Produktbild: Seinetwegen

Seinetwegen

182

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Abbildungen

mit 9 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/2,5 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

8

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82240-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Abbildungen

mit 9 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/2,5 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

8

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-82240-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    13.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autobiografie

    Das Buch war leider nicht ganz mein Fall, trotzdem habe ich es praktisch in einem Zug gelesen. Gefallen fand ich am Schreibstil, ich fand es berührend, welch intime Gedanken und Details die Autorin preisgibt. Der Titel und die Zusammenfassung hat mich ebenfalls angesprochen. Leider fand ich den Inhalt dann doch etwas langatmig und zu abschweifend. Schlussendlich was der biografische Charachter des Buches nicht mein Stil.

  • Literatursprechstunde

    aus Göttingen

    5/5

    10.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow - ebenso scharfsinnig wie sprachlich brillant!

    Endlich habe ich mein erstes Zora del Buono Buch mit „Seinetwegen“ gelesen - ein autobiografisches Werk mit essayistischen Passagen, das absolut verdient den Schweizer Buchpreis gewonnen hat! Sie wendet sich dem Umstand zu, dass sie selbst mit nur acht Monaten ihren Vater (einen erfolgreichen Arzt) verloren hat, schuldlos durch einen tragischen Autounfall. Mit nunmehr über 60 Jahren beginnt sie sich zu fragen: Was ist nun eigentlich aus diesem Mann geworden, der ihren Vater auf dem Gewissen hat?! (Sie nennt ihn den „Töter“). Ihre blutjunge Mutter hat den Ehemann verloren, sie ihren Vater - diese klaffende Wunde ist in der Familie nie ganz verheilt. Vordergründig begibt sie sich auf die Recherche nach diesem „Töter“ - in Wahrheit geht es in dem Text aber um viel mehr: Bindungsunfähigkeit, Vaterlosigkeit, die Demenz ihrer Mutter (die sie nun sukzessive an die unaufhaltsame Krankheit verliert), über die Schweizer Provinz und dessen innewohnender Rassismus in den 60er/ 70er Jahren (Italienisch-stämmige Menschen wurden als „Tschingg“ beschimpft), bis ins Berlin der 80er Jahre, in das sich die junge Zora del Buono geflüchtet hat. So kommt sie diesem, ebenfalls bereits verstorbenen, Mann, der ihren Vater getötet hat, näher, aber auch ihrem Verlust und ihrer ganzen Familiengeschichte. Vor allem beeindruckt haben mich die verdichteten Szenen voller Lakonie, in denen del Buono ihre demenzkranke Mutter besucht, die in einem Heim untergebracht ist. Wie sie beispielsweise auf einem Taschentuch kaut und die Pflegerin bemerkt, es sei ein Papiertaschentuch - was die Sache an sich zu legitimieren scheint, denn die Tochter nimmt es lapidar zur Kenntnis mit der Bemerkung: „Na dann ist ja gut“ - einfach herrlich erzählt! Ich bin auch ein Fan der Dialoge zwischen Zora del Buono, einem Kunsthistoriker und einer Psychiaterin, die Erzähltes reflektieren. Ich bin froh, nach Beenden des Buches bereits Nachschub im Haus zu haben in Form von „Die Marschallin“ freue mich auf weitere so süffisante Lesestunden, wie ich mit „Seinetwegen“ verbracht habe. Zusammenfassend ist Zora del Buonos Literatur für mich die perfekte Mischung aus sprachlicher Brillianz und Scharfsinnigkeit!

  • Linda

    aus Berlin

    5/5

    21.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zurecht mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet

    Ich hatte keine Erwartungen an das Buch. Oder nein, ich habe das Lesen vor mir hergeschoben, weil ich zwei, drei sehr kritische Kommentare zum Buch gelesen hatte. Durch den Schweizer Buchpreis rückte 'Seinetwegen' wieder in meinen Fokus und ich war neugierig. Letztes Wochenende trafen mich meine drei Kids daher seit langem mal wieder nur dauerlesend vor. Denn tatsächlich konnte ich dieses Buch kaum weglegen. Zora del Buono hat ein Buch geschrieben, dass in keine Schublade passt. Ein bisschen Biographie, ein bisschen Roman, ein bisschen Sachbuch und ganz viel Literatur. Für mich ist Zora del Buono Neuland, daher wusste ich vorher nichts über ihren Schreibstil. Ein Stil, der mich fasziniert, besonders, gehoben aber nie abgehoben, lesbar, verständlich und für mich mit einer Sogwirkung. "...Wolken dräuen in den Tälern..." wie grandios klingt das. Die Schriftstellern begibt sich auf die Suche nach dem Vater, den sie nicht kannte, da er verunglückte als sie acht Monate alt war. Sie will mehr wissen über den Unfall, den Ort, den Verursacher und begibt sich dabei auf eine emotional genau so aufwühlende Reise wie geschichtlich spannend. Anekdoten fließen genau so hinein, wie Wissen zu naturwissenschaftlichen oder historischen Fakten. Eine Rezensentin schrieb, dass ihr die Charaktere zu distanziert blieben. Das empfand ich beim Lesen ganz anders. Ich litt mit, ob der dementen Mutter und ich hatte immer das Gefühl, dass sich Vater und Tochter nah waren, obwohl sie sich doch nur diese kurze und für die Tochter nicht greifbare Zeit zusammen hatten. Zora del Buono selbst habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Erzählt wird scheinbar ohne roten Faden und doch führt alles zu einem Ende und ergibt Sinn. Eine Reise um einige Fragen zu beantworten und um abschließen zu können. Zurecht mit einem Buchpreis belohnt. Ganz klare Lesempfehlung von mir.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    25.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sechzig verpasste Jahre

    Der Vater von Zora del Buono stirbt bei einem Verkehrsunfall, als sie acht Monate alt ist. Die Trauer der Mutter und ihre Sprachlosigkeit begleiten die übriggebliebene Familie fast ihr ganzes Leben lang. Kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag macht sich die Autorin auf die Suche nach dem Unfallverursacher, von dem ihr nur die Initialen bekannt sind. Darüber und über vieles mehr handelt dieses Buch. »Seit Jahren denke ich, wenn ich eines dieser Ortsschilder passiere: Ob E. T. wohl noch lebt? Er müsste Mitte achtzig sein. Wie hat er die letzten sechzig Jahre verbracht, mit seiner Schuld? Und dann der Gedanke: Ich muss ihn suchen, ihn aufsuchen. Den Töter meines Vaters.« (Seite 7) Eine ungewöhnliche Erzählweise hat Zora del Buono gewählt, ihre Erzählung wird unterbrochen von Treffen mit Freunden, Anekdoten aus der Vergangenheit und Listen, die sie erstellt, um sich die wenigen ihr bekannten Fakten ins Gedächtnis zu rufen. Dabei wird die Sehnsucht nach dem Vater besonders sichtbar, wiederholt bedauert sie dessen viel zu kurzes Leben und den viel zu frühen Tod. Die Demenzerkrankung der Mutter wird ebenfalls thematisiert und berührt mich ungemein. Die Verzweiflung über den Zustand ist fast körperlich spürbar während ich die Zeilen lese, das Verschwinden schreitet voran und die Tochter kann nur ohnmächtig zusehen, wie es abwärts geht. »Nicht der Tod hat uns getrennt, sondern die Demenz. Ich habe sie längst verloren.« (Seite 183) Immer wieder verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten, die überaus interessant, um nicht zu sagen faszinierend sind, auch wenn es sich überwiegend um ein sogenanntes unnützes Wissen handelt, das ich aber aufsauge wie ein Schwamm. Dieses Verhalten passt zu ihrer Vorgehensweise bei der Suche nach dem Unfallverursacher, wo sie immer wieder Dinge (er-) findet , die sie von der eigentlichen Suche abhalten und ablenken sollen; zu groß wahrscheinlich die Angst davor, was sie am Ende erwartet. Ich begleite sie bei ihrer Suche, bin ungeduldig und darauf, was sie herausfindet, gespannt. Das Ergebnis ist verblüffend, die Einzelheiten, die zutage kommen, überraschen auch mich sehr. «Gibt es Forschung darüber, wie Schuldige umgehen mit ihrer Schuld - ob sie die Lebenswege der Geschädigten verfolgen beispielsweise?« (Seite 115) Eine berührende Aufarbeitung in Buchform, ein Roman, der mir gefallen hat, so ehrlich und so echt. Ein Mix aus Familiengeschichte, historischem Roman, einem regionalen Krimi und einer Prise Cold Case. Zu Recht für den Deutschen und den Schweizer Buchpreis 2024 nominiert. Lesenswert!

  • Bewertung

    5/5

    15.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was findet Zora hinter jahrelangem Schweigen?

    Ein Mensch, den sie nie richtig gekannt oder vermisst hat, hat ihr Leben dennoch auf so viele Weisen geprägt. Über Zoras Vater und dessen Unfall wurde in der Familie kaum gesprochen... Erst im Alter von 60 Jahren wagt Zora es sich Fragen über den damaligen Unfall und den Verursacher zu stellen. Sie begibt sich auf eine Suche durch zahlreiche Orte, Gerichte und Archive ohne zu wissen was sie dort genau erwartet. Ein unfassbar emotionaler und errgreifender Roman, der die Gedanken und Erkenntnisse der Protagonistin detailreich festhält.

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Bewertungen (182)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Marie Reiter

    Marie Reiter

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die schwierige Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit

    Zora del Buono war erst acht Monate alt, als ihr Vater bei einem Autounfall verunglückte. In Seinetwegen erzählt sie, wie sie und ihre Familie mit dem schweren Verlust umgegangen sind. Außerdem macht sie sich auf die Suche nach E.T., dem Unfallverursacher, um ihn mit dem Schicksal ihrer Familie zu konfrontieren und zu ergründen, wie er mit seiner Schuld umgegangen ist. Doch während sie auf ihrer Reise allmählich Antworten auf ihre Fragen findet, tun sich derweil immer mehr neue Fragen auf. Vorab möchte ich gerne sagen, dass ich dieses Buch normalerweise nicht mit Sternen bewertet hätte, da ich mich nicht wohl dabei fühle, das schwere Schicksal der Autorin in Sternen zu bewerten. Leider lässt das die Website allerdings nicht zu deswegen stellvertretend fünf Sterne. Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, da es auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2024 stand. Zora del Buono beschreibt recht objektiv, wie der Tod ihres Vater die ganze Familie beeinträchtigt hat. Dabei springt sie immer wieder zwischen der gegenwärtigen Suche nach dem Unfallverursacher und der Vergangenheit hin und her. Sie versucht zu ergründen, wie sehr das Fehlen ihres Vater sie beeinflusst hat, obwohl sie ihn gar nicht richtig kannte. Auch während der Suche, weiß die Autorin oftmals nicht, warum sie denkt, dass eine Konfrontation mit dem Unfallverursacher sie weiterbringen könnte. Was mir gut gefallen hat, ist, dass sie immer mehr Verständnis für E.Ts. Situation aufbringen konnte, je mehr die Autorin über ihn rausfand. Auf mich wirkte es so, als hätte ihr dieses Verständnis Stück für Stück mehr Frieden gebracht und ich habe, nachdem ich das Buch beendet habe, darauf geschlossen, dass die Suche nach E.T. ihr tatsächlich geholfen hat. Auch wenn sie (wie ich schon oben erwähnte) sehr objektiv schreibt, hat man doch gemerkt dass es für die Autorin ein sehr emotionales Thema ist. Dies wurde für mich nochmal durch die vielen Studien und Statistiken verdeutlicht, die sie in dem Buch anspricht. Man merkt sie hat sich extrem viel mit dem allgemeinen Thema Autounfälle auseinandergesetzt.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Mkirech

    Simone Mkirech

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    30.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spurensuche

    Zora verliert schon als Baby ihren Vater durch einen Autounfall.Keine Erinnerungen an den Vater zu haben, dazu das Schweigen der Mutter, führen zu einer Leerstelle in ihrem Leben.Jahrzehnte später sucht sie nach dem Verursacher, und versucht eine Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse.Man folgt beim Lesen den Gedanken der Autorin, und gerade die immer wieder abschweifende Erzählweise verleihen dem Buch Authentizität.Eine sehr persönliche und emotionale Reise in die Vergangenheit, und die Frage nach der Schuld.
  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    3/5

    06.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo ist der Unfall passiert, wo war das Krankenhaus, in das man die Verletzten überführt hat, wo fand der Gerichtsprozess statt?

    Der Vater der Autorin starb 1963 bei einem Autounfall. Dieser Tod hinterlässt eine Leerstelle im Leben von Zora del Bouno. In ihrem reportagenartigen Roman geht sie auf Introspektion. Wie hat das Fehlen des Vaters ihr Aufwachsen beeinflusst? Und wie hat der Unfallverursacher nach diesem verhängnisvollen Tag weiterleben können? Sie begibt sich auf die Suche nach ihm…

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