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Der Zauberberg, die ganze Geschichte

Aus der Reihe detebe
8

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,6/12,1/2,7 cm

Gewicht

400 g

Farbe

Elfenbein / Messing

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07318-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,6/12,1/2,7 cm

Gewicht

400 g

Farbe

Elfenbein / Messing

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07318-8

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    12.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte von Davos

    Norman Ohler fährt 2023 mit seiner 14-jährigen Tochter Suki und Freunden zum Schifahren nach Davos. Anstatt sich dem Schifahren zu widmen, geht er der Historie des weltberühmten Ortes nach. Zu Beginn des Romans wird der Frage nachgegangen, wie Davos im 19. Jahrhundert zu einem Luftkurort wurde. Wie es dazu kam, dass reiche Menschen sich dort über Monate hinbegaben, um sich von der Tuberkulose, damals auch als Schwindsucht bezeichnet, Heilung erhofften. Norman Ohler erzählt, wie Hotels und Sanatorien sich auf ihr Klientel einstellten und die Fachärzte in Davos „regierten“. In der Nacht wurden die Toten heimlich abtransportiert – mit einem Schlitten ins Tal verbracht. Ein ausführlicher Teil des Buches widmet sich dann dem Zauberberg von Thomas Mann und dem Aufenthalt von Katia Mann in Davos. Er berichtet, dass Hans Christian Anderson, der Schriftsteller Klabund und Robert Louis Stevenson dort waren, und Sir Arthur Conan Doyle hier das Schifahren erlernte. Interessant fand ich, wie aus dem kleinen Bergdorf eine Destination der Reichen wurde – aufgrund der Sanatorien, die dort um viel Geld Heilung von der damals tödlichen Tuberkulose versprachen. Auch von den Nazis blieb Davos nicht verschont. Es wurde dort das erste Attentat auf einen Nazi verübt, dass weitere Konsequenzen für die Schweiz nach sich zog und die Schweiz so nazifrei blieb. Viel Neues habe ich erfahren, so zB dass eine Forschungseirichtung zu Lungenerkrankungen dort eingerichtet wurde, um wissenschaftlich zu beweisen, dass der Luftkurort wirklich half (leider gelang dieser Beweis nicht). Es wurden auch jährliche Konferenzen veranstaltet, zu denen unter anderem Einstein und Heidegger eingeladen waren. Erst Jahre später fanden die Weltwirtschaftskonferenzen dort statt, die Davos den elitären Anstrich verliehen, der heute als bekannt gelten kann. Nicht zuletzt setzt sich der Roman auch mit der Frage auseinander, wie sich Schifahren und Klimaschutz zueinander verhalten. Ich fand dieses Buch großartig, kurzweilig, informativ und interessant.

  • Bewertung

    5/5

    07.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Richtige für Thomas-Mann-Fans

    Norman Ohlers Roman ist eine spannende und tiefgründige Auseinandersetzung mit Thomas Manns Meisterwerk. Ohler beleuchtet die historischen und psychologischen Dimensionen des Romans, was ihn zu einer wertvollen Lektüre für Literaturinteressierte macht. Ein Muss für alle, die mehr über die Hintergründe und die Bedeutung von Manns Werk erfahren möchten

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der echte Zauberberg

    Interessant, ein Ausflug nach Davos wird zu einer Hintergrundgeschichte über die Entwicklung des Ortes zu dem ,was er heute ist. Auf dem Weg dahin ist er eine Inspiration für den "Zauberberg". Eine Menge kurzweiliger Geschichten, ungewöhnliche Menschen und ein stetes Auf und ab. Selbst der Autor zieht irgendwann Parallelen zu seinem eigenen Leben. Liest sich toll.

  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    02.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Die Geschichte hinter dem Zauberberg schreibe ich«, sagte ich nun. »Die ganze Geschichte.«

    »Die Geschichte hinter dem Zauberberg schreibe ich«, sagte ich nun. »Die ganze Geschichte.« Der Erzähler dieses Buchs, selbst Autor, reist mit seiner Tochter Suki zum Skifahren nach Davos, um einige Tage mit zwei Freundinnen dieser sowie deren Mütter zu verbringen. Aus einem erholsamen Kurzurlaub wird eine Reise in die Vergangenheit und die Zukunft. Der Protagonist entschließt sich der Geschichte sowie der Wahrnehmung des Dorfes auf dem Grund zu gehen, stellt alsbald das Skifahren hintenan und nutzt die folgenden Tage vielmehr zur lokalen Recherche. Zudem überschattet eine schwierige Beziehung die Gedanken des Protagonisten – er stellt sich eine Zukunft mit Emma vor, während sie doch nicht von ihrem Mann lassen kann. Hört man Davos, hat man regelrecht die Sanatorien vor Augen, welche u.a. aufgrund der guten Bergluft damit warben Tuberkulose heilen zu können oder man denkt an Thomas Manns 1924, nach zwölfjähriger Arbeit, erschienenen Roman „Der Zauberberg“. Doch Davos hat noch mehr zu bieten. Zusammen mit den Lesenden erkundet der Erzähler die Abwendung vom Sklavenhandel und der Entstehung des Kurorts, geht selbstverständlich auch auf Manns Roman ein und erwähnt Klabunds Erzählung „Die Krankheit“, welche einige Ähnlichkeiten zu diesem aufweist. Auch die Zeit des Nationalsozialismus lastet bedrückend auf Davos, besonders das Leben Wilhelm Gustloffs, welcher später von David Frankfurter erschossen und als Symbolfigur der Nazis inszeniert wurde. Kritisch beäugt er zudem das jährlich tagende Weltwirtschaftsforum und die Auswirkungen des Klimawandels, mit besonderem Blick auf den Skitourismus. Ohler zeichnet eine Geschichte des Zauberbergs, respektive des Ortes Davos, von dessen Ursprüngen und Entstehung als Kurort bis in die heutige Zeit. Eine wirklich faszinierende Abhandlung, mit fiktiven Elementen, die sich wunderschön – als würde man selbst dort sein – lesen lässt und nicht nur begeisterten „Zauberberg“-Lesern mehr Hintergrundwissen über den Ort des Geschehens liefert.

  • yellowdog

    4/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verspielt, aber sorgfältig

    Norman Ohler schafft eine Rahmenhandlung mit autofiktionalen Ansatz. Ein Autor ist mit Tochter und deren Freundinnen in Davos und liest dort Thomas Manns Meisterwerk Der Zauberberg. Darin eingebettet ist die Entstehungsgeschichte des Zauberbergs mit Thomas und Katia Mann als Hauptfiguren. Prinzipiell ist das alles bekannt, aber der Autor geht so spielerisch mit dem Stoff um, dass es Spaß macht.

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kristina Oberlinger

    Kristina Oberlinger

    Thalia Mayersche Gummersbach

    Buchhändler*in

    5/5

    10.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Zauberberg - Mythos oder Wahrheit?

    Was steckt eigentlich hinter dem Mythos des Kurortes Davos, von dem sich Thomas Mann in seinem „Zauberberg“ inspirieren ließ? Während eines Skiurlaubs mit Freunden und seiner Tochter beginnt ein Autor, das Geheimnis zu ergründen und recherchiert, während die anderen den Skifreuden frönen, im örtlichen Archiv die Geschichte des Ortes und seiner illustren Gäste. Heraus kommt ein überaus unterhaltsames Historienpanaroma, das zwar dem Berg in gewisser Weise den Zauber etwas nimmt, andrerseits aber auch das Alleinstellungsmerkmal nicht nur der großen Romanvorlage, sondern auch des ursprünglich unbedeutenden Bergdorfes herausstellt, das Davos einmal war. Und so gerät die Lektüre nicht nur für Berg-und Geschichtsinteressierte zu einem lohnenswerten Erlebnis, auch der Mythos Davos bleibt gewissermaßen auch lange nach der Entdeckung des Antibiotikums bestehen. Und so manchen berühmten Zeitgenossen von damals lernt man zudem mal so ganz anders kennen…

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