Es ist ein eisiger Winter 1941 auf Askania-Nowa, wo sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt hält. Hier auf dem alten Naturreservat leben auch die seltenen Przewalski-Pferde. Sie scheinen zu spüren, dass Kalinka eine von ihnen ist - denn wie Kalinka sind sie in großer Gefahr vor den Nazis, die Askania-Nowa besetzen. Mit Hilfe des treuen Tierwärters Max flieht Kalinka mit zwei Pferden und einem Wolfshund Hunderte von Kilometern über die weiße Steppe der Ukraine. Doch können ein Mädchen und drei Tiere der Übermacht der Deutschen entkommen? Spannend und stimmungsvoll erzählt Philip Kerr von der Flucht im ukrainischen Winter - aber auch davon, wie die Liebe zu den Pferden das erstarrte Herz eines einsamen Mädchens mitten im Krieg zu erwärmen vermag.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Hopeandlive
5/5
23.02.2026
eBook (ePUB 3)
Tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Tier in dunkelster Zeit
Wir befinden uns im Jahr 1941 in Askania-Nowa, einem Naturreservat in der Ukraine. Es ist ein eisiger Winter und zudem herrscht auch noch Krieg. Für die Menschen und die Tiere geht es um das Überleben. Einst wurde das Naturreservat von einem deutschen Baron angelegt um den bedrohten und wilden Przewalski-Pferden eine Heimat zu geben, in der sie leben können. Ein alter Tierwärter namens Max, der noch unter dem Sohn des Barons gearbeitet hat und der deutschen Sprache mächtig ist, versorgt die Tiere mit Hilfe seines alten Wolfhundes Taras. Doch der Krieg tobt und die Deutschen dringen immer mehr in den östlichen Lebensraum ein und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Schließlich kommen sie auch nach Askania-Nowa....
In den Weiten des Naturreservates landet auch Kalinka, ein jüdisches14-jähriges Mädchen auf der Flucht vor den Nazis. Ihre Familie wurde von den Deutschen ermordet und nur sie konnte fliehen. Kalinka trifft auf eine Herde von Przewalski-Pferden, die bekannt sind für ihre Wildheit, doch wie durch ein Wunder nehmen die Tiere sie in ihre Herde auf und lassen zu, dass Kalinka in ihrer Nähe bleiben darf und sich an ihnen wärmen darf. Die Truppen der Deutschen werden von der SS angeführt, die den Auftrag haben, nicht nur die Menschen zu ermorden, die nicht ihrer kranken Rassenlehre entsprechen, sondern auch die Tiere und dazu gehören auch die Przewalski-Pferde. Sie erschießen fast alle Pferde und Kalinka kann mit großer Mühe mit dem Hengst Temüdschin und der Stute Börte fliehen...
Nun kommen wir zu Max, er harrt weiter im Naturreservat in seiner Hütte aus, konnte zwar die Herde nicht beschützen, jedoch bietet er Kalinka und den beiden Pferden Unterschlupf und es geht dem Leser wirklich zu Herzen, wie sich die Freundschaft zwischen dem einsamen alten Mann und dem traumatisierten jungen Mädchen entwickelt. Max ist erstaunt welch innige Beziehung Kalinka zu den Pferden pflegt. Doch die Tage der Ruhe gehen viel zu schnell vorbei, die Deutschen kommen und Kalinka sieht sich gezwungen mit den beiden Pferden in Richtung der russischen Front zu fliehen und Max, der in dem deutschen Hauptmann Grenzmann zuerst einen Pferdefreund vermutet, bis er ernüchtert erkennt welche unbarmherzigen Ziele der SS-Offizier verfolgt, gibt Kalinka und den Pferden seinen alten Wolfshund Taras zum Schutz mit.
Nun beginnt eine abenteuerliche Flucht über die weite weiße Steppe der Ukraine und die Verfolger können im weißen Schnee sehr gut ihre Spuren erkennen.....
Philipp Kerr hat einen faszinierenden und tiefgehenden Jugendroman geschrieben über eine der dunkelsten Zeiten in Europa, über das was wirklich zählt im Leben, über tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Die Charaktere der menschlichen und tierischen Protagonisten sind wunderbar lebendig, bildhaft und tiefgehend geschildert. Mir haben der alte Max, eigentlich Maxim, gut gefallen, der immer wieder betont, es gibt auf beiden Seiten gute und schlechte Menschen, eine Differenzierung, die heute den wenigsten Menschen mehr gelingt. Auch Kalinka, die manchmal abgeklärt erwachsen und dann wieder kindlich wirkt, was nicht verwundert, wenn man ihre traumatischen Erlebnisse berücksichtigt. Für viele Kinder und Jugendliche war im Krieg von einem Tag zum anderen ihre Kind- und Jugendzeit beendet. Manchmal erscheint die Freundschaft zwischen Kalinka und den Pferden fast wie ein Märchen, doch mir hat diese Mischung von Geschichte und Fantasie sehr gut gefallen. Für mich war es ein ganz besonderer Roman, der sowohl für Jugendliche und Erwachsene gut zu lesen ist und wirklich zu Herzen geht und gerade heute wichtiger denn je ist.
Absolut lesenswert!
Bewertung
5/5
11.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar und packend
Es ist eine packende Geschichte, man möchte immer weiter lesen! Überwältigend und vorallem rührend, ich habe am Ende beinahe geweint. Richtig gutes Buch für Historik liebende Jugendliche.
Bewertung
5/5
10.08.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr glaubhafte Story nach...
Eine sehr glaubhafte Story nach wahrer Geschichte, dramatisch, traurig, grausam, doch beeindruckend. Muss man unbedingt lesen! Aufgrund der Geschehnisse, kein leichter Jugendroman.
Bewertung
5/5
09.04.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Mädchen auf der Flucht, eine...
Ein Mädchen auf der Flucht, eine eisige Welt und die Liebe zu Pferden. Ein berührendes Buch über den Winter der Welt und die Hoffnung auf das Gute im Menschen.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
25.04.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Przewalskipferde und der Krieg
Achtung:dies ist kein Pferderoman a la Neuhaus oder Lark, sondern eine spannende und berührende Mensch-Pferd-Geschichte mit märchenhaften Anklängen zum Ende hin.
Wir befinden uns mitten im 2.Weltkrieg: die deutschen Truppen haben sich in der Ukraine ganz in der Nähe des alten Reservates "Askania Nova" verbarrikadiert und liefern sich Gefechte mit den Russen.
Der alte Tierwärter Maxim Borisowitsch Melnik, der bei den letzten Wildtieren im Naturschutzgebiet geblieben ist,entdeckt eines Tages das fast verhungerte jüdische Mädchen Kalyna, genannt Kalinka, vor seiner Hütte und versteckt sie bei sich.
Als die deutschen Truppen seine geliebten, letzten Przewalskipferdchen (die schon auf Urzeit-Bildern in französ.Höhlen zu entdecken sind,) jagen und erschießen, schickt der alte Mann das Mädchen mit dem letzten Päarchen der Pferde Richtung Rote Armee und versucht den deutschen Hauptmann von ihr abzulenken....
Im eisigen Winter 1941 fliehen die cleveren Pferdchen, Taras, der Barsoi(hund) des alten Max und das Mädchen über die verschneite, ukrainische Steppe vor allen, die Jagd auf sie machen
und das sind nicht nur die deutschen Truppen !
Wer die märchenhaft anmutenden Szenen der Gemeinschaft von Kind-Hund-Pferd unvoreingenommen liest, hat die tolle Geschichte einer besonderen Freundschaft in einer unmenschlichen Zeit vor sich und bekommt einiges an Denkanstößen mit auf die Reise.....
Ein schönes Buch über Zivilcourage, Mut und Glauben - auch gut als Konfirmationsgeschenk geeignet !
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.