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Sibir «Ein großartiger, poetischer Roman.» (Süddeutsche Zeitung)

119

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Khaki / Dunkelbraun

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00887-0

Beschreibung

Rezension

Ein brillant komponiertes, einfühlsames Buch über ein wenig beleuchtetes Kapitel der deutsch-russischen Geschichte. ("NDR Kultur")
Ein meisterhafter Roman über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei. ("Longlist von NDR Kultur: Die 20 besten Bücher des Jahres")
Ein wirklich sehr, sehr starker Roman über zwei Kindheiten, die mehr als vierzig Jahre trennen, die aber sehr viel gemeinsam haben. ("RBB Kultur")
Den Roman durchdringt eine Atmosphäre ständiger Wachsamkeit, die sichbei der Lektüre überträgt … Auch das Schwere wird bewahrt, aber beimErzählen wird es trotz allem seltsam schön. ("taz")
Ein Abenteuer, das verlässlich zu begeistern weiß. Wen? Uns natürlich. ("07 Das Stadtmagazin")
‹Sibir› führt auf so lebendige, soghafte Weise in die dunklen Tiefen einer Familie, dass der Roman lange in den Köpfen seiner Leser bleiben dürfte ... ein begeisternder Roman über die Bedeutung von Erinnerung. ("Berliner Zeitung")
Dieser Roman ist eine große, faszinierende Vater-Tochter-Geschichte. Er handelt von dem Versuch, die Vergangenheit dem Vergessen zu entreißen. ("Berliner Zeitung")
Sabrina Janesch erzählt faszinierend von deutscher Geschichte, die kaum jemand kennt. ("Brigitte, 4/2023")
Ein großes Kapitel deutsch-russischer Geschichte ... Episoden aus Josefs Vergangenheit werden mitreißend erzählt, historische Verwicklungen erschließen sich wie nebenbei, Leilas Coming-of-Age berührt. ("Münchner Merkur")
Sabrina Janesch hat eine Liebeserklärung an die Familie geschrieben, die weit über das einzelne Schicksal hinausreicht. Wir verdanken ihr einen erschütternden, unbedingt lesenswerten Einblick in ein Leben, über das die meisten Aussiedler geschwiegen haben. ("NDR Kultur "Buch des Monats"")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Khaki / Dunkelbraun

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00887-0

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • juline

    aus kiel

    5/5

    01.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe mich sehr auf…

    Ich habe mich sehr auf "Sibir" von Sabrina Janesch gefreut, weil ich gerne von Autorinnen in meinem Alter lese. Wenn die Bücher noch in Deutschland spielen, freue ich mich auch sehr. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich fand es einfach nur großartig. Zum Glück habe ich nur auf den Inhalt geachtet und nicht auf das Äußere, denn der Buchtitel und das Buchcover haben mich auf den ersten Blick nicht so angesprochen und wirken eher langweilig. Ich musste mich die ersten 50 Seiten ein bisschen zwingen zu lesen, aber dann wurde es inhaltlich richtig gut. Man kann ein bisschen lachen - zum Beispiel bei der Stelle mit dem Weihnachtsmann - ohne, dass ich mich über die Beteiligten lustig machen will. Aber man kann auch viel lernen, zum Beispiel das Angst krank macht und ansteckend ist. Deshalb ist es gut, wenn man sich mit seinen Erinnerungen und Geistern der Vergangenheit auseinandersetzt.

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    01.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende Geschichte

    Sibirien – wie schrecklich klingt dieses Wort, das der zehnjährige Josef Ambacher hört. Dorthin werden im Jahr 1945 Hunderttausende deutscher Zivilisten von der Sowjetarmee verschleppt. Josef ist einer davon. Eine schwierige Zeit bricht heran. Jahrzehnte später, im Jahr 1990, lebt Josef Ambacher in Mühlheide in Deutschland. Die Sowjetunion ist zusammengebrochen, Spätaussiedler überschwemmen die niedersächsische Kleinstadt. Die Vergangenheit holt ihn erneut ein. Seine Tochter Leila eilt ihm zu Hilfe. Es ist eine beeindruckende Geschichte, die hier erzählt wird, und es ist eine Geschichte, die von Geschehnissen erzählt, die kaum bekannt sind. Es erscheint grausam, wie viele deutschstämmige Menschen in ein hartes Schicksal verschleppt wurden und dass es Menschen jeden Alters traf, auch Alte, Mütter und ihre Kinder. Diese Verschleppung wird Josefs Leben bis hinein ins späte Alter prägen, und sie wird auch in das Leben seiner Tochter hineinwirken. Die Autorin Sabrina Janesch trifft bei der Erzählung genau den richtigen Ton, so dass man mit Josef und mit Leila mitfühlt. Mich hat Josefs und Leilas Geschichte bis ins Herz berührt, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • bookloving

    5/5

    30.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr beeindruckender Roman

    In ihrem neuen Roman „Sibir“ widmet sich die deutsche Autorin Sabrina Janesch einem wenig bekannten, vergessenen Kapitel deutsch-russischer Geschichte. Hunderttausende deutschstämmige Zivilisten aus den Ostgebieten wurden 1945 nach Ende des 2. Weltkriegs von der Sowjetarmee in die kasachische Steppe nach Sibirien verschleppt. Viele von ihnen durften erst 1955 gemeinsam mit den Kriegsgefangenen aus den Gulags nach Deutschland heimkehren. Zugleich spürt Janesch ihrer eigenen Familiengeschichte nach, denn das Schicksal der Deportation nach Sibirien ist auch ihrem Vater und seiner Familie widerfahren. Nach ihrer Heimkehr nach Deutschland blieben die Aussiedler in ihrem eigenen Land Fremde, gehörten nie wirklich dazu und wurden als „Russen“ ausgegrenzt. So finden sich in ihrer sehr bewegenden, teilweise fiktiven Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt, auch viele autobiografische Bezüge und aufschlussreiche Elemente ihres eigenen Erlebens. Mitreißend und bildgewaltig erzählt Sabrina Janesch in ihrem vielschichtigen Roman die Geschichte zweier Kindheiten, einmal die des jungen Josef Ambacher in Zentralasien nach dem Zweiten Weltkrieg und zum anderen die seiner Tochter Leila, die viele Jahre später in den 90ger Jahren in Norddeutschland mit diesem „Anderssein“ aufwächst. Dabei verwebt sie diese beiden Erzählebenen virtuos miteinander, lässt die Geschichten ineinanderfließen und beleuchtet anschaulich ihre Parallelen. Gekonnt stimmt uns Janesch in ihrer einfühlsam und eindringlich geschilderten Rahmenhandlung in die Ausgangslage ein, die mich mit ihrer Intensität rasch in ihren Bann gezogen hat. Dem plötzlich vor sich hinsprechenden Vater der Protagonistin und Ich-Erzählerin Leila wird die Diagnose Demenz gestellt. Offenbar hat Josef mit den Stimmen der Vergangenheit von einem entlegenen Ort in der kasachischen Steppe zu kämpfen. Quälende Erinnerungen an bedrückende Geschehnisse und verdrängte Schuldgefühle brechen hervor, während andere Erinnerungen in einem zähen Nebel auf immer ins Vergessen zu entgleiten drohen. Leila beschließt, die alten Geschichten ihres Vaters aufzuschreiben und ihre Leerstellen zu rekonstruieren, um sie vor dem Vergessen zu bewahren. Zugleich versucht sie dieses wichtige „Erbe“ ihres Vaters an sie festzuhalten und dem Ganzen ihre eigene Stimme entgegen zu setzen. Man spürt beim Lesen sehr deutlich die vielfältigen persönlichen Bezüge der Autorin zum Thema und Verbundenheit zu ihrer Familie. Auf den meisterlich komponierten Erzählebenen gewährt uns Janesch Einblicke in ein bewegendes Familienschicksal, das auch die Nachfahren nachhaltig geprägt hat. Zugleich erzählt sie eindrücklich über Verdrängen, über Generationen weitergereichte Traumata, über die Suche nach Heimat und die Bedeutung des Miteinanderredens. Durch einen Wechsel der Handlungsstränge und den verschiedenen Schauplätzen wird der Spannungsbogen allmählich immer mehr gesteigert. Hervorragend gelungen ist der Autorin auch die einfühlsame, vielschichtige Zeichung ihrer faszinierenden Charaktere, die sehr authentisch und lebendig wirken. Mich persönlich haben vor allem die Schilderungen des Überlebenskampfs in der unwirtlichen Steppe und des unvorstellbar harten Alltagslebens der verschleppten Zivilgefangenen in Kasachstan beeindruckt. Sehr gelungen sind auch die Einblicke in die nomadische Kultur und die beeindruckenden Schilderungen der Wildnis und der Naturgewalten. FAZIT Eine äußerst bewegende Familiengeschichte und ein faszinierender Roman über ein wenig bekanntes Kapitel deutsch-russischer Geschichte – grandios komponiert und eindrucksvoll erzählt! Ein absolutes Lesehighlight!

  • yellowdog

    5/5

    24.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Die Rückkehr der Stimmen

    Sabrina Janesch ist eine interessante Autorin und ihr Roman Sibir lockt schon mit dem gut gemalten Cover. Die Handlung geht von der Gegenwart aus, wirft jedoch schnell einen Blick in die Vergangenheit. Es geht viel um das Thema Herkunft und der Bedeutung der Vergangenheit. Es gibt zwei Hauptfiguren: Josef Ambacher und seine Tochter Leila. Es wird Josefs Geschichte geschildert, der als 10jähriges Kind mit seiner Familie nach Sibirien kam und später nach Mühlheim in Niedersachsen gelangte. Auch die Geschichte der Tochter Leila nimmt viel Raum ein. Sabrina Janesch macht wirklich beeindruckende Beschreibungen. Es ist ein konzentrierter,dennoch angenehmer Erzählton mit ein wenig Melancholie versetzt. Man kommt schnell in die Geschichte hinein., Das liegt auch daran, dass die Figuren lebensecht wirken und man schnell Anteil an ihnen und ihrer Geschichte nimmt.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    14.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderschöne und ergreifende Geschichte

    Der 10-jährige Josef wird 1945 gemeinsam mit Mutter, Tante und den Großeltern von der Sowjetarmee nach Kasachstan, genauer nach Nowa Karlowka verschleppt. Ihr dortiges Leben ist gezeichnet von Anpassung, Furcht und dem Willen, trotz widrigster Lebensbedingungen irgendwie zu (über)leben. Und dabei die Erinnerungen und das Deutsche nicht ganz zu vergessen. 1990 lebt Josef als Rückkehrer mit seiner Frau, der Tante und seiner Tochter Leila am Rande der Lüneburger Heide, inmitten anderer Rückkehrer. Sein Leben ist geprägt von den Erlebnissen und Erfahrungen der Kindheit, die ihn wie ein unsichtbarer Geist verfolgen. Und es ist seine Tochter Leila, die uns dieses Leben zwischen zwei Welten näherbringt. Sabrina Janesch schreibt über so viel: Über die Liebe – zu Mutter und Vater, zu Enkel, Freund und Mitmenschen, zu Wurzeln und Traditionen. Über Heimat und wie sie ein ganzes Leben prägen und beeinflussen kann, was es bedeutet, die Heimat zu verlieren und stetig auf der Suche nach der verlorenen Heimat zu sein. Über Menschlichkeit und Zuversicht und Vergebung und Freundschaft. Ihre Sprache ist fesselnd und einnehmend und dann wieder einfühlsam und ruhig -je nach Situation und Erzählstrang. Und genau das passt stilistisch ganz wunderbar zu diesem Roman aus zwei Welten. Sabrina Janeschs Roman ist ein großer Lesegenuss! Und es gibt eine ganz große Leseempfehlung an alle, die diese „kleinen, leisen, stillen“ Geschichten lieben!

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Bewertungen (119)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rita Berhausen

    Rita Berhausen

    Thalia Siegburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Sibir" ist eine Familiengeschichte...

    "Sibir" ist eine Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen mit historischem Hintergrund. Es geht um Heimat und Zugehörigkeit, Vertrautheit und Fremde, Erinnern und Verdrängen. Ich mochte die Erzählperspektive aus Sicht der Kinder.
  • Zum Bewerterprofil von H. Steinert

    H. Steinert

    Thalia Radebeul

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist Heimat? Zwei Generationen,...

    Was ist Heimat? Zwei Generationen, zwei Kindheiten. Josef, der als 10-jähriger 1945 mit seiner Familie nach Kasachstan verschleppt wird und Leila, seine Tochter, die in Norddeutschland aufwächst. Wo ist nun das Zuhause?
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    4/5

    03.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ernstes Thema, das auf wahren...

    Ein ernstes Thema, das auf wahren Begebenheiten beruht, geht immer unter die Haut. Die Geschichte wechselt in den Erinnerungen, was mich zu Beginn verwirrt hat, aber auch sehr gut in die Thematik passt. Die Frage der Heimat ist immer aktuell und man ist, was man ist. Lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Irene Hantsche

    Irene Hantsche

    Thalia Jena – Goethe-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    19.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht in Nowa Karlowka, nicht...

    Nicht in Nowa Karlowka, nicht in Mühlheide. Zuhause ist Josef nirgendwo. Geprägt von mehreren Kulturen, bleibt er hier wie dort fremd. Besonders eindrucksvoll erzählt Janesch von Josefs Kindheit in der kasachischen Steppe. Ihre Weite und Kargheit ist wunderbar dargestellt.

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