Produktbild: Die kurze und schreckliche Regentschaft von Phil

Die kurze und schreckliche Regentschaft von Phil "Ein moralisch leidenschaftlicher Autor, der den Wahnsinn unserer Zeit perfekt zum Ausdruck bringt." Zadie Smith

4

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

2685 KB

Originaltitel

The Brief and Frightening Reign of Phil

Übersetzt von

Frank Heibert

Sprache

Deutsch

EAN

9783641281052

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Erscheinungsdatum

16.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

2685 KB

Originaltitel

The Brief and Frightening Reign of Phil

Übersetzt von

Frank Heibert

Sprache

Deutsch

EAN

9783641281052

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine treffende Parabel auf…

    Eine treffende Parabel auf unsere machthungrige Gesellschaft, wunderbar erzählt. Phil war ein Monster. Grausam bis in die Haarspitzen nutzte er seine Vormachtstellung in Außerhorner aus, scharte dooftreue Vasallen um sich, um die Bewohner von Innerhorner zu unterdrücken. Denn Innerhornen war geschrumpft, von einem Tag auf den anderen. Das Land wurde so klein, es hatte nur mehr eine Person darin Platz. Die anderen mussten in der Kurzzeitaufenthaltszone von Außenhornen ihr Aushalten finden. Phil spielte sich auf, stellte sich an die Spitze, und forderte deswegen Steuern. Zuerst das Geld, danach Baum und Fluss, Erde, Lebensgrundlage, letztendlich das Leben. Phil lebte seinen Wahn aus, wurde unterstützt, hatte seine Wasserträger, und konnte auch den einfältigen Präsidenten um den Finger wickeln. Das Unrecht tropfte aus allen Poren, Phil verstand es die Tropfen aufzufangen und zu trinken. Die Story ist brutal, zugegeben. Aber nicht minder brutal als das Leben an sich. Die Schlagzeilen überrollen uns tagtäglich mit den Machtgehaben diverser alter weißer Männer rund um den Globus. Es gibt Phils an jeder Ecke. Phil ist ein Populist, ein Vielredner. Seine Worte, seine Sprache sind seine eigentliche Waffe. Das Verbreiten von Lügen und Fake-News ist Programm – und wer jetzt Parallelen zu unserer realen Welt entdeckt: richtig! Wir werden weltweit von Populisten reGIERt. Die handelnden Personen in Saunders Roman sind Mischwesen aus Mensch, Maschine, Pflanze. Es mag zuerst ein wenig verstörend wirken, aber auch das ist natürlich pure Absicht. Denn der Mensch macht sich alles untertan in seinem Hunger nach Macht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Phil ab und wann sein Gehirn verliert … Die Erzählung ist äußerst spannend, und auch beklemmend. Die Gemeinheiten spitzen sich zu, die Vergleiche mit unserer globalen Gesellschaft drängen sich auf. Man möchte wissen, wie es weitergeht. Kapitel für Kapitel – ist gespannt darauf, wohin das alles führen wird. Ein interessantes Nachwort des Autors rundet den Roman perfekt ab. Lest es! Es lohnt sich! Große Leseempfehlung

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine treffende Parabel auf unsere machthungrige Gesellschaft, wunderbar erzählt.

    Phil war ein Monster. Grausam bis in die Haarspitzen nutzte er seine Vormachtstellung in Außerhorner aus, scharte dooftreue Vasallen um sich, um die Bewohner von Innerhorner zu unterdrücken. Denn Innerhornen war geschrumpft, von einem Tag auf den anderen. Das Land wurde so klein, es hatte nur mehr eine Person darin Platz. Die anderen mussten in der Kurzzeitaufenthaltszone von Außenhornen ihr Aushalten finden. Phil spielte sich auf, stellte sich an die Spitze, und forderte deswegen Steuern. Zuerst das Geld, danach Baum und Fluss, Erde, Lebensgrundlage, letztendlich das Leben. Phil lebte seinen Wahn aus, wurde unterstützt, hatte seine Wasserträger, und konnte auch den einfältigen Präsidenten um den Finger wickeln. Das Unrecht tropfte aus allen Poren, Phil verstand es die Tropfen aufzufangen und zu trinken. Die Story ist brutal, zugegeben. Aber nicht minder brutal als das Leben an sich. Die Schlagzeilen überrollen uns tagtäglich mit den Machtgehaben diverser alter weißer Männer rund um den Globus. Es gibt Phils an jeder Ecke. Phil ist ein Populist, ein Vielredner. Seine Worte, seine Sprache sind seine eigentliche Waffe. Das Verbreiten von Lügen und Fake-News ist Programm – und wer jetzt Parallelen zu unserer realen Welt entdeckt: richtig! Wir werden weltweit von Populisten reGIERt. Die handelnden Personen in Saunders Roman sind Mischwesen aus Mensch, Maschine, Pflanze. Es mag zuerst ein wenig verstörend wirken, aber auch das ist natürlich pure Absicht. Denn der Mensch macht sich alles untertan in seinem Hunger nach Macht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Phil ab und wann sein Gehirn verliert … Die Erzählung ist äußerst spannend, und auch beklemmend. Die Gemeinheiten spitzen sich zu, die Vergleiche mit unserer globalen Gesellschaft drängen sich auf. Man möchte wissen, wie es weitergeht. Kapitel für Kapitel – ist gespannt darauf, wohin das alles führen wird. Ein interessantes Nachwort des Autors rundet den Roman perfekt ab. Lest es! Es lohnt sich! Große Leseempfehlung

  • MarieOn

    5/5

    28.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schräge und gut gemachte Dystopie

    Die Bewohner von Innen-Horner haben sehr wenig Platz. Die anderen, außerhalb der Grenze ihres winzigen Landes nennt man Außen-Horner. Die wiederum möchten keinen Krümel von ihrem Land abgeben, auch weil sie befürchten, dass die anderen Popelländer dann auch ein Stück vom Kuchen wollen. Der Grenzschutz der Außen-Horner findet problematisch, dass die Innen-Horner aus Platzmangel immer wieder den ein oder anderen Fuß auf ihr Land setzen. Phil ein Außen-Horner und Sonderling mittleren Alters, dessen Liebe einst von einer schönen Innen-Hornerin verschmäht wurde, spricht mit großer Autorität: Dann besteuert sie. Der Grenzschutz zeigt sich angetan von dieser grandiosen Idee und so nimmt man den Innen-Hornern ihren einzigen Apfelbaum, den Fluss und etwas Erde. Nachdem der Siegeszug ausgelassen gefeiert wurde, mehren sich die zuhörwilligen Außen-Horner. Phil benutzt viele verwirrende Phrasen, streut etwas Patriotismus hinzu, ein wenig Wertschätzung indem er das Gefühl von Stolz suggeriert und würzt seine Rede mit Charisma. Einzig die Grenzwächterin Melvin äußert leise Zweifel, die schnell im Keim erstickt sind. Nachdem die Innen-Horner nun von ihren Ressourcen befreit sind, steht die nächste Steuerlast ins Haus und Phil insistiert, man könne ihnen die Kleider nehmen. Das ist keine große Sache, da die Innen-Horner in der Unterzahl sind. Von dem Steuererlös organisiert Phil noch ein paar Grenzposten zusätzlich, um die Innen-Horner besser kontrollieren zu können. Fazit: Mit seinem ganzen Autorenkönnen illustriert George Saunders, wie ein Staat sich als Allmacht begreift und in die Totalität driftet. Anschaulich zeigt er, welche Mechanismen es braucht, die Macht an sich zu reißen, um Nachbarländer auszubeuten und zu kontrollieren. Protagonist und Nebendarsteller sind nicht menschlich gezeichnet, sondern eher als Maschinen. Die Geschichte ist anschaulich bebildert. George Saunders betont, dass er sich auf kein explizites Ereignis beruft, sondern lediglich die Dysfunktionalität des 20. Jahrhunderts versinnbildlichen wollte. Der wesentliche Aspekt, den der Autor rigoros herausgearbeitet hat ist der wesentliche menschliche Defekt des übergroßen Egos und des unbedingten Gewinnenwollens.

  • Ernst

    1/5

    16.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Also nein!

    Bis kurz vor dem Ende (S 113) wird eine Realität beschrieben, die man ohnehin jeden Tag in den Zeitungen liest, nur halt in eine Phantasiewelt versetzt. Und das Ende ist zu einfach und unrealistisch. Zum "darüber nachdenken" gibt es nicht viel, da müsste ich nach jeder ZIB länger grübeln. Wie schafft es so ein "Werk" in die ORF-Bestenliste? Und 21,50 Heulos sind für 120 Seiten banale Geschichte (17 Seiten Nachwort) einfach zu viel. Meine Erwartungen wurden sehr enttäuscht, sorry!

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    Marilena Fahl

    Thalia Bielefeld

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    5/5

    09.04.2026

    eBook (ePUB)

    Skurill, vielschichtig und realitätsnah

    Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll … Ich fange damit an, dass dieses Buch, das ja eigentlich Fiction sein sollte, so absurd, wie es ist, sich sehr stark nach unserer Realität anhört. Machtgierige Männer, die mit ihrem Machtgehabe in den Schlagzeilen landen. Dieser Roman lässt sich am besten mit dem Wort „ungerecht' beschreiben. So skurril es auch klingt, aber das Buch hat mir trotzdem sehr gefallen. Es war chaotisch und wirr, aber doch recht interessant zu lesen. Worauf das Buch abzielt, ist das Herausstellen des menschlichen Defekts: ein übergroßes Ego und das unbedingte Gewinnenwollen.

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