Im Gleichschritt, Ossis kehrt!
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Sprache:Deutsch
7,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.08.2024
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
198 (Printausgabe)
Dateigröße
350 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783759731661
In der sowjetischen Besatzungszone kämpft die Mutter mit ihren vier Kindern ums Überleben, in der DDR vom ersten Tag an um Sozialisierung. Die beiden Mädchen entfliehen aus wirtschaftlichen und religiösen Gründen diesen Mühsalen. Sie wandern nach Amerika aus. Die beiden Jungen, Ernst und Christoph, studieren nach Umwegen der Handwerkerlehre und Abiturnachholung, der ältere Natur-, der jüngere Geisteswissenschaften.
Die ideologieträchtige Fachrichtung Germanistik/Slawistik/Romanistik stellt Christoph vor hohe Herausforderungen. In der DDR muß er sich vielfältiger Nötigungen erwehren. Die stabile Solidargemeinschaft und der pommersche Widerstandsgeist helfen ihm, sie zu überstehen. Er schafft es zum Hochschullehrer.
Für die westdeutschen Eiferer in der Wendezeit ist diese Berufsstellung ein Brandmal von DDR-Hinterlassenschaft, die schnell loszuwerden erstes Bestreben jedes aufrechten Demokraten sein muß. Leute wie Christoph haben schlimme Taten mit gutem Gewissen vollbracht und die dabei angefallenen Leichen im Keller vergraben. Überprüfungen werden scheindemokratisch angeordnet, natürlich unter westdeutscher Hoheitsmacht. Offenbaren sich statt der Leichen fachliche Kompetenz, Integrität, Rechtschaffenheit und ein heimatbezogenes Wertebewußtsein, wird das Ergebnis einfach ignoriert und mit fein gesponnenen Intrigen, Mobbing, findigen Rechtsbrüchen, Lug und Trug, Machtarroganz dem geplanten Ziel der Entledigung zugeführt.
Das Buch, in 14 Kapiteln gegliedert, zu einer Hälfte in der DDR-Wirklichkeit angesiedelt, zu anderer in der bundesdeutschen Anschlußgesellschaft, ist intentioniert politische Tendenzdichtung. In ihr wird ein Fülle repräsentativer Episoden erzählt, die das Leben, wie es wirklich war, im Grunde selbst geschrieben hat. Der Leser kann an ihnen nacherleben, warum die Ostdeutschen in so großer Zahl ein eigenes Demokratieverständnis entwickelt haben und ihnen der praktizierte Rechtsstaat reichlich fernliegt. Sie lassen sich nicht unterkriegen. Sie sind nicht die gebrandmarkten Jammerlappen. Sie packen an und leben selbstbestimmt nach eigenen - ostdeutschen - Werten.
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