollen oder können. Sie würden dadurch an Reputation und Glaubwürdigkeit verlieren. Doch das Deklarieren von Fälschungen als echte Werke eines Malers, egal ob mit Absicht oder Geltungssucht, ist nicht tolerierbar. Siehe auch den Prozess um den gewerbsmäßigen Fälscher Wolfgang Beltracchi. Schmunzeln musste ich ein wenig, als aufgedeckt wird, wie der eine oder andere Kunstexperte zu seiner Expertise zur Echtheit der van Aelstschen Vermeers gekommen ist. „Man sieht nur, was man sehen will und was man zu sehen gelernt hat.“ Die abfällige Meinung van Aelsts zu Pablo Picasso und seine Zeitgenossen. Seine Aussagen zur modernen Malerei rückt ihn in die Nähe der Nationalsozialisten, die sie Picasso, Max Ernst & Co als „Entartete Kunst“ bezeichneten und zahlreiche dieser Werke vernichtet haben. Gerade ein Künstler sollte doch das Werk eines anderen Künstlers akzeptieren. Es muss ihm ja nicht gefallen. Auf dem Cover ist ein Ausschnitt aus „Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“, Jan Vermeer wohl berühmtesten Gemälde abgebildet. Für alle jene, die mehr über Han van Meegeren und die Zeit der NS-Besatzung der Niederlande lesen wollen, gibt es im Anhang eine Literaturliste (teilweise in Englisch und Niederländisch verfasste Bücher). Fazit: Diesem fesselnden historischen Roman, der die niederländische Aufarbeitung der NS-Besatzung sowie die Maltechnik von niederländischen „Alten Meistern“, die Praktiken von Kunstfälschern sowie die Expertisen von Kunstexperten aufzeigt, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • wiechmann8052

    aus Belm

    3/5

    28.03.2024

    eBook (ePUB 3)

    Fälschungen

    Die Niederlande nach dem Krieg. Wer hat mit den Deutschen kollabiert, wer war unschuldig und wer entscheidet wer zu den Falschen gehört hat oder nicht. Manchmal trifft diese Anschuldigung die Unschuldigen. Manchmal sind die Geschichten komplizierter. Meg eine Reporterin die schon für den Widerstand geschrieben hat, will ernst genommen werden. Nicht nur Frauengeschichten schreiben sondern auch politische Artikel. Ihr werden eine Menge Steine in den Weg gelegt. Da stößt sie auf den Maler Jan van Aelst, er ist der Kollaboration angeklagt, weil er Bilder von Verfolgten verkauft hat. Der Maler ist eine gebrochene Persönlichkeit, drogensüchtig, alkoholabhängig und verzweifelt weil niemand seine Fähigkeiten würdigt. Meg hört von ihm eine ungeheure Geschichte. Er sei ein sehr guter Fälscher alter holländischer Meister und ein Bild ist für sehr viel Geld an Göring verkauft worden. Geld das Verfolgten zugute kam. Es ist die Geschichte einer realen Persönlichkeit. Es gab diesen Prozess und auch die Geschichte beruht auf Tatsachen. Der Autor hat sie spannend erzählt, Auch die Lebensumstände zu der Zeit sind plastisch in Szene gesetzt. Hier und dort hat er etwas übertrieben in der Beschreibung von Lebensmitteln auch die in flüssiger Form. Klar waren diese Dinge außerordentlich interessant zu der Zeit und dadurch wirkt es wieder authentisch. Aus heutiger Sicht ist es etwas zu viel. Die Beschreibung wie ein Fälscher arbeitet und mit welchen Methoden man damals die Echtheit der Bilder vermutet hat und eine kurze Erwähnung von modernen Methoden hat die Geschichte abgerundet.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    16.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Kunstkrimi, der zum Nachdenken anregt

    Ein Kunstkrimi, der zum Nachdenken anregt Patrick van Odijk hat mit "Der falsche Vermeer" einen spannenden Kunstthriller geschrieben. Es wurde die wahre Begebenheit rund um den Fälscher Han van Meegeren (1889 -1947) zugrunde gelegt. Das Buch dreht sich um die Entdeckung eines vermeintlich echten Gemäldes des niederländischen Meisters Johannes Vermeer. Wir begleiten zwei verschiedene Protagonisten. Zum einen die Reporterin Meg van Hettema und der Kunstfälscher Jan van Aelst. Mir waren beide direkt sympathisch. Obwohl Jan erstmal als eher abgehoben durch seine Partys beschrieben wird, hat man nur ein paar Sätze später verstanden, warum er diese in solch harten Zeiten gegeben hat. Damit seine Gäste Essen mitnehmen konnten und es so nicht auffiel, dass sie damit Menschen,die sie versteckt haben, Essen geben zu können. Darüber musste ich tatsächlich lange nachdenken. Etwas so offensichtlich unpassendes erweist sich als eine große Geste. Und diese Gedanken zogen sich durch das Buch. Für mich war es eine große Freude es zu lesen und in die Welt einzutauchen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt ab und an und selbst als Leser hat man sich manchmal gefragt, was nun die Wahrheit sein könnte. Doch das hat mich hier nicht gestört. Ich fand es sogar ganz gut, dass es etwas unklar bleibt. Natürlich ist ein großes Thema des Buches die Authentizität und der Betrug in der Kunstwelt. Wir erleben hautnah mit wie dünn die Grenze zwischen Original und Fälschung sein kann und welche weitreichenden Konsequenzen dies für Sammler, Museen und Experten hat. Zusammenfassend ist "Der falsche Vermeer" ein hervorragend recherchierter und spannend erzählter Roman, der Kunstliebhaber und Thrillerfans gleichermaßen begeistern wird. Patrick van Odijk hat mit diesem Werk eine überzeugende Mischung aus Kunstgeschichte und Kriminalroman geschaffen, die lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.

  • Brenda_wolf

    aus Bad Berneck

    5/5

    07.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Maler und Kunstfälscher

    Dem Autor Patrick van Odijk ist mit seinem Debütroman ‚Der falsche Vermeer‘ ein literarischer Erfolg gelungen. Der Roman ist ein Pageturner, unterhaltsam und spannend wie ein Krimi ist. Der Roman vermischt geschickt Fakten und Fiktion, denn der Geschichte liegt ein großer Coup zugrunde. Han van Meegeren, der berühmteste Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts, narrte nicht nur Museen und die Kunstwelt mit seinen Werken, er verkaufte auch einen Veermeer an den Nazibonzen Hermann Göring. Im Roman befinden wir uns in der Nachkriegszeit 1945. Der brisante Fall des Malers Jan van Aelst, dem vorgeworfen wird, niederländische Kunst an Nazis verkauft zu haben, steht im Brennpunkt der Ermittlungen. Es geht vor allem um das berühmte Werk „Christus und die Ehebrecherin“ des alten Meisters Jan Vermeer (1632-1675). Die junge Reporterin Meg van Hettema, die ihren Mut schon im Untergrund während des Krieges unter Beweis gestellt hatte, beginnt für ihre Zeitung zu recherchieren. Jan van Aelst verstrickt sich immer wieder in Widersprüche, doch nach und nach erfahren wir eine unglaubliche Geschichte. Patrick van Odijk legt mit seinem Roman eine Geschichte vor, in die der Leser voll abtauchen kann. Sein Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Seine Charaktere sind präzise gezeichnet und kommen authentisch rüber. Die junge Reporterin Meg van Hettema ist sehr mutig und scheut auch nicht davor zurück bei ihrer Recherche ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Ich mag diese vorwitzige junge Frau. Megs Chef hingegen versucht sie klein zu halten. Er kann es nicht aushalten, dass Frauen sich in irgendeiner Weise hervortun. Sehr gut ist der widersprüchliche Charakter des Maler Jan van Aelst dargestellt. Ein Highlight ist es, zu erfahren, wie er bei seinen Fälschungen vorging, um seine Werke alt erscheinen zu lassen. Fazit: Ein fesselnder Kunstkrimi, ein gelungenes Debüt.

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    L. Flack

    Thalia Eberswalde – Rathauspassage

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    5/5

    07.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein toller historischer Roman...

    Ein toller historischer Roman basierend auf einer wahren Geschichte! Eine ambitionierte Journalistin muss ein großes Mysterium lüften. Wer ist der Maler Jan van Aelst? Ein Nazi Kollaborateur oder ein versteckter Wiederständler? Diese Geschichte zeigt, wie viel es noch dazwischen gibt.
  • Zum Bewerterprofil von Lea Erdtmann

    Lea Erdtmann

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend, inspirierend und überraschend....

    Spannend, inspirierend und überraschend. Beruhend auf dem Fall Han van Meegeren wird hier die Geschichte eines Kunstfälschers erzählt, der sich selbst als verkanntes Genie wahrnimmt, seine Talente nutzt und sehr reich wird, bis eine Reporterin alles aufdeckt. Mitreißend!

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