Produktbild: Die schmutzigen Hände

Die schmutzigen Hände Stück in sieben Bildern

10,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.11.2023

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1527 KB

Übersetzt von

Eva Groepler

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018884

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

14.11.2023

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1527 KB

Übersetzt von

Eva Groepler

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018884

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    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    "Besser ein guter Journalist, als ein schlechter Mörder"

    Sartre verdeutlicht in seinem 1948 erschienenen Stück den Kontrast zwischen engagierter Menschlichkeit und absoluter Reinheit der Prinzipien. Höderer und Hugo, ein Gegensatz, der sich zwischen Reife und Jugendlichkeit abspielt. Beide kommen aus zwei unterschiedlichen Klassen, die zwei konträre Welten darstellen. Hugo, der aus bürgerlichen Verhältnissen kommt, hat sich in seinen jugendlichen Idealen verfangen. Anders steht es um Höderer, der sich durch seine charismatische Anziehungskraft und seine Weitsichtigkeit auszeichnet. Er scheint das verkörperte Ideal des Revolutionärs zu sein. Genau diese innere Festigkeit fasziniert Hugo, doch seine jugendliche Reinheit mag die politische Einstellung Höderers nicht wahrhaben zu wollen. Schließlich stößt dessen pragmatische Einstellung, nach der im Sinne der Sache auch entgegen den parteilichen Grundsätzen gehandelt werden darf, bei Hugo auf Verachtung. Es ist das träumerische Wahrheitsideal eines jungen Genossen, das ihn an die bedingungslose Einheit der Partei glauben lässt und Lügen oder Kollusionen mit der Partei nicht wahrhaben will. Höderer, der ihm den Erfolg seiner Maßnahmen versucht aufzuzeigen, rennt bei Hugo nur verschlossene Türen ein. Dieser sieht in ihm einen " Sozialverräter " und will seinen Auftrag, den kritischen Weggefährten zu töten, realisieren. Doch darf ein Mensch, der vom Parteikern abweicht getötet werden, bedarf es nicht gerade kritischer Weggefährten, die vorausschauend und revolutionär sind? Sartre zufolge bedarf es gerade solcher Leute und spricht sich damit entschieden gegen die Methoden des Stalinismus aus, der kritische Gefolgsleute nicht duldete. Hugo, der, um seinen Auftrag auszuführen, sich als Sekretär bei Höderer beworben hatte, lernt diesen Menschen nach und nach zu schätzen, wodurch er sich in einen moralischen Gewissenskonflikt hineinmanövriert hat. Denn wenn er seinen Auftrag nicht befolgt, dann würde er selber als Verräter gelten und selber getötet werden. Doch Höderer, der die Absichten des jungen anarchistischen Intellektuellen schon früh durchschaute, hält dennoch an ihm fest und versucht ihn von seinem Dilemma und seinen Idealen durch fundierte Argumente zu befreien. Er will ihm zeigen, dass er als Intellektueller, nicht die Rolle des Killers, sondern die Aufgabe des Schreibers hat, der durch Worte und nicht durch Taten zu handeln vermag. " Besser ein guter Journalist als ein schlechter Mörder ", erklärt ihm Hoederer. Doch diese Einsicht fällt Hugo, der sich sein Leben lang nur mit Worten zu verteidigen wusste und nun endlich mal Respekt und Annerkennung durch eine getane Tat erlangen wollte, nicht leicht. Es folgt ein äußerst dramatisches Ende, welches durch einen Faktor hervorgerufen wird, der sich auch in der Politik wiederfindet und dem Leser sicherlich unerwartet vorkommt. Insgesamt ein sehr lesenswertes Theaterstück, welches aufzeigt, dass man sich manchmal eben die Hände schmutzig machen muss, um eine Ordnung zu erhalten, auch wenn bestimmte Opfer dafür gebracht werden müssen. Eine Thematik wie sie bei Sartre auch in anderen seiner Werke, wie in " Der Teufel und der liebe Gott oder " Im Räderwerk ", sehr präsent ist.

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