Johannes ist ein freier Hund in einem Stadtpark am Meer. Seine Aufgabe ist es, die Augen zu sein – alles zu sehen, was im Park passiert, und den Ältesten des Parks, drei Bisons, Bericht zu erstatten. Seine Freunde, eine Möwe, ein Waschbär, ein Eichhörnchen und ein Pelikan, helfen Johannes beim Beobachten der Menschen und Tiere und sorgen dafür, dass das Gleichgewicht im Park erhalten bleibt. Doch Veränderungen sind im Gange. Immer mehr Menschen kommen in den Park, auch gefährliche, ein neues Gebäude mit geheimnisvollen und hypnotisierenden Rechtecken wird errichtet, und dann tauchen auch noch Ziegen auf – eine ganze Bootsladung Ziegen – und mit ihnen eine schockierende Enthüllung, die Johannes’ Sicht auf die Welt für immer verändert.
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Johannes Welt ist besonders- er liebt die Freiheit, seine Freunde , das Leben und die Welt. Deshalb ist er auch das perfekte "Auge" für die drei Bisons, die die Herrscher des Parks sind.
Eine zauberhafte Geschichte, mit wunderbaren philosophischen Gedanken und Sätzen. Wie zum Beispiel:"Jedes vernunftbegabte Wesen weiß, daß es nichts Schrecklicheres gibt, als den ganzen Tag nur an sich selbst zu denken. Wenn einem Probleme zu schaffen machen, ist es das beste Gegenmittel, an die Probleme der anderen zu denken. Sobald man sich selbst vergisst, ist man frei. "
Ein bildgewaltiges tierisches Abenteuer für Jung und Alt
Der Duft von Büchern und Kaffee am 11.05.2024
Bewertungsnummer: 2198520
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Johannes liebt seine Freiheit, die er in vollen Zügen Tag für Tag im Nationalpark genießt. Er rennt durch den Park, durch den kleinen Wald, bis hin zum Meer. Seine Augen sind überall. Gemeinsam mit seinen tierischen Freunden, einem Erdhörnchen, einer Pelikandame, einem Waschbären und seinem engsten Vertrauten, Bertrand der Möwe, liefert er Tag für Tag den drei Bisons im Gehege Bericht ab.
Auch wenn Samuel, Freya und Meredith nicht mehr ganz so beweglich sind, so sind sie wegen ihres Alters auch unglaublich weise. Die drei Bisons haben stets Rat für die Probleme des Alltags.
Für einen Hund, das hört Johannes sehr oft, ist er unglaublich schnell. Auf dieses Wesensmerkmal ist er natürlich sehr stolz. Keiner kann ihn fangen, keiner kann ihn sehen, wenn er mit Schallgeschwindigkeit durch den Park rennt. Das macht ihn perfekt für seine Tätigkeit als „Die Augen“ - den Kundschafter des Parks und den Berichterstatter für die Bisons.
Es ist normal, dass die Menschen Unruhe in den Park bringen. Eigentlich steht jeden Tag ein Abenteuer an. Besonders gerne mag Johannes die Rollschuhläufer, die interessante Choreografien auf dem Gelände vorführen. Aber eines Tages passiert etwas Großes.
Ein neues Gebäude ist entstanden. Darin, das haben die Vögel durch die Fenster erspähen können, sind eine Menge rechteckiger Kästen in denen sich Menschen, Tiere und Landschaften befinden. Als Johannes einen Blick auf eines dieser Bilder wirft, die auch vor der Tür aufgestellt wurden, verliert er sich in dem Anblick. Er weiß, dass diese Kästen ein großes Problem für ihn darstellen. Er wird unachtsam und das darf er nicht werden. Denn er möchte auf keinen Fall in Gefangenschaft geraten.
Meinung:
Es war wohl zuerst das wunderschöne Cover mit dem kunstvollen Motiv eines verwunschenen Waldes und eines wolfsähnlichen Hundes, das mich auf „Die Augen und das Unmögliche“ aufmerksam gemacht hat.
Ich kann verraten, dass sich in dem Buch allerhand weiterer dieser detaillierten Naturbilder, stets über eine Doppelseite hinweg, befinden, die zum Wegträumen und Verweilen einladen.
Darüber hinaus hat mich der Klappentext dieses Buches sehr angesprochen. Dessen Versprechen wird beeindruckend übererfüllt.
Es brauchte ein paar Seiten, bis ich mich eingelesen hatte und die Sprache sogar als immer passender für einen selbstbewussten Hund empfand.
Johannes ist sehr stolz auf seine Schnelligkeit. Er hält sich für extrem schnell, ja für eine Naturgewalt. Und in einem gewissen Maße ist er das auch. Geschickt entkommt er jedem, der seine Verfolgung aufnehmen möchte. Gemeinsam mit seinen Freunden ist er unschlagbar, wenn es darum geht, im Park wieder für das Gleichgewicht zu sorgen, das die Menschen gelegentlich durcheinanderbringen.
Jeder der Tiere aus dem Nationalpark bringt ein besonderes Talent mit sich. Bertrand, die Möwe, ist vielleicht manchmal etwas zu risikofreudig und wagemütig, wenn er durch Schusslinie der Bogenschützen fliegt, um seinen Adrenalinspiegel mal wieder ein wenig in die Höhe zu treiben. Doch seine nachdenkliche Art und die tiefsinnigen Dinge, die er manchmal sagt, machen ihn zu einem unverzichtbar wichtigen Gefährten für Johannes.
Sonja, das Erdhörnchen hat nur noch ein Auge. Sie ist unglaublich schüchtern und verträgt nur wenig Lob. Aber sie ist auch sehr klug und mit ihren kleinen Fingern ist sie fast so talentiert, wie Angus der Waschbär, der sogar im Dunkeln sehen kann. Yolanda, die Pelikandame, kann, auch, wenn ihre Landeanflüge als tollpatschig gelten, als einzige Menschenwörter lesen.
Diese Talente werden im Alltag auch immer wieder dringend benötigt, denn die Menschen, die im Park verkehren, bedeuten auch Konflikte und unliebsame Veränderungen.
So entsteht plötzlich ein neues Gebäude, das die Tiere in Unruhe versetzt. Johannes erkennt seine Liebe für die Kunst. Und seine Freunde schmieden einen Plan, nämlich den, ihm einen großen Wunsch zu erfüllen und ihn näher an die komischen Kästen mit den merkwürdigen blauen Händen, den goldenen Bäumen sowie den Kind im Sturm darin, heranzuführen. Johannes wird unachtsam und gerät in die Hände von Gangstern. Er verliert seine Freiheit und findet sie wieder.
Gemeinsam mit seinen Freunden überlegt er den Bisons die Freiheit zu schenken und verbündet sich hierzu mit den Neuankömmlingen, den Vierbeinern mit den gekrümmten Hörnern, die plötzlich an der Küste gestrandet sind und dort das dornige Gestrüpp auffuttern. Er findet neue Freunde und verliert dabei fast die alten.
Unglaublich intensiv, fesselnd und spannend beschreibt Dave Eggers die Abenteuer eines ganz besonderen Hundes. Er erzählt von Freiheit, Helden, von Mut und Zusammenhalt. Lebendig sein, heißt seinen Weg zu gehen, so schreibt der Autor auf den letzten Seiten seines Buches und fängt damit eigentlich die gesamte Geschichte und so viel mehr ein.
Auch, wenn ich mir noch lange nach dem Zuklappen des Buchdeckels nicht sicher bin, wie ich das Ende der Geschichte finde. Johannes ist Identifikationsangebot und Rollenvorbild zugleich.
Ein unglaublich mutiger tierischer Held, den man während des Lesens ins Herz schließt und der sich auch lange darüber hinaus einen festen Platz darin sichern wird. Soviel sei an dieser Stelle versprochen.
Fazit:
Im Englischen gibt es die bekannte Redensart, „don't judge a book by its cover“. Über 240 Seiten hinweg tritt Dave Eggers in seinem Kinderbuch, „Die Augen und das Unmögliche“, das sich durchaus auch als Erwachsenenlektüre eignet, den Gegenbeweis an. Ein großes Abenteuer, das von Freundschaft berichtet, zwischen zwei wunderschönen Buchdeckeln.
Es ist kein 08/15-Heroismus, der hier präsentiert wird, sondern vielmehr der Heroismus der Herausforderung, der gefeiert wird.
Keine Kritik kommt ohne den Hinweis auf die von Shawn Harris illustrierten Doppelseiten aus. Dieser lädt den Leser dazu ein, sich vom Schwung seiner Phantasie davontragen zu lassen.
Großartige Lektüre, die die Augen öffnet und Mut für Veränderungen schenkt.
Meinung aus der Buchhandlung
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Eine Tatsache, wie er schmerzlich feststellen muss, die nicht für alle im Park gilt. Aber Johannes ist erfinderisch und lässt sich nicht so leicht unterkriegen!
Ein bildgewaltiger Roman über einen ganz besonderen Hund und die Kraft von Freundschaft.
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2024 ging der höchste US-amerikanische Kinderbuchpreis, die "Newberry-Medal" an dieses neue Buch von Dave Eggers, einem der einflussreichsten Schriftsteller dort.
In "Die Augen und das Unmögliche" erleben wir die (von ihm selbst erzählte) Geschichte des Hundes "Johannes", der jeden Tag in Windeseile seinen heimischen Naturpark durchquert und für die drei Ältesten vor Ort, die Bisons Freya, Meredith und Samuel, als "die Augen", überwacht, das das Gleichgewicht im Park nicht gestört wird.
Und gestört wird es natürlich von (uns) Menschen, die campend, erholungssuchend oder wegen eines Museumsneubaues im Park, die Natur sozusagen mitnutzen, aber auch durcheinanderbringen oder vermüllen.
Johannes bildet sich einiges auf seine Supergeschwindigkeit ein, auch mit dem Zählen fühlt er sich vertraut, nun ja, ;-) - aber da sind auch noch seine Freunde: eine Möwe, ein Erdhörnchen, ein Pelikan und ein Waschbär, die immer füreinander da sind und aufpassen. Johannes liebt seine Freiheit über alles, nie würde er ein Haushund sein wollen und als er sich beinahe in den Bildern des neuen Museums "verliert" und fast unfreiwillig sein Paradies verlassen muss, sind es seine Freunde, die ihn retten!
Dann aber taucht die Herde der "1000" Ziegen am Strand auf, Johannes lernt neue Wahrheiten(auch über sich selbst!) und das vielleicht größte Abenteuer seines Lebens liegt vor ihm...
Dieser ungewöhnliche Erzählung/Parabel aus Tiersicht ist, lt.Verlag, für Teens ab 12 gedacht, aber auch Erwachsene oder Kids Ende Grundschule, mit denen man es gemeinsam liest, dürften hier auf ihre Kosten kommen - eine stimmungsvolle Story über Freundschaft, Mut und die Bereitschaft, über den eigenen Schatten zu springen!
P.S.Perfekt dazu die doppelseitigen Bilder verstorbener Landschaftsmaler, in die Johannes vom Künstler Shawn Harris eingefügt wurde! Leseprobe gefällig ??
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